Am Samstagabend hat ein Fitness-Influencer und Islam-Konvertit eine Gruppe junger Niederländer angegriffen und die Tat selbst gefilmt. Er sprach von der Wirkung des Alkohols und einem allgemeinen Zusammenbruch – dann griff er zum Messer. Online feiern ihn Teile seiner Community bereits als „Soldat“.
Screenprint via X/Concerned Citizen
Es ist eine Messerattacke wie alle anderen auch. Im Grunde stimmt das. Aber dieses Verbrechen, das am Samstagabend am Amsterdamer Hauptbahnhof geschah, wurde zudem gefilmt, und zwar vom Täter selbst, der seine Kamera zunächst passend aufbaute, um am Ende das ultimative Video unter dem Titel „Kampf des Übermenschen“ aufzunehmen. Dazu näherte sich der Täter einer Männergruppe, die ihn durch irgendetwas aufgeregt hat, spricht sie an, um kurz darauf ein Messer zu ziehen und einen der jungen Niederländer ernstlich zu verwunden.
Zu dem, was man nun aufgrund von Medienberichten wissen kann, gehört, dass der mutmaßliche Täter Angelo Bryson um 1980 auf der niederländischen Karibikinsel Sint Maarten geboren wurde, später in Curaçao lebte und mit 22 Jahren in die Niederlande zog. Dort wurde er Fitnesstrainer und Gewichtheber. Die Studiokette Basic-Fit hat Brysons Porträt zwischenzeitig von ihrer Seite gelöscht. Vielleicht arbeitete er auch gar nicht mehr dort.
Auf TikTok, Facebook und anderen Online-Foren machte er sich unter dem Namen „Superhuman Unchained“ bekannt – zu Deutsch „Der entfesselte Übermensch“, was zumindest von gutem Selbstvertrauen zeugt. Bryson glänzte durch Fitness-Challenges, die er filmt, etwa einen Fußmarsch von den Niederlanden nach Spanien, aber auch schlicht 100 Schläge in den Sandsack. Die Videos dazu nimmt er gern an öffentlichen Orten auf, was sicher die Klickzahlen erhöht. Bei manchen Aktionen trägt er Kampfkleidung und Tarnfarben.
„Das wird alles zusammenbrechen“
Vermutlich während eines solchen Videodrehs kam es nun zu dem Umstand, dass sich Bryson von einer Männergruppe gestört fühlte. Es waren, auch zum Erstaunen von Augenzeugen, sechs oder sieben einheimische Niederländer, die dem TikToker offenbar zu nahe gekommen waren. Aber dass sie etwas tun würden, etwas Aggressives gar, ist nicht zu sehen. Sie sind hinter ihm in der Kamera zu sehen, wie sie Fastfood essen – vielleicht einfach zur falschen Zeit am falschen Ort. Das scheint alles zu sein.
Bryson sagt in agitiertem Tonfall zu einem unbekannten Gesprächspartner: „Bruder, Bruder, Bruder, hör mal, ich gehe ruhig mit diesen Männern um.“ Aber dann beginnt er zu zählen und sagt, er habe keine Angst vor sechs oder sieben Männern. „Alkohol tut das“, wiederholt er dann immer wieder in die Kamera in anklagender Manier, und: „Das wird alles zusammenbrechen.“
Ins Video ist bereits der Titel integriert: „Superhuman Gevecht“ – ein Kampfvideo also. War das Ganze so gemeint, von Anfang an? War Bryson zum Hauptbahnhof gekommen, um ein Video dieser Art zu drehen?
Konvertit ereifert sich über Alkohol
Ein Kampfvideo war jedenfalls, was folgte, aber nicht vollständig sichtbar ist. Bryson geht auf die Gruppe zu und macht eine unverständliche Bemerkung zu den jungen Niederländern. Die erwidern etwas und kommen in die Nähe der Kamera. Einen Moment später schreit eine Frau, die Männer weichen zurück und beginnen mit der Gegenwehr. Dass dieser im Off ein Messer zog, sieht man nicht, aber andere Bilder zeigen einen der Niederländer am Boden mit Wunden an Bauch und Beinen. Die Polizei umringt den Hauptverletzten, der Täter läuft daneben unruhig auf der Stelle umher. Es stimmt also nicht so ganz, was nun auch wieder in mehreren Berichten steht: Zu den Verletzten gehöre auch der Täter selbst. Auf diesen Bildern ist er noch recht energiegeladen.
Was aber noch wichtig werden könnte, das ist der Kontext, der teils schon aus Brysons Monolog hervorgeht: Er ist zum Islam konvertiert und auch auf Pro-Palästina-Demonstrationen als „Pro Palestine“ dabei. Seine kritischen Bemerkungen über den Alkohol, der etwas „tue“, was Angelo Bryson nicht gefällt, deuten darauf hin, auch die Bemerkung, dass alles zusammenbrechen werde. Damit könnte der aus islamischer Sicht dekadente Westen gemeint sein, mit seinem Alkohol und seiner Freizügigkeit auf öffentlichen Plätzen.
Das Augenzeugenvideo, das nach der Tat aufgenommen wurde, zeugt dabei wiederum von Brysons Ruf in Amsterdam und in den sozialen Medien. Das Video ist „Superhuman Unchained Steekpartij“ betitelt, also etwa: Messerangriff vom Übermenschen.
Unterstützung für Täter auf TikTok – plus Bilder der Opfer
Nach einem Blick quer durch die sozialen Medien erhält man den Eindruck, das Bryson recht gut in die niederländischen Migrantenmilieus integriert ist. Man möchte nicht von Halbwelt sprechen. Aber Personen mit karibischem Hintergrund sind laut offiziellen Kriminalitätsdaten überproportional vertreten, was Tatverdächtige und Verurteilungen angeht.
Neben einem TikTok-Video, das den Hergang wiederum aus der Perspektive des Täters zeigt, stehen nun Kommentare wie: „Free Superhuman!!!“ Auch: „Wir müssen Superhuman unterstützen“. Oder: „Superhuman ist ein Mentor und ein engagierter Meister. Man sollte ihm mehr Respekt und Wertschätzung entgegenbringen.“ Oder auch ein schlichtes: „SOLDAT“.
Auch die Gesichter der angegriffenen Niederländer sind in einem Kommentar gepostet, darunter Kommentare wie „Hundeköpfe“ oder „Das wird schon geregelt“. Auch dass sich Bryson auf Selbstverteidigung berufen und mit einem fähigen Anwalt kaum lange einsitzen wird, schreiben Nutzer, während andere ihm eine lange Haftzeit wünschen.
Das Video zeigt: Es war keine Notwehr
Am Ende wird die Tat vermutlich als das Ergebnis eines Streites oder Handgemenges am Amsterdamer Hauptbahnhof gelten. Die Polizei kann dort blitzschnell in großer Mannstärke auftreten und so die öffentliche Ordnung stets wahren.
Wie ein Gericht in diesem Fall entscheiden wird, das bleibt abzuwarten. Bedenklich stimmt: Obwohl Bryson seine ideologische Sicht auf den Westen direkt vor der Tat bekundet hat, spricht die niederländische Polizei bisher nicht von einem politischen oder religiösen Motiv.
Dabei müsste man vielleicht nur das Videomaterial vernünftig auswerten, um die Tat besser einordnen zu können, als nun absehbar ist. Denn dort zeigt sich, dass die jungen Niederländer überhaupt keine Aggressivität gegenüber Bryson zeigen und dass sie sogar noch ganz in der Nähe der Kamera – kurz vor den Messerhieben – versuchen, mit ihm zu reden, nicht ihn anzugreifen. Das wird unter anderem durch ihre Körpersprache deutlich. Insofern müsste auch Notwehr ausgeschlossen werden.
— Israel News Pulse (@israelnewspulse) August 30, 2026


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Der Übermensch. Die Wortwahl erinnert an die dunkle Zeit der reichsdeutschen Arier.