Pistorius und Özdemir haben keine Argumente und wollen deshalb die AfD verbieten. Beginnen wollen sie damit ausgerechnet im Osten. Wer den Wähler nicht mehr durch gute Politik überzeugen kann, ruft in seiner Verzweiflung nach Richtern und Verfassungsschutz.
IMAGO / Jens Schicke
In Niedersachsen und in Baden-Württemberg liebt man offensichtlich den wirtschaftlichen Niedergang, den Bildungsverlust, den Zerfall der inneren Sicherheit, sonst würde man kaum die Verursacher, die Grünen und die SPD wählen. Okay, das wäre die Angelegenheit von Niedersachsen und Baden-Württemberg. Doch jetzt wollen der Niedersachse Pistorius und der Baden-Württemberger Özdemir den Mitteldeutschen den Wahlzettel vorschreiben, sie in die Zeit des „Zettelfaltens“ zurücktreiben.
Bleiben wir kurz bei den ganz und gar nicht nacheiferungswürdigen Heldentaten beider Politiker. Wenn man die Verwahrlosung einer Großstadt beobachten möchte, muss man nicht unbedingt nach Berlin schauen, man kann auch nach Stuttgart blicken. Unter den Grünen rutschte die Wirtschaft Baden-Württembergs in eine Rezession 2025 von -0,6 Prozent (BIP), 2026, wenn alles gut geht, reicht es für eine Stagnation, für ein Nullwachstum. Die Krise ist politisch, ist grün-schwarz verursacht.
Dafür übernehmen baden-württembergische Grüne und niedersächsische Sozialdemokraten beim Demokratieabbau Führungsfunktionen. Özdemir und Pistorius fordern das Verbot der AfD. Ohne es zu wollen, gestehen Pistorius und Özdemir den eigentlichen Grund ein, weshalb sie die AfD verbieten wollen: Sie besitzen keine Argumente gegen die AfD, und weil sie über keine Argumente verfügen, muss durch ein Verbot sichergestellt werden, dass künftig kein demokratischer Wettbewerb mehr stattfindet, das Argument durch den Verfassungsschutz, die Wahl durch den Richterspruch ersetzt wird. Pistorius und Özdemir kommen wie Tartuffe mit billigen Taschenspielertricks daher, wenn sie mit herkulischem Aufwand zwischen einer deutsch-nationalen und einer völkischen Strömung zu unterscheiden versuchen.
Wie sehr muss man die Intelligenz der Bürger und deren Würde missachten, wenn man mit so billigen Tricks handelt. Mit dem deutsch-nationalen Teil könne man sich zwar, so die beiden Hobby-Soziologen, in den Parlamenten auseinandersetzen. Doch dann stellen sich Pistorius und Özdemir ein geistiges Armutszeugnis aus, wenn sie weiter spekulieren: „Mit dem völkischen Teil der AfD ist ein gänzlich anderer Umgang geboten. Denn dieser verachtet die Demokratie. Der völkischen Ideologie können wir nicht in der politischen Auseinandersetzung begegnen.“ Warum nicht? Fehlt’s an Wissen? Fehlt’s an Bildung? Fehlt’s an Begabung?
Weil Özdemir und Pistorius anderen politischen Vorstellungen argumentativ nichts entgegenzusetzen vermögen, weil sie nicht in der Lage sind, eine „völkische Ideologie“ im Diskurs zu entzaubern, zu widerlegen und womöglich auch lächerlich zu machen, weil ihnen die intellektuellen Fähigkeiten fehlen, eine „völkische Ideologie“ zu zerlegen, soll es der Staat mit Verboten richten. Stasi statt Streit? Verbot aus Mangel an intellektuellem Vermögen?
Der Entzug des passiven Wahlrechts aufgrund fehlender Argumente hat mit Demokratie nichts zu tun. Pistorius und Özdemir müssten wissen, wenn sie demokratische Politiker sein wollen, dass sie nicht die Gerichte, sondern, dass sie die Bürger zu überzeugen haben. Doch wahrscheinlich beginnt das Problem bereits damit, dass die beiden Hobby-Historiker nicht in der Lage sind zu definieren, was eine „völkische Ideologie“ ist.
Doch nicht nur das, Özdemir und Pistorius verraten auch selbst und ungewollt ihren billigen Trick. Özdemir und Pistorius behaupten, dass man sich mit der deutsch-nationalen Strömung in den Parlamenten zwar auseinandersetzen könne, mit der völkischen jedoch nicht, weshalb man ja nur den völkischen und nicht den deutsch-nationalen Teil der Partei verbieten müsse. Doch wie wollen die Meisterdenker Pistorius und Özdemir beide Strömungen auseinanderhalten? Die Antwort liefern sie sogar selbst: gar nicht. „Denn die AfD wird auch zukünftig alles daransetzen, den völkischen Teil ihrer Partei zu verschleiern, die Haltung ihrer völkischen Protagonisten zu relativieren oder umzudeuten.“
Heißt im Klartext: Man will unter dem Vorwand, die völkische Strömung zu verbieten, die ganze Partei verbieten. Und damit es frei nach Ulbricht demokratisch und frei nach Stalin rechtsstaatlich aussieht, will man ja nur die Bösen verbieten, die Feinde, die Widersacher – und wer die Bösen, die Feinde, die Widersacher sind, bestimmen Pistorius und Özdemir aufgrund ihrer reichen Erfahrung selbst, am Ende nämlich alle. Das toppt noch jedes Hütchenspiel.
Pistorius und Özdemir verraten sich sogar weiter – und scheuen sogar eine Art Neokolonialismus gegenüber Ostdeutschland, das eigentlich das alte Mitteldeutschland ist, so wie es auch Thomas Mann beschrieben hatte, nicht, wenn sie im Befehlston schreiben: „Wir plädieren aufgrund unserer persönlichen Überzeugung noch einmal eindringlich für eine baldmöglichste Einleitung eines Verbotsverfahrens, mit einem Fokus auf die eindeutig völkischen Landesverbände der AfD in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Das ist rechtlich möglich, durch Belege gedeckt, von der Verfassung geboten.“
Ein Verbot mag zwar von der intellektuellen Verfassung der Herren Özdemir und Pistorius geboten sein, nicht aber vom Grundgesetz. Ihre Forderung greift das Demokratieprinzip des Grundgesetzes an. Es ist nicht bekannt, dass die Herren Özdemir und Pistorius geholfen hätten, die Freiheit und die Demokratie gegen ein bis an die Zähne bewaffnetes Regime zu erkämpfen. Es ist nicht bekannt, dass die Herren Özdemir und Pistorius einen hohen Preis für die Freiheit und die Demokratie in den sogenannten Transformationsprozessen bezahlt hätten, so wie die Menschen in Thüringen, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg, die die Herren meinen, aus der Höhe und der Überheblichkeit von Kolonialherren belehren und behandeln zu dürfen.
Was also beinhaltet die persönliche Überzeugung des Niedersachsen Boris Pistorius? In Niedersachsen beerdigt gerade die SPD die Demokratie schon mal auf der Ebene der Kommunalwahlen. Die Einschätzung des Verfassungsschutzes von Niedersachsen der AfD beispielsweise liegt TE vor. Dort decken die Belege jedenfalls kein Verbot. Der Verfassungsschutz von Niedersachsen beruft sich etwa auf Belege wie diesen Post:
„Die Kreistagsfraktion der AfD fordert in einem Eilantrag an den Kreistag, Flüchtlinge aus der Ukraine nicht in herkömmlichen Sammelunterkünften mit anderen Asylbewerbern unterzubringen, sondern in von der Kreisverwaltung anzumietenden Hotels, Pensionen und Ferienwohnungen. Der AfD-Fraktionsvorsitzende Stephan Bothe zur Begründung: Da Männer im wehrfähigen Alter die Ukraine derzeit nicht verlassen dürfen, werden hauptsächlich Frauen und Kinder erwartet. Diese müssen nicht nur wegen ihrer vielfachen Traumatisierung, sondern auch zum Schutz vor sexuellen und gewalttätigen Übergriffen, wie sie immer wieder aus Sammelunterkünften gemeldet werden, separat untergebracht werden. Auch die sehr unterschiedliche kulturelle Prägung der eher nach westlicher Lebensart ausgerichteten ukrainischen Flüchtlinge und der oftmals nach sehr traditionellen und zum Teil rückständigen Strukturen sozialisierten afrikanischen und arabischen Flüchtlinge lässt eine getrennte Unterbringung sehr ratsam erscheinen, um hier Konflikten vorzubeugen.“
Dass Özdemir und Pistorius das Beliebtheitsranking deutscher Politiker anführen, zeigt nur, wie sehr sich Deutschland im rot-grünen Abwärtstaumel befindet. Auch der nur allzu dick aufgetragene Schein-Patriotismus bleibt Phrase. Die beliebtesten Politiker schreiben im Stil Tartuffes: „Die AfD redet unsere Heimat schlecht, sieht Deutschland am Abgrund. Was für eine Verzerrung der Wirklichkeit. Unser Deutschland ist, bei allen Problemen, das beste Deutschland, das es je gab. Wir lieben unser Land. Verteidigen wir es mit aller Kraft!“
Wer behauptet, dass dieses rasant niedergehende Deutschland das beste Deutschland ist, dass es je gab, kennt erstens die Geschichte nicht oder will sie nicht kennen, weil es einzig und allein für ihn und seine Genossen das beste Deutschland ist, dass es je gab, weil es den Platz in Neu-Versailles sichert. Das niedergehende Deutschland ist einzig und allein für die Brandmauer-Kaste das beste Deutschland, das es je gab. Was die Herren und Damen verteidigen, ist nicht Deutschland, sondern ihre Posten und die Posten ihrer Genossen und Funktionärsfreunde. Sie verteidigen mit allem, mit Zähnen und Klauen ihre Macht – nichts sonst.
Ob die AfD „unsere Heimat“ schlecht redet, Deutschland am Abgrund sieht, darüber kann man gern und getrost streiten, jedenfalls solange man noch streiten darf. Wie sagte doch der große Kabarettist Werner Finck, an den ich in letzter Zeit öfter denken muss: „Kommen Sie mit? Oder muss ich mitkommen?“
Doch Pistorius und Özdemir und ihre Genossen und Funktionärsfreunde regieren Deutschland in den Abgrund. Darüber kann man nicht streiten, denn das ist eine Tatsache – und niemand kann ihr widersprechen.





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Wie genau wollen sie es kontrollieren?
Wie kommen Özdemir und Pistorius dazu gemeinsam ein „Papier“ zu veröffentlichen? Der eine SPD, der andere Grüner. Der eine Bundesminister, der andere Ministerpräsident in BW. Was bringt die beiden zusammen? Ok., beide sind die beliebtesten Politiker ihrer Parteien, beide haben aus meiner Sicht Karriere trotz ihres Intellekts gemacht. Aber da muss es doch sonst noch eine Verbindung geben!
Schlau, der Özdemir. Weil seine Wähler und die Roten in Stuttgart es verlangen, er sich in Ba-Wü aber nicht traut, will er die AfD dort verbieten, wo der Versuch ihm selber nicht schaden kann. Wenn er auch sonst nicht viel drauf hat: Im Durchmogeln war er schon immer gut.
Er hätte das bleiben sollen was er früher gemacht hat – Kindergärtner in Bad Urach (pardon- Sozialpädagoge).
Bitte echauffieren Sie keineswegs über das alliierte Besatzerkonstrukt BRD (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25), Herr Mai: Jenes steht vor dem Untergang (wir Autochthonen erleben wir gegenwärtig seine Endphase), der durch seine zunehmende Hysterie offengelegt wird, die sich auch anhand seiner wirren Definition bezüglich der sogenannten „Demokratie“ zeigt (siehe den Autor und den sogenannten „Rechtswissenschaftler“ Prantl der ehemals renommierten „SZ“: „Aber wenn die doch gewählt werden“, so heißt es immer wieder in den Diskussionen über eine Partei, in der sich solche Leute hervortun. Wenn so eine Partei gleichwohl so viele Stimmen bekomme – dann müsse man das doch akzeptieren und respektieren, wird… Mehr
Das Besatzungskonstrukt hieß DDR und war schon nach 40 Jahren am Ende.
Merkel hilft
Angela Merkel ruft zu Kampf für Demokratie aufDie ehemalige Bundeskanzlerin fordert auf, mutig zu sein und für die Demokratie einzustehen. Sie beklagt, dass die AfD den Diskurs in Deutschland bestimme. https://www.zeit.de/politik/deutschland/2026-08/angela-merkel-afd-sachsen-anhalt-landtagswahl-demokratie
In Baden-Württembergs Hauptstadt Stuttgart herrscht nicht der grüne Sultan, dort herrscht eine um die 500 Mann starke, schwer, teils mit scharfen Schusswaffen und Handgranaten, bewaffnete Migranten-Gang. Das ist die Bande, die schon eine scharfe Handgranate auf dem Friedhof auf eine Trauergemeinde geworfen hat, schon mehrere Menschen im Umland getötet hat und die Königsstraße komplett verwüstet hat. Und was tat damals Özdemir? Der rannte am anderen Tag jeder Kamera hinterher und erzählte jedem, für die Verwüstung in der Stuttgarter Prachtmeile der Königstraße wären deutsche jugendliche Partie-Gänger verantwortlich. Ich war an dem Tag der Verwüstung persönlich dabei und die Bilder beweisen klar… Mehr
> Die Grünen gehören endlich verboten und Özdemir muss weg.
Erst mal kriegen die 1/3 der Stimmen der Badenden:innen-Würtembergenden:innen. Ob man das einzig mit Briefwahl-Wundern erklären kann? Oder ist einfach die Dekadenz weit fortgeschritten?
Zum Wahlverhalten BW fällt mir ein Zitat Bismarcks ein:
„Die erste Generation schafft Vermögen, die zweite verwaltet Vermögen, die dritte studiert Kunstgeschichte und die vierte verkommt vollends.“
Sollte die direkte Demokratie eingeführt werden, bekommen solche Leute keine Pension und vorhandenes Vermögen wird als Schadenersatz eingezogen.
Außer, meine Mitbürger entscheiden anders?
Das, was rote und grüne Sekte hier betreiben ist die reinste Forderung nach Diktatur
AFD wählen, damit das aufhört.
Bin ich auch der Meinung.
Ich befürchte nur, dass noch ein erheblicher Teil der Wahlberechtigten im Takatuka-Land bei Pippi Langstrumpf lebt. Ein weiterer Teil wählt lieber gar nicht und oft lese ich, dass „die AfD wählen auch nichts bringt“, da „die da oben“ doch alle gleich sind.
Bei so viel Unmündigkeit unter der Wählerschaft hilft nur „Lernen durch Schmerz“. Mal sehen wie lange es dann dauert, bis manche Menschen ihr Verhalten reflektieren und verstehen, was Einstein als Definition von Dummheit beschrieb.
So ist es! Genau meine Erfahrung durch Gespräche..die meisten Wahlberechtigten sind politische Analphabeten…hauptsächlich im Westteil der Republik. Hier hilft leider nur noch, wie Sie schreiben: „Lernen durch Schmerz“
Die SPD ist nach 1945 sehr geübt im Integrieren von Nazis aus der NSDAP gewesen. Die CDU war da im übrigen auch sehr fleißig. Und auch die SED und die FDP. Also man sollte mal langsam aufhören mit dem unwahren Totschlagargument, die liberal-demokratische AfD sei eine Nazipartei. Dafür gibt es keine zweifelsfreien Beweise. Ein Totschlagargument gegen die AfD ist das eh nicht, weil die AfD nachweislich die einzige Partei ist die mit den Nazis nichts zu tun hat. Die Nazis waren linksextreme National-Sozialisten und ihre Partei war damals unter Adolf Hitler die NSDAP. Man kann im Internet in der „Liste… Mehr
Danke für den Beitrag. Dass sogar bei den Grünen Ex-Nazis dabei waren, ist mir neu.
Wir können es nicht oft genug wiederholen: die NSDAP sah sich selbst politisch links und war dem sozialistischen Gedankengut verschrieben. Jeder der heute rechtsextrem und Nazis verbindet, ist frei von Wissen oder lügt vorsätzlich.
Frei nach Orwell: „unsere Demokratie“ steht für nichts anderes als unsere Diktatur. Zeit, dass dieses Gesocks abgewählt wird. Bitte, liebe deutsche Wähler, schaltet endlich euer Hirn ein.
> Bitte, liebe deutsche Wähler, schaltet endlich euer Hirn ein.
Der Michel wartet auf ein Wunder – die ÖRR-Glotze befehligt, Gehirne einzuschalten. Das wird natürlich niemals passieren, also eben kein Wunder und keine Gehirne.