Nach den Plänen der EU zur Tempo-Drosselung aller Pkw per Satellit fliegt nun auch ein Big-Brother-Projekt der britischen Regierung auf: Privaten Haushalten mit Wärmepumpen droht im Winter eine Fernsteuerung ihrer Heizung – die Energieversorger könnten die Leistung drosseln, um Blackouts zu verhindern.
IMAGO / Avalon.red
Britische Familien, die bereits auf Wärmepumpen umgestiegen sind, könnten im kommenden Winter mit einer unangenehmen Überraschung konfrontiert sein: Laut einem aktuellen Bericht der britischen Tageszeitung The Telegraph will die Labour-Regierung zulassen, dass Energieversorger die Leistung von Wärmepumpen in Privathaushalten während Spitzenlastzeiten per Fernbedienung reduzieren dürfen.
Das soll das Risiko von Stromausfällen (Blackouts) minimieren, da der steigende Strombedarf durch die Elektrifizierung der Wärmeversorgung das Netz zunehmend belastet. Die Maßnahme würde es den Versorgern ermöglichen, die Heizleistung in kritischen Winterphasen – etwa bei extremer Kälte und hohem Verbrauch – temporär herunterzufahren. Dies geschieht dann automatisch oder per Fernzugriff. Die Pläne werfen jedoch sofort Fragen zur Versorgungssicherheit, zum Datenschutz und zur Souveränität über das eigene private Heizsystem auf. Ob und in welcher Form solche Eingriffe tatsächlich umgesetzt werden, bleibt laut The Telegraph noch offen, es wird dazu jedenfalls kontrovers diskutiert.
Die britische Regierung treibt schon seit Jahren den Umstieg von Gas- und Ölheizungen auf Wärmepumpen massiv voran: Im Rahmen der Netto-Null-Strategie sollen Hunderttausende Haushalte jährlich auf die effiziente, strombasierte Technologie umrüsten. Das Boiler Upgrade Scheme (BUS) bietet Förderungen von bis zu 7.500 Pfund (teilweise sogar erhöht auf 9.000 Pfund, also 10.500 Euro). Doch mit jedem neuen Wärmepumpen-Haushalt steigt natürlich der Stromverbrauch, besonders in kalten Wintern.
Energieversorgung an der Leistungsgrenze
Das britische Stromnetz ist bereits an seinen Leistungsgrenzen: Veraltete Gaskraftwerke, schwankende Energie-Erzeugung von Solar- und Windkraft-Anlagen sowie der Anstieg der Zahl an Elektroautos erhöhen das Risiko von Engpässen. Schon im Januar 2026 wurde bereits vor einer möglichen Stromrationierung gewarnt, falls keine schnellen Maßnahmen ergriffen werden.
Die UK Clean Flexibility Roadmap 2026 betont ausdrücklich die Rolle von Wärmepumpen bei der „consumer-led flexibility“: Haushalte sollen durch smarte Tarife (Time-of-Use-Tarife) und einer Automatisierung ihren Verbrauch in Zeiten verlagern, in denen viel günstiger oder erneuerbarer Strom verfügbar ist. Bis 2030 sollen Verbraucher-flexible Kapazitäten von derzeit 2,5 GW auf 10 bis 12 GW steigen. Die Roadmap betont jedoch ausdrücklich den freiwilligen Charakter und plant dazu die Prüfung bis Anfang 2027, ob Förderungen für Wärmepumpen mit flexiblen Tarifen gekoppelt werden können – mit Opt-out-Möglichkeit für Verbraucher. Zusätzlich plant die Regierung seit 2025, dass neue Wärmepumpen „smart-ready“ sein müssen, also mit Schnittstellen für eine smarte Steuerung ausgestattet sind.
Wie berichtet, will auch die EU-Spitze noch mehr als bisher die Kontrolle über unser Leben übernehmen: Die EU-Führung denkt an eine radikale Verschärfung der Geschwindigkeitskontrolle in ganz Europa und plant daran, Neuwagen künftig per Satellit in Verbindung mit dem 5G-Netz und einer Verkehrszeichenerkennung automatisch abzubremsen, sobald sie in eine Zone mit niedrigerem Tempolimit kommen.
Das neue System soll bei einer Übertretung des Tempolimits dann sofort die Motorleistung drosseln – ein „Stasi aus dem All“-Szenario, das Kritiker bereits als Big-Brother-Technologie kritisieren.



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