Namensvorschläge für das rot-rot-grüne Bündnis in Thüringen

Bemerkenswerte Namensvorschläge hat der Aufruf, das neue Bündnis korrekt und differenzierend zu nennen, hervorgerufen. 

Hier einige der Vorschläge - und  am Ende des Beitrags der Entwurf für eine neue Landesflagge für Thüringen.

VON Roland Tichy | 11. Dezember 2014
Das Ende der Demokratiebewegung?

Nach 75 Tagen war Schluss mit dem Protest und der Blockade in Hongkongs Finanzviertel Admirality. 75 Tage lang war der Finanzdistrikt und das Regierungsviertel Schauplatz der bunten Demokratiebewegung Occupy Central oder auch Umbrella Bewegung.

Die Aktivisten sehen sich trotz schlussendlicher Räumung aber noch lange nicht am Ende. "We'll be back" steht heute auf den zahlreichen Transparenten und Bannern der Protestler. Die Gründer von Occupy, die sich bereits im Vorfeld sukzessive aus der Bewegung zurückgezogen hatten, wollen den Kampf für Demokratie auf andere Art weiterführen. Die Bewegung zersplitterte und ihre Anführer verstritten sich. In den letzten Wochen und Monaten ist die Unterstützung für Occupy innerhalb der Bevölkerung auch darum immer weiter zurückgegangen. Schwindet die Unterstützung der breiten Masse, dann ist auch eine solche Bewegung nicht mehr haltbar.

VON Sofia Taxidis | 11. Dezember 2014
Bettina Röhl Direkt

Die Alternative für Deutschland ist tot!
Das Gründungsthema der AfD, nämlich die Modifizierung des Euro, ist durch. Seit dem Ende des zweiten Weltkrieges hatte sich der europäische Binnenmarkt auf eine ebenso effiziente wie schöne und aussöhnende Weise rasant entwickelt und bis zum Jahr 2002 eine immer noch unperfekte Perfektion erreicht. Die Binnengrenzen waren für die Menschen, die Dienstleistungen und die Waren offen und die Dynamik kannte nur eine Richtung: die weitere Harmonisierung der wirtschaftlichen Bedingungen.

VON Bettina Röhl | 9. Dezember 2014
Warum Sie jetzt spekulieren müssen

Wer Negativzinsen für Eintagsfliegen hält, unterliegt einem großen Irrtum. Die EZB beschäftigt sich bereits mit den kommenden Modalitäten. Sparer haben nur eine Chance: Sie müssen traditionelle Angebote ignorieren und zu Spekulanten werden.

Es ist allerhöchste Zeit, sich mit Artikel 14 Grundgesetz näher zu beschäftigen. Denn er enthält drei zukunftsweisende Sätze, die schon bald für alle, die mit Geld umgehen, enorm an Bedeutung gewinnen werden: „Eigentum verpflichtet. Sein Gebrauch soll zugleich dem Wohle der Allgemeinheit dienen. Eine Enteignung ist nur zum Wohle der Allgemeinheit zulässig.“ Also alles drin, alles dran, um Enteignung zu legalisieren - allein schon deshalb, weil der Begriff vom Wohl der Allgemeinheit bei realistischer Betrachtung letzten Endes sogar vor dem kollektiven Diebstahl nicht Halt machen dürfte.

VON Manfred Gburek | 7. Dezember 2014
Der Sonntagsheld - House of Cards

Mit Anstand geht die Welt zu Grunde
Der Sonntagsheld muss moralisch nicht integer sein, nicht reinkarnistisch einwandfrei „Die Welt ist eine Tulpe“ rufen, um in dieser Reihe einer der Sonntagshelden zu werden. Vielmehr muss ihn etwas ganz besonderes auszeichnen und von anderen Charakteren abheben.

VON Sofia Taxidis | 7. Dezember 2014
Vorgelesen

Ein Sessel genügt, Ohrensessel wäre besser. Eine einzige Glühbirne, gerne die guten, alten, nicht-öko-Birnen mit ihrem warmen Licht; irgendwo im Keller gibt es noch welche von der guten Sorte. Das Draussen verschwindet, die Sinne öffnen sich, das Abenteuer beginnt. Es heißt Buch. BUCH.

Hier die vier Vorschläge von Michael Hirz für ihr privates, ganz und gar abenteuerliches Weihnachten. Lesen Sie selbst:

Der Roman kommt mit genau fünf Personen aus, vier lebenden und einer Leiche. Ein Kammerspiel also – aber was für eins! David Vanns jüngster Roman ist ein verstörendes Buch über das Töten, über das Drama Familie, über Männlichkeit und den Barbaren in uns. 

VON | 7. Dezember 2014
Wochenschau zu Thüringen, Spiegel und TTIP

An ihren Worten sollst Du sie erkennen
"Rotrotgrün", heißt die neue Koalition in Thüringen. Nun sind Wörter ja dafür da, Dinge zu benennen und zu differenzieren. Also zweimal rot? Schon sprachlich hat sich die Behauptung der SPD entlarvt, Thüringen sei kein Modell für Berlin. Schon begrifflich trennt sich die SPD nicht mehr von den SED-Erben. Und die schicke Formel "R2G" macht es nicht besser: es soll an R2-D2 erinnern, den netten kleinen Roboter aus Starwars, der so lieb und süss ist. Verniedlichen und verharmlosen ist ein bekannter Trick der politischen Semantik. Aber 25 Jahre nach dem Mauerfall hat die SPD der Linken die Steigbügel gehalten. Sie hat damit die Grenzen zur Linken unwiderruflich verwischt, diese zur Sozialdemokratie geadelt. Und das soll keine Auswirkung auf Berlin haben? Wir sollten nicht jammern, sondern nach Alternativen suchen: Ich bevorzuge rot-stasirot-grün. Was schlagen SIE vor?

VON Roland Tichy | 5. Dezember 2014
Wechsel beim Spiegel

Im Spiegel hat's, wie sich schnell herum gesprochen hat, die erwartete Veränderung an der Spitze gegeben. In seinem FB-Kommentar macht sich Spiegel-Redakteur Cordt Schnibben Luft und erntet Zuspruch und Kritik.

Mit einem Spruch tritt sich Schnibben selber gegen das Schienbein. Er schildert den rausgeschmissenen Chefredakteur Wolfgang Büchner als jemanden, der sich übernommen hätte, als er das Amt antrat und übersieht dabei, dass Büchner ja nicht mit Waffengewalt in den Spiegel und in dessen Chefetage eingedrungen ist, sondern von der Mitarbeiter KG, deren Mitglieder Büchner seit langem kennen, in den Spiegel geholt wurde.

VON Bettina Röhl | 5. Dezember 2014
Was steckt hinter der Aufspaltung in gute und böse Energieerzeugung?

Die Freude ist groß bei den Befürwortern des Atomausstiegs: E.on trennt seine Kohle-, Gas- und Atomkraftwerke von der eigentlichen Firma. Endlich, jubelt der Wirtschaftsminister: "Mit seiner Entscheidung stellt sich E.on konsequent auf und zieht als erstes Unternehmen die Konsequenz aus einer sich völlig gewandelten Welt der Energieversorgung. Das schafft durchaus neue Chancen", sagte Gabriel der Rheinischen Post.

VON Roland Tichy | 2. Dezember 2014
Bettina Röhl direkt

Am 1.Dezember ging der 7. sogenannte Integrationsgipfel unter Merkels Oberhoheit im Kanzleramt zu Ende. Die Lobbyistenveranstaltung mit ihren Fensterreden stellte fest, dass es "Diskriminierung" gäbe. Um Fakten ging es nicht.

„Es gibt, das ist der Befund, noch Diskriminierung“, lautet das wie immer alternativlose Wort der Kanzlerin. Ein bisschen genauer und sehr viel differenzierter dürfte es bitteschön aber schon sein. Werthaltige Belege und Analysen fehlten auf diesem Integrationsgipfel, weshalb auch die Agenda des Integrationsgipfels wenig mediales Echo fand - ganz entgegen der gewöhnlichen Aufmerksamkeit für das Schaufensterthema.

Wieviele Integrationsveranstaltungen von Bund, Ländern, Gemeinden, Gewerkschaften, Kirchenbildungseinrichtungen usw. gibt es in Deutschland? Dieser Zirkus ist nicht mehr zählbar. Leider handelt es sich um ein stereotypen Einbahnstraßengeschehen, weshalb weder die große Mehrheit der Bevölkerung mitgenommen wird noch irgendwelche großen Erkenntnisse produziert werden.

VON Bettina Röhl | 2. Dezember 2014
Gbureks Geldwoche: Diesmal der Kurs des Franken, Gold und des Euro

Kaum ist die Schweizer Gold-Initiative zum Flop geraten, da fürchten die Eidgenossen um ihren Franken. Aus gutem Grund, denn sein Wert wird durch massive Euro-Käufe künstlich gedrückt – ein aussichtsloser Versuch und ein Grund mehr, sich mit Gold zu beschäftigen.

Die weit überwiegende Mehrheit der Eidgenossen hat am Sonntag gegen hohe Goldkäufe durch die Schweizerische Nationalbank (SNB) gestimmt. Na und? Es wäre allzu seltsam gewesen, hätten sie dafür plädiert, da sie doch vor mehr als einem Dutzend Jahren Gold massenweise verschleudert hatten – zu Preisen von etwa nur einem Viertel im Vergleich zum heutigen Preisniveau. Damals war der Schweiz die Mitgliedschaft im Internationalen Währungsfonds zum Verhängnis geworden, erkauft mit dem Abschied von der traditionell hohen Golddeckung des Franken.

VON Manfred Gburek | 30. November 2014
Der Sonntagsheld - Sendungen gegen den Mainstream

Frauen in Führungspositionen können genau solche Schweine sein wie ihre männlichen Kollegen. Ach, das wussten Sie noch gar nicht? Deshalb ist heute unser Sonntags-Held eine -in: Der New Yorker Sekretärin Tess McGill wird die Geschäftsidee geklaut, und das von ihrer Vorgesetzten. Dabei sind Frauen in Führungspositionen doch fair und motivieren; lesen wir das nicht immer? Es ist ein Film, der den Film im Kopfkino zum Spielen bringt und die Zukunft mit Bildern von gestern vorweg nimmt.

VON Sofia Taxidis | 30. November 2014
Vier Bücher, die man gut über Weihnachten lesen kann - und mindestens eines auch sollte

Am Anfang ist die Angst. Die Angst vor dem Hunger. Dieser heulende Wolf in der Magengrube. Vor ihm flüchten alle Hoffnungen aufs Abnehmen, verdampft der Traum vom Wieder-rank-und-drahtig-sein-Wollen in den Schweißausbrüchen, die der Hunger treibt. Noch schnell sechs total verkohlte Fettbratwürstchen nebst Majo-Kartoffelsalat im Speisewagen vertilgt, es soll die letzte Mahlzeit sein vor dem Gardasee. Und dort jetzt eine Woche lang hungern und wandern? Nicht essen und körperlich mehr leisten als in den letzten 10 Jahren? Dieser Beitrag stammt aus der Neuerscheinung "Die besten Dinge kosten nichts"

VON Roland Tichy | 29. November 2014
Wer einen Minijobber beschäftigt, muß mit Hausdurchsuchung rechnen

Riesenbürokratie für Putzfrau und Baby-Sitter
Millionen von Haushalten und Minijobbern droht eine Kontrolle der Zollfahndung, Hausdurchsuchung und saftige Strafen bis zu 30.000 €. Das geht aus einer Regelung des Mindestlohngesetzes hervor, die bislang kaum beachtet wurde: Danach ist ab 1. Januar jeder, der einen Minijobber beschäftigt, verpflichtet, „Beginn, Ende und Dauer der täglichen Arbeitszeit aufzuzeichnen“. Diese Aufzeichnung muß „spätestens bis zum Ablauf des siebten auf den Tag der Arbeitsleistung erfolgenden Kalendertages" erfolgen. Diese Arbeitszeit-Kontrollblätter müssen mindestens zwei Jahre aufbewahrt werden, heißt es in §17 des Mindestlohngesetzes (MiLoG). Dabei müssen auch die gesetzlich feststehenden Ruhepausen von mindestens 30 Minuten bei einer Arbeitszeit von 6, und von 45 Minuten bei 9 Stunden Tätigkeit minutiös erfaßt und namentlich abgezeichnet werden.

VON Roland Tichy | 25. November 2014
Warum die Resolution der EU-Parlaments-Initiative schädlich für Europa ist

"Was das Europäische Parlament noch nicht begriffen hat: Google ist für die Menschen wichtiger als Europa". Die Causa Google dreht immer höher; jetzt stellt der britische Telegraph schon die Grundsatzfrage, nachdem an diesem Donnerstag  das Europäische Parlament in einer Resolution die Zerschlagung von Google gefordert hat. Diese Resolution ist am Donnerstag tatsächlich verabschiedet worden, so einer der Initiatoren, der spanische EU-Parlamentarier Ramon Tremosa. Per Twitter. Ausgerechnet. (aktualisiert am 27.11.) 

VON Roland Tichy | 25. November 2014
Bettina Röhl direkt

Die USA sind dabei, zum größten Rohölproduzenten der Welt zu werden. Und: Fracking ist gut für die Terrorismusbekämpfung. Deshalb gilt auch für Deutschland "Drill, Baby, drill". Der Westen muss sich vom Trauma des Ölboykotts von 1973 erholen. Und es sieht ganz danach aus: Der sinkende Ölpreis wird zur Waffe gegen die Opec und Russland.
In bester Cowboy-Manier beendete der von der Westlinken gehasste US-Präsident Ronald Reagan kurzerhand den Kalten Krieg, der die Menschheit bis zum Untergang der Sowjetunion und ihrer Kolonien in Osteuropa fest im Griff hatte. Der Kapitalismus zeigte unter Reagan, was er drauf hat und die westlichen Demokratien wehrten sich, womöglich ein letztes Mal, gegen Diktatur, Unterdrückung, Aggression und einen permanenten Angriff auf das westliche Wertesystem.

VON Bettina Röhl | 25. November 2014
Der Sonntagsheld

Seit nunmehr 17 Jahren und sagenhaften 18 Staffeln ist „South Park“ auf Sendung. Im Fokus stehen die vier Charaktere Stan Marsh, Eric Cartman, Kyle Broflovski und Kenny McCormick, auf die nahezu jede Sendung aufbaut. Eine der Nebenfiguren der Serie, deren Gewichtung mit fortlaufendem Erfolg immer weiter ausgebaut wurde, ist die des Vaters von Stan - Randy Marsh.

VON Sofia Taxidis | 23. November 2014
"Schulterschluss mit den Aktivisten" - Polizei macht gemeinsame Sache mit Blockupy-Schlägern

Bekanntlich bin ich ja ein Kritiker der Europäischen Zentralbank. Aber allmählich hat man ja das Gefühl, man sollte sie verteidigen - vor der Linken und der Frankfurter Polizei: Die Linke also ruft zu einer Demonstration gegen die zerstörerische Politik der EZB auf. 

VON Roland Tichy | 22. November 2014