Das US-Saudi-Nuklearabkommen ist ein Trump-Spiel über Bande. 21 EU-Sanktionspakete sind wirkungsschwach gegen Russland, schaden auch Europa, treffen aber Deutschland ins Mark.
picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Evan Vucci
Die USA und Saudi-Arabien haben ein „friedliches Nuklear-Kooperationsabkommen“ unterzeichnet. Die EU-Botschafter haben sich auf das 21. Sanktionspaket gegen Russland geeinigt.
Was haben die beiden Meldungen miteinander zu tun? Sie werfen mehr Fragen auf, als sie beantworten. Eines ist klar: Die neue Weltordnung wird ohne Europa gemacht.
US-Medien berichten, Saudi-Arabien könnte Urananreicherung sowohl zur Herstellung von Brennstoff für Kraftwerke als auch zur Produktion von Atombomben nutzen. Laut Energieminister Chris Wright hingegen sei sichergestellt, dass keine Atomwaffen-Produktion stattfinden werde. Zusätzlich zum Kooperationsabkommen wurde auch ein „bilaterales Sicherheitsabkommen“ unterzeichnet als rechtliche Grundlage für eine langfristige milliardenschwere Partnerschaft, die mehrere wirtschaftliche und strategische Prioritäten vorantreibt, einschließlich der nuklearen Nichtverbreitung. Die saudische Regierung betont eine Erweiterung der Zusammenarbeit im Energiesektor.
Auch hier empfiehlt sich, nicht auf das Gesagte zu hören, sondern das Gemeinte zu verstehen.
Glaubt Mohammed bin Salman, Kronprinz und de-facto-Herrscher von Saudi-Arabien, nun habe er bald die Atombombe, irrt er. Donald Trump bindet ihn noch enger an die Vereinigten Staaten. US-Unternehmen wie Westinghouse sollen die Reaktoren bauen, Zugang zum saudischen Atommarkt bekommen, das Abkommen soll über 30 Jahre laufen und Milliarden an Verträgen bringen. Nach einer US-Saudi-Studie könnte eine Anreicherungsanlage gebaut werden unter US-Kontrolle („Black-Box“-Modell, bei dem die sensible Technologie nicht an die Saudis übergeht) – keine automatische Freigabe, sondern Prüfung, starke Safeguards, Nichtverbreitung und rein zivil – keine Atomwaffen. Das wäre ein Novum – bisher verlangten die USA von Partnern den „Gold Standard“ (keine eigene Anreicherung und Wiederaufarbeitung). Eine Sicherheit gegen die saudische Atombombe wäre das nicht. Doch bis dahin ist noch viel Zeit und wer weiß, was noch alles passiert am Golf.
Das 21. EU-Sanktionspaket soll die Preisobergrenze für russisches Öl ein Jahr lang einfrieren und den Transfer von russischem Flüssigerdgas (LNG) in Drittländer erlauben. Damit wird eine Forderung Griechenlands erfüllt. Die geplanten Fisch-Sanktionen sind nicht im Paket – auch Deutschland war dagegen, die Einfuhr von Alaska-Seelachs zu begrenzen.
Unterm Strich sind die 21 Sanktionspakete wirkungsschwach bis mäßig wirksam – sie schaden Russland, aber nicht entscheidend genug, um den Krieg zu beenden. Sie schaden der EU teilweise selbst. Russlands Energieeinnahmen sind gesunken – Öl/Gas-Erlöse insgesamt um 27 Prozent unter Vorkriegsniveau. Das BIP liegt 10 bis 12 Prozent unter dem Trend ohne Krieg und Sanktionen.
Russland hat sich angepasst durch Schattenflotte und Parallelimporte nach China, Indien, in die Türkei usw. Die Kriegswirtschaft mit hoher Rüstungsproduktion geht auf Kosten von Produktivität und Konsum – eine Lehre für Berlin, die ignoriert werden wird.
Fazit Russland: Die Sanktionen erhöhen die Kosten des Krieges und bremsen die langfristige Modernisierung (Technologie- und Investitionsrückstand). Sie haben Russland aber nicht gelähmt – das Land finanziert den Krieg weiter, die Wirtschaft schrumpft nicht schnell.
Fazit EU: Der Wegfall billigen russischen Gases/Öls hat zu hohen Energiepreisen, Inflation und teuren Alternativen (LNG aus USA/Katar, norwegisches Gas) geführt. Schätzungen gehen von 1 bis 7 Prozent des BIP als Kosten der Energieabsicherung aus. Verlustträger: die deutsche Industrie, griechische Reedereien, Fischverarbeiter. Die Sanktionen schaden der EU spürbar, wenn auch nicht mehr als Russland. Aber der Schadensträger Nummer eins ist das energieintensive Deutschland.
Fazit Deutschland: Die Ukraine (oder auch nur das EU-Selenskyj-Regime) gerettet und Deutschlands Wirtschaft zutiefst geschädigt – eine bittere Bilanz.



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> treffen aber Deutschland ins Mark.
Und dennoch trägt der Michel alles brav mit. Die Kriegshetze-Parteien hätten alle längst weit unter 5% fallen müssen.
In dem Artikel stellt der Autor auch fest, dass die neue Weltordnung ohne Europa gemacht wird. Das ist inkorrekt. Europa bezahlt den Krieg gegen Russland, den die USsianer den Ukrainern anfangen ließen. Da hält die Propaganda. Mit Iran waren die USianer weniger geschickt. Und mit Kriegsmarine haben selbst die Briten aufgehört eine Macht zu sein.
Die Micheline trägt das alles mit – bei diesen Subjekten ist das größte Problem zu suchen.
Fazit Saudi-Arabien: Eine Mitgliedschaft im globalen BRICS-Verbund dürfte damit passé sein. Die 2023 erfolgte Einladung der BRICS-Staaten an Saudi-Arabien hinfällig. Die weitere Teilnahme (als Beobachter) an künftigen BRICS-Treffen wohl ebenfalls. Die Saudis sind nun endgültig der zum Protz gefütterte US-Kettenhund im mittleren Osten. Für die VAE könnte die bestehende BRICS-Mitgliedschaft und gleichzeitige Positionierung pro/contra BRCS-Mitglied Iran zur Zerreißprobe werden. Druck der BRICS auf VAE wird nicht ausbleiben. Chinas und Russland werden auf das US-Saudi-Nuklearabkommen reagieren – sowohl gegen(über) Saudi-Arabien als auch vice versa in/mit Iran. Die Reihen schließen sich. Die neuen eisernen Vorhänge und Grenzziehungen der nun entstehenden zweiten Ost-West-Konfrontation… Mehr
Da heute keine Mileikowski-Belobhudelung, lobe ich mal selber frühere israelische Politiker, die inzwischen kaum denkbare Ansichten hatten: https://uncutnews.ch/als-ben-gurion-juedisches-blut-in-den-adern-der-palaestinenser-sah-und-weizmann-auf-koexistenz-setzte/ > „… Ein weiterer gängiger moderner Anspruch lautet, dass nur Juden eine legitime Verbindung zum Land hätten. Israels erster Ministerpräsident David Ben-Gurion und Yitzhak Ben-Zvi (Israels zweiter Präsident) vertraten jedoch in ihrem 1918 erschienenen Buch Eretz Israel – Past and Present eine andere Perspektive. … Sie argumentierten, dass viele palästinensische Fellachen (Bauern) die biologischen und kulturellen Nachkommen antiker Juden und Samaritaner seien, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels durch die Römer und dem Bar-Kochba-Aufstand (2. Jahrhundert n. Chr.) im Land geblieben… Mehr
Genau wir sollten auch wieder aktiv eingreifen und uns unseren wohlstand sichern. Warum haben wir nicht zusammen mit israel den iran angegriffen dann könnten wir jetzt die big deals machen. Dieses ganze guthaben getue von uns europäern ist doch up to date. Auch hätten wir uns die ukraine einverleiben sollen bevor russland das getan hat bzw tut. Wir müssen wieder lernen böse zu sein denn sonst geht man in dieser welt unter. Auch muss anderes möglich sein ohne das wegen ein paar klagen alles stillsteht sie fraking in deutschland, neue atomkraftwerke und massive förderung von kohle. Das alles würde uns… Mehr
Wie die „Berliner Zeitung“ heute berichtet, fällt das ehemals durch den russischen Konzern „Lukoil“ erworbene Ölfeld „West-Qurna 2“ an den amerikanischen „Chevron“-Konzern. Das Ölfeld liegt im Irak und war das größte russische Projekt außerhalb Russlands.
Die Zeitung berichtet weiter, dass dies eine Folge der durch die USA und Großbritannien im Oktober 2025 verhängten Sanktionen gegen „Rosneft“ und „Lukoil“ ist.
Skuriles entsteht:
In Lingen darf die ANF (französisch-russische Firma) nach russischem Vorbild Reaktorelemente für osteuropäische Kernkraftwerke bauen.
Aber Varta macht bankrott.
Rubio und Lavrov in Manila:
Der eine beschwert sich beim anderen, dass der „Gegner“ (wahlweise Iran oder Ukraine) vom „Verbündeten“ (wahlweise Russland oder USA) Informationen und Satellitendaten zur Aufklärung/Recon erhält, um Schäden beim „Verbündeten“ auch im Hinterland zu maximieren.
Vielleicht finden die beiden irgendwann einen modus operandi …….
Wer bisher gerettet wurde, ist das Selesnkyi-Regime, nicht aber die Ukraine. Die ist nach meiner Meinung selbst ein Opfer und muß im Stellvertreterkrieg der Großmächte als Schlachtfeld herhalten. Daß dabei eine ganze Generation junger Männer ausgelöscht wird, nimmt man auch von EU- und NATO-Seite zynisch in Kauf.
Deutschland wird ebenfalls geopfert, indem seine wirtschaftlichen Grundlagen sehenden Auges zerstört werden. An politische Dummheit oder meinetwegen eine unglückliche Wendung der Geschichte kann ich nicht mehr glauben.
Fazit Deutschland: Die Ukraine (oder auch nur das EU-Selenskyj-Regime) gerettet und Deutschlands Wirtschaft zutiefst geschädigt – eine bittere Bilanz. Selbstvernichtung bis zur Selbstverleugnung. Die BRD eine Randnotiz der Geschichte? Wie verblödet muss man eigentlich sein. Politiker: Sie wissen nix, sie können nix, außer die Hand aufhalten. Aber das ist dann auch vorbei. Wie die Porsche und Rolex vom Mathematikgenie im Finanzministerium und den anderen Ministerchimären. Sie leihen sich, was sie brauchen, auf Kosten derjenigen, die noch arbeiten, um die Welt zu beköstigen. Und der Buratino segnet alles ab und unterschreibt mit seiner langen Nase. Deutschland, die Lachnummer der Welt. Wenn… Mehr
So wenig wie die Mauer durch Deutschland und der Eiserne Vorhang in Europa für immer bestand, sondern nur einen Wimpernschlag in der Geschichte, so wenig wird die „ewige Feindschaft zu Russland“ Bestand haben. Weil was zusammengehört wird früher oder später zusammenwachsen. Für die Russen ist Europa bei weitem der bessere Partner als das riesige, nach Russland ausgreifende, unheimliche China. Europa, besonders Deutschland, wird ohne russische Rohstoffe brutal verarmen. Noch stemmen sich die alten Mächte diesseits und jenseits des Atlantiks gegen diese zwingende Logik. Doch sie werden bald weggefegt werden von der Realität und vom Willen der Völker. Die USA als… Mehr
Wir schreiben das Jahr 2054, anlässlich des 114 Sanktionspaketes gegen Russland gibt es eine Ration Extrabrot für EU Beamte (ca. 75% der Bevölkerung), im Volksmund genannt die Uschischnitte.
Und Russland begeht den 20 Jahrestag des 2 Platzes im globalen Ranking der Lebensqualität. Platz 1 ist China.
Ich glaube nicht das es die EU im Jahr 2054 noch gibt.