Imam warnt seit Jahren vor Islamismus in Europa

Rom steht im Propagandabild radikaler Islamisten für mehr als eine Stadt. Rom ist Symbol für die christliche Zivilisation Europas. Während Europas Elite beschwichtigt und die Gefahr herunterspielt, warnt ein französischer Imam vor dem politischen Islam – und lebt dafür seit Jahren unter Polizeischutz.

picture alliance / abaca | Paoloni Jeremy/ABACA
Imam Hassen Chalghoumi, Paris, 26.01.2026

Kein Tag, keine Woche ohne Zwischenfälle innerhalb der EU, besonders in Deutschland, Italien und Frankreich. Jedes Mal gibt es menschliche „Kollateralschäden“, oft auch Tote. Dennoch scheinen politische Akteure und jene aus den NGOs in ihrem Multikulti-Wahn den Bürgern mitteilen zu wollen, all das seien doch Einzelfälle, und man müsse es in freien Staaten quasi akzeptieren. Und während Europas politische Klasse darüber diskutiert, welche Begriffe noch verwendet werden dürfen, diskutieren Islamisten längst über etwas anderes: Macht.

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Seit über zwanzig Jahren warnen Terrorismusforscher, Nachrichtendienste und selbst moderate Muslime vor einem Islamismus, der sich nicht als Religion versteht, sondern als politische Ideologie. Einer Ideologie, deren Anhänger nicht Integration anstreben, sondern Transformation. Nicht Anpassung an Europa, sondern die Anpassung Europas an ihre Vorstellungen. Und man weiß ja, wo deren Helfershelfer im Westen sitzen. Dennoch scheint ein Teil der europäischen Politik bis heute entschlossen, die Realität nur durch Milchglas zu betrachten.

Rom spielt dabei eine besondere Rolle. Nicht zufällig tauchte die Ewige Stadt immer wieder in den Propagandavideos des sogenannten Islamischen Staates auf. Nicht zufällig schwärmten Dschihadisten davon, eines Tages die schwarze Fahne des Kalifats über dem Vatikan zu hissen. Für radikale Islamisten ist Rom weit mehr als eine Hauptstadt. Rom ist ein Symbol. Das Herz der christlichen Zivilisation Europas. Wer Rom erwähnt, meint Europa. Wer den Vatikan erwähnt, meint den Westen.

Und genau deshalb sollte man die Frage stellen, die viele Politiker lieber vermeiden: Wie viele Islamisten leben bereits unter uns, ohne dass wir es wissen? Die Statistik beruhigt. Die Wirklichkeit weit weniger.

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Italiens Regierungschefin Giorgia Meloni verweist auf sinkende Ankunftszahlen über das Mittelmeer. Das stimmt zwar, doch die entscheidende Frage lautet nicht, wie viele gestern angekommen sind. Die entscheidende Frage lautet, wer bereits hier ist. Wie viele Gefährder bewegen sich in Europa? Wie viele Islamisten wurden nie erfasst? Wie viele sogenannte Schläfer warten auf einen Befehl? Die ehrliche Antwort lautet: Niemand weiß es.

Genau das ist das Problem. Jeder Innenminister, jeder Polizeigewerkschafter und jeder Geheimdienstler weiß, dass moderne Terrornetzwerke nicht mehr aus Hunderten bewaffneten Kämpfern bestehen müssen. Ein einzelner Fanatiker genügt. Ein Messer. Ein Lieferwagen. Ein Sprengsatz. Mehr brauchte es in Nizza, Berlin, Manchester oder Wien nicht.

Der Imam, den Europas Linke lieber nicht hört

Besonders bemerkenswert ist deshalb die Warnung des französischen Imams Hassen Chalghoumi. Denn hier spricht kein Politiker der Rechten. Auch kein Populist. Kein Islamkritiker. Sondern ein Muslim. Ein Imam dazu. Und, interessanter- wie bedauerlicherweise, ein Mann, der seit fast zwanzig Jahren unter Polizeischutz lebt.

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Weil er den Mut hatte, das Offensichtliche auszusprechen: Der Islamismus bedroht Europa. Und er bedroht zuerst die Muslime selbst. Imam Chalghoumi beschreibt einen politischen Islam, der schrittweise Einflussräume erobern will: über Vereine, über Moscheen, über kulturelle Organisationen, über soziale Netzwerke, über eine unliberale Identitätspolitik. Wer glaubt, dies seien rechte Verschwörungstheorien, sollte sich fragen, weshalb ein Imam unter ständigem Polizeischutz leben muss. Niemand braucht Personenschutz vor einer erfundenen Gefahr.

Die vielleicht größte Gefahr geht heute nicht allein von den Islamisten aus. Sie geht auch von der Illusion aus, das Problem verschwinde, wenn man nicht darüber spricht. Diese Strategie ist bereits in Frankreich gescheitert. Sie ist in Belgien gescheitert. Sie scheitert in Deutschland. Und sie wird auch in Italien scheitern.

Natürlich sind Millionen Muslime friedliche Bürger. So, wie man es in einem Gastgeberland eigentlich erwarten müsste. Natürlich dürfen Religion und Extremismus nicht gleichgesetzt werden. Doch genau deshalb müssen Islamisten klar benannt werden. Wer die Unterscheidung zwischen Muslimen und Islamisten verweigert, hilft am Ende den Radikalen. Denn diese behaupten seit Jahren, sie allein würden für den Islam sprechen.

Das Gegenteil ist wahr. Und genau darum geht es. Die Zukunft Europas entscheidet sich nicht allein an den Außengrenzen. Sie entscheidet sich auch in den Köpfen jener politischen Eliten, die endlich begreifen müssen: Grenzschutz ist keine Fremdenfeindlichkeit. Sicherheit ist kein Populismus. Und Realismus ist kein Extremismus.

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Kommentare ( 6 )

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tiptoppinguin
1 Stunde her

Netter Artikel, aber mir gehen einige Fragen nicht aus dem Kopf. Wenn so viel Millionen friedliche Muslime in den radikalen Islamisten eine Gefahr für sich selbst erkennen, warum gehen sie dann nicht zu den Behörden und melden, wenn sie einen Islamisten in ihrer Umgebung, Freundeskreis, Familie erkannt haben? Wo bleiben die Solidaritätsbekundungen, wenn wieder christliche Ungläubige einem Anschlag zum Opfer gefallen sind, wenn christliche Kirchen geschändet werden oder in Flammen aufgehen?
Vor allem drängt mich die Frage, warum Politik, Behörden, Gerichte und vor allem die „Qualitätsmedien“ wenig Willen zeigen, diese Umstände zu benennen und etwas dagegen zu unternehmen.

Autour
1 Stunde her

Worüber Eliten nicht reden wollen

Mmh interessant … worüber Eliten nicht reden wollen… und dann wird in diesem Artikel auch nicht drüber geredet…
Es gibt KEINEN politischen Islam! Der Islam ist IMMER politisch! Denn der ISLAM ist KEINE Religion! Er ist eine Ideologie!
So lange das nicht akzeptiert wird und der Islam als Religion verhätschelt wird, wird man den Kampf gegen diese Ideologie verlieren!
Noch einmal, es gibt weder politischen Islam noch gibt es Islamismus! Es gibt nur „Gläubige“ und „streng Gläubige“!

Haba Orwell
1 Stunde her

> Natürlich sind Millionen Muslime friedliche Bürger.

Für manche Herrschaften:innen ist es nicht natürlich – es wird undifferenziert gegen genau jeden gehetzt, auch den zitierten Imam. Bei Gelegenheit sollte man nachdenken: Was hat eine „Zivilisation“ zu bieten, die das Christentum zugunsten obskurer Kulte wie Lobby-Klimahysterie und Lobby-Russophobie (für die Rüstungsindustrie) verworfen hat?

JizzyB
1 Stunde her

Wer sich mit dem Islam auseinandersetzt und den Koran gelesen hat, dem muss zwangsläufig als Nichtmuslim klar werden, was für eine aggressive Ideologie der Islam ist.  Es gibt mehr als 200 Textzeilen, die vom Krieg handeln und ca. 25 Mordaufrufe gegen Nichtmuslime. Der Islam hat seit seiner Gründung nur Elend, Not, Leiden, Tod und Zerstörung über die Welt gebracht.  Während die germanischen Stämme die Vorteile der untergehenden römischen Zivilisation, welche sie eroberten, erkannten und aufnahmen, zerstörten die vorrückenden Muslime alles, was sich in den Weg stellte.  Sie zerstörten die Zivilisation in Ägypten (endgültige Zerstörung der Bibliothek von Alexandria), die Zivilisation… Mehr

Nibelung
1 Stunde her

Bei uns tummelt sich mittlerweile alles, was nicht in die politische Weltanschauung in den muslimischen Heimatländern paßt und das ist ein ganz übles Gebräu, denn es sind nicht nur die harmlosen Gläubigen, sondern alle, die schon zuhause Revoluzzler waren oder anderes im Schilde führten und das wird uns zerreißen, weil wir dieser Art von „Vielfalt“ nicht gewachsen sind und bunt nicht gleich Frieden heißt, sondern durchaus auch seine Schattenseiten hat. Mit anderen Worten, wer kommt, bringt auch seine eigenen Animositäten und den daraus resultierenden Erfahrungen mit und die sind völlig anderer Art, als man es bei uns landläufig gewohnt ist… Mehr

Wahl1
1 Stunde her

Religion ist das Opium „der Völker“ und der Untergang der Menschheit.