Messerangriff auf Dorfparty in Egling: Polizei nennt erste Hinweise zum Täter

Der plötzliche Messerangriff hat in der Nacht zum Sonntag ein Dorffest im bayerischen Egling in ein Chaos verwandelt, acht Menschen wurden verletzt. Die Polizei fahndet nach dem geflüchteten Angreifer und veröffentlicht nun eine erste Beschreibung des Tatverdächtigen.

picture alliance/dpa/Münchner Merkur | Dominik Stallein

Nach bisherigen Erkenntnissen schlug der Unbekannte auf der traditionellen „Blauliachd-Party“ im oberbayerischen Egling am Samstag um 23.45 Uhr zunächst einen 24-jährigen Festbesucher mit einem Faustschlag zu Boden. Anschließend attackierte er mit einem Messer dessen 16-jährigen Begleiter, einen Österreicher. Der Jugendliche erlitt eine schwere Schnittverletzung am rechten Unterarm, bei der eine Arterie durchtrennt und ein Muskel verletzt wurde. Er musste noch in der Nacht operiert werden – TE berichtete:

Im anschließenden Tumult kam es zu weiteren Auseinandersetzungen. Mindestens sechs weitere Personen erlitten Verletzungen – darunter Gesichtsfrakturen, Prellungen und Tritte. Sieben der insgesamt acht Verletzten mussten in Krankenhäuser gebracht werden. Die Stimmung auf dem Festgelände am Sportplatz war bereits vor dem Eintreffen der Polizei stark aufgeheizt.

700 Gäste feierten bis zu diesem Zeitpunkt auf der vom Burschenverein Egling organisierten Veranstaltung, die in den vergangenen Jahren als stets friedlich und gemütlich galt. Der Vorsitzende des Vereins, Simon Raß, äußerte sich später entsetzt: „Das ist immer so ein gemütliches Fest gewesen. Es ist sehr traurig, dass es so geendet hat.“

Täter sprach gebrochen Hochdeutsch

Der Täter konnte im Tumult flüchten. Zeugen beschreiben ihn als etwa 1,80 bis 1,90 Meter großen, schlanken Mann mit kurzen dunklen Haaren. Zur Tatzeit trug er eine graue Fleecejacke und Jeans. Er sprach gebrochenes Hochdeutsch und wird als „dunkler Hauttyp“ charakterisiert. Die Kriminalpolizei wertet derzeit Videoaufnahmen vom Festgelände aus und befragt zahlreiche Zeugen.

Bei der Auflösung der Veranstaltung setzte die Polizei teils unmittelbaren Zwang ein: Mehrere Partygäste wurden in Gewahrsam genommen, einige mussten mit Handfesseln fixiert werden. Im Einsatz waren 60 Polizeibeamte aus Wolfratshausen und den umliegenden Dienststellen, fünf Rettungswagen, zwei Notärzte, ein Rettungshubschrauber und sogar eine Polizeidrohne. Auch die Feuerwehr Egling war mit 15 Mann vor Ort.

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Kommentare ( 70 )

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Werner Meier
29 Minuten her

Gebrochenes Hochdeutsch, war doch nicht etwa Merkel, die für einmal direkt zugelangt hat.

Dorn
38 Minuten her

🌊 EXTRA-BLATT: Das „Hambacher Meer“ zum Schnäppchenpreis Es ist geschafft! Die Tinte unter dem historischen Kohleausstieg 2030 ist trocken, die Spaten haben beim offiziellen Fototermin im März 2026 im märkischen Sonnenlicht geglänzt, und die Politik feiert sich für ein Meisterwerk der Logik: Wir hören auf, die Erde aufzuheizen, indem wir ein Loch buddeln, das so gigantisch ist, dass wir danach den zweitgrößten See Deutschlands hineinkippen müssen. Genial. Um dieses ambitionierte Rinnsal-Projekt zu realisieren, pumpen wir künftig einfach über 45 Kilometer lang den Rhein leer. Schließlich ist der Rhein bekanntlich ein unerschöpflicher, sprudelnder Quell ewiger Feuchtigkeit und absolut krisensicher. Wenn die… Mehr

Deutscher
49 Minuten her

Gebrochenes Deutsch, dunkler Hauttyp. Damit war jetzt wirklich nicht zu rechnen. Da sieht man wieder mal, dass voreilige Spekulationen nichts bringen.

tiptoppinguin
1 Stunde her

Nach den West-Asiaten sollten wir uns nun vor den Süd-Inuit eine Armlänge Abstand halten. Über die australischen Austauschstudenten will ich gar nicht erst diskutieren.

Klaus Uhltzscht
1 Stunde her

Können bitte die Eglinger Bürger, die Wohnungen und Einliegerwohnungen an das Ausländeramt vermieten, nachschauen, ob dort in ihren Wohnungen ein ca. 1,80m großer dunkler Hauttyp wohnt, der gebrochen Deutsch spricht?

M. Stoll
1 Stunde her

Darf ich raten ?
„EinMann“.
Polizeibekannt.
Und zur Tatzeit schuldunfähig.
Alles andere wäre ein Einzelfall.

Judith Panther
1 Stunde her

Tagtäglich wird hierzulande jemand niedergeschlagen.
Gut, daß sich das inzwischen auch in den Wahlergebnissen niedergeschlagen hat.
Da haben die Eglinger aber noch Nachholbedarf!

wg0815
1 Stunde her

„gebrochenes Hochdeutsch“ !? kommt mir vor, als ob hier das vermeintliche Bemühen zur Integration noch bevor er gefasst wird als Verteidigungsstrategie festgelegt wird.

Mitzahn
1 Stunde her

„…auf der vom Burschenverein Egling organisierten Veranstaltung …“ – Zufall? Auf Google Maps angesehen: Der Ort ist klein, abgelegen. Der dunkle-Hauttyp-Einmann mit Messer, der nur gebrochen Deutsch spricht, findet seinen Weg genau dorthin? Hat da ein netter, extrem links gerichteter und demokratierettender Menschenfreund einen Tipp gegeben?

Klaus Uhltzscht
22 Minuten her
Antworten an  Mitzahn

Der wird dort in einer vom Ausländeramt angemieteten Einmänner-Unterkunft wohnen.
Ruhpolding ist ja auch so ein friedliches, abgelegenes Fleckchen.

Vallis Blog
1 Stunde her

Als sich vor 10 Jahren die Anzeichen mehrten, dass uns mit den Flüchtigen auch sogenannte „Schläfer“ „geschenkt“ wurden, stellte man die Warner natürlich unverzüglich in die rechte Ecke. Alles Nahtzies und Rassisten von der AfD, was sonst. Was ist nochmal der Unterschied zwischen einer Verschwörungstheorie und der Realität? Ein halbes Jahr?