„Nicht für die Schule lernen wir, sondern für das Leben“ (Seneca). Hoffentlich haben unsere Schulen Lehrer, bei denen man echt Demokratisches für das Leben lernen kann.
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Ich bereite die Beerdigung einer alten Grundschullehrerin aus Wuppertal vor. Die Tochter erzählt mir folgende Begebenheit über die Mutter und erlaubt mir, diese in meiner Kolumne zu verarbeiten:
„Meine Mutter hat bei jeder ihrer Grundschulklassen ein Anti-Untertan-Experiment durchgeführt. Dazu hat sie sich zu einem passenden Zeitpunkt einen Schüler herausgesucht und diesen ungerechterweise vor der ganzen Klasse schlecht behandelt. Und wehe, der Klassensprecher wäre nicht für den Schüler eingetreten. Und wehe, Mitschüler hätten sich auf die Seite meiner Mutter geschlagen. Und wie sehr hat sich meine Mutter gefreut, wenn hitzige kommunikative Prozesse durch ihr Fehlverhalten in der Klasse ausgelöst wurden, die dazu führten, dass schließlich eine Delegation von Schülern auf sie zukam und sie auf ihren Fehler hinwies. Die Schüler sollten für ihr ganzes Leben ermutigt werden, sich aktiv gegen Autoritätspersonen zu organisieren, wenn diese im Unrecht sind.“
Mut zum Widerstand gegen Fehlgriffe der „Obrigkeit“; selbst wenn es gegen die eigene Lehrerin geht, von der man bei der Notengebung abhängig ist. Oder wenn es gar gegen das Bundesverfassungsgericht geht, diese oberste aller Obrigkeiten. Bei den Klagen gegen die Corona-Maßnahmen der staatlichen Exekutive fällt auf, dass sich das Bundesverfassungsgericht bei seinen Urteilen auf die weisungsgebundenen Exekutiv-Behörden „Robert Koch-Institut“ und „Paul-Ehrlich-Institut“ gestützt hat. Das oberste deutsche Gericht, dessen Richter von Parteipolitikern gewählt werden, hat sich damit bei seinen Corona-Urteilen als allzu parteiisch und regierungstreu erwiesen. Bürger und Sprecher der Gesellschaft, die sich naiv gutgläubig und untertänig hinter diese Corona-Gerichtsurteile gestellt haben, haben unserem Land und dem demokratischen Grundsatz der Gewaltenteilung einen Bärendienst erwiesen.
Im Alten Ägypten hatte der Pharao gottähnliches Ansehen. Und dieser Halbgott befahl den Hebammen, alle jüdischen männlichen Säuglinge zu töten. Die Hebammen Schiphra und Pua widersetzten sich der Obrigkeit und logen diese an, als sie zur Rede gestellt wurden. „Darum tat Gott den Hebammen Gutes“ (vgl. 2. Mose 1,15-21). Selbst der göttliche Grundsatz „Du sollst nicht lügen“ (vgl. 2. Mose 20,16; Epheser 4,25; Sprüche 12,22) wird von Gott relativiert, wenn ein krankes System zur Aufrechterhaltung seiner Kaputtheit die Wahrhaftigkeit von seinen Bürgern verlangt.
Nach Römer 13,3 ist die Obrigkeit von Gott eingesetzt, das Böse zu bestrafen und das Gute zu fördern. Wenn die Obrigkeit aber das Böse gut und das Gute böse nennt, dann gehört der rechtsstaatliche, demokratische und gewaltfreie Widerstand gegen die Obrigkeit zum Grundschulwissen einer demokratischen Gesellschaft.
Es war mir eine Ehre, die alte Wuppertaler Grundschullehrerin beerdigt zu haben.
PS. Am Sonntagabend, 14.6.2026, 18.00 Uhr bin ich als Gastprediger im Gottesdienst der „Abendkirche Bochum“ eingeladen, Herner Straße 327, 44809 Bochum. Hinterher können wir uns beim gemeinsamen Abendessen dort näher kennenlernen.
Am Sonntag, 21.6.2026, predige ich in einer überkonfessionellen Hauskirche im Siegerland, die sich in der Coronazeit gegen die kirchlichen Gottesdienstschließungen gebildet hat. Interessierte können sich gerne bei mir melden, info@a-zorn.de


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Die provokative Ader ist ein schlechter Berater.
Wunschdenken zu eigenen Gunsten gibt’s von allem bei fehlendem Vorstellungsvermögen und Mangel an Erfahrung. Ebenfalls provokant die Methode der Lehrerin! Ein Schulterschluss von Gleichgepolten.
Abgesehen, dass es weniger um Unrecht ging als um eigene, politische Meinung – die wird in der Demokratie mit dem Wahlzettel erschlagen – versuchen Sie mal einen Aufruhr anzuzetteln! Statt Diskurs.
Mit viel Glück bekommen Sie eine Anzahl von Leuten zusammen, die in ein halbes Klassenzimmer passt. Etliche Nummern zu groß für einen, der nicht Wagenknecht oder Schwarzer heißt.
Man könnte auch fragen, ob es sich nicht bei der Lehrerin um eine verdeckte Narzistin handelte (das sage ich als Mutter von fünf erwachsenen Kindern), die ihre eigenen Bedürfnisse unter dem Deckmantel des Unrechtsbewußtsein stärkens bei anderen Schülern auslebt. Letzten Endes hat sie ja immer noch die Fäden voll in der Hand, weil sie das jeweilige Kind zu einem „guten“ Zweck schlecht behandelt hat. Die psychologischen Folgen für das Kind, das Opfer des psychologischen Experiments, stehen hier scheinbar gar nicht zur Debatte, denn es scheint / ist unabänderlich für das Schuljahr und seine Noten fest von ihr abhängig. Da sind,… Mehr
Das ist typisches Rudelverhalten. Das Rudeltier macht was der Ranghöhere befiehlt. Nachgedacht wird nicht, nur gehorcht. Das Nachbarrudel ist der Feind. Und der Feind meines Feindes ist mein Freund. Das Rudel in der Mitte hat pech und wird als erstes vernichtet.Aber die beiden anderen Rudel sind dann Nachbarn. Das Nachbarrudel ist der Feind. Beispielhaft zu sehen im Europa der 1. Hälfte des 20. Jahrhunderts.
So sehr ich hier auch das Verhalten und Vorgehen dieser Lehrerin gut finde und am unterstützen bin, möchte ich dennoch mal provokant fragen, ob sie Gleiches auch mal in einer Klasse mit 60 oder 90+ „Buntkinder“ versucht hat und wenn Ja, was dann hier dabei rausgekommen ist?
Und ansonsten, möge die Lehrerin in Frieden ruhen.
Berichtigung zu Zitat:: „in einer Klasse mit 60 oder 90+ „Buntkinder“ “
> Richtig sollte es eigentlich heißen: „in einer Klasse mit 60 oder 90+ Prozent „Buntkinder“…. „.
„Die Schüler sollten für ihr ganzes Leben ermutigt werden, sich aktiv gegen Autoritätspersonen zu organisieren, wenn diese im Unrecht sind.“
Und wer bestimmt, was Recht und was Unrecht ist?
Aufbegehren um des Aufbegehrens Willen, das ist, was hier vermittelt wird.
Scheint eine extrem linksgrüne Lehrerin gewesen zu sein. Wohl später auch Oma gegen Rechts. Zivilgesellschaft, halt.
Sogar für einen Pfarrer sehr naiv, dieser Artikel, sorry!
Zitat; „Und wer bestimmt, was Recht und was Unrecht ist?“
> Mhh, hier in Deutschland sollte -grob gesagt- doch eigentlich unser GG und eine „Demokratische Mehrheit“ darüber entscheiden was Recht oder Unrecht ist. Denke ich mal so.
– – – – –
Und was die von Ihnen gesagte „extrem linksgrüne Lehrerin“ angeht, hier würde ich eher das Gegenteil vermuten.
Denn das sich Grüne oder Linke kritisieren lassen und das dann auch noch gut finden, ist dann wohl doch eher der Einzelfall.
Moralisch integre Menschen mögen eine Ausnahme sein. Aber es gibt sie, zumindest in unserem Kulturkreis, über andere zu urteilen, fehlt mir die Kompetenz. Es gibt sie in allen Schichten, völlig unabhängig von ihrem akademischen Bildungsgrad.
Ja, Einfluss innerhalb solcher Gruppen ist meist verbunden mit Anpassung, Unterwerfung und Konformismus. Daneben gibt es aber auch autarke Menschen, für die eine Selbstbestimmung erstrebenswert und überlebenswichtig ist. Das sind keine Narren, denn diese Menschen sind immun gegenüber Gruppenzwang und Fremdbestimmung und fühlen sich nur so wohl in ihrer Haut.
Links-grün-woke toxisch verwirrte Lehrer sind das neue geistige Gift für unsere Schüler ❗
„Dazu hat sie sich zu einem passenden Zeitpunkt einen Schüler herausgesucht und diesen ungerechterweise vor der ganzen Klasse schlecht behandelt.“
Ich verstehe die gute Absicht dahinter, aber was genau hatte der Schüler sich denn erlaubt, was das Verhalten der Lehrerin daraufhin begründet? Warum war die Reaktion der Lehrerin ungerecht? Das Beispiel geht hierzu leider nicht ins Detail.
Ihren Optimismus in Ehren, Herr Zorn, allein mir fehlt der Glaube, daß mit unseren grünen Zeitgenossen aus unserer Jugend noch alltagstaugliche Menschen gemacht werden, denn deren Intention liegt in ihren Idiologien begründet und dabei kommt das praktische im Leben einfach zu kurz und wird die Gesellschaft völlig neu formen, was ja bereits in großen Teilen erkennbar ist. Wer gut zuhört und den Enkeln lauscht, vernimmt bei allen Gesprächen den grünen Einfluß auf den eigenen Nachwuchs, während es in unserer Jugend eher noch wertneutral war und sich dem allgemeinen Wissen widmete, was mit dieser grünen Bande verloren gegangen ist, denn sie… Mehr