In psychologischen Fachzeitschriften stoßen viele Psychologen linientreu in das Horn rot-grün vereinnahmter „Demokratie“. Dagegen sollten die Ähnlichkeiten von toxischen Familien mit unserer gegenwärtigen Gesellschaft zu denken geben.
Die eigene Familie kann ein wunderbarer Rückhalt im Leben sein. Allerdings nicht, wenn in der Familie im Umgang miteinander strukturell Gift versprüht wird. „Strukturell“ meint, dass zersetzende Verhaltensweisen nicht nur hin und wieder vorkommen, was selbst in den besten Familien passiert, sondern dass die Kommunikation in der Familie grundlegend vergiftet ist.
In der Psychologie werden folgende Gifte als äußerst schädlich beschrieben:
- Kontaktverweigerung als systematisch eingesetztes Bestrafungsmittel. „Ich spreche erst wieder mit dir, wenn du dich entschuldigst oder mir recht gibst.“ Dahinter steckt eine enorme Portion Eigendünkel.
- Die chronische Abwertung des anderen. „Dein Beruf mag dir ja Spaß machen. Aber ich hätte mir eigentlich einen besseren Beruf für dich gewünscht.“
- Dem anderen Schuldgefühle machen. „Die ungewollte Schwangerschaft mit dir hat mein Leben ruiniert.“ Die anderen sind die Täter, man selber ist immer nur Opfer.
- Andere Familienmitglieder werden mit (erpresserischen) Wenn-Dann-Bedingungen unter Druck gesetzt: „Wenn du diese Person heiratest, bist du nicht mehr meine Tochter.“ „Wenn du mich liebst, dann kannst du über meinen Geburtstag nicht in Urlaub fahren.“
Die Bedürfnisse der anderen Familienmitglieder werden ständig vernachlässigt zugunsten der eigenen Interessen. - Es wird Kontrolle über Familienmitglieder ausgeübt durch (finanzielle) Abhängigkeiten oder durch Überfürsorglichkeit, die sich als Liebe ausgibt.
- Familien mit solchen Umgangsweisen sind toxisch. Im Extremfall braucht es den Kontaktabbruch, um sich diesem giftigen Umfeld zu entziehen und um eine Entgiftung in einem gesünderen Milieu in die Wege leiten zu können. Oft ist dabei Hilfe von außen notwendig, um Heilungsprozesse anzustoßen.
Es fällt auf, dass die gleichen Giftarten, die in toxischen Familien ihr Unheil wirken, gegenwärtig unsere Gesamtgesellschaft prägen. Erstaunlicherweise werden diese toxischen Grundmuster von unserer „Kulturelite“ sogar moralisch geboten und politisch-medial propagiert:
- Kontaktverweigerung als systematisch eingesetztes Bestrafungsmittel. „Denen darf man kein Podium geben.“ Auch alle Kontaktschuldphänomene kann man hier einordnen. Dahinter steckt eine enorme Portion Eigendünkel und Besserwisserei.
- Die chronische Abwertung des anderen. Verachtende Zuschreibungen wie „Covidiot“, „Klimaleugner“, „Rassist“ oder „neurechte Plattformen, deren Geschäftsmodell auf Hass und Falschbehauptungen beruht“, sind nur die Spitze einer gesellschaftlich-toxischen Abwertungsspirale großer Bevölkerungsteile.
- Dem anderen Schuldgefühle machen. „Wer die Genderideologie ablehnt, der diskriminiert andere Menschen und ist moralisch schlecht.“ „Die Pandemie der Ungeimpften.“
- Andersdenkende werden mit (erpresserischen) Wenn-Dann-Bedingungen unter Druck gesetzt: „Wenn ihr euch nicht impfen lasst, dann werden wir euch aus allen 2G-Bereichen gesellschaftlich ausschließen und dann werden wir euch durch diverse Impfpflichten sogar euren Beruf nehmen.“ „Wenn ein Land mehrheitlich die AfD wählt, dann müssen wir es im Länderfinanzausgleich benachteiligen.“
- Die Bedürfnisse Andersdenkender auf politische Mitsprache und Mitberücksichtigung werden mit dem Konstrukt „Brandmauer“ kategorisch ausgeschlossen zugunsten der eigenen Machtinteressen.
- Es wird Kontrolle ausgeübt durch steuerfinanzierte Steuerungen, durch den Verfassungsschutz mit seinen „gesicherten“ Verurteilungen, durch Antifa-Hilfstruppen, durch NGOs (= „Near-Government-Organisations“), durch internetüberwachende „Trusted Flaggers“, durch weisungsgebundene Staatsanwälte mit politischer Schlagseite.
Die zersetzende Kraft all dieser Gifte wirkt garantiert. Es hat etwas Tragisch-Komisches, wenn die gesellschaftlichen Giftsprüher fest davon überzeugt sind, mit ihren toxischen Verhaltensweisen der Gesellschaft und der Demokratie etwas Gutes zu tun.
Ähnlich wie in toxischen Familien, so braucht es auch in einer toxischen Gesellschaft bei den Leidtragenden die Fähigkeit, all diese Giftstoffe und Manipulationshaltungen zu erkennen und zu analysieren, um dann Möglichkeiten der Abgrenzung, Aufarbeitung, Entgiftung und Neuorientierung hin zu lebensförderlichen Kommunikationsformen zu suchen.
„Das Band, das die Familie zusammenhält, besteht nicht nur aus Blut, sondern vor allem aus Anteilnahme und Respekt vor den Bedürfnissen des Anderen“ (Richard Bach).



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