Monatelang belastete die Eskalation das transatlantische Bündnis, nun postete US-Präsident Donald Trump eine Einigung im Konflikt um Grönland: In einem Beitrag auf Truth Social sprach er von dauerhafter Kontrolle der Vereinigten Staaten über die Sicherheit der Insel „und alle weiteren Bedürfnisse".
picture alliance / Consolidated News Photos | Samuel Corum - Pool via CNP
Trump formulierte dazu konkret: Gegner Washingtons dürften dort weder Stützpunkte noch Truppen stationieren noch sensible Investitionen tätigen, es sei denn mit ausdrücklicher amerikanischer Zustimmung. Das Abkommen habe kein Ablaufdatum und verursache den USA keine Kosten. Unverzüglich wolle man eine größere militärische Präsenz aufbauen.
Dänemarks Ministerpräsidentin Mette Frederiksen und Grönlands Regierungschef Jens-Frederik Nielsen bestätigten die Vereinbarung und betonten zugleich, was für sie unverhandelbar blieb: die Souveränität, die territoriale Integrität des Königreichs und das Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung. Frederiksen nannte den Deal gut für die Nato und Europa. Nielsen sprach von einer Stärkung der Sicherheit Grönlands und der westlichen Allianz. Die Unterzeichnung ist für Dienstag am Rande der UN-Generalversammlung in New York vorgesehen; danach müssen Parlamente in Kopenhagen und Nuuk zustimmen.
Die Vereinigten Staaten erhalten damit dauerhafte Zugangs-, Stationierungs- und Überflugrechte, die Möglichkeit weiterer Stützpunkte und auch einen Kontrollmechanismus gegen russische und chinesische Investitionen. Die Regelung soll selbst dann gelten, falls Grönland eines Tages unabhängig würde, eine Gebietsübertragung gibt es nicht. Außenminister Marco Rubio nannte das Ergebnis einen historischen Erfolg, der die Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis dauerhaft absichere. Die New York Times und die Washington Post werten die aktuelle Einigung als Ausbau bestehender Rechte, nicht als Eroberung – und als politischen Schlussstrich. Trump hat letztlich erreicht, was er wollte.
Seit Beginn seiner zweiten Amtszeit hatte der US-Präsident wiederholt den Kauf oder gar die gewaltsame Übernahme Grönlands ins Spiel gebracht. Er verwies auf russische und chinesische Schiffe, auf seltene Erden und auf die Lage der Insel auf einer möglichen Raketenflugbahn zwischen Moskau und Washington. Im Januar verhinderte ein mit Nato-Generalsekretär Mark Rutte in Davos skizziertes Rahmenwerk die unmittelbare Konfrontation. Seither verhandelten Beauftragte hinter verschlossenen Türen. Das Ergebnis knüpft an das Verteidigungsabkommen von 1951 an, weitet diese Rechte aber aus und bindet sie auf unbestimmte Zeit.
Grönland bleibt damit dänische Kolonie und selbstverwaltet. Die US-Präsenz wird aber wesentlich verstärkt, China und Russland sollen in sicherheitsrelevanten Bereichen blockiert werden.


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Liebe Alt-Ostblockler, ihr habt euch 1989 doch selber entschieden, euch in die Obhut des Westens und der NATO zu begeben. Hättet ihr halt früher überlegen müssen, ob euch die D-Mark das wirklich wert ist.
Warum???
Sie verkennen Tatsachen? Schon in der ersten Amtszeit hat Merkel darauf verzichtet, mit Trump anständigen Umgang zu pflegen. Sie haben den ObamaDems hofiert und das ist über die Amtszeit ObamaBidens bis zum heutigen Tag nicht besser geworden – in der Hoffnung, dass die nach Trump das Ruder wieder übernehmen könnten. So, wie es aussieht, sind es doch deutsche Regierungen, die nicht erst mit Minsk das Dilemma in der Ukraine in Gang brachten – und jetzt auch nicht bereit sind, es auf diplomatischem Wege wieder zu beenden? . Stellen Sie sich doch nur einmal vor, wo wir und die USA heute… Mehr
Es darf gelacht werden, grönländische Totalkapitulation ist das auf deutsch gesagt, da können die zwei in Dänemark und Grönland noch so oft und lange von Souvärenität und Selbstbestimmung faseln wie sie wollen. Im Ernstfall haben die Grönländer und Dänen nichts mehr zu melden und es ist nichts anderes als die besch….. Lage der Bevölkerung schön zu reden.
Und? Was macht Außen-Fritze jetzt? Reitet er wieder mit seiner 50 Mann „starken“ Armee in Grönland ein?
War die EU nicht erst vor paar Tagen in Grönland zum Palaver? Nutzlos, weil überflüssig, diese EU.
Ging es da nicht um Kanada als außerordentliches „Mitglied“ – was die USA erfreuen wird?
Habe gar nicht mitbekommen, dass die Grönländer abgestimmt hätten. So viel also zur „Souveränität“ und zum „Selbstbestimmungsrecht der grönländischen Bevölkerung“.
Dänemark wischt sich jetzt bestimmt den Schweiss von der Stirn. Ich stelle mir das so vor, wie es damals der Sowjetunion gegangen sein muß, als sie die DDR endlich los war. Einziger Unterschied: die USA können heute mit Grönland bestimmt etwas anfangen….
„auch einen Kontrollmechanismus gegen russische und chinesische Investitionen“
Wenns mal nur so wäre. Nur weil heute Rußlandund China als Gegner herhalten dürfen, heißt das nicht, dass es in ewigkeit dabei bleibt. Wie schnell ein US-Präsident einschnappen kann und dann Gegner-, ja Feindschaften proklamiert, sehen wir doch gerade.
Dänemark hat schwach verhandelt, vermutlich aus Schwäche, nicht nur der eigenen sondern auch der des stets großmäuligen aber hohlen „Europa“, das hier keinerlei echten Rückhalt bietet.
> nicht nur der eigenen sondern auch der des stets großmäuligen aber hohlen „Europa“, das hier keinerlei echten Rückhalt bietet.
Oft heißt es, die EUdSSR sei bloß Statthalterei der Amis – wohl vor allem dortiger Oligarchen und des Deep State (der eher zu den Dems tendiert).
Kopenhagen ist eingeknickt. Damit hat das Imperium die Macht über Grönland gewonnen.