Standing Ovations für Marco Rubio. Offenbar hatte niemand zugehört und verstanden, was er sagte. Der US-Außenminister sprach von Volk, Nation, Grenzen und Stolz auf die eigene Geschichte. All das ist in Deutschland tabu. Wer so etwas sagt, ist böse und bekommt Besuch um 6 Uhr früh.
picture alliance / dts-Agentur | -
Das muss ein Irrtum gewesen sein. Sie haben wohl nicht richtig zugehört, als sie bei der Münchner Sicherheitskonferenz den US-amerikanischen Außenminister Marco Rubio mit Standing Ovations für seine Rede feierten, auch eher linke deutsche Politiker.
Oder haben sie gar nicht verstanden, was der Mann gesagt hat? Zum Beispiel: „Was genau verteidigen wir eigentlich?“ Antwort: „Armeen kämpfen für ein Volk, für eine Nation. Armeen kämpfen für eine Lebensweise. Und genau das verteidigen wir: eine große Zivilisation“ – die Grund habe, stolz auf ihre Geschichte zu sein. Und Deutschland solle sich nicht von „Schuld und Scham fesseln“ lassen.
Es ist schon verblüffend: Da muss ein Amerikaner mit kubanischen Wurzeln kommen und den Europäern die Leviten lesen. Sie sollten sich endlich ihrer Geschichte besinnen. Das christliche Europa sei die Wiege der Zivilisation, hier wurden sie geboren, die Ideen der Freiheit, die Herrschaft des Rechts, die wissenschaftliche Revolution, die Genies von Beethoven oder Shakespeare und Michelangelo bis zu den Beatles.
Und dann kommt eine Abrechnung, die nicht weniger radikal ist als das, was ein Jahr zuvor J. D. Vance den Zuhörern um die Ohren gehauen hat. Und was, wenn es ein Redner der AfD gesagt hätte, umgehend ein Verbotsverfahren ausgelöst hätte.
Dass Handel die Nationalität und die sogenannte regelbasierte globale Ordnung die nationalen Interessen ersetzen würden? Unsinn. Ebenso, dass man in einer Welt ohne Grenzen leben könne. Massenmigration bedrohe den Zusammenhalt unserer Gesellschaften, den Fortbestand unserer Kultur und die Zukunft unseres Volkes. Man müsse die Kontrolle über seine nationalen Grenzen wiedergewinnen – das sei „ein fundamentaler Akt nationaler Souveränität“.
Deindustrialisierung, Klimakult, Globalisierung? Irrwege. Erst recht das Abtreten nationaler Souveränität an internationale Institutionen.
Die USA wünschten sich vielmehr Verbündete, „die auf ihre Kultur und ihr Erbe stolz sind, die verstehen, dass wir Erben derselben großen und edlen Zivilisation sind, und die bereit und in der Lage sind, sie zusammen mit uns zu verteidigen“. Geschmiedet durch Jahrhunderte gemeinsamer Geschichte, durch den christlichen Glauben, durch Kultur, Sprache, Abstammung. (Und nebenbei ein Lob an deutsche Bauern, die die Qualität des amerikanischen Biers dramatisch verbessert hätten.)
In Grunde folgt eine Ohrfeige auf die nächste, versüßt mit dem Wunsch nach Verbundenheit. „Es war eine vergiftete Liebeserklärung“, erklärt Marie-Agnes Strack-Zimmermann, und da hat sie mal recht.
RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Der Ton ist zivil, aber der Forderungskatalog ist mehr als deutlich: Alle woken Bastionen sind zu schleifen, vom Klimaquatsch über den Willkommensirrtum bis zum Schuldkult.
Man stelle sich vor, ein deutscher Politiker hätte eine solche kraftvolle Rede gehalten, gespeist von einem soliden Geschichtsbewusstsein. Aber das haben wir uns ja abtrainiert. Entsprechend die Reaktionen, etwa von Constanze Stelzenmüller, Direktorin des „Center on the United States and Europe“. Sie erkennt in der Rede ein „zivilisatorisches Narrativ“, wonach das Abendland gerettet werden müsse. Eine Erzählung, die rechte Nationalisten in den USA und in Europa seit Jahren verbreiteten: Europa und die USA als bedrohte Kultur, als christlich geprägte Schicksalsgemeinschaft, als historisch gewachsene Identität, die gegen Migration und Multilateralismus verteidigt werden muss. Damit habe Rubio verschiedene Narrative der AfD bedient.
Hm. Ich glaube nicht, dass Rubio als „Bediener“ aufgetreten ist. Er sagt einfach nur, was die deutschen Wähler der AfD ähnlich sehen dürften.




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> Ich glaube nicht, dass Rubio als „Bediener“ aufgetreten ist. Er sagt einfach nur, was die deutschen Wähler der AfD ähnlich sehen dürften. Aha. Laut einer Umfrage betrachten 51% der AfD-Anhänger das Amistan für feidliche Macht. „Noch schockierender ehrliche Geständnisse von den Managern des Imperiums – uncut-news.ch“ > „… Während einer Rede auf der Münchner Sicherheitskonferenz am Samstag nahm Außenminister Marco Rubio in einer beunruhigenden Tirade über die Notwendigkeit, zu den guten alten Zeiten zurückzukehren, in denen die westlichen Mächte den globalen Süden ohne Vorwände oder Entschuldigungen dominierten, endgültig die Maske ab. …“ Und dadurch sollte man hier die Rolle… Mehr
Zitat: „Das christliche Europa sei die Wiege der Zivilisation, hier wurden sie geboren, die Ideen der Freiheit, die Herrschaft des Rechts, die wissenschaftliche Revolution, die Genies von Beethoven oder Shakespeare und Michelangelo bis zu den Beatles.“ > Nun ja, wir sollten hier aber nicht auch vergessen, dass hier im christlichen Europa nicht nur „die Wiege der Zivilisation“ geboren wurde, sondern das hier im christlichen Europa auch immer mal wieder für „die Wiege der Zivilisation“ hart und grausam gekämpft wurde (Wien, Spanien) um z.Bsp. die „Religion der Liebe“ – also den Islam, aus guten Gründen draußen zu halten. – – –… Mehr
Ein AfD-Abgeordneter sollte mal im Bundestag die gleiche Rede halten, nur um zu sehen, ob die dann anwesende Regierungsbank ihm auch Standing Ovation entbietet.
Stückweise wurde gewiss ganz ähnliches schon verlautbart – aber Brandmaurerer verhindert Veränderung zum Guten.
Gegen die USA und gegen die Russen aber mit dem Islam?
Wer hätte das auch nur ansatzweise erwarten können, durch deutsche Politiker präsentiert zu bekommen
Sie, Frau Dr. Stephan oder meine Wenigkeit, hätten auch Rubios Rede gehalten, aber wir sind keine Deutschen Politiker.
Rubio ist eben der „Good Cop“ – demnächst kommt Trump als „Bad Cop“ und sagt, welchen Teil Europas er aus strategischen Gründen noch so haben will. Oder sie sprengen uns wieder einen Teil der wesentlichen Infrastruktur. Wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde mehr und egal, was sie dazwischen äußern. An ihren Taten erkennt man sie letztlich.
Vielleicht sollten Westeuropäer vom Iran lernen, wie man „Freunde“ fernhält? „Trump in Panik: Iran entfesselt die WW3-Strategie von Russland und China – uncut-news.ch“ > „… Pepe Escobar beleuchtet in seinem jüngsten Kommentar, wie Iran, unterstützt von Russland und China, dem US-Druck widersteht und dem Globalen Süden Lektionen in Widerstandsfähigkeit erteilt. Dies könnte zu einer fundamentalen Verschiebung in der Weltordnung führen, mit BRICS als zentralem Akteur. … Die Botschaft ist klar: Ohne Souveränität gibt es keinen Respekt vom Hegemon. Mit Souveränität hingegen kann man dem Hegemon standhalten. …“ Nichtwestliche Welt sieht nur ganz kosmetische Unterschiede zwischen Biden und Trump: > „…… Mehr
Und was propagieren Sie stattdessen? Die segensreiche Verbrüderung der Jetzt „DDR“ 2.0 mit dem großen sozialistischen Bruder im Osten? Gab es 40 Jahre lang. Und was ist dabei heraus gekommen? Mangelwirtschaft, kaputte Häuser und Straßen (noch kaputter als heute), eine marode „DDR“. Und sie wollen eine Neuauflage? Da waren wir im Westen mit den USA aber wesentlich besser dran.
Verkraftet der Trumpfanclub mal wieder die schnöde Realität nicht? Deshalb so viele Daumen nach unten? Wunschdenken ist sooo viel schöner…
Stellen wir uns vor, Marco Rubio wäre Bundeskanzler in unserem Land.
Es wären goldene Zeiten.
Oh mein Gott, der arme Mann. Neben seinem Job als Verwalter von Venezuela, Jarl in Grönland, Statthalter in Gaza, treuhändischer Gouverneur in Minnesota und Lord Protector von Persien soll er auch noch Deutschland regieren? Das wird Marco Rubio komplett aufarbeiten. Das ist doch nicht fair
Ganz einfach: DE tritt den USA als neuer Bundesstaat bei – etwas Besseres können die hiesigen Dummköppe gar nicht machen, hiaselig, wie sie sind.
Auch dann würde die „Verwaltung“ vom Volk gewählt.
Interessant wäre nur, ob sich bei Einführung einer Voter-ID auch hier etwas verändern könnte.
Verstehe den Einwand nicht, aber o.k. deal?
Kurt Hager sagte 1987 auf die Änderung der Politik in der Sowjetunion: „Würden Sie, wenn Ihr Nachbar seine Wohnung neu tapeziert, sich verpflichtet fühlen, Ihre Wohnung ebenfalls neu zu tapezieren?“
Es ist 39 Jahre danach, erschreckend ähnlich.
Wir wissen wie es weiterging. Ein ganzes Sytem brach zusammen.
> Das christliche Europa sei die Wiege der Zivilisation Nicht DER Zivilisation, sondern nur von einer von vielen Zivilisationen. Griechische Oligarchen vergnügten sich mit Knaben, genauso Tiberius auf Capri. Dann kamen Caligula, Nero und Dunkles Mittelalter, aus dem Europa nur mit fremder Hilfe rauskam. Hexenprozesse, Kolonien, totalitäre Systeme und heutige Wohlstandskinder haben große Probleme mit dem Diffidiren – zuletzt war Epstein der ultimative „Höhepunkt“. Westeuropa lechzt auch noch nach einem großen Krieg – aber auch Trumpistan kann in welchen rutschen. Diese „die Zivilisation (TM)“ verschwand bereits einmal und ist gerade dabei, wieder zu verschwinden – hoffentlich werden die Araber diesmal… Mehr
„Es ist der Weg, zu dem wir Sie hier in Europa auffordern, sich uns anzuschließen. Es ist ein Weg, den wir gemeinsam schon einmal gegangen sind – und den wir hoffentlich wieder gemeinsam gehen werden. Fünf Jahrhunderte lang, bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs, war der Westen expandierend. Seine Missionare, seine Pilger, seine Soldaten, seine Entdecker strömten von seinen Küsten hinaus – über Ozeane hinweg –, besiedelten neue Kontinente, bauten riesige Reiche auf, die sich über den Globus erstreckten.“ Originalzitat aus einem übersetzten Transkript, Quelle: NIUS Was sagen heute die Nachfahren derer, die damals von Europäern entdeckt wurden? Welche Interpretationsmöglichkeiten… Mehr
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USA: LERNKURVE DURCHLAUFEN Die USA haben vor der letzten Wahl gesehen wohin sie mit Links (-grün) gekommen sind und dann schon aus schierer Verzweiflung Donald Trump gewählt. Wenn der Vize der Gegenkandidatin, ein gewisser Tim Waltz, sein politisches Amt dazu nutzen wollte, Tamponautomaten in Männertoiletten aufzuhängen („Tampon-Tim“), dann wusste man wohl was die Stunde geschlagen hatte Und dass man letztlich nur die Wahl hatte zwischen Normalität (Trump + Vance) und Wahnsinn (Harris + Waltz). Keiner will die Linken dort mehrheitlich, die konnten sich immer nur per Wahlbetrug durchsetzen (z.B durch „ballot harvesting“ und indem sie Millionen Illegale ins Land holten… Mehr
> Und dass man letztlich nur die Wahl hatte zwischen Normalität (Trump + Vance) und Wahnsinn (Harris + Waltz). Eher zwischen Wahnsinn und noch mehr Wahnsinn, auch wenn zum Teil in verschiedenen Bereichen: „Scott Ritter: „Iran: Trump hat keine diplomatische Lösung“ – Eine schonungslose Analyse – uncut-news.ch„. Zuerst Russland: > „… Ritter hält die USA jedoch nicht für ernsthaft interessiert an Frieden. Das wahre Ziel sei, Russland nach einem Waffenstillstand wirtschaftlich wieder zu öffnen, um US-Finanzkapital erneut die Kontrolle über die russische Wirtschaft zu ermöglichen. … Kushner und Witkoff seien keine echten Verhandler, sondern bloße Platzhalter. Die Russen bestünden nun… Mehr
Was Donnie will, wage ich nicht zu sagen. Wir werden sehen wohin er seine imperiale Armee und die ganze Welt führt. Ich finde allerdings wirklich faszinierend, dass man hier so viel dermaßen begeisterte Trumpisten findet. Das ist vlt auch normal – nach Dekaden der mehreren woken totalitären Regierungen will man glauben, dass da ein weißer Ritter zu uns kommt und uns rettet. Dass er keine Interesse hat, das zu tun, ist nach einem Jahr klar, oder doch nicht? Man will natürlich hoffen, dass mindestens auf der anderen Seite von Atlantik Ausnahmsweise ein Normalo an die Macht kommen konnte. Nur das… Mehr