Die Politik beruft sich auf die Wissenschaft – doch auf welche eigentlich?

Als Wissenschaftler muss man sich immer daran erinnern, dass es in den Erfahrungswissenschaften keine Gewissheit über den Besitz der Wahrheit gibt, sondern nur mehr oder weniger gründlich geprüfte, mehr oder weniger gut bewährte Theorien. Das sollte auch die Politik nicht vergessen. Von Erich Weede.

imago images / Hans Blossey

Ob der Mensch mit seinen CO2- Emissionen das Klima aufheizt, wie schnell und gefährlich eine Erhitzung ist, wie dringend der Mensch aus fossilen Brennstoffen aussteigen muss, um einen schädlichen Klimawandel zu verhindern, das sind naturwissenschaftliche Fragen, zu denen ich als Sozialwissenschaftler nicht Stellung beziehen will. Aber es gibt viele Aspekte der Klimadiskussion in Deutschland und Europa, die Sozialwissenschaftler beunruhigen sollten.

Nach meinen Erfahrungen in vielen Sozialwissenschaften ist Konsens kein typisches Merkmal von Wissenschaft, sondern ein Ausnahmezustand. Typisch für Wissenschaft ist Streit und Dissens über Methoden und Fakten, über Daten und Theorien. In den Äußerungen von Journalisten und Politikern, erstaunlicherweise sogar manchmal auch von Klimaforschern, wird aber der Eindruck erweckt, dass die naturwissenschaftlichen Fragen im Kern beantwortet seien, dass Dissens höchstens noch Detailfragen betreffe.

Mensch, Institutionen, Erkenntnis

Weil auch Forscher Menschen sind, darf man daran erinnern, dass die Neigung zur Übereinstimmung mit anderen tief in der menschlichen Natur verwurzelt ist. Das wird schön in einem Experiment illustriert, das amerikanische Sozialpsychologen gemacht haben. Dabei wird in einem ganz dunklen Raum ein feststehender Lichtpunkt gezeigt. Im Einzelversuch behaupten alle Teilnehmer, eine Bewegung zu sehen, weil wir Menschen die Augen nicht stillhalten können; aber der eine sieht eine Bewegung nach oben, der andere nach unten, der eine nach links, der andere nach rechts. Im Gruppenversuch einigen die Menschen sich dann regelmäßig auf eine Bewegungsrichtung des stillstehenden Lichtpunkts. Wer sich dem Konsens nicht anschließt, wird unter Druck gesetzt.

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Wer hilft, Kritiker der dominanten Auffassung zum Klimawandel unter Druck zu setzen, verstärkt nur eine allgemein menschliche Schwäche, der gerade Wissenschaftler nicht unterliegen sollten. Als Wissenschaftler muss man sich immer daran erinnern, dass es in den Erfahrungswissenschaften keine Gewissheit über den Besitz der Wahrheit gibt, sondern nur mehr oder weniger gründlich geprüfte, mehr oder weniger gut bewährte Theorien. Es ist sogar zu befürchten, dass alle Theorien mit Anomalien zu kämpfen haben. Dass wir Menschen dazu neigen, vom Konsens auf die Wahrheit zu schließen, ist nicht unvernünftig. Oft wird sich das bewähren, nicht nur im Alltagsleben, sondern sogar auf Finanzmärkten – allerdings meist nicht in Krisen.

Mein Versuch, die Forschung zum Klimawandel ansatzweise zu verstehen, war nicht sehr erfolgreich, hat aber gezeigt, dass es offensichtlich auch in der Klimaforschung den normalen Streit und Dissens gibt. Buchtitel wie „The Great Global Warming Blunder“ von 2010 oder „The Rise and Fall of the Carbon Dioxide Theory of Climate Change“ von 2019 deuten nicht gerade Übereinstimmung mit den Auffassungen des Weltklimarats an. Manche Forscher schreiben der Sonnenaktivität oder ozeanischen Zyklen großen Einfluss auf das Klima zu, erklären damit auch die Unterbrechung des Erwärmungstrends am Anfang des 21. Jahrhunderts, betonen überhaupt die natürliche Klimavariabilität von der mittelalterlichen Warmzeit über die kleine Eiszeit bis hin zur Gegenwart, während die Modelle des Weltklimarats davon abstrahieren.

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„The science is settled“ gilt nur für diejenigen, die infantil oder wissenschaftsfremd genug sind, der Wissenschaft oder gar den Zusammenfassungen für Politiker und andere Laien das Merkmal der Gewissheit zuzuschreiben. Weil rund 60 Nobelpreisträger der Naturwissenschaften Zweifel an der dominanten Auffassung angemeldet haben – zugegeben, die Zahl halbiert sich ungefähr, wenn man die Mediziner abzieht, deren Arbeitsgebiet weit weg von der Klimaforschung ist –, sollte man den Zweiflern nicht einfach die Kompetenz absprechen. Auch die oft zitierte numerische Bewertung vom 97-Prozent-Konsens mit dem Weltklimarat ist gleich aus zwei Gründen fragwürdig. Erstens zählt man in der Wissenschaft nicht wie in der Demokratie die Stimmen. Zweitens komme ich auf der Basis einer differenzierten Beurteilung Vahrenholts nach Dichotomisierung (um Vergleichbarkeit mit den oft zitierten Zahlen herzustellen) auf das Verhältnis 70 zu 30.

Der falsche Eindruck, dass die wissenschaftliche Debatte beendet sei, ist im Wesentlichen der Verquickung von Klimaforschung und Politik zu verdanken, das heißt dem Mandat für das IPCC (Weltklimarat), die anthropogenen Ursachen des Klimawandels herauszuarbeiten, was in der Praxis auf die Vernachlässigung anderer Erklärungsansätze hinausläuft. Das wirft die Frage auf, ob eine enge Verbindung von Wissenschaft und Politik wünschenswert ist.

Darüber haben Wissenschaftstheoretiker und Historiker der Naturwissenschaft nachgedacht. Nach Thomas Kuhn verdankt die westliche Naturwissenschaft ihre Erfolge genau der Vermeidung dieser Verquickung von Wissenschaft und Politik. Nach seiner Auffassung sollten Wissenschaftler nie für die Machthaber oder das Volk arbeiten, sondern sich immer nur an ihre sachkundigen Kollegen und Konkurrenten beim Kampf um Erkenntnisfortschritt wenden.

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Jeder Ökonom, der schon mal von Rent-Seeking gehört hat, weiß, wie groß die Versuchung ist, Wettbewerber durch eine Zusammenarbeit mit der Politik, den Machthabern, auszustechen. Weil Wissenschaftler nicht nur an Erkenntnisfortschritt und Wahrheit, sondern auch an Ansehen und Geld, an Status, Mitarbeitern und teuren Geräten interessiert sind und sogar sein müssen, ist zu befürchten, dass die Dominanz von Forschungsrichtungen nicht nur aus der Qualität der Erkenntnisse oder Theorien, sondern auch aus der Nähe zur Politik resultieren kann.

Kuhns Befürchtung, dass die Nähe von Politik und Wissenschaft den Erkenntnisfortschritt eher behindert als befördert, hat eine gewisse Ähnlichkeit mit der ordnungspolitischen Überzeugung vieler Ökonomen, dass eine staatliche Industriepolitik eher auf eine Entschleunigung des Strukturwandels und der „kreativen Zerstörung“ Schumpeters als auf Innovation und die Verbesserung von Produkten und Dienstleistungen hinausläuft.

Wie gefährlich ein verfrühtes Eingehen der Politik auf Resultate der Klimaforschung sein kann, illustriert ein Beispiel aus dem Kalten Krieg. Damals bedauerten manche Klimaforscher, dass man die Amerikaner und die Sowjets nicht zum gemeinsamen Einsatz von Atomwaffen zum Abschmelzen des Polareises veranlassen könnte, um eine neue Eiszeit zu verhindern. Vermutlich ist der Weltklimarat heute recht froh darüber, dass man damals nicht auf diese Wissenschaftler hörte.

Um die Folgen dieser problematischen Verknüpfung von Klimaforschung und Politik zu mildern, könnte man sich an einem Vorbild aus der amerikanischen Sicherheitspolitik zur Zeit des Kalten Krieges orientieren: ein Team B gut ausstatten mit dem Mandat, alternative Erklärungen für den Klimawandel zu entwickeln, zu überprüfen und die Arbeit des Weltklimarats zu kritisieren. Denn Wissenschaft lebt von Kritik, nicht von Konsens.

Klimapolitik, Freiheit und Effizienz

Dass die Politik sich der dominanten Meinung der Klimaforschung anschließt, ist verständlich. Der Skeptiker Björn Lomborg macht das auch, hält es aber trotzdem für möglich, dass eine illusionäre Politik die Weltwirtschaft massiv schädigt und Milliarden Menschen zu unnötiger Armut verurteilt, ohne das Klima zu retten.
Die Politik sollte nie aus den Augen verlieren, dass freie Marktwirtschaft der Planwirtschaft überlegen ist. Staatseingriffe sollten deshalb minimal-invasiv sein. Ein Zertifikatehandel oder CO2-Steuern erfüllen dieses Kriterium. Die Praxis der deutschen Energie- und Klimapolitik hat das von Anfang an nicht getan.

Das Palmström-Prinzip oder:
Wenn wissenschaftliche Fakten nicht in den politischen Kram passen
Der deutsche Anteil an der Weltbevölkerung beträgt annähernd ein Prozent, an den CO2-Emissionen zwei Prozent, beide Werte mit fallender Tendenz. Sogar der Wert der EU liegt noch unter zehn Prozent der globalen Emissionen. Daraus will ich keine Rechtfertigung für das Nichtstun ableiten, sondern nur die Forderung nach Kosteneffizienz. Offensichtlich kann man die Welt nicht retten, wenn die anderen 90 Prozent munter weitermachen. Je kostengünstiger unsere Maßnahmen sind, desto größer wird die Hoffnung auf Imitation.

Überhöhte Kosten unserer Energie- und Klimapolitik, wie Deutschlands ungewöhnlich hohe Strompreise, schrecken potenzielle Nachahmer ab. Im „Wall Street Journal“ erntete die deutsche Politik schon mal das Prädikat „World’s Dumbest Energy Policy“. Die indirekten Wirkungen eines Abschreckungseffekts könnten sogar stärker werden als die direkten positiven Effekte bei der Emissionsminderung in Deutschland. Man sollte diese Möglichkeit zumindest bedenken.

Selbst wenn die dominante Richtung der Klimaforschung recht hat und die Europäer die Risiken des Klimawandels klarer erkennen als Amerikaner oder Asiaten, besteht immer noch die Gefahr, dass deutsche oder europäische Anstrengungen einfach nicht ausreichen, dass zu viele Länder zu lange in der Trittbrettfahrerrolle bleiben. Dann stellt sich die Frage, ob Länder mit einer weit vorangetriebenen und teuren Energiewende noch wenigstens genauso gut wie die Nachzügler der Energiewende mit dem Klimawandel fertig werden. Darüber sollte ebenfalls nachgedacht werden.

Rationalität und Ideologie

Jede rationale und nachhaltige Energiepolitik muss berücksichtigen, dass Wind- und Sonnenenergie nicht zuverlässig immer dann liefern, wenn sie gerade gebraucht werden. Ohne den deutschen Ausstieg aus der Kernenergie hätte sich eine drastische Emissionssenkung ohne Gefährdung der Netzstabilität leichter erreichen lassen. Franzosen oder Tschechen sehen das klarer als Deutsche.

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Als Beispiel für die Problematik von Einzelmaßnahmen kann die Elektromobilität und deren Subventionierung durch den Staat dienen. Das wirft die Frage auf, ob das wirklich die günstigste Variante von klimaneutraler Mobilität ist. Denn es gibt eine Debatte darüber, ob Elektromobilität überhaupt etwas für das Klima bringt, wenn man nicht nur die laufenden Emissionen bei der Mobilität, sondern auch die Herstellung der Fahrzeuge und der elektrischen Energie zumindest vorübergehend noch aus fossiler Energie berücksichtigt.

In Anbetracht der Zweifel an der Effektivität und Effizienz der deutschen Klimapolitik muss man die Frage aufwerfen, warum unser Staat beim Versuch der Senkung der CO2-Emissionen zwar munter Kosten produziert, aber seine Ziele für 2020 mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit trotzdem nicht oder eher zufällig wegen des Corona-Lockdowns erreicht.

In einer freien Marktwirtschaft ist es leichter, eine Einheit von Entscheidung und Haftung herzustellen und damit die Anreize zur Korrektur oder gar Vermeidung von Fehlern zu setzen, als in der Politik. Wenn die Klima- und Energiepolitik den Staat auf Kosten von Markt und Wettbewerb wachsen lässt, dann gefährdet das langfristig die wirtschaftliche Freiheit und den Wohlstand. Aber Wohlstand ist eine wesentliche Voraussetzung für die Demokratie beziehungsweise ihre Lebensfähigkeit. Vielleicht hat Björn Lomborg recht, wenn er gleichzeitig für die Anerkennung der Autorität des Weltklimarats in naturwissenschaftlichen Fragen und aus ökonomischen Gründen für die Hinnahme einer Erwärmung von 3,5 Grad Celsius plädiert. Vielleicht aber haben auch Vahrenholt und Lüning recht, die Klimasensitivitäten am unteren Rand der Bandbreite des Weltklimarats unterstellen und unter Verweis auf CO2-Senker (wie Ozeane und Pflanzen) und für die nächsten Jahrzehnte voraussichtlich kühlende Ozeanzyklen davon ausgehen, dass wir durchaus Zeit haben für eine bedachte und bezahlbare Umstellung auf eine emissionsärmere Weltwirtschaft. Dann wäre die nach Auffassung des „Wall Street Journal“ weltweit dümmste Energiepolitik nicht Reaktion auf Notwendigkeiten, sondern nur grüne Panik.

Wie dringlich auch immer der Klimawandel und die Notwendigkeit, etwas dagegen zu tun, sein mögen, Regierungen haben es immer gleichzeitig mit einer Vielzahl von Problemen zu tun. Seit dem Ende des Kalten Krieges hat das vorher dominierende Problem der Abschreckung und Kriegsverhütung zwar an Brisanz und öffentlicher Aufmerksamkeit verloren, das ändert aber nichts daran, dass zumindest die Verhütung von Krieg zwischen Nuklearmächten, der zu einem nuklearen Winter führen könnte, eine Überlebensfrage für die Menschheit bleibt.

Freihandel und Kriegsverhütung

Der Aufstieg Chinas zur Weltmacht hat die amerikanische Dominanz in der Welt infrage gestellt und damit langfristig das Risiko eines großen Krieges erhöht. Ein amerikanischer Politikwissenschaftler glaubt sogar, aus der Geschichte der letzten 500 Jahre ein Kriegsrisiko in der Nähe von 75 Prozent beim Ein- oder Überholen einer Führungsmacht durch eine andere Macht ableiten zu können.

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Es gibt eine Maßnahme, die im Interesse des Klimaschutzes unvermeidlich sein könnte, gleichzeitig aber das Risiko eines großen Krieges erhöht. Dabei denke ich an Einschränkungen des freien Handels zwischen Staaten. Der Import von Waren, die ohne Rücksicht auf das Klima im Ausland hergestellt worden sind, könnte begrenzt werden. Es gäbe also plötzlich klimapolitische Gründe für eine Beschränkung des Freihandels. Unglücklicherweise ist genau der Freihandel oder allgemeiner die wirtschaftliche Interdependenz zwischen den Staaten einer der wenigen bekannten pazifizierenden Umstände.

Glücklicherweise waren bisher die Handelsbeziehungen zwischen den USA und China außerordentlich eng, sehr viel enger, als sie zwischen den USA und der Sowjetunion jemals waren. Die durch die Pandemie ausgelöste Neigung, manche als lebenswichtig geltenden Industriezweige ins eigene Land zurückzuholen, hat die befriedenden Freihandelseffekte bereits vermindert. Durch klimapolitisch bedingte Handelsbeschränkungen sollte man das Kriegsrisiko nicht verstärken, selbst wenn die klimapolitische Begründung zwingend erscheint. Man darf nicht vergessen: Auch die destruktive Tätigkeit des Menschen könnte das Klima verändern.


Erich Weede ist diplomierter Psychologe – mit einer Arbeit zur Kriegsursachenforschung –, habilitierter Politikwissenschaftler und emeritierter Soziologe. Außerdem ist er Gründungsmitglied der Hayek-Gesellschaft und Hobbyökonom.

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Kommentare ( 39 )

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Traurigkeit
1 Monat her

Ich finde es immer wieder verblüffend wie es „die Wissenschaft“ es zu jeder Zeit geschafft hat bzw. immer noch schafft ihr Wissen als absolut zu verkaufen. „Die Wissenschaft“ sagt zwar das die Forscher und Wissenschaftler in der Vergangenheit Unrecht hatten, aber jetzt hat „die Wissenschaft“ den Durchbruch geschafft und weiß es ganz genau.
Beispiele dafür das „die Wissenschaft“ schon oft Unrecht hatte gibt es zur genüge: https://www.nutze-deinen-kopf.de/unfehlbare-wissenschaft/

LiKoDe
1 Monat her

Naturwissenschaftliche Erkenntnis ist stets unvollständig und vorläufig, bis wir es vollständiger und besser wissen als bisher. Regierungsvertreter oder Abgeordnete sollen den Bürgern mal einfach ganz genau erklären, auf welchen naturwissenschaftlichen Beobachtungen, Untersuchungen, Messungen und eigenen Versuchen sie ihre Schlussfolgerungen und Aussagen begründen. Denn Naturwissenschaftler können immer ganz genau sagen, von was sie ausgehen: auf bisherigem als gültig angesehenem Weltwissen begründete Vermutungen [educated guess], Hypothesen, eigene Beobachtungen, Untersuchungen, Messungen und eigene Versuche und daraus gebildete Thesen sowie darauf aufbauend weitere Beobachtungen, Untersuchungen, Messungen und eigene Versuch und erst daraus gebildete Theorien. Denn eine naturwissenschaftliche Theorie ist keine Hypothese. Setzt man diese… Mehr

Britsch
1 Monat her
Antworten an  LiKoDe

Wennman bei einer wissenschaftlichen Untersuchung darauf baut was andere herausgebracht haben bzw. als fakt präsentiert haben ist die ganze Untersuchung, die ergebnisse falsch, wenn die Die zu Anfang zu grunde gelegten „Ergebnisse als Fakt angenommen falsch waren. Ein vielleicht treffendes Beispiel: In einem Teil des Meeres ist ungewöhnlich viel CO² vorhanden. Forscher wollten da eine Unteruchung machen, wie das Sein kann, daß hier mehr Co² im wasser ist als anderstwo. Vorausgesetz wurde, daß diese gespeichert CO2 aus der Luft aufgenommen und gespeichert wird / wurde dafür gab es dann auch tatsächlich Geld. Die Forscher meinten es wäre Äußert Schwer Gelder… Mehr

H. Priess
1 Monat her

Das Thema Überbevölkerung oder Bevölkerungsexplosion wird oft als Ursache für den Klimawandel genannt. Das ist eine Seite der Medaille die andere ist die Entwicklung der Staaten/Völker hin zu Industriestaaten. Auf der Welt wird fast 4x soviel für das Gesundheitswesen ausgegeben als wie für Rüstung und Kriegsgüter. Der Zugang zu medizinischer Versorgung wird immer besser die Lebenserwartung steigt Weltweit. Das bedeutet auch der Ressourcenverbrauch pro Kopf steigt dementsprechend. Hans Rosling hat das in seinem Buch Factfullness basierend auf Weltweit erhobenen Zahlen heraus gearbeitet. Die armen Länder wollen alle am globalen Handel teilnehmen der Entwicklung und Wohlstand bedeutet aber eben mit den… Mehr

Britsch
1 Monat her
Antworten an  H. Priess

Das Problem ist ganz einfach gesagt, es giebt immer Mehr Menschen auf der Welt. In den letzten Jahren hat geradezu eine Explosion der Menschenzahl statt gefunden und alle wollen als Erstes mal Essen Leben Unterkunft Kleidung. Wenn es kalt ist angenehm warme Wohnungen / Räume zum Aufenthalt und Arbeiten. Mal ganz auser Acht gelassen ob das von den Menschen auf Unnatürliche Weiseeinen Einfluß auf Klimaveränderungen hat oder Nicht. Dabei sollt man vielleicht betrachten wieviel Wohnraum vor Jahren pro Person bei uns Beansprucht wurde und wie viel mehr heute. Wie Viel Wärme wurde früher erzeugt (z.B. Schwarzwaldhaus, Unter den Wohn und… Mehr

fatherted
1 Monat her

Auf der Suche nach wissenschaftlichen Fakten bin auch ich über Monate kläglich gescheitert. Auch wenn ich mir die Sendungen von Lesch, Yogeshwar und Co. immer wieder anschaue….da werden nur Behauptungen gemacht….keine Beweise geliefert. Immer wieder der Verweis auf die Temperaturstatistik in Corelation mit dem CO2 Anteil (der ja WINZIG ist)…ja da ist was zu erkennen…nur ist das der Grund? Nebenbei werden dann…..mit einem Halbsatz erwähnt….das auch erhöhte Wolkenbildung zur Erderwärmung beitragen kann….eine Statistik darüber….gibt es nicht (obwohl ja durchaus möglich mit Satellitenbildern). Auf Molekularer Ebene sollen C02 Moleküle Wärme reflektieren….was nach irgendeinem Satz der Physik (ich bin da wirklich Laie)… Mehr

FranzJosef
1 Monat her

Herzlichen Dank für diesen ganz exzellenten Artikel. Liest man nur bei TE oder Achse. So ein fundierter Artikel gehörte vor Jahren in den Wissenschaftsteil der FAZ, aber die drucken das natürlich heute nicht mehr. Dafür jeden Tag Artikel des Klimahysterikers Müller-Jung („May Day“).

Stefferl
1 Monat her

Man sollte auch im Hinterkopf behalten, dass Merkel an der Akademie der Wissenschaften der DDR in Potsdam gearbeitet hatte. Das war eine Kaderschmiede der SED, in der die wissenschaftliche Forschung eine politische Funktion hatte. Vielleicht erklärt das die Klimapolitik Merkels zum Teil.

Sonny
1 Monat her

Es ist meiner bescheidenen Meinung nach ziemlich naiv zu glauben, dass die Politik bzw. die Interessen von globalen Geschäftemachern oder moralinsauren Religionshütern keinen Einfluss auf Wissenschaftler ausüben. So, wie in Kriegen die Geschichte von den Siegern geschrieben wird, so werden wissenschaftliche Ergebnisse der jeweiligen Zeit davon beeinflusst, wem sie insbesondere „finanziell oder machtbezogen“ nützen. Hinzu kommt die Diffamierung oder „Kaltstellung“ von konträren Ergebnissen. Da von Wahrheit zu reden, ist mir ein zu großes Fass. Auch heute halten wir uns für fortschrittlich und die klügsten der Zeitgeschichte. Das war aber zu keiner Zeit anders. Fortschritt findet vor allem da statt, wo… Mehr

Biskaborn
1 Monat her

Sehr guter Artikel! Nur geht es der Politik nicht um wissenschaftliche Erkenntnisse sondern um die Umsetzung eines neuen Gesellschaftsmodells, große Transformation nennt es Frau Merkel. Dafür kauft die Politik genehme Wissenschaftler die dann einfach nur noch daher beten was Politiker verlangen. Dafür werden sie fürstlich entlohnt. Die Wenigen noch anständigen, echten Wissenschaftler werden genauso mundtot gemacht wie die hiesige Opposition. So funktioniert die linke Weltsicht und das erfolgreich wie wir merken. Dazu noch ein dummes Volk und schon läuft es wie gewünscht.

D. Ilbert
1 Monat her

Geht es wirklich um Wissenschaft, um das Aufspüren der tatsächlichen Ursachen des „Klimawandels“, oder hat sich „die Wissenschaft“ den tatsächlichen oder vermeintlichen Erfordernissen untergeordnet? M.E. hat sie sich den Erfordernissen untergeordnet. Wegweisend hierfür war die Veröffentlichung des Werkes „die Grenzen des Wachstums“ des „Club of Rome“ aus dem Jahr 1972. Bei aller Skepsis hinsichtlich der gemachten Prognosen, die sich durchweg im Laufe der Jahre nicht nur als fehlerhaft sondern regelrecht als falsch erwiesen, bleibt eine Grundaussage, die nicht anfechtbar erscheint: „Die Ressourcen dieses Planeten sind endlich!“ Sowohl von der Ausbeutung als auch von der Vermüllung her gesehen. Dem liesse sich… Mehr

GeWe
1 Monat her
Antworten an  D. Ilbert

Einige interessante Gedanken zu den Hintergründen der Transformationspolitik gegen den Westen.
Sie berücksichtigen aber nicht, dass die Bestrebungen zur Eindämmung des Welt-Bevölkerungswachstums durch den UN-Migrationspakt konterkariert werden.
Dieser zielt ja darauf ab, den reichen Westen durch Immigration des überschüssigen Bevölkerungsteils der armen Länder auszuplündern, was geradezu einen Sogeffekt mit noch größerem Bevölkerungswachstum in den Heimatländern erzeugen wird.

D. Ilbert
1 Monat her
Antworten an  GeWe

Pardon, möglicherweise drückte ich mich undeutlich aus. Mein Gedanke geht dahin, daß man sich dazu entschied, den verständigen Westen mit seinem großen ökologischen Fußabdruck darben und die edlen Wilden mit ihren kleinen ökologischen Füßlein sich weiter vermehren zu lassen. Wir sind ja gerecht und stehen für die Schuld unserer Ururgroßeltern, deren Eltern und Großeltern gerne ein. Also Sie und ich sind das den edlen doch Wilden schuldig. Oder? Alldieweil unsere Elite die Parlamentssitzungen im Stacheldraht umzäunten Wasserschloß „für das deutsche Volk“ abhält. Man kann ja nie wissen. Wenn wir schon Kalkutta ins Land holen, sollen doch wenigsten auch unsere Parlamentarier… Mehr

Walter Vogel
1 Monat her
Antworten an  D. Ilbert

Wenn Ihre These: „Die Ressourcen dieses Planeten sind endlich!“ zutreffen soll, dann müsste es sich beim Planeten Erde, um ein, im Sinne des Zweiten Hauptsatzes der Thermodynamik, adiabatisches System handeln, also frei vom Energieaustausch mit der Umgebung. Die Erde ist aber kein adiabatisches System, weil unser Zentralgestirn eine Strahlungleistung von 1325 W/m² zur Erde liefert. Ein hübsches Experiment fürs Wohnzimmer um nachzuweisen, dass die Ressourcen zirkulieren und sich eben nicht erschöpfen: Ein selbst angelegter oder käuflich erworbener sogenannter Ewiger Garten. Dessen Funktionsweise ist ebenso wie die des Ökosystems der Erde die eines LZI, eines Linearen Zeitinvarianten Systems, mit allem Zubehör… Mehr

Last edited 1 Monat her by Walter Vogel
AlexR
1 Monat her

Die grüne „Wissenschaft“: sektengleiche Religion. Und das wird anhaltend vorgebetet. Der Staatsfunk ist längst unterwandert und kritiklos. Die von Trittin ins Leben gesetzten NGO sorgen für „Recht und Anstand“.
1933 grüßt.