Ein 85 Meter langes und 30 Tonnen schweres Rotorblatt eines Windrades stürzt während des Transportes neben Wohnhäusern auf die Straße. Ein Mitarbeiter des Transportunternehmens konnte gerade noch wegspringen, er wäre fast getroffen worden. Anwohner hatten vor solchen Risiken gewarnt.
Thomas Mock
Ein riesiges Rotorblatt ist am Donnerstag bei einem Spezialtransport auf der L 131 bei Sirnitz/Dreispitz in Südbaden abgestürzt, neben Wohnhäusern auf der Straße zerschellt und hat erheblichen Schaden angerichtet. Ein Mitarbeiter des belgischen Schwertransportunternehmens P. Adams entging nur knapp dem Tod. Er stand auf dem Tieflader direkt unter dem Blatt, das schräg nach oben aufgerichtet war.
„Nie unter schwebenden Lasten aufhalten“ gilt nicht umsonst als eiserne Regel. Der Mitarbeiter missachtet sie. Ein Kollege ruft ihm wohl noch zu: „Komm da runter!“ Er klettert vom Gefährt – gerade rechtzeitig. Kaum hat er den Boden erreicht, klappt die fast 30 Tonnen schwere Ladung nach unten, zertrümmert die Zugmaschine und einen kräftigen Traktor, der vor den Lkw gespannt war und mitziehen sollte. Auch der ist platt.
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Der Mitarbeiter wäre erschlagen worden. Erstarrt versucht er zu begreifen, welchem Schicksal er entgangen ist. Ein anderer muss sich zunächst an den Straßenrand setzen und verdauen, was geschehen ist. Unwirkliche Szenen beim Aufbau der ach so friedlichen Windenergie. Beinahe hätten sie einen Menschen das Leben gekostet und ein Haus am Straßenrand zertrümmert.
Nach Augenzeugenberichten, die TE vorliegen, sollten die rund 85 Meter langen Rotorblätter mit Spezialfahrzeugen einzeln über die sehr engen, kurvenreichen Schwarzwaldstraßen transportiert werden. Dazu werden sie fest an einer hydraulisch betätigten Hebevorrichtung montiert und fast senkrecht aufgerichtet, weil sie sonst nicht um die Kurven kämen.

Copyright: Thomas Mock
Kaum ein Schwertransport dürfte wackeliger und gefährlicher sein. Aber für die Energiewende müssen Opfer gebracht werden, scheint sich der Energieversorger Badenova zu denken. Er will die idyllischen Höhenzüge des Schwarzwaldes für die Windindustrie opfern – im Namen der Rettung der Welt natürlich. Das Freiburger Unternehmen schert sich nicht um die Landschaft seiner Heimat, sondern träumt von erneuerbaren Energien, die „das Fundament für eine ökologische Energie- und Wärmezukunft“ bilden sollen. „Badenova setzt sich in der Region für eine konsequente Energie- und Wärmewende ein“ – koste es, was es wolle.
In den Kurven müssen die Rotorblätter teilweise über benachbarte Häuser oder unmittelbar an ihnen vorbeigeschwenkt werden. Genau dagegen hatten Anwohner bereits vor Beginn der Transporte erhebliche Sicherheitsbedenken vorgebracht. Zum Zeitpunkt des Unfalls befand sich das Blatt glücklicherweise nicht über einem Gebäude, sondern stürzte knapp neben dem Wohnhaus einer Augenzeugin ab. Sie erlebte den Unfall unmittelbar mit, erlitt ein Schocktrauma und wollte nur noch in Sicherheit.

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Die mit den Streckenverhältnissen vertrauten Anwohner hatten den Projektierer Badenova und das beteiligte Unternehmen Das Grüne Emissionshaus seit Monaten auf mögliche Schäden und Risiken hingewiesen. Den beteiligten Unternehmen war es gleichgültig. Der abenteuerliche Riesentransport kroch, von einem Traktor gezogen und von einem Lkw von hinten geschoben, die steilen Straßen hinauf. Bilder auf der Internetseite des Transportunternehmens vermitteln einen Eindruck von solchen waghalsigen Aktionen.
Das Spezialtransportfahrzeug soll brandneu gewesen sein. Die Hydraulik beziehungsweise die Aufrichtmechanik des sogenannten Bladelifters soll versagt haben; Teile der Konstruktion sollen auseinandergebrochen sein. Das nahezu senkrecht stehende Rotorblatt zerbarst beim Aufprall in zahlreiche große und Tausende kleinere Teile.
Das Blatt ist knapp 86 Meter lang und wiegt rund 27 Tonnen. Samt Transportvorrichtung brachte die Ladung knapp 30 Tonnen auf die Waage – hinzu kam das Eigengewicht der Speditionsfahrzeuge. Die fein verteilten Splitter des aus faserverstärkten Kunststoffen gefertigten und mit zahlreichen Spezialbeschichtungen versehenen Blattes verursachten eine erhebliche Umweltverschmutzung.

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Verletzt wurde niemand. Aus der beschädigten Transporttechnik floss zudem Hydrauliköl auf die Straße. Das Spezialfahrzeug wurde so stark zertrümmert, dass es nicht mehr einsatzfähig ist. Offen ist damit, wie die Trümmer weggeräumt werden sollen. Nur Schwerlastkräne können das Rotorblatt anheben. Sie müssen jedoch zunächst durch die engen Talstraßen zum Unfallort gelangen.
Nach Angaben aus dem Umfeld des Projekts handelte es sich erst um den dritten von 14 vorgesehenen Einzeltransporten. Die Rotorblätter waren für die Anlagen des rund 50 Millionen Euro teuren Windparks Sirnitz östlich von Müllheim bei Badenweiler bestimmt. Dort sollen auf 1.100 Metern Höhe Windräder errichtet werden. Nach dem Unglück ist das Projekt zumindest vorerst logistisch ausgebremst.
Grüne Narrenhände verunstalten zurzeit die letzten Höhenzüge des Schwarzwaldes mit Windrädern. Für die gigantischen Schwerlasttransporte baut und befestigt die Windindustrie autobahnbreite Zufahrtsstraßen; hinzu kommen riesige Bauplätze. So zerstört sie auch die letzten idyllischen Waldgebiete des Schwarzwaldes.
Und die Transporte sind lebensgefährlich. Der Mitarbeiter, der gerade noch rechtzeitig vom Tieflader kletterte und damit dem Tod von der Schippe sprang, kann sicherlich ein Lied davon singen.
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Windparkanlage Badenweiler-Sirnitz von oben – Das ganze Ausmaß des Kahlschlags und der Betonierungen:
https://youtu.be/2SnaNdN7Flw
Weiteres Live-Video vom Unfall des Windradtransporters in Badenweiler-Sirnitz auf YouTube (mit besserem Ton):
https://www.youtube.com/watch?v=Y2ZGWJYKtP4
Echt jetzt? Da ist ein Sack Energie-Reis umgefallen und TE widmet dem einen Artikel? Ach, ich vergaß. War ein regenerativer Energie-Reissack. Na dann.
Dass die KI auf die Schnelle alleine für 2025 und 2026 sechs schwerste Tanklastwagen-Unfälle auflistet, bei denen insgesamt knapp 30.000 Liter Heizöl im Erdreich versickerte und eines der Unfälle in einem Inferno mit mehreren Toten endete – Schwamm drüber.
Sie haben natürlich Recht: Heizöl wird nicht mehr gebraucht, wir haben ja jetzt Windkraft- und Photovoltaik-Anlagen – und natürlich die Wärmepumpen. Warum also das Zeug dann noch sinnlos in der Gegend herumfahren?
{Ironie aus.}
Das Sprichwort mit dem Hobeln und fallenden Spänen kennen Sie?
Was sagt dennn die KI dazu? Besser nicht berichten?
Schwarzwald-TV hat ausführlich über den Windpark in Badenweiler-Sirnitz und den Unfall des Windradtransporters berichtet. Hier das Video:
https://tinyurl.com/yc569j29
D wird nicht nur wirtschaftlich zerstört, sondern auch als Urlaubsland. Vor jedem Urlaub schaue ich erstmal, wo die Windräder stehen. Und sollte ich mal Baugrund suchen, wäre ein solcher Park für mich ein Grund, vom Kauf Abstand zu nehmen. Was mich interessieren würde: Hat sich das Unternehmen eigenlich gegen Schäden versichert, die beim Transport entstehen können? Wer würde denn den Schaden an einem Haus bezahlen? Was ist mit Menschenleben? Sicher, das kann man nicht in Geld bemessen. Aber was ist, wenn eine Familie den Ernährer verliert? Wissen die Anwohner, ob und in welcher Höhe Schäden versichert sind? Haben sie ein… Mehr
Sie haben das Problem für künftige Wohnsituationen richtig eingeordnet. Ich gebe aber zu bedenken, dass künftig Wohnviertel, Gemeinden, Dörfer usw., die von den Wunderwerken unserer Zivilisation unbeleckt sind, immer seltener werden. Entsprechend steil nach oben werden sich die Preise für Grundstücke und Immobilien in diesen Regionen nach oben bewegen. Der Rest ist für die ärmeren Anteile der Bevölkerung vorgesehen, die dann dort ihr Leben bis zum Tod durch Vergiftung etc. fristen dürfen. Und raten sie mal, wer dann das Kapital für die teuren Landstriche aufbringen kann. Genau richtig geraten: All diejenigen, die ihr Vermögen (das sind u.a. auch die fürsorglichen… Mehr
Bei der Genehmigung solcher Transporte konnte dies nur auf Grund unrealistischer Berechnungen erfolgt sein. oder grob fahrlässig nach Ideologie. Die Menschen müssen Dafür Opfer bringen? Ihr zerstörtes Eigentum und eventuell ihr Leben? Die Natur spielt ja schon lange keine Rolle mehr. Vor Allem Anderen kommt die Idiotie halt falsch Ideologie Einiger selbst ernannter „Experten“ und eingebildeeter „Weltretter“. Der Weltuntergang die komplette Zerstörung wird doch zu schaffen sein? Im Augenblick wird ja jede negative Veränderung z.B. durch Windräder dem CO“ zugeschrieben und gesagt man braucghe noch mehr Windräder.
Hierrdurch wird der Negative Einfuß dann noch weiter verstärkt
Es hat schon ein arges Geschmäckle, dass das Video inzwischen gesperrt wurde. Welchen Grund sollte wohl der Ersteller bzw. Uploader des Videos haben, dieses zu sperren, außer vielleicht nach freundlicher, aber nachdrücklicher externer Aufforderung? Ist dazu schon etwas Näheres bekannt?
Wen wohl die etwas entsetzte, filmende Anwohnerin in dem scheinbar recht privilegierten Bereich um Lörrach (BaWü!), wo der Transport stattfand, gewählt hat? Tja, wie heißt es in dem Artikel? Opfer müssen gebracht werden…
“ […]in dem scheinbar recht privilegierten Bereich um Lörrach (BaWü!), wo der Transport stattfand,[…]“
In welcher Art privilegiert?
Na dann mal los mit den Aufräumungsarbeiten. Bei mir würde dies nur mit Absaugung der schädlichen Staubpartikel beim Zersägen und Zerschneiden gehen. Koste es was es wolle. Kein einziges dieser extrem gesundheitsschädlichen Teilchen dürfte nur irgendwo mehr herumliegen. Selbst wenn mehrere Hundertschaften diese suchen und einsammeln müssten.
Kein einziger Transporter würde mehr an meiner Haustür vorbei fahren, kriechen oder sonst wie vorbei kommen.
Außerdem müssten sie dieses Straßenstück wegen des Aufpralls vom Rotorblatt auskoffern und vollkommen erneuern (wegen der enormen punktuellen Aufschlagbelastung).
Von den anderen Entschädigungsleistungen ganz zu Schweigen.
Hier würde vermutlich kein einziges Windrad mehr gebaut werden.
Meinen Sie die betroffenebn Anwohner , zumindest die alt eingesessenen mit Ihren eigenen und jahrhunderte langen realen Erfahrungen von Natur und Naturgesetzen haben nicht alles versucht den Irrsinn zu verhindern? Versuchen sie mal gegen die Irrsinnigen anzukommen. Haben Sie erfgahrung in BW?
Auch in dieser Schwarzwaldregion ist es so, daß viele zuziehen. Alte Schwarzwaldhöfe sind gefragt ( natürlich nicht für Land oder Forstwirtschaft) von Leuten die ganz andere Vorstellungen haben als Diejenigen die seit Generationen dort leben mit ihrer Erfahrung und Bezug zur Natur
Unfälle passieren. Aber ist es notwendig, dass diese Monster mitten in der Natur aufgestellt werden? Nein, ist es nicht! Wie hier schon mehrfach von anderen Lesern kommentiert, ist es ein Geschäft für eine Lobby, die alle Insititutionen unterwandert hat, bei denen man sich gegen diesen Unsinn wehren kann. Haben die Dinger wenigstens einen Nutzen für die Allgemeinheit? Nein, haben sie nicht! Bis heute werden keine hochauflösenden Daten (15-Minutentakt) für einzelene Windanlagen bei uns im Süden zur Verfügung gestellt. Das sind Betriebsgeheimnisse, so die Aussage. Ich habe selbst eine E-Mail mit diesem Inhalt von entsprechender öffentlicher Stelle erhalten. Die Monatsdaten seien… Mehr