In Memmingen wurde ein 12-Jähriger von Mitschülern über Wochen gequält. Auf einer Klassenfahrt wurde er ausgepeitscht und sexuell genötigt. Das ist kein Einzelfall. Die Zahlen zu Gewaltverbrechen an bayerischen Schulen ist erschreckend. Die Täterverdächtigen sind überproportional Ausländer. Syrer und Afghanen belegen dabei neben Ukrainern die oberen Plätze.
picture alliance / imageBROKER | Siegfried Kuttig
An der Bismarckschule, einer Mittelschule, im bayerischen Memmingen gab es zuletzt erschreckende Gewalttaten, die belegen, dass die Integration von jungen Leuten aus Syrien, Afghanistan usw. oft nicht gelingen kann, weil deren archaische Prägungen offenbar irreversibel sind. Auch wenn das Leitmotiv dieser Schule lautet: „Wir sind Vielfalt“,
Konkretes Beispiel: Ein Schüler (12), offenbar selbst mit Migrationshintergrund, wurde über Wochen hinweg von zwei Mitschülern (beide 13) gequält, bei einem Skilager im Kleinwalsertal (Österreich) gravierend verletzt. Das Opfer leugnete lange Zeit gegenüber seiner Mutter, was geschehen war. Es erklärte Blutergüsse mit Stürzen beim Skifahren. Erst am 24. April erfuhr seine Mutter bei einem Gespräch mit Schulleiterin Tina Acham: Ihr Sohn soll beim Skilager in einem Schlafraum wiederholt mit einem Gürtel grün und blau geschlagen worden sein. Zudem soll er sexuell genötigt worden sein. Von dem Missbrauch wurden laut einem Zeugen Fotos und Videos angefertigt und bei TikTok hochgeladen.
Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um einen afghanischen und einen syrischen Schüler (beide je 13). Gegen sie wird wegen Nötigung, Körperverletzung und der Verletzung des Intimbereiches durch Bildaufnahmen ermittelt, so die Auskunft der Polizei. Im Endeffekt folgenlos, denn die beiden sind wegen ihres Alters noch nicht schuldfähig. Der afghanische Haupttäter soll bereits ein Geständnis abgelegt haben, der Syrer gilt als Mitläufer. Nach BILD-Informationen wurde der Haupttäter inzwischen von der Schule geworfen. Am 18. Juni berichtete auch die örtliche Zeitung, die „Allgäuer Zeitung“, darüber.
Einzelfall?
Die Gewalttaten von Memmingen sind beileibe kein Einzelfall. Das bayerische Landeskriminalamt (LKA) hat für das Jahr 2025 fast neuntausend Straftaten an Bayerns Schulen registriert. 8.989 waren es konkret, wie eine Anfrage der AfD-Landtagsfraktion ergab. Pro Schultag sind das fast 50. Insgesamt waren es zwar 1.060 Fälle weniger als 2024. Beim LKA hat man dafür aber keine Erklärung. Womöglich handelt es sich um einen statistischen Ausreißer.
Unter den 8.989 Straftaten waren 2.746 Fälle von Körperverletzungen, 710 Fälle von Gewaltkriminalität, 354 Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und 2 Fälle von Straftaten gegen das Leben. Insgesamt steht an der Spitze die „einfache Körperverletzung“, gefolgt von Diebstahl und Straßenkriminalität. Mit letzterer sind Straftaten gemeint, die auf Straßen und Plätzen im Umfeld der Schulen verübt werden. München, Nürnberg und Augsburg sind als die größten bayerischen Städte die Hotspots.
2.679 von 8.989 Delikten – also fast 30 Prozent – wurden von unter 14-Jährigen begangen, die noch strafunmündig sind und gerichtlich nicht belangt werden können. 2.656 Tatverdächtige waren zwischen 14 und 18 Jahren, 319 zwischen 18 und 21 Jahren und 785 älter als 21 Jahre. Hier sollte sich erneut die Frage stellen, ob nicht auch wie in Ländern wie Schweden die Strafmündigkeit heruntergesetzt wird.
Mehr als ein Drittel aller Tatverdächtigen hat keinen deutschen Pass. Das heißt: Nicht mitgerechnet sind Doppel-Passler. Von den 6.439 Tatverdächtigen hatten 4.158 Tatverdächtige die deutsche Staatsangehörigkeit; das entspricht einem Anteil von 64,6 Prozent an allen Tatverdächtigen. 35,4 Prozent der Tatverdächtigen hatten eine ausländische Staatsangehörigkeit. Angeführt wird die Liste der ausländischen Tatverdächtigen von Syrern (426), gefolgt von Ukrainern (228), Afghanen (194), Rumänen (159) und Irakern (143 ). Bei Messerangriffen lag der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen noch höher: Hier waren 22 deutsche Staatsangehörige und 35 nichtdeutsche Staatsangehörige.
Im Deliktbereich „Messerangriff“ gab es 56 Straftaten von 51 Tatverdächtigen. Darunter waren 26 Tatverdächtige jünger als 14 Jahre und damit strafunmündig, 23 Tatverdächtige waren zwischen 14 und 18 Jahren, einer zwischen 18 und 21 Jahren, ein weiterer war älter als 21 Jahre.
787 Tatverdächtigen wurde 2025 mehr als eine Straftat und 74 Tatverdächtigen mehr als drei Straftaten zugeordnet.
Bei den ermittelten Opfern (wobei diese nur bei strafbaren Handlungen gegen höchstpersönliche Rechtsgüter wie Leben, körperliche Unversehrtheit, Freiheit, Ehre und der sexuellen Selbstbestimmung erfasst werden) wurden in 2.109 Fällen Schüler als Opfer und bei 250 Fällen Lehrer als Opfer erfasst. Bei den Opfern von Messerangriffen waren es 49 deutsche und 25 nichtdeutsche Opfer.
Fazit
Islam-Experte Ahmad Mansour (49) hat Recht, wenn er davor warnt, bei der Forschung nach Ursachen solcher Gewalttaten die Migration zu verschweigen. „Wir haben ein Problem mit Menschen, die neu in unser Land gekommen sind und patriarchalische Strukturen mitbringen“, sagte er bei WELT TV.
Gibt es überhaupt etwas Positives in der bayerischen Polizeistatistik zu finden? Nein! Massiv zurückgegangen ist zwar die Zahl der Rauschgiftdelikte an Schulen – von 234 auf 116. Das liegt aber vor allem an der Teillegalisierung von Cannabis für über 18-Jährige.
Insgesamt hat Bayern keinen Grund, sich in Sicherheit zu wiegen. Der Freistaat mag in puncto innerer Sicherheit zu den vergleichsweise sichersten Ländern in Deutschland gehören. Da kann man nur erahnen, wie entsprechende schulische Statistiken etwa in den Stadtstaaten oder in Nordrhein-Westfalen ausfallen. Aber das ist für die Bayern kein Grund, sich auf die Schultern zu klopfen.



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