Der Flughafen bei Schkeuditz gehört zu den bedeutendsten Frachtumschlagplätzen Europas. Ein erfolgreicher Anschlag auf die dort stationierten ukrainischen Antonow-Frachtmaschinen wäre ein empfindlicher Schlag gegen das SALIS-Programm der NATO.
IMAGO / Jochen Eckel
Der Leipziger Flughafen scheint nur knapp einer Explosion entgangen zu sein. Kurz vor Mitternacht wurde eine Drohne mit einem Sprengstoffpaket gefunden, berichtete zuerst exklusiv die Bild. Sicherheitsbehörden hätten dies als sprengfähiges Material eingestuft. Der Zünder sei allerdings defekt gewesen, sodass der Sprengstoff nicht explodierte. Die Sicherheitsbehörden nehmen den Vorfall sehr ernst.
Nach bisherigen Erkenntnissen lag das Fluggerät auf dem Vorfeld in unmittelbarer Nähe von vier ukrainischen Antonow-Frachtmaschinen. An der Drohne befand sich ein Paket mit Sprengstoff und einem Zünder. Entschärfer der Bundespolizei untersuchten den Gegenstand mit einem ferngesteuerten Roboter und entfernten den Zünder. Wer die Drohne steuerte, wie sie auf das Gelände gelangte und ob tatsächlich die Antonow das Anschlagsziel war, ist bislang nicht geklärt.
Der Flugbetrieb wurde vorübergehend vollständig eingestellt. Mehrere Maschinen mussten ausweichen. Eine Frachtmaschine, die wegen der Sperrung durchstartete, kollidierte nach Angaben von Bild rund sechs Kilometer vom Flughafen entfernt in etwa 400 Metern Höhe mit einem unbekannten Objekt. Sie wies leichte Schäden am vorderen Bereich auf, konnte aber nach Hannover weiterfliegen. Ob zwischen beiden Vorgängen ein Zusammenhang besteht, klären Ermittler.
Die Polizei behandelt den Fall als mögliches Staatsschutzdelikt und schließt Sabotage nicht aus. Der Flughafen bei Schkeuditz ist zwar im Passagierverkehr vergleichsweise klein. Allerdings verbindet er den weltweiten Paketverkehr von DHL mit ziviler Schwerlastlogistik und strategischen Transportkapazitäten der NATO. Rund 1,4 Millionen Tonnen Luftfracht wurden 2024 umgeschlagen. Damit lag Leipzig/Halle hinter Frankfurt auf Rang zwei in Deutschland und gehörte zu den vier größten Frachtflughäfen Europas. Seit 2007 hat sich das Frachtaufkommen mehr als verzehnfacht. Der entscheidende Standortvorteil ist die Genehmigung für einen durchgehenden Frachtflugbetrieb rund um die Uhr.
Über das Drehkreuz laufen Ersatzteile für Industrieanlagen, Medikamente, medizinische Proben, elektronische Komponenten und zeitkritische Produktionsgüter.
Der Leipziger Flughafen ist vor allem so etwas wie die zweite Heimat der ukrainischen Antonow-Flotte. Nach dem russischen Angriff auf die Ukraine und der Zerstörung des Heimatflughafens Hostomel bei Kiew verlagerte die ukrainische Antonov Airlines ihren Flugbetrieb mit den Großfrachtern nach Leipzig.
Fünf An-124 befanden sich zum Zeitpunkt des Angriffs außerhalb der Ukraine und entgingen dadurch der Zerstörung. Sie erhielten in Leipzig eine neue operative Basis. Sie können schwere Turbinen, Lokomotiven, Hubschrauber, Kraftwerkskomponenten, Satelliten und auch militärisches Großgerät transportieren.
So ist Leipzig/Halle zugleich die Operationsbasis des NATO-Programms SALIS – Strategic Airlift International Solution. Neun NATO-Staaten, darunter Deutschland, Polen, Frankreich, Norwegen und Tschechien, sichern sich darüber den Zugriff auf ukrainische An-124.
Das Programm wird nach Angaben des Bündnisses beinahe täglich für nationale, europäische und NATO-Missionen genutzt. Antonows transportierten Material nach Afghanistan, lieferten nach Katastrophen Hilfsgüter und brachten während der Corona-Zeit große Mengen medizinischer Ausrüstung nach Europa. Gegenwärtig unterstützt SALIS auch die Versorgung der NATO-Verbände an der Ostflanke.
Damit ist Leipzig/Halle faktisch eine zivile Logistikdrehscheibe mit militärischer Schlüsselrolle. Eine beschädigte Antonow-Maschine ließe sich kurzfristig kaum ersetzen. Westliche Transportflugzeuge wie die Boeing C-17 sind leistungsfähig, erreichen aber weder die Frachtraumdimensionen noch die maximale Nutzlast der An-124. Für besonders große Güter gibt es weltweit nur wenige verfügbare Maschinen.
Dies ist nicht der erste Sabotageverdacht. Im Juli 2024 geriet im DHL-Zentrum in Leipzig ein Paket mit einem Brandsatz in Flammen. Nur eine Verzögerung verhinderte offenbar, dass es vor der Zündung in ein Frachtflugzeug verladen wurde.
Ähnliche Brandsätze wurden in Großbritannien und Polen entdeckt. Europäische Ermittler gehen inzwischen von einer länderübergreifenden Sabotageoperation aus, hinter der der russische Militärgeheimdienst stehen soll. Die Bundesanwaltschaft ermittelte damals zunächst wegen versuchter schwerer Brandstiftung; DHL verschärfte seine Sicherheitsmaßnahmen.


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Ah, kaputter Zünder. Nun, dann sollte die Drohne vielleicht nur zeigen, was möglich ist. Und für mich ist es völlig egal, wer dahinter steckt. Denn Was möglich ist, gilt ja nicht für Angriffe durch eine Gruppe.
Luxemburg hat gezeigt, was in der digitalen Welt möglich ist. Denn der Einbruch zeigt ja nicht nur in Bezug auf eine „Datenbank“, was möglich ist.
Die EU steht blank da.
„Göbbels hatte seinerzeit mit der Presse mehr Probleme, als die Nato mit der Presse heute“. (Willy Wimmer, ehemaliger CDU-Staatssekretär im BMVG).
Werden die Medien benutzt? Ist es eine False-Flag-Operation von Nato, CIA, Pentagon? Werden „Gründe“ für einen Angriff des Westens auf Russland geschaffen? Die „Terminierung“ im Sommerloch garantiert größte mediale Aufmerksamkeit.
Und wenn es Russland war, dann können sich unsere Kriegstreiber bei Putin bedanken, dass nicht der ganze Leipziger Militär-Flughafen durch eine ballistische russische Rakete zerstört worden ist.
Diese Aktion muss für Putin Konsequenzen haben. Wie hat Merz erst kürzlich gesagt: „Er habe keine Angst vor einem Krieg gegen Russland!“. Da braucht uns ja nicht bange zu werden.
Deutschlandfunk, Mittagsnachrichten:
Der „Experte“ Nico Lange, langzeitiger Mitarbeiter von AKK (Min. f. Verteid. selig), hält die Urheberschaft für eindeutig: „passt exakt in das Muster russischer hybrider Kriegsführung, das wir bei uns seit Jahren erleben“ (Ach?! wann, und wo?). Gefragt, welche Akteure noch denkbar wären: „Keine“. Gut, dass wir solche „Experten“ haben!
Das passt exakt in das Nordstream-Muster !
Weshalb man sich auch nicht wundern muss, dass zu diesem Ereignis jegliche inhaltliche wie verfahrenstechnische Verbindung peinlichst vermieden wird.
Wieso hybrid? Wenn es Russland war, dann ist das richtiger Krieg, lieber Nico. Der erste Warnschuss auf Deutschland!
Warum kommt mir beim Lesen des Artikels ausgerechnet Nordstream 2 in den Sinn?!
Profiteur von diesem vermeintlichen Anschlag in Leipzig ist doch nur Selensky, der damit die antirussische Stimmung in Deutschland befeuert und die Kanäle für die Milliardenströme auch künftig offenhält!
Das die Ukraine auch Deutschland und Westeuropa verteidigt, ist pure Propaganda und Desinformation!
sh. auch hier :
https://www.tichyseinblick.de/daili-es-sentials/bombendrohne-am-leipziger-flughafen/#comment-3531378
Die edle Bild von heute spricht von 5 Punkten des Herrn Dobrindt, wo man sich Sorgen machen sollte und unabhängig von der Drohne scheint Dobrindt selbst die größte Sorge zu sein, denn wer nicht in der Lage ist, solche Erscheinungen fern zu halten, den könnte man als großes Sorgenkind bezeichnen, was bei uns immer mehr um sich greift, wenn man die Bundesregierung betrachtet und keinerlei Vorteile erkennen kann. Nun könnte er beweisen, daß kein einziger von Ceuta bei uns auf der Bildfläche erscheint, was vermutlich nur ein frommer Wunsch bleibt und da fällt mir der alte Spruch ein: Und wieder… Mehr
So holt man sich die Absolution für sinnlose Investitionen. Semtex ist codiert. Somit ist binnen Minuten feststellbar, woher das kommt, aus welchem Bestand das kommt. Auch der Aufbau der Drohne zeugt von Bastlern und nicht von professionellen Tätern. Ich vermute !!, dass eigene Reihen dahinterstecken, oder die Antifa, oder die Klimaterroristen. Das Semtex ist der Schlüssel.
Wenn man weiß, wie sich Kiesewetter und Konsorten sogleich äußern, kann man den infernalen False-Flag-Gestank gegen den Wind gar nicht ignorieren. Im übrigen bin ich der Meinung, dass ukrainische Antonow-Maschinen überhaupt nichts in Deutschland zu suchen haben: Nach gegenwärtigem Ermittlungsstand war die Ukraine maßgeblich an der Nordstream-Sprengung gegen Deutschland beteiligt, was nichts anderes ist als ein kriegerischer Akt gegen ein NATO-Land und unweigerlich zu einem Bündnisfall gemäß Artikel 5 der NATO-Statuten hätte führen müssen.
Kein laues Lüftchen ist zu schade daraus einen zerstörerischen Sturm zu konstruieren. Willkommen in Absurdistan.
Der Vorteil des deutschen Standortes der ukrainischen Antonow-Frachtmaschinenflotte für die WHO, die UNO, die EUdSSR, die BRD, Blackrock, Merkel und die NATO ist ihre schlanke Bürokratie.
Denn da die Ukraine sakrosankt ist, müssen keine moralischen, gesetzlichen und kriegsrechtlichen Mindeststandards erfüllt werden.