Gleich der nächste Skandal für Cambridge: Die britische Top-Uni beschäftigt Farah Ahmed, einst Hizb-ut-Tahrir-Mitglied. Sie hält westliche Bildung für eine Bedrohung des Islam und will Schulen „islamischer“ machen. Aber eine Islamisierung findet auch im UK nicht statt....
IMAGO
Der Fall des hochstapelnden Diversity-Apostels Jason Arday, zugleich jüngster schwarzer Soziologie-Professor in der Geschichte von Cambridge, ist noch nicht verdaut. Nun ist Arday tot aufgefunden worden, und die Umstände sind unklar, aber natürlich verdächtig. Es ist ein anscheinend tragischer Tod, unerwartet, aber ohne Täter. In Ardays Reaktionen war deutlich geworden, dass er das Ausmaß des Skandals um ihn nicht verstanden hatte.
Daneben zeigt sich, dass die Geschichte Arday noch keineswegs vorbei ist. Das Wochenmagazin The Spectator hat diese Woche aufgedeckt, dass es weitere hochproblematische Anstellungen an der Universität Cambridge gibt. Die einstige Top-Universität hat sich offenbar noch tiefer der Diversität verschrieben, als bis dato bekannt – und in diesem Fall eine Vertreterin des radikalsten Islams berufen. Farah Ahmed ist Assistenzprofessorin für Erziehungswissenschaften und wird als solche noch immer von ihrer Universität präsentiert.
Denn ihre aktuellen Forschungsinteressen scheinen eng umgrenzt. So erprobt sie ein Toolkit für Schulen unter der leitenden Frage: „Wie islamisch ist meine Schule?“ In einem weiteren Projekt will Ahmed das Bildungswesen „in muslimischen Kontexten hin zu Ehrfurcht und Staunen“ orientieren. Damit dürfte nicht Ehrfurcht vor westlichen Werten gemeint sein, eher schon vor Allah und den Werten der muslimischen Gemeinschaft.
Als Streiterin für den Islam hatte Ahmed 2002 in einem Text geschrieben: „Die muslimische Gemeinschaft in Großbritannien muss insgesamt erkennen, dass die westliche Bildung eine Bedrohung für unseren Glauben und unsere Werte darstellt.“
Die Versuche von Schulen, Muslime zu integrieren, zielten nur darauf ab, „neue Generationen hervorzubringen, die den Islam ablehnen.“ Und weiter: „Wenn die Gesellschaft auf kufr [Unglauben] aufgebaut ist, ist es unsere Pflicht, diese Herausforderung als Gemeinschaft anzugehen, um unsere Jugend vor deren verderblichem Einfluss zu schützen.“
Von Wettbewerb bis Englisch: alles höchst schädlich für junge Muslime
Und diesem Wolf wurde nun der Schafspelz der Universitätslehrerin übergelegt. Man kann davon ausgehen, dass die stets korrekt verschleierte Ahmed ihr 2002 aufgeschriebenes Programm, das 2017 nochmals veröffentlicht wurde, in Cambridge bruchlos weiterführen kann. In ihrem 2002er-Text hatte sie erklärt, dass der bisherige Lehrplan an britischen Schulen nur dafür gemacht sei, „vorbildliche britische Bürger“ heranzubilden, die sich „aktiv an der Umsetzung des säkularen kapitalistischen Systems in der britischen Gesellschaft beteiligen“. Ein solches System aber werde „natürlich … den Bedürfnissen muslimischer Schüler nicht gerecht, da die aqidah [das Glaubensbekenntnis] der Muslime in völligem Widerspruch dazu steht“.
Überhaupt: Die Interaktion mit britischen Schülern einheimischer Herkunft lebe den jungen Muslimen die Werte von „Wettbewerbsfähigkeit und Individualismus“ vor und entziehe sie so dem Islam. Die westliche Kultur sei „eine Spielplatzkultur“.
Der Begriff „religiöse Toleranz“ gefällt Ahmed ebenso wenig wie die genannten ‚Auswüchse‘ der Demokratie. Denn das bedeute ja nur, dass „der Islam unterrichtet wird wie jede andere Religion, wobei ihm derselbe Stellenwert beigemessen wird wie dem Christentum, dem Buddhismus, dem Judentum, dem Hinduismus, dem Sikhismus und ähnlichen Religionen“.
Auch das Fach Englisch gilt ihr als hochgradig schädlich: Die behandelten „Märchen“ und fiktionalen Texte würden „weltliche und unmoralische Überzeugungen widerspiegeln, die im Widerspruch zur Sichtweise des Islam stehen“ Shakespeares Stück Romeo und Julia befürworte „den Ungehorsam gegenüber den Eltern und voreheliche Beziehungen“. Kein Wunder, dass Farah Ahmed auch die Evolutionslehre nicht auf dem Lehrplan sehen will. Denn die widerspreche ja den Lehren des Islam.
Privatschulen mit salafistischem Denken
2009 betrieb Ahmed zwei private Grundschulen, die offenbar genau nach diesen dschihadistischen Maßstäben geführt wurden. Mindestens drei von vier Mitgliedern des Schulvorstands waren Mitglieder der Hizb ut-Tahrir, die damals noch nicht verboten war und erst 2024 als Terrororganisation der Acht anheimfiel. Die beiden Schulen gibt es noch heute, und sie bekommen noch immer hunderttausende Pfund jedes Jahr vom britischen Staat (382.000 Pfund letztes Jahr).
Der Autor für den Spectator, der all dies aufgedeckt hat, der frühere Regierungsberater Andrew Gilligan, glaubt indes nicht, dass sein Bericht irgendwelche Folgen haben wird: „Ich gehe davon aus, dass die Behörden absolut nichts unternehmen und alle in diesem Artikel dargelegten Belege ignorieren werden. Der Fall der Assistenzprofessorin Farah Ahmed wird zum jüngsten Beispiel für den schleichenden Selbstmord Großbritanniens und des Westens werden.“
In Deutschland ist die Schulhofübernahme längst im Gange
Wo sich Deutschland im Vergleich mit Großbritannien und Cambridge befindet, ist indes sehr unsicher. Im „Bildungsportal NRW“ warnt ein Text vor „gewaltbereitem Salafismus“ – und singt zugleich das Loblied eines „vielfältigen Islams“: „Musliminnen und Muslime sind Teil der deutschen Gesellschaft, prägen sie und gestalten sie mit.“ Aber in Berlin gilt die Einführung von Islam-Unterricht als „heikel“, weil das dann einen Konflikt zwischen Lehrern und „streng muslimischen Schülern“ begründen würde, wie die Welt berichtet.
Längst ist das nämlich im Gange: die Landnahme der Muslime auf deutschen Pausenhöfen, im Rahmenprogramm und Unterrichtsplan der Schulen. Deutschland braucht keine Farah Ahmed, weil es viele anpassungswillige Lehrkräfte besitzt, die gerne auf dem Schulhof Ringelreigen tanzen lassen und die Bedenken deutscher Schüler zum Islam in passender Weise ‚aufnehmen‘ und besänftigen. Kopftuchverbote an einzelnen Schulen führen zu Unruhe und Bombendrohungen.
— Georg Pazderski (@Georg_Pazderski) November 16, 2025
In Hamburg gibt es einen quasi-staatlichen islamischen Feiertag.
Im Übrigen scheint es überall dasselbe zu sein, wie Beispiele aus Japan zeigen. In den Niederlanden gibt es über 60 islamische Grund- und weiterführende Schulen. Im laufenden Jahr kommen – dank neuem Schulgesetz – neun neue Grundschulen dazu.






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