Der zweite Tankrabatt in diesem Jahr kommt am Donnerstag: Bundestag und Bundesrat haben die Steuersenkung gebilligt, Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat das Gesetz unterzeichnet. Wie sinnvoll ist der Rabatt wirklich?
Imago / dts Nachrichtenagentur
Vom 1. Oktober bis zum 31. Dezember 2026 sinkt die Energiesteuer auf Benzin und Diesel um 14,04 Cent je Liter. Zusammen mit der geringeren Mehrwertsteuer ergibt das rechnerisch 16,7 Cent Entlastung. Die schwarz-rote Koalition will so die aufgrund der Folgen des Krieges im Nahen Osten und der Zerstörung von zahlreichen Raffinerieanlangen in Russland erneut stark gestiegenen Weltmarktpreise lindern. Die Höhe der erwarteten Steuerausfälle: Die Bundesregierung rechnet mit etwa 2,5 Milliarden Euro, Bund und Länder teilen sich diese zusätzliche Belastung.
Dass der Staat eingreift, wird meist positiv bewertet – in einer Forsa-Umfrage im Auftrag von „Stern“ und RTL sprachen sich 69 Prozent der Befragten für einen Preisdeckel auf Kraftstoffe aus. 26 Prozent waren dagegen. Für die repräsentative Erhebung befragte Forsa am 17. und 18. September 1.001 Menschen. In Ostdeutschland lag die Zustimmung bei 81 Prozent, in Westdeutschland bei 67 Prozent. In der Vorwoche einigten sich dann Bund und Länder genau auf dieses Doppelpaket: sofort den Tankrabatt, später den Deckel.
Der Deckel selbst soll nach den Plänen der Koalition spätestens zum 1. Januar 2027 greifen, angelehnt an Regelungen in Luxemburg und Belgien. Bis dahin bleibt der Tankrabatt das schnell verfügbare Instrument. Union und SPD betonen, er entlaste die Pendler, das Handwerk und die Speditionen sofort. Grüne und Linke stimmten im Bundestag dagegen – sie argumentieren, dass mit den Preissenkungen fossile Energie subventioniert werde.
In drei Monaten angeblich 167 Euro Ersparnis
Aber was kann sich ein Autofahrer mit dieser Preisbremse konkret sparen? Bei einem Pkw, der 7 Liter auf 100 Kilometer braucht, erspart man sich bei vollständiger Weitergabe von 16,7 Cent je Liter 1,17 Euro auf 100 Kilometer. Eine 50-Liter-Tankfüllung würde um etwa 8,35 bis 8,50 Euro günstiger. Wer in den drei Monaten 1.000 Liter tankt, käme auf eine Ersparnis von 167 Euro.
Auch Österreichs Bundesregierung hat Wien am Montag eine Spritpreisbremse für Oktober und November beschlossen: Die Mineralölsteuer sinkt um 6,7 Cent je Liter, bei Diesel auf das EU-Minimum. Zusätzlich werden die Margen der Mineralölwirtschaft um 3,5 Cent begrenzt. Mit dem Mehrwertsteuereffekt sollen mehr als 12 Cent je Liter entlasten – bei 50 Litern sind das gut sechs Euro. Die Steuerausfälle beziffert Österreich auf etwa 100 Millionen Euro für zwei Monate.
Wie sinnvoll die deutsche Bundesregierung das Geld ausgibt, das sie ohnehin nicht hat, zeigt ein aktuelles Beispiel in Schipkau in der Lausitz: In Brandenburg wird das höchste Windrad der Welt errichtet, finanziert wird das Projekt von der Bundesagentur für Sprunginnovationen (Sprind) über ihre Tochter Beventum. Sprind ist eine Bundesbehörde und wird aus dem Bundeshaushalt finanziert, die Projektkosten werden mit 20 bis 30 Millionen Euro angegeben, der Bau ist ein öffentlich gefördertes Demonstrationsprojekt.
Ohne die Sprind-Mittel würde die Rekordanlage in dieser Form nicht entstehen. Übrigens: Im Winter 2025/26 wurde der Hochbau gestoppt, weil Stahlteile eines Subunternehmers nicht passten. Teile wurden geprüft und ausgetauscht, der Weiterbau lief dann ab März 2026 wieder. Ursprünglich war die Fertigstellung schon für den Sommer 2026 vorgesehen. Und Experten halten die Anlage für zu teuer: Die Investitionskosten müssten um 60 Prozent sinken, um mit normalen Windrädern mithalten zu können. Es gab zudem einen Streit mit Segelfliegern, eine Klage wurde aber abgewiesen. Offene Fragen bleiben zu Genehmigungen und dem Artenschutz.



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Was heißt „Bund und Länder teilen sich diese Belastung“?
Sie greifen uns etwas weniger tief in den Geldbeutel – das ist es.
Die einzig sinnvolle Maßnahme wäre, aus dieser völlig hirnrissigen CO2-Besteuerung auszusteigen, an dem sich nur einige wenige die Taschen vollstopfen. Ohne Gegenleistung – nur für „Zertifikate“.
CO2 beerdigen – So wird es die AFD machen, wenn sie regiert.
Massen von Autofahrern gibt man das Gefühl, gespart zu haben –
Tolles Nudging!
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Zudem der Trick „rechte Tasche – linke Tasche“.
Klingbeil holt das Geld über andere Art uns Weise von den Steuerzahlern wieder in die Finanzkasse zurück. Zumal die Preise für Energie allgemein nur eine Richtung zu kennen scheinen.
Man stelle sich mal vor: Es würde der Vorschlag aufgegriffen, die Preise an den Zapfsäulen dürften nur einmal am Tag gesenkt werden. Man stelle sich mal vor, die Maßnahme wäre dann auch noch von Erfolg gekrönt. Und die Gefahr bestünde durchaus. Denn Wettbewerb führt dazu, dass jeder den niedrigsten Preis anbieten will, den aber nur einmal am Tag festlegen kann. Erfolg für eine solche Maßnahme wäre die Katastrophe. Es wäre kein Geschenk mehr an den Bürger, das eindeutig der Regierung zuzurechnet werden könnte. Es würde die Menschen sich fragen lassen, was sie nicht verstanden haben, wenn nach einer solchen Maßnahme… Mehr
17 Cent …. eine Frechheit. Ein Liter Diesel kostet in Japan aktuell 95 Cent. Auch dort kommt das Öl durch die Straße von Hormuz. Wir werden fröhlich weiter ausgeraubt, nur kurzzeitig ein wenig weniger. Setzen, 6.
Neue Milliarden an die Öl-Mittäter.
Einsparung? Rabatt? Wer’s glaubt … Erstens werden die Mineralölkonzerne den Spirtpreis um exakt diesen Betrag erhöhen, dürfte klar sein. Zweitens ist es sowieso nur Augenwischerei. Wirklich Abhilfe schaffen könnte man nur, wenn die irrsinnige CO2-Steuer endlich komplett abgeschafft und die „Energiesteuer“ auf Sprit deutlich gesenkt würde. Und wie wäre es denn damit, die Märchen … ääähh Mehrwertsteuer auf den Spritpreis, der ja bereits „Energiesteuer“ und „CO2-Abgabe“ enthält, einfach mal abzuschaffen oder zumindest stark abzusenken? Und wenn RotGrünSchwarz dann jammert, auf diese Weise nähme man nicht genügend Steuern ein – einfach aufhören, unser Geld in alle Welt zu verschenken! Einfach aufhören,… Mehr
Die Abzocke geht weiter
Sinnvoll wäre die komplette CO2 -Abgabe zu streichen und zum Ausgleich allen Ukrainern die Grundsicherung (mit welchem Recht kriegen diese Leute überhaupt teilweise mehr als ein Rentner der lange eingezahlt hat) streichen. Zusätzlich sämtliche Kriegsunterstützung streichen und dann bleibt auch genug Geld für unsere Rente, Pflege und Krankenkasse. Wer die Tricks der ReGIERung kennt der kann sich ausrechnen, das dann sogar noch zig Milliarden für politische Gestaltung übrig bleiben und wenn nicht? Entwicklungshilfeministerium einschl. GIZ und sämtliche Zahlungen beenden. Einfach und von der Ausgabenseite her gedacht, aber Wirkungsvoll! Dann noch dem Normalbürger 260 € im Jahr an Zwangsgebühren für den… Mehr
16 Cent bei 2.50€ der Liter? Da weiß ich ja gar nicht, welchen zusätzlichen Vermögensaufbau ich davon noch einrichten soll…
Sensationell. Ich freue mich schon wie Bolle. Der Liter Diesel wird statt € 2,50 oder € 2,60 nur noch € 2,33 oder € 2,43 kosten.
Na, wenn das kein Grund zum Jubeln ist!
Entscheidend ist doch, von welchem Literpreis diese Augenwischerei abgezogen wird. Wir sollten auch immer daran denken, dass diese kommende Minderung schon durch den Steuerzahler zuvor eingezahlt wurde. Für mich als nicht beruflich bedingter Kfz-Führer ist diese sog. Einsparung in der Summe absolut uninteressant.