Portugals Solar-Vorzeigeprojekt Solara4 steckt in der Insolvenzverwaltung. Der Park produziert weniger Strom als geplant. Der massive Ausbau der Photovoltaik drückt ausgerechnet dann die Preise, wenn Solaranlagen besonders viel liefern.
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Eines der portugiesischen Vorzeigeprojekte der Energiewende ist zum Sanierungsfall geworden. Die britische Welink Energy Portugal 2 UK Limited, Eigentümerin des Solarparks Solara4 im südportugiesischen Alcoutim, befindet sich seit dem 11. Juni in Insolvenzverwaltung. Im Verfahren stehen nach vorliegenden Berichten Schulden von 66,6 Millionen Euro. Das britische Unternehmensregister Companies House führt die Gesellschaft offiziell als „In Administration“.
Solara4 ging 2021 in den kommerziellen Betrieb. Die Anlage verfügt über rund 220 Megawatt Leistung und erstreckt sich über etwa 320 Hektar. Mehr als 660.000 Solarmodule stehen auf dem Gelände an der Algarve. Bei der Refinanzierung 2022 wurde noch mit einer Jahresproduktion von mehr als 350 Gigawattstunden gerechnet.
Das Projekt sollte demonstrieren, dass sich große Solarparks auch ohne staatlich garantierten Einspeisetarif rechnen können. Audax Renovables hatte mit Welink einen Stromabnahmevertrag über 20 Jahre zu einem festen Preis geschlossen. Audax pries Solara4 seinerzeit als Europas größtes subventionsfreies Solarkraftwerk auf Basis eines privaten langfristigen Abnahmevertrags. Diese Rechnung geriet später unter Druck: nach einem Bericht der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft BDO blieb die tatsächliche Stromproduktion regelmäßig hinter den ursprünglichen Prognosen zurück. Damit fehlten dem Projekt wichtige Einnahmen, die in den Finanzierungsmodellen fest eingeplant worden waren.
Noch grundsätzlicher trifft Solara4 eine Eigenheit des immer weiter ausgebauten Solarstrommarktes. Auf der Iberischen Halbinsel speisen inzwischen so viele Photovoltaikanlagen gleichzeitig ein, dass die Großhandelspreise während besonders sonniger Stunden stark absinken. Zeitweise erreichen sie null Euro oder werden negativ. Genau in den Stunden der höchsten Solarproduktion verliert der erzeugte Strom damit einen erheblichen Teil seines Marktwertes.
Das Phänomen ist in der Energiewirtschaft seit langem als Kannibalisierungseffekt bekannt. Zusätzliche Anlagen erhöhen das Angebot zu denselben Tageszeiten und drücken dadurch den erzielbaren Preis der bereits vorhandenen Erzeuger. Eine wissenschaftliche Untersuchung des iberischen Strommarktes aus dem Jahr 2024 behandelt diesen Effekt ausdrücklich als bekannte Folge eines hohen Solarstromanteils. Für Solara4 kamen operative Schwierigkeiten hinzu. Die Anlage hatte mit technischen Ausfällen zu kämpfen. Mehrere Brände verursachten zusätzliche Schäden. Defekte Wechselrichter führten zeitweise zu Produktionsstillständen und erhöhten den Aufwand für Reparaturen und Wartung. Aber auch der Bau des Parks selbst beschäftigt inzwischen Juristen. Welink hatte China Triumph International Engineering, kurz CTIEC, mit Planung und Errichtung beauftragt. CTIEC gehört zur staatlichen chinesischen China National Building Material Group. Der Bauvertrag wurde im Mai 2023 nach einem Streit über die Arbeiten und offene Zahlungen beendet. CTIEC macht inzwischen in einem Schiedsverfahren Forderungen in einer Größenordnung von rund 143 Millionen Euro gegen das Solara4-Projekt beziehungsweise den Welink-Komplex geltend. Welink bestreitet die Forderungen.
Auf der Finanzierungsseite stehen vor allem Investec und Kommunalkredit Austria im Feuer. Beide Institute hatten Solara4 2022 gemeinsam mit 102 Millionen Euro refinanziert. Im heutigen Insolvenzverfahren wird ihre noch bestehende Exposition mit rund 64 Millionen Euro angegeben. Wie viel davon zurückfließt, gilt als ungewiss.
Der Solarpark erzeugt weiterhin Strom, die Insolvenzverwalter wollen den Betrieb aufrechterhalten und prüfen, welche zusätzlichen Investitionen nötig wären, um die Leistung der Anlage zu verbessern. Parallel wird ein möglicher Verkauf an einen neuen Investor vorbereitet. Die operative Leitung wurde einer Welink-Tochter entzogen und dem Erneuerbaren-Betreiber Exus übertragen. Das Beratungsunternehmen Enertis untersucht gemeinsam mit Exus den technischen Zustand und den Investitionsbedarf der Anlage.
Welink hatte bereits 2024 versucht, aus dem reinen Solarpark einen wesentlich größeren Hybridstandort zu machen. Geplant waren zusätzliche 50 Megawatt Photovoltaik. Hinzukommen sollten 264 Megawatt Windkraft sowie ein Batteriespeicher mit 100 Megawatt Leistung. Das Gesamtprojekt wäre damit auf mehr als 600 Megawatt angewachsen. Hinter dem Ausbau stand ein handfestes wirtschaftliches Problem. Windkraft sollte Strom zu anderen Zeiten liefern als die Solaranlage. Der Speicher sollte einen Teil der Produktion aus den besonders billigen Sonnenstunden verschieben. Auf diese Weise hätte Welink den vorhandenen Netzanschluss besser auslasten und die Abhängigkeit von den ruinösen Preisen während der solaren Erzeugungsspitzen verringern können.
Ausgerechnet dieser Rettungsversuch stieß auf umweltrechtliche Hindernisse. Portugals Umweltbehörde APA prüft inzwischen eine überarbeitete Variante des Projekts. Der aktuelle Antrag sieht 25 Windkraftanlagen mit zusammen 165 Megawatt vor. Das Umweltprüfungsverfahren ist weiterhin nicht abgeschlossen.


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Da wird der Jürgen mit der Sonne aber hart ins Gericht gehen. Hoffenlich ahmt der Wind sie nicht nach.
Wer hätte das gedacht… 🤔. Eigentlich alle die selbst rechnen können…. 😏
Grüne Energie war von Anfang an nichts weiter als Subventionsbetrug. Das wussten die Regierungen aber auch und haben trotzdem mitgemacht.
Hamburger Solarpark-Entwickler Enerparc AG meldet Insolvenz an
Vor einem halben Jahr feierte Enerparc ein Milliarden-Finanzierungspaket. Jetzt übernimmt ein Insolvenzverwalter das Kommando. https://www.wiwo.de/unternehmen/energie/enerparc-ag-hamburger-solarpark-entwickler-meldet-insolvenz-an/100252591.html?utm_medium=ko&utm_source=zeit&utm_campaign=parkett
Meines Erachtens könnten solche Anlagen durchaus wirtschaftlich sein. Aber dazu müsste der Strom direkt abgenommen werden! Und natürlich müssten für die ertragsarmen Stunden andere Lieferanten, oder Speicher zur Verfügung stehen. Aber ich bin eben auch nur ein Träumer…
Köstlich – die Portugiesen scheinen auch nicht die hellsten Köpfe zu sein. Auf derselben Fläche hätten die rund 10 typische Kernkraftwerke deutscher Bauart (ca. 1.350MW pro Anlage) unterbringen können, die bei 90 % Kapazitätsverfügbarkeit etwa die 300-fache tatsächlice Leistung des Solarprojekts produziert hätten. Damit hätten sie ganz Portugal zweimal versorgen können. Der Solar“park“ Solara4 dagegen wäre selbst mit den geplanten 350 GWh nur auf weniger als 1 % des Landesverbrauchs gekommmen. Auch hier passt ein Zitat von Klaus Kinski: „So blöd kann keiner sein!“
Portugal wird von „Linken“ regiert 😉
Sie verstehen, dass man die Anlagen auch kühlen muss? Hat sich ja in den letzten Monaten schön gezeigt, wie zuverlässig die Kernkraft im Sommer ist…
Genau dafür gibt’s die Kühltürme – schon gewusst?
Jetzt fehlt nur noch ein ganz Schlauer, der empfiehlt, das noch vorhandene Restvermögen in so genannte Elektrolyseure zu stecken, (Wasser gibts da ja genug!) dann ist das Geld nicht nur ganz weg, sondern es haben nur andere.
Und sie machen bei uns genauso weiter, Fotovoltaik und Windmühlen, die sich gegenseitig kannibalisieren, vernichten beste Ackerböden und schützenswerte Bergkämme und Forsten. Die Leitungen dafür sind noch gar nicht vorhanden, den Ausbau aber müssen die dort Betroffenen auch noch bezahlen, damit andere den Strom kriegen, siehe die hohen Stromnebenkosten im grünschwarzen Schleswig-Holstein.
Wie wär’s mit einem KKW, benötigt nur 1% der Fläche von „Erneuerbaren“, liefert auf Wunsch und nicht nach Lust Laune und läuft mindestens 60 Jahre lang.
Schon mal davon gehört, liebe Portugiesen.
In Deutschland könnte es vielleicht demnächst klappen mit der Vernunft.
Vielleicht 😎
Ein paar Hintergrundinfos, wie Klima-Hoax aufgebaut wurde: >>>Omniwar 4: Die Eroberung der Universitäten – Wie Akademia zur Propagandamaschine wurde<<< > „… Vom 10. bis 11. Oktober 2026 findet das vierte Omniwar-Symposium statt. Unter dem Titel „The Capture of Academia“ analysieren Jacob Nordangård, David A. Hughes, Daniel Broudy, Ursula Edgington und Susanne Dodillet, wie die westlichen Universitäten systematisch von Oligarchen-Stiftungen, Geheimdiensten und technokratischen Eliten übernommen wurden. … Jacob Nordangård, Autor von Rockefeller – Das Spiel kontrollieren, zeigt in seinem Beitrag, wie die Theorie des menschengemachten Klimawandels die Akademia eroberte. … Nordangård führt die Wurzeln bis in die 1950er Jahre zurück: Die… Mehr
Ja wenn die Planwirtschaft auf den Markt trifft kann es zum bösen Erwachen kommen. Das ist ja so voll unfair, wo doch die Solarindustrie so beliebt ist und von uns gerne mit Milliarden unterstützt wird. Wollen wir nicht in einem Anflug von Sol-idarität, Antikapitalismus, Inclusion und Empörung dieses portugiesische Projekt unterstützen. Alles andere wäre doch wohl rassistisch. Oder?
Solarparks sind eine riesige landschaftsverschandelne Sauerei. Wirtschaftlich und ökologisch eine Katastrophe. Linksgrün schwachsinniger Sondermüll.
Eine Investitionsruine, die auf Lug und Betrug aufgebaut wurde: >>>Klimalüge und Klimadiktatur?Teil 8: Klimawissenschaft zwischen Erkenntnis und Inszenierung – uncut-news.ch<<<