Ceuta: Das tote Delfinbaby als Trophäe des erbeuteten Europas

Nordafrikanische Migranten tragen ein totes (spanische Medien sprechen von getötetem) Delfinbaby wie eine Trophäe über den Strand in Ceuta. Die geradezu irren Bilder sind ein Menetekel für ein Europa, das von seinen Politikern zur Beute erklärt wurde und mit deren Invasionspolitik archaische Gewaltvorstellungen massenhaft auf den Kontinent geholt hat.

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Gut einen Monat nach der Masseninvasion vom 30. und 31. Juli ist Ceuta noch immer weit vom Normalzustand entfernt. Bis zu 80.000 Invasoren überrannten die Grenze von Marokko aus und drangen illegal in die spanische Exklave ein. Die große Mehrheit kehrte innerhalb weniger Tage zurück, aber mehrere Tausend sind geblieben. Die spanische Regierung sprach Anfang September von etwa 5.000, andere berichten von knapp 10.000. Sie leben in Aufnahmezentren und provisorischen Lagern, kampieren an Stränden wie El Trampolín oder halten sich auf Straßen und öffentlichen Plätzen auf. Allein am Trampolín hatten zeitweise mehr als 1.200 Migranten übernachtet; selbst nach ihrer Verlegung kehrten Hunderte an den Strand zurück.

Die Geduld der Bevölkerung ist längst aufgebraucht. Seit Wochen ziehen Ceutíes unter dem Ruf „Ceuta no se vende, Ceuta se defiende“ („Ceuta wird nicht verkauft, Ceuta wird verteidigt“) durch die Straßen. Am 2. September demonstrierten Tausende in Ceuta; gleichzeitig füllten in Madrid Zehntausende die Plaza de Cibeles – 50.000 Teilnehmer zählte die Regierungsdelegation, 150.000 das Rathaus. Landesweit gingen an diesem Tag Hunderttausende auf die Straße. Aus der Grenzkrise ist damit längst eine schwere innenpolitische Krise Spaniens geworden.

Wie wenig sich die Lage tatsächlich beruhigt hat, zeigt nun ein Vorfall am Strand El Trampolín. Dort geriet ein Delfinbaby in die Hände einer Gruppe von Maghrebbinern. Die Bilder, die anschließend in den sozialen Medien kursierten, zeigen die lachenden und filmenden Männer, wie sie das verletzt oder tote Tier hochhalten und wie eine Trophäe durch die Gegend tragen. Eine völlig groteske Szene in dieser an grotesken Szenen reichen spanischen Exklave, Bilder, die inzwischen weit über Spanien hinaus breite Empörung ausgelöst haben.

Die Geschichte hinter diesen Bildern könnte noch wesentlich brutaler sein. Die Umweltorganisation DAUBMA hat bei der Guardia Civil Strafanzeige erstattet. Nach ihrer Darstellung war das junge Große Tümmler-Kalb lebendig und desorientiert an die Küste gelangt. Mehrere Personen hätten es dann gepackt, gewaltsam aus dem Wasser gezogen und mit einem Stock gegen den Kopf geschlagen. DAUBMA verweist zudem auf Blut unterhalb eines Auges des Tieres und hat Fotos, Videos sowie Aufnahmen aus sozialen Netzwerken den Ermittlern übergeben.

Ob der Delfin tatsächlich auf diese Weise getötet wurde, ist bislang nicht abschließend geklärt. Die öffentlich verbreiteten Videos zeigen weder den behaupteten Schlag noch den Moment des Todes. Die spanische Tierschutzpartei PACMA spricht ausdrücklich von widersprüchlichen Darstellungen: Zeugen berichten von einer Misshandlung des noch lebenden Tieres, nach einer anderen Version sei der Delfin bereits tot angespült worden.

An dem, was die Bilder selbst zeigen, ändert das allerdings nichts. Ein geschütztes Meeressäugetier wird nicht den zuständigen Stellen überlassen. Es wandert durch die Hände johlender und feiernder archaisch gestrickter Maghrebbiner, die sich wie die Könige von Ceuta aufführen, und wird triumphierend in die Höhe gereckt. Ein lokales Medium beschreibt die Szene ausdrücklich als Feier über den „gefangenen“ Delfin. Ein Mann posierte nach Angaben von El Pueblo de Ceuta mit dem toten Tier in den Armen.

Der Große Tümmler ist in Spanien geschützt. Bei einem verletzten oder verendeten Tier wäre die Sache denkbar einfach gewesen: Behörden verständigen, Abstand halten, Fachleute handeln lassen. DAUBMA hält den Vorgang für einen möglichen Fall von Tiermisshandlung mit Todesfolge und zugleich für einen Verstoß gegen den Schutz wildlebender Arten. Die Organisation verlangt die Identifizierung der sichtbaren Beteiligten und die Einschaltung der Umweltstaatsanwaltschaft.

Die Bilder treffen Ceuta ebenso wie Westeuropa in einem Moment, in dem die Stadt seit Wochen mit den Folgen der massenhaften illegalen Grenzübertritte aus Marokko kämpfen muss, da der spanische Staat die Invasoren hier nicht entsprechend entschlossen zurückführt. Im Gegenteil, man macht es ihnen auch noch nett. Auch deutsche NGO ist mittlerweile vor Ort.

Das tote Delfinkalb ist nicht der erste Vorfall mit geschützten Tieren. Nur kurz zuvor filmte ein Einwohner nahe des Stausees von Ceuta einen Migranten mit einem lebenden Vogel in einer Plastiktüte. Die Beine des Tieres waren zusammengebunden. Der Einwohner schritt ein, verfolgte den Mann und konnte das Tier schließlich befreien. Der Betroffene entkam, bevor die Guardia Civil ihn identifizieren konnte.

Aus demselben Gebiet gibt es Beschwerden über offene Feuerstellen in der Vegetation. El Faro de Ceuta berichtete, Migranten seien beim Kochen zwischen trockenem Bewuchs gefilmt worden; mehrere Brände seien bereits mit den improvisierten Lagern in Verbindung gebracht worden. Die Umweltverbände fordern deshalb eine stärkere Kontrolle der Naturflächen.

Madrid pumpt unterdessen immer größere Summen in die Bewältigung der selbst geschaffenen Ausnahmesituation. Die Regierung Sánchez beschloss Anfang September ein Paket von 309 Millionen Euro für Sicherheit, Versorgung und Unterbringung in Ceuta. Zu den ursprünglich rund 500 bis 600 Plätzen im Aufnahmezentrum CETI kamen mehr als 3.400 weitere Plätze. Zwischen dem 10. und 31. August kehrten nach Regierungsangaben 3.519 Migranten freiwillig nach Marokko zurück; 214 wurden abgeschoben.

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ZDF sei dank: Remigration jetzt - Auswandern nach Marokko
PACMA fordert inzwischen zusätzliche Überwachung von Stränden, Stauseen und Naturflächen. Die Tierschutzpartei verlangt zugleich eine bessere Versorgung der Migranten mit Lebensmitteln, Wasser und Unterkünften. Einen Zusammenhang zwischen mangelnder Versorgung und den Vorfällen mit den Tieren hält selbst PACMA ausdrücklich für unbewiesen.

Die Guardia Civil hat nun Material, auf dem Beteiligte nach Angaben von DAUBMA erkennbar sind. Die Umweltorganisation verlangt Ermittlungen wegen Tiermisshandlung und eines möglichen Delikts gegen geschützte Wildtiere sowie die Weiterleitung des Falls an die Fiscalía de Medio Ambiente.

Auch ein anderes Bild passt nur sehr, sehr schlecht zur von linksmedial gepflegten Ikonographie der völlig mittellosen, von jeder Verbindung zur Außenwelt abgeschnittenen hungernden armen Flüchtlinge. Teure Smartphones gehören in den Lagern von Ceuta offenbar zur Grundausstattung. An Straßenlaternen entstanden improvisierte Ladestationen für mehr als zehn Geräte gleichzeitig; eine deutsche NGO richtete eigens eine Ladestation ein. Reporter beschreiben sogar Einkäufe, die per Mobiltelefon bezahlt werden. Ausgerechnet die digitale Dauervernetzung könnte nun einigen Beteiligten zum Verhängnis werden. DAUBMA hat der Guardia Civil neben Videos auch Bildschirmaufnahmen aus sozialen Netzwerken übergeben, die nach Angaben der Organisation eine visuelle Identifizierung der Beteiligten ermöglichen sollen. Einer der Männer hatte sich nach einem Bericht aus Ceuta sogar selbst mit dem toten Delfin im Arm auf seinem Instagram-Konto präsentiert. Die Partei Se Acabó La Fiesta erklärte anschließend, sie habe mehrere Beteiligte identifiziert und angezeigt. Eine amtliche Bestätigung ihrer Identitäten steht bislang aus.

Damit bekommt auch das eindimensionale Elendsbild immer tiefere Risse, mit dem immer noch weite Teile der Medien- und NGO-Szene, allen voran die Flaggschiffe ARD-Tagesschau und ZDF-heute jede Migrationskrise zuverlässig tränenreich bespielen, um in bewährter Manier Deutschland weiter kulturfremd auf Unkenntlichkeit durchzubürsten. Alle staatlich alimentierten Träger wie Caritas, Diakonie und Kirchen frohlocken ob der neuen Menschengeschenke.

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