Jordanien bombardiert Waffen- und Drogenhändler in Syrien

Von Jordanien, das Waffen- und Drogenhändler in Syrien bombardiert, und Israel, das Hamas- und Hisbollah-Tunnel zerstört, hört man in den Westmedien eher nichts. Aber der Konflikt geht neben dem Golfkrieg weiter, mit dem er wegen der Terrorfinanzierer in Teheran zusammenhängt.

Scxreenshot X / Joop Soesan

Mindestens zum dritten Mal innerhalb eines Jahres hat das Königreich Jordanien Luftangriffe in Syrien auf Drogenhändler in der Nähe von Suwaida durchgeführt. Ein bedeutsamer Vorgang, da Jordanien sein Militär mit großer Vorsicht einsetzt und das Königreich ein enger Freund des Westens, ein Verbündeter der Golfstaaten ist und Frieden mit Israel wahrt (Joop Soesan auf X).

Das syrische Staatsfernsehen berichtete, Jordanien griff in der südlichen Provinz Sweida mit druscher Mehrheit ein Drogen- und Waffenlager an, von dem sich viele Teile außerhalb der Kontrolle von Damaskus befinden. Das staatliche Fernsehen zitiert lokale Quellen, die jordanische Armee habe „wahrscheinlich ein Hauptquartier mit Waffen und Drogen ins Visier genommen, die von Rebellengruppen im Dorf Shahba in Sweida kontrolliert werden“.

Die jordanische Armee sagt, sie habe „eine jordanische Abschreckungsoperation durchgeführt, die auf mehrere Orte abzielt, die von Waffen- und Drogenhändlern entlang der nördlichen Grenze des Königreichs genutzt werden“. Sie wolle „weiterhin proaktiv, entschlossen und abschreckend mit jeder Bedrohung der Sicherheit und Souveränität des Königreichs umgehen und ihre Fähigkeiten und Ressourcen der Bewältigung mit voller Kraft und Entschlossenheit widmen“. Lokale Quellen sagten einem AFP-Korrespondenten, dass eine Reihe von Luftangriffen auf mindestens fünf Standorte abzielte, darunter Lagerhäuser in der syrischen Stadt Arman.

Während des anhaltenden Bürgerkriegs in Syrien vor dem Fall von Baschar al-Assad im Dezember 2024 wäre das Drogenkaptagon zum größten Export des Landes geworden, dessen Handel als Schlüsselfinanzierungsquelle für die Regierung des gestürzten Präsidenten diente. Die synthetische Droge habe die Region überschwemmt, Jordanien habe zuvor Angriffe auf Südsyrien durchgeführt, um Drogenhandelsnetze ins Visier zu nehmen. Seit die neuen islamistischen Behörden nach Assads Sturz in Syrien übernommen haben, hätten sich Damaskus und Amman verpflichtet, den Drogenschmuggel an ihrer Grenze zu bekämpfen. Teile der Provinz Sweida, die an Jordanien grenzt, werden von bewaffneten Drusengruppen kontrolliert und entkommen der Kontrolle von Damaskus, einschließlich der Stadt Sweida. Dazu gehörten die Gebiete, die vom jordanischen Militäschlag am Samstag betroffen sind, so der AFP-Korrespondent. Der jordanische Luftschlag war der erste nach denen von 2025.

Was nicht mitgemeldet wird, um As Suweida herum leben nicht Drusen, sondern Syrische Beduinen, Sunnis, die schon lange dem Waffenschmuggel nachgehen, mit ISIS verbunden sind und auch die Drusen angegriffen haben. Kenner sagen, Al-Jolani habe die Jordanier bewusst mit falschen Informationen und  Zielangaben gefüttert, um von ihnen Oppositionelle seines Regimes in Suweida (=Drusen) eliminieren zu lassen – und Waffen, die zur Selbstverteidigung von Israel an die Drusen geliefert worden waren, gleich mit – ein eleganter, manipulativer Schachzug, sich offiziell nicht die Finger schmutzig zu machen.

Zerstörung von Tunnelnetzen

Die Reservebrigade „Eiserne Faust“ (205) der israelischen Streitkräfte hat eine zweimonatige Großoperation im nördlichen Gazastreifen abgeschlossen, deren Schwerpunkt die systematische Zerstörung des Tunnelnetzes der Hamas war. Unter dem Kommando der Division 252 führten die Reservisten in Zusammenarbeit mit der Elite-Pioniereinheit Yahalom über sechs Kilometer Spezialbohrungen durch. Diese systematische Suche ermöglichte es den Streitkräften, acht wichtige unterirdische Gänge östlich der „Gelben Linie“ zu lokalisieren und zu zerstören. Im Verlauf der Operation tötete die Brigade zudem Dutzende Terroristen und beschlagnahmte große Mengen an militärischer Ausrüstung der Hamas.

Gleichzeitig machte die israelische Armee (IDF) bedeutende Fortschritte bei der Zerschlagung der unterirdischen Infrastruktur der Hisbollah im Norden. Das 401. Brigade Combat Team der 146. Division entdeckte kürzlich südlich der vorderen Verteidigungslinie einen komplexen, 80 Meter langen Tunnel. Anders als einfache Transittunnel enthielt die Anlage mehrere Wohn- und Personalräume, die für längere Aufenthalte von Hisbollah-Terroristen konzipiert waren. Die Anlage sollte es den Terroristen ermöglichen, sich nahe der israelischen Grenze zu verstecken und Überraschungsangriffe auf Zivilisten zu verüben. Der Hisbollah-Tunnel wurde von Pioniertruppen vollständig zerstört. Die IDF hält die Operation für entscheidend, um die unmittelbare Bedrohung für israelische Bürger in Grenznähe zu beseitigen. Die  Zerstörung der Untergrundstrukturen von Hamas und Hisbollah soll verhindern, dass diese Terrororganisationen ohne Weiteres zu ihren früheren Positionen zurückkehren oder großangelegte Infiltrationen durchführen können.

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Kommentare ( 19 )

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Schwabenwilli
12 Tage her

„Die Reservebrigade „Eiserne Faust“ (205) der israelischen Streitkräfte hat eine zweimonatige Großoperation im nördlichen Gazastreifen abgeschlossen, deren Schwerpunkt die systematische Zerstörung des Tunnelnetzes der Hamas war“

Ja, dann ist wieder für ein paar Jahre Ruhe und dann geht’s von vorne los.
Israel wird wohl erst Frieden haben wenn sich der Islam überlebt hat.
Was steht eigentlich in der Bibel, wann Gottes Volk Frieden haben wird?

Chrisamar
14 Tage her

Übersicht mit KI Captagon ist der Handelsname für ein ursprünglich medizinisches Präparat, das heute als hochgradig süchtig machende, synthetische Aufputschdroge bekannt ist. Es wird oft als „Kokain des kleinen Mannes“ bezeichnet und spielt eine zentrale Rolle in der Finanzierung von Terrororganisationen und Unrechtsregimen, insbesondere im Nahen Osten. [1, 2, 3, 4, 5] Hier sind die wichtigsten Fakten zu Captagon: Ursprung und Wirkung: Ursprünglich enthielt das Medikament Captagon den Wirkstoff Fenetyllin, ein Derivat aus Amphetamin und Theophyllin. Es wurde ab 1961 unter anderem zur Behandlung von ADHS und Narkolepsie eingesetzt. Heute handelt es sich bei den illegal hergestellten Pillen meist um… Mehr

Montesquieu
15 Tage her

Israel zerstört weite Siedlungsgebiete samt Bevölkerung im Südlibanon. Davon hört man durchaus, nur nicht in Deutschland….auch dem „alternativen“ nicht.

Chrisamar
14 Tage her
Antworten an  Montesquieu

Übersicht mit KI Israel führt Angriffe im Südlibanon durch, um die Infrastruktur der Hisbollah-Miliz zu zerstören, Angriffe auf die eigene Nordgrenze zu verhindern und eine Sicherheitszone zu schaffen, die die Rückkehr der evakuierten israelischen Bevölkerung ermöglicht. Die Operationen richten sich gegen Tunnelsysteme und Raketenstellungen und wurden als Reaktion auf Angriffe der Hisbollah seit Oktober 2023 intensiviert. [1, 2, 3, 4] Hier sind die Hauptgründe im Detail: Hisbollah-Bekämpfung: Israel zielt darauf ab, die militärischen Fähigkeiten der Hisbollah-Miliz im Südlibanon zu schwächen, die regelmäßig Raketen über die Grenze abfeuert. Sicherheitszone und Rückkehr der Bewohner: Israel will eine Pufferzone schaffen, um direkten Beschuss… Mehr

Wise Otherwise
10 Tage her
Antworten an  Montesquieu

==> Sie haben es vermutlich nicht bemerkt: In dem o.g. Artikel geht es um JORDANIEN! (Sie werden es nicht für möglich halten, aber Jordanien ist ein anderes Land als der Libanon. Spielt aber für Sie vermutlich keine Rolle. Hauptsache gegen Israel ranzen.) Aber wo wir schon mal dabei sind: Von Ihnen hört man – wie üblich – auch nichts davon, dass die Hisbollah nach wie vor aus Südlibanon ständig Raketen in den Norden Israels abfeuert, dort Terror verbreitet und zehntausende Bewohner sich immer noch nur zögerlich oder gar nicht trauen, in ihre Häuser zurückzukehren. Auch hört man von Ihnen –… Mehr

bl2
15 Tage her

Diese Neuigkeiten sind leider kein Anlass zur Freude, und schon gar nicht ein Indiz für eine „arabische Unterstützung für Israel“. Im Gegenteil, es ist ein Zeichen dass die Hütte anfängt zu brennen. Vielleicht der Kanarienvogel im Bergwerk: Zeit zu evakuieren. Es sollte noch ein bisschen was ergänzt werden: Die Grenze bei Sweida ist einfach nur eine Basaltebene, ohne irgendwelche Zäune o.ä. (ein Kollege fuhr 2015, also mitten im Bürgerkrieg, mal aus Versehen von Jordanien ein paar Kilometer nach Syrien rein, und merkte das erst im Nachgang beim Auswerten seiner GPS-Punktaufnahmen). Es handelt sich um eine künstliche Kolonialgrenze, die mit dem… Mehr

Kassandra
15 Tage her
Antworten an  bl2

Der jordanische König war zu Besuch im Oval Office – hochgeehrt durch Mr. Trump: https://www.youtube.com/watch?v=doRlRPJf7QQ
Und dann gabs noch dessen Rede vor den UN: https://www.youtube.com/watch?v=ec4kPRO-De4

Soistes
11 Tage her
Antworten an  bl2

Das kann man vom ganzen Nahen Osten sagen. Ohne die USA wären die Saudis und die Golf Monarchien schon längst Geschichte.

Haba Orwell
15 Tage her

> Mindestens zum dritten Mal innerhalb eines Jahres hat das Königreich Jordanien Luftangriffe in Syrien auf Drogenhändler in der Nähe von Suwaida durchgeführt.

Ob der allerbesteste Freund des Westens AlJolani erlaubt, dass ein Nachbarland irgend etwas auf syrischem Territorium bombardiert? Stellen wir uns vor, Frankreich würde etwas in Buntschland bombardieren, egal was.

Edward S.
12 Tage her
Antworten an  Haba Orwell

Getränke Salim findet es zumindest nicht schlimm.

MeHere
15 Tage her

Danke für die Infos, die man anderswo vorenthalten bekommt …

Ralph Martin
15 Tage her

Würden sich feindlich gesinnte Gruppen an den Grenzen Deutschlands breit machen, würde der Kanzler die Grenzen öffnen und Selfies mit den Eindringlingen posten.

Kassandra
15 Tage her
Antworten an  Ralph Martin

Da ist er nicht wie Merkel – das lässt er ungefilmt an sich vorbei gehen. Auch in Massen.
Stattdessen badet er öffentlich in Scheinheiligkeit:Merz sieht Juden in Deutschland so bedroht „wie schon lange nicht mehr“https://www.gmx.net/magazine/politik/videos/inland/merz-juden-deutschland-bedroht-lange-42225750
.
Wobei er uns Christen und die anderen „Ungläubigen“ eh unter den Tisch fallen lässt. UnserKanzler.

Peter P.
16 Tage her

An die Tichy Redaktion. Ich werde zukünftig nicht mehr eure Propaganda lesen was das Ausland betrifft und insbesondere, wie nennt ihr das wieder, Mullah Regime. Ihr habt 0 Ahnung von dieser Region und noch weniger von den Zionisten in Israel. Ihr selbst schreibt euch auf die Fahne das in Deutschland ein Schwarz Weiss denken herrscht und macht das selbe bei den arabischen Staaten. Uninformiert und der Propaganda des Westens verfallen. Mein Gott. Wie kann man nur seine eigenen Maßstäbe verleugnen. Auch euer Hohelied auf die USA und insbesondere Trump ist teilweise unerträglich. Ich war ebenfalls für die Wahl Trumps, aber… Mehr

Ralph Martin
15 Tage her
Antworten an  Peter P.

Es gibt wahrscheinlich so viele Sichtweisen auf den nahen Ostern wie die Region Einwohner hat.

Schwabenwilli
12 Tage her
Antworten an  Peter P.

Ich lese auch seit 2015 und im Nachhinein hat sich idR alles bestätigt was TE so an „Propaganda“ veröffentlicht hat.

Edward S.
12 Tage her
Antworten an  Peter P.

Ich stimme voll und ganz zu. Das Problem ist die deutsche, doppelmoralige, scheinheilige „Kultur“. Ich rate Ihnen das Land zu verlassen. Links wie rechts wird diese Bevölkerung wieder in den Untergang rennen. Aber (wie immer) mit Haltung!!!

Last edited 12 Tage her by Edward S.
Soistes
11 Tage her
Antworten an  Peter P.

Richtig. Auch ich hätte Trump gewählt und würde mir jetzt wahrscheinlich vor Zorn in den Hintern beißen.

Wise Otherwise
10 Tage her
Antworten an  Peter P.

Ob das Mullah-Regime im Iran über „mutigen Protest“ gegen ein spendenfinanziertes Medium begeistert sein wird?