Die Invasionskrise erreicht Touristenstrände

In Sardinien überfährt ein Schlepperboot eine 17-Jährige, das Mädchen war in Lebensgefahr. In Spanien landen immer mehr Boote beladen mit illegalen Migranten, die an Land springen und verschwinden. Die Invasionskrise braucht keine NGO mehr, die auf See übernehmen. Die Überfahrt geht jetzt direkt an die Strände. Was machen die Mittelmeeranrainerstaaten?

Screenprints: via X - Collage: TE

Eine 17-jährige Touristin schwimmt im Wasser vor Chia, an einem der schönsten Strände Südsardiniens. Aus dem Nichts kommt ein Motorboot. Mit hoher Geschwindigkeit fährt es in das Badegebiet. An Bord befinden sich mehrere junge Männer aus Algerien. Es kommt zum Zusammenstoß. Zeugen halten den Unfall auf Video fest.

Die junge Frau wird schwer verletzt und verliert zeitweise das Bewusstsein. Freunde in der Nähe reagieren sofort und bringen sie gemeinsam mit den Rettungskräften an Land. Ein Rettungshubschrauber fliegt sie mit höchster Dringlichkeitsstufe in das Krankenhaus Brotzu nach Cagliari.

Doch das Boot hält nicht an. Nach bisherigen Ermittlungen setzt es seine Fahrt dreist und mit hoher Geschwindigkeit fort, steuert den Strand von Tuerredda an. Dort gehen die Insassen an Land. Polizei und Carabinieri können die Gruppe wenig später aufgreifen. Wie schon in Ceuta rückt die Migrationskrise schockierend nah: Am Badestrand wird manifest, worüber Politiker in Brüssel diskutieren.

14 erwachsene Algerier werden identifiziert

Die Gruppe muss einiges an Geld zusammengelegt haben, um mit einem motorisierten Boot direkt an den sardischen Badestrand geschippert zu werden. Nicht so wie Tausende andere, in alten Barken und Kähnen, im Sichtfeld der NGO-Rettungsschiffe oder der Küstenwache, der Guardia Costiera. Der mutmaßliche Steuermann, ein 28-jähriger Algerier, wird festgenommen. Gegen ihn wird unter anderem wegen Beihilfe zur illegalen Einwanderung und wegen schwerer Körperverletzung ermittelt. Die Ermittlungen dauern an.

Erste Vermutungen der Einheimischen kommen auf. So will eine Frau im Radio wissen, ob die jungen Männer sofort dem Arbeitsschwarzmarkt, auch im Tourismus, zugeführt werden sollten. Deshalb diese Ecke in Sardinien – abladen und die nächste Fuhre abholen?

Die zweite Landkarte der Migration

Allein im Juli, als in vielen deutschen Medien bereits der Eindruck entstand, die Migrationsroute nach Italien habe sich weitgehend beruhigt, wurden 2.179 Menschen registriert, die illegal auf dem Seeweg in Italien eingereist waren. Für die ersten sieben Monate 2026 meldete das UNHCR 16.567 Ankünfte. Das sind zwar deutlich weniger als im Vergleichszeitraum 2025 – aber immer noch zu viele.

Sardinien ist kein neues Ziel. Im Juni wurden beispielsweise 26 Menschen nach einer Ankunft bei Teulada aufgegriffen. Einen Monat darauf trafen elf Migranten im Raum Sant’Antioco ein. Und im August ging es gerade so weiter: Kurz vor Ferragosto, dem italienischen Höhepunkt der Ferienzeit, wurde vor Sant’Antioco ein sechs Meter langes Boot mit acht Algeriern abgefangen. Der mutmaßliche Steuermann versuchte noch, sich den Kontrollen durch eine Flucht ins Wasser zu entziehen, wurde aber festgenommen.

Das Geschäft hinter den Booten

Wer darin lediglich eine Reihe isolierter Einzelfälle sieht, unterschätzt das System. Anfang August meldete die italienische Polizei die Zerschlagung einer Organisation in Cagliari, die den Ermittlungen zufolge illegale Überfahrten von Algerien nach Sardinien organisiert haben soll. Mindestens fünf Fahrten mit insgesamt mindestens 60 Migranten konnten nach Angaben der Ermittler rekonstruiert werden. Das Netzwerk soll von Algerien über Sardinien bis nach Marseille gereicht haben.

In Algerien wurden demnach Migranten angeworben und die Abfahrten organisiert. In Sardinien kümmerte sich die lokale Struktur um Aufnahme und weitere Logistik. In Marseille soll ein wichtiger Finanzier gesessen haben: Ein Geschäft, womöglich mit weiteren Verbindungen in die organisierte Kriminalität.

Melonis Vize-Premier Matteo Salvini wird seit Jahren nicht müde, zu betonen: „Es geht immer und ausschließlich um Menschenhandel. Diese müssen wir bekämpfen.“ Die Migration, von NGOs dargestellt als Flucht vor persönlicher Not, ist ein lukratives Geschäftsmodell.

Mittlerweile erhöht allerdings Algerien selbst den Druck. Nach Angaben der algerischen Behörden wurden allein zwischen dem 12. und 18. August 223 Menschen an der illegalen Ausreise über das Meer gehindert. Weitere 211 irreguläre Migranten wurden im Landesinneren aufgegriffen. Die algerische Regierung hat angekündigt, die Kontrollen entlang der Küste zu verstärken. Das ist bemerkenswert und zeigt, dass auch Algerien die sogenannten „Harraga“ als Problem betrachtet. „Harraga“ bedeutet bedeutet auf Arabaisch „diejenigen, die [ihre Papiere] verbrennen und bezeichnet jene illegalen Migranten, die ihre Identitätsnachweise vernichten und häufig über maritime Schlepperrouten nach Europa streben.

Doch der Fall des 17-jährigen Mädchens zeigt: Es geht nicht nur um Ankunftszahlen und Statistik. Im Zweifel reicht ein Schlepperboot, ein gewissenloser Steuermann, ein krimineller illegaler Migrant, um einen Menschen in Lebensgefahr zu bringen. Die Migration findet nicht nur dort statt, wo Kameras stehen, sondern bedroht zunehmend Sicherheit und Leben von Europäern dort, wo sie ihrem Alltag nachgehen.

 

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Kommentare ( 51 )

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yeager
2 Tage her

Seit über zehn Jahren lässt es die EU zu, dass Invasoren ungehindert eindringen. Nicht nur das, die Invasoren erhalten z.B. in Deutschland eine Vorzugsbehandlung bei Unterbringung, Gesundheitsversorgung und „Bürgergeld“, das Versprechen der Einbürgerung winkt, und die Möglichkeit eine Großfamilie ins Land zu holen.
Das ist komplett irre.
Hätte man das irgendjemandem in den 1990ern oder 2000ern erzählt, hätten die Leute aufgrund solch einer abstrusen Fiktion einfach nur gelacht, und das für ne Monty-Python Nummer gehalten.

Michael W.
3 Tage her

Undwarum sind diese Invasoren lebend von den Booten an Land gekommen?
Weil die Leute so dumm sind und die Invasoren nicht mehr erkennen und weil ganz Europa entwaffnet wurde, um sich nicht mehr zur Wehr setzen zu können!

HarryDax
4 Tage her

Ich lache mich schlapp und hoffe, dass die dumme weiße Bevölkerung in ihren Wohlfühloasen von denen mal angegriffen werden. Arme Menschen die hier nach dem Krieg alles aufgebaut haben werden doch nur noch verarscht und bestraft von der eigenen Regierung. Siehe England was da abgeht!

Fatmah
6 Tage her

Wir brauchen doch dringend Zuwanderung da unsere Industrie und unser Gesundheitswesen sonst krachen gehen. Außerdem sind Pushbacks verboten, nun sind sie nunmal da. Mir doch egal ob ich daran Schuld bin. Das ist nur noch mit Sarkasmus auszuhalten.

giesemann
6 Tage her

Die Invasion aus dem hyperfertilen globalen Süden bricht uns das Genick, wenn wir nicht dichtmachen. Sie scharren mit den Füßen, es wird noch viel schlimmer, Weltbank-Chef Ajay Banga prognostizert weitere 800 Millionen Flüchtlinge – FOCUS online

bfwied
7 Tage her

In Europa hat man völlig vergessen in den Jahren unter dem Schutzmantel der Amerikaner, dass man wie jedes Lebewesen um sein Leben kämpfen muss. Nicht umsonst haben Tiere Gift, Krallen, Gebiss entwickelt, Menschen haben Waffen erfunden, Techniken zur Verteidigung. Aber den Sinn für das natürliche Verhalten hat man im Westen vergessen, stumpfsinnig begründet mit der verstörenden Bereitschaft unserer Vorfahren, dem tödlichen Irren aus Braunau zu folgen. Man will keinen Krieg, auch keine „unschönen“ Bilder mit Zurückgewiesenen, anstatt dass man die Gefolgschaft einer Ideologie überprüft, kritisch zu denken lernt, damit man abwägen kann, was jetzt u. in der Zukunft zuträglich ist,… Mehr

giesemann
6 Tage her
Antworten an  bfwied

Konsequenz?

Michael W.
3 Tage her
Antworten an  bfwied

Schon vergessen? Uns wurden die Waffen weggenomen. Mit völlig absurden Begründungen. Es fing 1975 an und ist noch nicht beendet. Noch dürfen wir Küchenmesser haben, aber nur zu Hause! Schon der Transport eines neu gekauften Messers nach HAuse kann vor Gericht und im Knast enden!

Endlich Frei
8 Tage her

Horror – ohne den nicht enden wollende Geldsegen für diese Klientel aus Germoney, wo man wegen leeren Kassen inzwischen sogar die Getränke besteuern muss, nur um dem Wahnsinn politisch kein Ende setzen zu müssen – wäre das alles nicht denkbar.

Diese Bilder sind die direkte Folge der Brandmauer.

Last edited 8 Tage her by Endlich Frei
Fatmah
6 Tage her
Antworten an  Endlich Frei

Und das Verfassungsgericht entscheidet dann auch noch das kein Illegaler schlechter gestellt werden darf als ein Rentner nach 45 Arbeitsjahren.

jwe
8 Tage her

Da hilft nur eines: Nur Sachleistungen und die 98%, die kein Asyl bekommen müssen halt sofprt zurück einschl. sofortiger Stop aller Zahlungen. Dann wäre der Magnet abgestellt. Aber das geht ja nicht, jeder hat Anspruch auf Vollversorgung ohne Gegenleistung. Dann sind die Zustände eben wie sie so sind.

Michael W.
3 Tage her
Antworten an  jwe

Bei 0,17% Anerkennung muss man gar niemanden reinlassen. Die paar wenigen sind garantiert auch nur Fake.

Ostfale
8 Tage her

Die Dritte Welt klopft an die Pforten Europas, und sie kommt herein, auch wenn Europa sie nicht hereinlassen will. … Im nächsten Jahrtausend wird Europa … ein vielrassischer …, „farbiger“ Kontinent sein. …: Wenn es uns gefällt, umso besser; wenn nicht, wird es trotzdem so kommen.“
(Umberto Eco)

Schwabenwilli
8 Tage her
Antworten an  Ostfale

Islam ist keine Rasse, das was hier dann abgeht nennt sich „Citizen Vigilante“.

Endlich Frei
8 Tage her
Antworten an  Ostfale

Sebastian Kurz äußerte vor einigen Tagen die Ansicht, dass es nur noch eine Frage der Zeit sei, dass auch in Europa die Erkenntnis einziehen werde, dass – etwas frei formuliert – die Abschottungs- und Abschiebemethoden wie in den USA der unumgängliche Weg auch für Europa sein werden.. Andernfalls werde Europa selbst zu Afrika oder wie Scholl-Latour in seinem altbekannten Kalkutta-Vergleich einmal meinte: Wer ganz Kalkutta retten wird, wird selbst zu Kalkutta. Ich fand die Worte von Sebastian Kurz äußerst interessant, handelt es sich bei dem österreichischem Altkanzler schließlich um einen sehr intelligenten Menschen mit dem Mut, Dinge auf politischer Bühne… Mehr

giesemann
6 Tage her
Antworten an  Ostfale

Weil es nur zwei menschliche Rassen gibt, die männliche XY-Rasse und die weibliche XX-Rasse, will ich nur die XX-Rasse ins Land lassen: Chinese Female Soldiers Parade – YouTube. Als Kampf gegen den demografischen Wandel und die Söhne Allahs. Die XY-Rasse taugt dazu nicht. Der Mensch ist neoten („jungbleibend“), kann also lernen – als einziger von den Primaten sein Leben lang. Emile Devaux wendet ab 1921 diesen Begriff auf die Entstehung des Menschen an. Etwa zeitgleich entwickelte der niederländische Anatom Lodewijk (Louis) Bolk seine Fetalisationstheorie.[4] Demnach sei der Mensch ein in seiner Entwicklung stark verzögerter Affe – bzw. ein vorzeitig geschlechtsreif… Mehr

maru
5 Tage her
Antworten an  Ostfale

Die Drotte Welt „klopft“ nicht an, sondern tritt mit Anlauf die Haustür ein!

Marcus Tullius
8 Tage her

Als ich zum ersten Mal mit dieser Situation konfrontiert war, war mir klar, dass nur die australische Lösung hilft. Und daran hat sich auch 11 Jahre später nichts geändert. Dringe ohne Erlaubnis ein und Du wirst niemals mehr reingelassen.

Habakuk06
8 Tage her
Antworten an  Marcus Tullius

Meinen Sie vielleicht „nicht rausgelassen“.