Illegale Massenzuwanderung und kein Ende in Sicht

2015 wurde das Recht von Angela Merkel im Namen eines „humanitären Imperativs“ beiseitegeschoben, um die Grenzen zu öffnen. Heute soll dasselbe Recht verhindern, die Folgen dieser Politik rückgängig zu machen. Nach elf Jahre illegaler Massenzuwanderung: Wann gilt der humanitäre Imperativ endlich für die eigene Bevölkerung?

picture alliance/AP Photo | Kerstin Joensson
Flüchtlinge gehen am 27.10.2015 nahe Wegscheid (Bayern) über die deutsch-österreichische Grenze nach Deutschland

Merkel beugte 2015 das Recht im Namen der Menschlichkeit und rechtfertigte sich mit einem humanitären Imperativ. Elf Jahre später soll es unmöglich sein, die Massenzuwanderung umzukehren, weil ein Bündel der dafür erforderlichen Maßnahmen gegen geltendes Recht verstoßen würde? Wie wäre es mit einer Renaissance des humanitären Imperativs – nur dieses Mal für Deutsche? Seither schreibt TE kritisch über diese Entwicklung, wurde dafür heftig kritisiert, immer wieder verklagt, beschimpft. Wir haben auf die Folgen hingewiesen – und haben Recht behalten. Aber der erkennbar fehlerhafte Kurs wurde fortgesetzt, verschärft sogar; die Kritiker verdammt.

Auffällig ist, dass heute kaum noch jemand von Angela Merkels „humanitärem Imperativ“ spricht.Im Dezember 2015, wenige Wochen nach dem Beginn der illegalen Massenzuwanderung und nachdem sich die Kanzlerin geweigert hatte, die Grenzen zu schließen – obwohl Innenminister Thomas de Maizière entsprechende Maßnahmen vorbereitet haben soll –, verteidigte Merkel ihre Entscheidung vom September auf dem CDU-Bundesparteitag. Wörtlich erklärte sie, dieses Handeln sei „nicht mehr und nicht weniger als ein humanitärer Imperativ“.

Was war damit gemeint? Offensichtlich eine unabweisbare moralische und menschliche Notwendigkeit, Menschen in Not vor Krieg und Verfolgung zu schützen. Asyl als Schutz auf Zeit eben.

Elf Jahre später liest man auch in einigen Leitmedien vorsichtig enttäuschte Kommentare darüber, dass sich an der illegalen Massenzuwanderung bis heute nichts geändert hat – obwohl Merkel selbst wenige Monate erklärt hatte, diese Zuwanderer müssten überwiegend alle zurück. Die Ernsthaftigkeit ihrer Ankündigung war allerdings von Anfang an umstritten. Die Zustände der Gegenwart beweisen, dass sie nicht ernst gemeint war.

Horst Seehofer sprach damals noch als bayerischer Ministerpräsident von einer „Herrschaft des Unrechts“, weil von der Merkel-Regierung zahlreiche Gesetze gebrochen und gebeugt wurden. Aus dem Asylrecht wurde plötzlich ein Ansiedlungsrecht. Der vorübergehende Schutz mutierte zur Vorstellung, diese Menschen könnten hier ein neues Wirtschaftswunder produzieren – wie es der damalige Mercedes-Chef Dieter Zetsche im Chor mit Katrin Göring-Eckardt verkündete.

Ein humanitärer Imperativ, der über dem Gesetz stand und Gesetze aushebelte – Merkel wusste aber auch, dass dieser gesetzlose Zustand nicht dauerhaft halten konnte. Was geschah? Die Ampelregierung, die Merkels vierte Amtszeit ablöste, wandelte das Unrecht einfach in Recht um. Die Gesetze wurden geändert oder neue formuliert. Hinzu kam die Turbo-Einbürgerung, die die Debatte über Rückführungen für die nun Eingebürgerten endgültig beendete.

Aber warum gilt dieser humanitäre Imperativ eigentlich nicht auch umgekehrt? Warum kann man nicht endlich mit massiven Rückführungen und Abschiebungen beginnen und die Grenzen schützen? Oder konkreter: Die Deutschen schützen? Denn Grenzschutz ist Schutz Deutschenschutz. Er verteidigt Eigentum in Sicherheit. Deutschland ist Eigentum der Deutschen. Das macht übrigens auch die Turboeinbürgerungen so fragwürdig, wo sie zur Umverteilung von Besitz wird.Oder wie es Staatsrechtler Prof. Ulrich Vosgerau einmal im Interview erklärte:

“Vor dem Hintergrund des Selbstbestimmungsrechts der Völker ist davon auszugehen, dass der Staat dem Staatsvolk gehört.”Nach elf Jahren befinden wir uns bereits im zweiten und dritten Durchlauf derselben Debatte. Es ist die zweite und dritte Generation der Zuwanderungskritik. Man erkennt das daran, dass frühere Apologeten der Massenzuwanderung wie Julian Reichelt und Ulf Poschardt – der eine mehr, der andere weniger – inzwischen zu den schärfsten Verfechtern von Begrenzung und zu den lautesten Migrationskritikern geworden sind. Bis zur Bundestagswahl 2025 setzte man noch auf Friedrich Merz, dem man zutraute, Entscheidendes zu ändern. Die aktuellen Zahlen aus dem Innenministerium zeigen: Genau das ist nicht geschehen. Und so wandten sich auch diese ehemaligen Apologeten weiter der AfD zu – der einzigen Partei, der man abnimmt, dass sie ein klares Programm gegen die Massenzuwanderung hat und sich daran halten wird. Denn politische Programme sind, das weiß man spätestens seit der Regierung Merz, nicht das Papier wert, auf dem sie stehen, wenn sie anschließend gebrochen werden.

Warum also den humanitären Imperativ nicht umdrehen und ihn endlich für das Wohl der Deutschen geltend machen – jenes Wohl, auf das Bundeskanzler und Minister bei ihrer Vereidigung einen Eid ablegen?Sobald Abschiebungen oder Grenzschutz anstehen, läuft das bekannte Ritual ab: Politische Bedenkenträger und Ideologen werden aktiv, NGOs werden mobilisiert, Leitmedien stimmen in denselben Chor ein – und jede Migration begrenzende Maßnahme wird aus Rohren torpediert. Gerichte und Anwälte ersticken repressive Ansätze gegen illegale Migration im Keim. Seit elf Jahren.

Ein Rückgang der illegalen Zuzüge bedeutet im Übrigen nicht, dass plötzlich weniger Migranten im Land sind. Er bedeutet nur, dass etwas weniger neue hinzukommen – die absolute Zahl steigt weiter. Eine Massenauswanderung der so Zugewanderten gibt es nicht. Gebe es so einen steten Abfluss zurück in die Heimaten der vorübergehend Schutzbedürftigen bräuchte es diese Debatte und diesen Artikel auch nicht. Wer die letzten elf Jahre verfolgt hat, erkennt ein Muster aus Fälschung, Täuschung und Betrug: Zahlen werden verdreht, Fakten geleugnet, Kritiker diffamiert, diskreditiert und denunziert. Die Kriminalstatistik in Nordrhein-Westfalen etwa wurde von ihren Machern jahrelang so interpretiert, als ginge die Kriminalität – auch die migrantische – zurück. Bis zum Kipppunkt, an dem die Zahlen nicht mehr zu leugnen waren und als plötzlich massiv gestiegen verkauft wurden. Vorher hatte man missinterpretiert, Zahlen unterschlagen oder schlicht keine erhoben.

All das gehört zur Geschichte der Verweigerung, anzuerkennen, dass das Asylrecht über ein Jahrzehnt politisch gewollt missbraucht und zu einem Ansiedlungsprogramm umgedeutet wurde. Wer sich heute noch über „zu radikale“ Kräfte etwa wie die Identitären um Martin Sellner aufregt, wer immer wieder das angebliche Geheimtreffen in Potsdam bemüht und der AfD Ausländerfeindlichkeit vorwirft, macht sich zum Wasserträger dieser nicht enden wollenden ideologischen Ansiedlungspolitik übrigens gegenüber „Umvolkung“ der deutlich präzisere Begriff.

Merkel hat das Recht gebeugt, und ihre Nachfolger haben mitgemacht, machen es immer noch. Sie begründete es mit einem humanitären Imperativ. Jetzt soll es unmöglich sein, die Massenzuwanderung umzukehren, weil ein Bündel der dafür erforderlichen Maßnahmen gegen geltendes Recht verstoßen würde? Man stelle sich eine AfD-Regierung vor, die es genauso handhabt wie Angela Merkel 2015: Sie beruft sich auf einen humanitären Imperativ, nur diesmal nicht für die Migranten, sondern für die eigene Bevölkerung! Dann stellt sich die Frage, was schützenswerter ist und was dem Amtseid eher entspricht. Wer bisher mit einem Sammelsurium an Bremsklötzen jede Wende verhindert hat, der soll sich nicht über einen Backlash empören, der sich seinerseits auf Humanität und einen humanitären Imperativ beruft.

Ausgelöst wurde vieles durch die Ereignisse in Ceuta. Diese Bilder der Invasion beginnen sich ebenso in die Köpfe einzugraben, wie jene von der Kölner Domplatte in der Silvesternacht 2015/16, als über eintausend Anzeigen gegen sogenannte Nafris – nordafrikanische Intesivtäter – eingingen und Politik, Medien und NGOs das Geschehen verheimlichten oder umdeuten wollten. Das war der erste Kipppunkt. Zehn weitere Jahre sind vergangen – und nichts ist passiert.Ein Reload des humanitären Imperativs steht im Raum. Er soll nun endlich für die deutsche Bevölkerung gelten. Ein Status Quo, welcher von Ideologen und Zuwanderungsbefürworter zementiert wurde, muss beendet und außer Kraft gesetzt werden – so wie es Angela Merkel im September 2015 getan hat.

Um den Rest sollen sich Juristen, Verfassungsschützer und Staatsrechtler kümmern. Sie müssen die Welt nicht neu schaffen, sondern lediglich eine Analogie zur Politik der damaligen Bundeskanzlerin herstellen. So lässt sich die illegale Massenzuwanderung vielleicht endlich beenden und die bereits im Land befindlichen Ausreisepflichtigen zur Ausreise bewegen. Die Zeit drängt. Sie drängte eigentlich schon vor zehn Jahren.

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Kommentare ( 156 )

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Schwabenwilli
10 Tage her

„Anstieg um 140 Prozent: Migranten schicken im Jahr 8,5 Milliarden Euro aus Deutschland in ihre Heimatländer“

https://apollo-news.net/anstieg-um-140-prozent-migranten-schicken-im-jahr-85-milliarden-euro-aus-deutschland-in-ihre-heimatlaender/

Alles klar?!

Donostia
6 Tage her
Antworten an  Schwabenwilli

Die Diskrepanz, das jemand der aus einem Land geflohen ist ausgerechnet in dieses Land Geld verschickt, können Sie einem Grünen oder Sozialisten nicht vermitteln. Das ist ungefähr so als ob ein im 3. Reich geflohener Jude Geld in den NAZI-Staat geschickt hätte.

Schwabenwilli
10 Tage her

„Illegale Massenzuwanderung und kein Ende in Sicht“

Ja Herr Wallasch kein Ende in Sicht.
Die ganzen Befürworter dieser Invasion haben vor lauter Gefühlsduselei keine Ahnung was sie ihren Nachkommen hinterlassen.
Der absolute Löwenanteil dieser „Flüchtlinge“ besteht aus Moslems und wie das Zusammenleben mit Moslems aussieht kann man in allen Ländern rund um den Globus beobachten.

Greif
13 Tage her

Die praktisch unbegrenzte Migration in die nördliche Hemisphäre wurde bereits in den frühen 60er vom jüdischen Journalisten und Zukunftsforscher Robert Jungk in seinem Werk „Die Zukunft hat schon begonnen“ (bezüglich des Titels bin ich mir nicht mehr ganz sicher) für die Jahrtausendwende vorausgesagt. Die schon damals als bedrohlich gewertete Geburtenrate, die nicht mit den örtlichen Ressourcen korrespondierte, würden dies bewirken. Davon abgesehen, wurde das Bevölkerungswachstum allgemein als Gefahr gewertet und begründete sogar eine neue Industrie – die der Entwicklungshilfe; die allerdings in der Praxis weniger dem Problem als mehr, der eigenen Existenz gerecht wurde und wird. Den Völkern der westlichen… Mehr

Endlich Frei
15 Tage her

Angesichts der hier präsentierten Bilder fällt mir spontan Henryk M. Broders veueste Bemerkung ein:
„Eine Trennung von Islam und Islamismus so willkürlich wie die zwischen Alkohol und Alkoholismus“
Eine Rakete,wie ich finde, die mitten ins Schwarze trifft.
In diesem Sinne betrachte ich die neuen Schlangen an den Grenzen auch: Nämlich äußerst besorgt.

Last edited 15 Tage her by Endlich Frei
Privat
16 Tage her

Ich halte die deutsche Umvolkung nicht Dummheit sondern für pure Absicht !

Fatmah
16 Tage her

Für die weltfremden unter den Deutschen ist jeder „Ankommende“ ein neuer Steuerzahler und/oder Arzt. Das Problem ist aber das hauptsächlich die Problemfälle der dritten Welt hier her kommen und ganz schnell merken, das man sich hier alles nehmen kann was man will weil die deutschen Weicheier sind.

Endlich Frei
16 Tage her

Dazu werden diesen Winter wohlmöglich noch Hunderttausende, vielleicht sogar über eine Millionen von Schutzsuchenden aus der Ukraine kommen. Selensky begreift nicht, dass am Tag nur 3-4 Patriot-Raketen weltweit hergestellt werden, die angesichts der unverantwortbar leeren Arsenale in Europa und den USA jedoch unverzichtbar sind. Ohne diese Raketen aber kann er keinen Sinn gedeckten Krieg führen. Denn die Russen, auch wenn es an der Front für sie nicht voran geht, können nun mal ungestört aus dem Hinterland ihre riesigen Arsenale an alten und neuen ballistischen Raketen auf die Infrastruktur, Stromkraftwerke, Wasserwerke und Wohnhäuser in der Ukraine abschießen. Selensky schreit – während ihm… Mehr

Privat
16 Tage her
Antworten an  Endlich Frei

Die dämlichen Deutschen bezahlen sehr gerne für fremde Kriege.

Donostia
6 Tage her
Antworten an  Endlich Frei

Sie dürfen nicht glauben, dass die Russen nicht voran kommen wollen. Vielmehr betreiben sie einen Zermürbungs- und Abnutzungskrieg um die Waffenlager und das Humankapital (was für ein schlimmes Word) des Westens zu dezimieren. Die Ukraine hat 40 Mio. und Russland 140 Mio. Einwohner. Wem werden die Soldaten zuerst ausgehen? Und ein schneller Vormarsch kostet prozentual mehr Leben als ein langsamer und wohl überlegter Vormarsch. Die Russen haben Zeit.

Kassandra
16 Tage her

Selenskyj schickt aber permanent Drohnen gen Russen – und trifft russische Energieinfrastruktur – so dass sowohl Ukrainer als auch Russen frieren werden – von uns hier mal ganz abgesehen.
Hinter Kiew Richtung Polen bleibt es übrigens ruhig – so dass auch da Raum ist für die, die Schutz vor sonstwas suchen: https://liveuamap.com/de
Seit Monaten verändert sich am Ort des Geschehens, der Front, allerdings kaum was. Glaubt man der Karte.

Fatmah
16 Tage her
Antworten an  Kassandra

Komischerweise ist da aber nie von Kriegsverbrechen die Rede obwohl sich die Angriffe gegen die Zivilbevölkerung richten. Ein Unding ist das russische Staatsbürger nicht als Flüchtlinge aufgenommen werden, Türken jedoch ohne Weiteres obwohl sie aus einem demokratischen Staat kommen.

Privat
16 Tage her

Kein ende in Sicht ? – Wirklich ?
AFD wählen – nur dann wird das Importieren illeglaer Asylanten auf, es wird offiziell beendet.
Mit dem lügenden betrügenden Kartell wird der Import immer so weitergehen.

Siggi
17 Tage her

Das muslimische Pack muss raus aus Europa, komplett !