Die angebliche Hilfe schadet mehr, als sie nützt. Sie sollte deshalb so rasch wie möglich beendet werden. Die fortlaufenden Milliardenfinanzströme haben eine lähmende Wohlfahrtsmentalität, Eigeninitiativen vor Ort werden im Keim erstickt, da man sich auf die Fürsorge des Westens verlässt.
picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Bundeskanzler Friedrich Merz stellte sich am 24. Juni 2026 im Bundestag den Fragen der Abgeordneten. Auf die Frage des AfD-Abgeordneten Mirco Hanker, ob trotz des geringen Wirtschaftswachstums die Milliardenhilfen für Entwicklungsländer noch sinnvoll seien, beharrte der Kanzler auf der Fortsetzung der Hilfe. Im weiteren Verlauf der Fragestunde erklärte sich der Kanzler in dieser Frage im Einklang mit dem Willen der Bevölkerung. Dabei ist die Entwicklungshilfe – nicht die humanitäre Nothilfe aus dem Auswärtigen Amt – hoch umstritten.
Es scheint dem Bundeskanzler wie schon seinen Vorgängern vor allem darum zu gehen, vermeintlichen politischen Einfluss zu wahren. Dass dies freilich schon lange nicht mehr gelingt, hat die gescheiterte Kandidatur zum UN-Sicherheitsrat mehr als deutlich gemacht. Die Reaktion der afrikanischen Staaten auf die als überheblich und belehrend empfundene deutsche Außenpolitik zeigte, dass finanzielle Hilfen keine automatische politische Gefolgschaft sichern. Aus der Antwort von Merz im Deutschen Bundestag kann geschlossen werden, dass die Lehre aus dem Scheitern im UN-Sicherheitsrat zu keinem grundlegenden Umdenken geführt hat.
Wohin die Gelder letztlich fließen, weiß niemand, will niemand wissen. Früher wurde immer gesagt und geschrieben, dass Entwicklungshilfe indirekt wieder an heimische Unternehmen zurückfließt. Das hat sich nur insoweit geändert, dass die Rückflüsse an teils fragwürdige NGOs, deren Tätigkeiten selten transparent sind, fließen. In Deutschland gibt es im Gegensatz zu Großbritannien, kein öffentliches Stiftungs- und Vereinsregister, das die Bilanzen aller NGOs transparent vergleichbar macht.
Leider gibt es in Deutschland keine investigativen Journalisten mehr, die die Spur des Geldes aufnehmen und nachverfolgen. Wer geht der Frage nach, welchen Schaden das Geld anrichtet? Ich kenne nur afrikanische Journalisten wie Andrew Mwenda aus Uganda und James Shikwati aus Kenia, die dies regelmäßig tun.
Wer sich mit dem Thema beschäftigt, kennt auch die treffenden Aussagen von Intellektuellen wie Axelle Kabou aus Kamerun: „Afrika hat sich mit der Rolle des ewigen Opfers eingerichtet, das darauf wartet, dass andere seine Probleme lösen. Die Entwicklungshilfe zementiert dieses Denken, statt Eigeninitiative zu fördern.“ Oder die des US-nigerianischen Schriftstellers Teju Cole: „Der weiße Retter duldet morgens brutale Politik, gründet nachmittags eine Hilfsorganisation und bekommt abends dafür eine Auszeichnung.“
In dem gerade erschienenen „Schwarzbuch Staatsfunk – Desinformation statt Information“ habe ich mit einem kleinen Beitrag über die linke Meinungsbeschränkung geschrieben, die sich weniger an den Bedürfnissen der Empfänger (von Entwicklungshilfe) orientiert als an politisch-ideologischen Projekten wie Klimaheuchelei oder Gender-Ideologie. Es wird gefördert, was hier gefällt, ohne Rücksicht darauf, ob die Projekte den Ländern nützen.
Die afrikanischen Kritiker haben recht: Die angebliche Hilfe schadet mehr, als sie nützt. Sie sollte deshalb so rasch wie möglich beendet werden. Die fortlaufenden Milliardenfinanzströme haben eine lähmende Wohlfahrtsmentalität, Eigeninitiativen vor Ort werden im Keim erstickt, da man sich auf die Fürsorge des Westens verlässt.
Meine Sicht nach jahrzehntelanger Erfahrung mit dem Thema – in Afrika und Armenien –: Für viele ist Fernstenliebe leichter als Nächstenliebe. Dieses Bestreben, sich um alles in der Welt zu kümmern, gern aber den engsten Bereich zu vernachlässigen, erschließt sich mir nicht. Mildtätigkeit beginnt zu Hause. Als ich in Afrika tätig war, galt dies natürlich auch für mir bekannt gewordene Bedürftige. Alle meine Bekannten haben ebenso gehandelt. Der „Hungernde vor meiner Haustür“ (in Deutschland oder anderswo) ist mir wichtiger als weit entfernte Nöte. Je weiter weg ein Problem, desto interessanter ist es für unsere Helfer. Außerdem ist es natürlich einfacher, etwas für „die Armen“ zu tun (als abstrakter Begriff), als für „den Armen“.



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Vorallem kann man bei Hilfe vor der Haustür kontrollieren ob es funktioiert bei Hilfe ganz weit weg, wird die Kontrolle schon schwieriger.
Bald kann er sich an der Anklagebank festhalten.
Leider nicht von mir, aber sehr gut beobachtet:
Das Problem ist nicht die aufrechterhaltene Linie der Politik, die inzwischen als obsolet erkannte Entwicklungshilfepolitik fortzusetzen, das Problem ist, dass es dem Bürger nicht gelingt, seine Auffassung der Politik zu vermitteln. Das gilt auch für Leute, die sich auskennen, ob Corona, Entwicklungshilfe, militärische Auseinandersetzungen etc.
Regierung und Parteien sind fast in autistischer Weise beratungsresistent, inzwischen in einem Ausmaß, dass schon kleinste Anzeichen von Kritik der Gefahr ausgesetzt sind, medial und oder polizeilich unterdrückt zu werden.
Der Contract social erscheint aufgekündigt.
Man gewinnt den Eindruck, dass Deutschland in irgendwelchen internationalen Hinterzimmern aufgedrückt wird, wieviele Milliarden es jährlich/monatlich/wöchentlich bitte gefälligst zum Fenster rauszuwerfen hat.
Diese Einrichtung nennt sich UN.
Merz hat endlich eingesehen, dass er für sein Land nichts Sinnvolles leisten kann. Dennoch hofft er dummerweise weiterhin, sich als bedeutende internationale Persönlichkeit zu etablieren.
Der Mann, muß sich seine Freundschaften erkaufen
Logisch hält dieser Mann daran fest, er leidet ja, an einer gestörten Entwicklung
Das ist richtig, man hat die schreckliche perinatale Mortalität deutlich gelindert, aber sich niemals ernsthaft um Maßnahmen zur Begrenzung des daraus resultierenden Geburtenüberschusses gekümmert, was zu der von Ihnen geschilderten Masseneinwanderung letztendlich führt. Es ist immer wieder das gleiche, man greift in ein komplexes System ein und hat keine Vorstellung davon was die Folgen sind oder ignoriert sie in unverantwortlicher Weise.
Das ist keine Entwicklungshilfe. China gibt einen Kredit, der mit Resourcen abbezahlt wird. War früher nicht anders, heute schreien die Gutmenschen „Kolonialisierung“.
Würden wir uns vermehren wie die Afrikaner, dann wären es heute 850 Mio. Menschen in D. 1870 E/km2. Je einer auf 500 m2!