Scharfschützen und Sprengstoff-Drohnen: Attentat auf Trump vereitelt

Nicht ein Attentäter, sondern offenbar ein ganzes Netzwerk: Bis zu 23 Personen sollen laut FBI an der Planung eines Anschlags auf Donald Trumps Geburtstagsveranstaltung beteiligt gewesen sein. Fünf Verdächtige wurden nun festgenommen.

picture alliance / ZUMAPRESS.com | Daniel Torok/White House

Das FBI hat nach eigenen Angaben einen Anschlag auf die Gala der Ultimate Fighting Championship (UFC) „Freedom 250“ am 14. Juni auf dem Gelände des Weißen Hauses vereitelt. Die Veranstaltung fand zu Donald Trumps 80. Geburtstag statt.

Bis zu 23 Personen sollen an der Planung des Angriffs beteiligt gewesen sein. Die Täter wollten laut FBI zunächst mit Sprengstoff-Drohnen eine Massenpanik erzeugen und die Besucher in die Flucht treiben. Im geplanten Chaos sollten Scharfschützen dann auf die Menge schießen.

Unter den Gästen waren neben Donald Trump und seiner Familie auch Vizepräsident JD Vance, UFC-Chef Dana White und Meta-Gründer Mark Zuckerberg.

Vier Tage vor Beginn der Veranstaltung sollen Ermittler verschlüsselte Textnachrichten ausfindig gemacht haben. In den Nachrichten tauschte eine Gruppe von rund zwanzig Personen, detaillierte Karten sowie Luftaufnahmen des Geländes aus und diskutierte über mögliche Fluchtwege und Unterschlüpfe („Safe Houses“).

Das FBI beschlagnahmte daraufhin bei bundesweiten Razzien Hochleistungsschusswaffen und ballistische Schutzausrüstung. Bislang wurden fünf Hauptverdächtige aus den Bundesstaaten Ohio, Missouri, Nebraska und Kalifornien festgenommen. Unter ihnen befindet sich der 19-jährige Tycen Proper aus Ohio, dessen eigene Mutter die Behörden wegen seiner Online-Aktivitäten alarmiert hatte, sowie der 32-jährige Daniel K. Eskridge aus Missouri. Eskridge hatte in den Chats gefordert, das Anschlagsziel müsse „groß sein und jemand, den die Mehrheit des Landes kennt“.

JD Vance: „Ein koordinierter, geplanter Terrorplot“

Die Spaltung in den USA nimmt neue Ausmaße an. Linke Medien sprechen gerne von isolierten Einzeltätern, doch US-Vizepräsident JD Vance wies dies in einem Interview mit Fox News entschieden zurück: „Dreiundzwanzig Leute kommen nicht an den Punkt, an dem sie ein Massen-Terrorereignis in Washington D.C. verüben wollen, ohne ernsthafte Finanzierung und ohne ernsthafte Koordination. Das sind nicht ein paar Typen, die verrückte Sachen machen – das ist ein koordinierter, geplanter terroristischer Plot.“

Zugleich kündigte Vance die Einleitung umfassender Ermittlungen an, um logistische Hintermänner offenzulegen. Trump selbst erklärte am Rande des G7-Gipfels, von dem vereitelten Anschlagsplan zunächst nichts gewusst zu haben

Nicht das erste Attentat

Donald Trump war in der Vergangenheit bereits wiederholt Ziel von Anschlägen. Am 13. Juli 2024 wurde er bei einem Wahlkampfauftritt in Butler im Bundesstaat Pennsylvania von dem Scharfschützen Thomas Matthew Crooks angeschossen. Der Schütze traf Trump nur knapp am Ohr, ein Besucher kam ums Leben. Zwei weitere Menschen wurden schwer verletzt. Crooks wurde vom Secret Service erschossen.

Nur zwei Monate, später am 15. September, lauerte ein bewaffneter Schütze Trump auf dessen Golfplatz in West Palm Beach in Florida auf. Ein aufmerksamer Beamter des Secret Service entdeckte den Gewehrlauf im Gebüsch und eröffnete daraufhin sofort das Feuer. Der Attentäter floh in einem Auto, konnte jedoch noch am selben Tag auf der Autobahn gefasst werden. Das FBI sprach auch hier offiziell von einem versuchten Attentat.

Am 12. Oktober 2024 vereitelten Sicherheitskräfte in der Nähe einer Trump-Wahlkampfarena in Coachella (Kalifornien) einen weiteren potenziellen Anschlag. Bei einer Sicherheitskontrolle stoppten Polizisten den schwer bewaffneten Vem Miller in einem Auto mit gefälschten Kennzeichen und Pässen. Er führte eine geladene Schrotflinte, eine Handfeuerwaffe und ein Magazin mit hoher Kapazität mit sich. Der örtliche Sheriff erklärte nach dem Zugriff öffentlich, seine Beamten hätten hier mutmaßlich „einen weiteren Attentatsversuch verhindert“.

Brenzliger wurde es im April 2026: Ein bewaffneter Mann drang während des White House Correspondents’ Dinner in das Hilton Hotel in Washington ein. Es kam dabei zu einem Schusswechsel, der Täter wurde festgenommen.

System am Ende

Sollte sich J.D. Vances Einschätzung bewahrheiten, würde dies auf eine neue Dimension der Gefährdung des US-Präsidenten hinweisen. Zudem stellt sich die Frage, ob die US-Sicherheitsbehörden ausreichend gewappnet sind, um den Präsidenten der Vereinigten Staaten zu schützen – in diesem Fall wurde der Anschlag wenige Tage vor der Veranstaltung aufgedeckt, in anderen Fällen konnten Täter jedoch ungehindert bis in die Nähe des Präsidenten vordringen.

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Kommentare ( 2 )

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yeager
15 Minuten her

Die selben Leute die es für existenzbedrohend halten, wenn jemand mit falschem (also nicht dem selbst herbeiphantasierten) Pronomen angesprochen wird, und die sich für die Hüter der Demokratie halten wollen ihre Ideologie mit Terror herbeibomben.

Marcel Seiler
25 Minuten her

Die westlichen Demokratien verrohen. Und verdummen: Wie kann jemand annehmen, dass sich durch den Tod des US-Präsidenten plötzlich alles verbessert?