Ob die russische Armee laut diverser Experten 2030 oder doch schon 2029 Westeuropa angreift, ist zwar noch nicht ganz geklärt, die Koninklijke Landmacht der Niederlande bereitet sich jedenfalls schon vor: Auf dem Militärübungsgelände Marnewaard entsteht ein Kriegsgefangenenlager für bis zu 2.000 Personen.
IMAGO / ANP
Die Übung ist Teil eines der größten niederländischen Manöver der letzten Jahre, und dies sei aufgrund der angeblich deutlich gestiegenen Bedrohung Europas nötig. „Wir bereiten uns auf Szenarien vor, in denen wir nicht nur kämpfen, sondern auch die Konsequenzen eines konventionellen Konflikts professionell bewältigen müssen“, sagte Brigadegeneraal Nicole de Wolf, Kommandeurin des Operationeel Ondersteuningscommando Land. Besonders betonte sie die humanitäre Komponente: „Russische Gefangene erhalten exakt dieselbe Behandlung wie unsere eigenen Soldaten – mindestens so komfortabel wie die Unterkünfte unserer Truppen im Feld.“
Das Prototyp-Lager besteht aus modularen weißen Baracken mit Etagenbetten für je etwa 20 Personen. Jede Einheit verfügt über eine eigene Freiluftzone, Gemeinschaftsduschen, Speisesäle und sanitäre Anlagen. Eine medizinische Station, Verhör- und Registrierungszentren sowie eine zentrale Kommandozentrale gehören ebenfalls dazu. Statt klassischer Wachtürme sichern hochmoderne Kameramasten und Drohnenüberwachung das Gelände. Persönliche Gegenstände wie Mobiltelefone müssen abgegeben werden, doch Briefe an Angehörige sind ausdrücklich erlaubt. Das gesamte Lager wird innerhalb einer Woche von 30 niederländischen Unternehmen aufgebaut – diese enge Zusammenarbeit zwischen Militär und Zivilwirtschaft sei ebenfalls zu proben.
Laut offiziellen Angaben sollen beim Betrieb der Anlage nicht nur alle logistischen Herausforderungen bewältigt werden, sondern auch die Einhaltung der Genfer Konvention garantiert sein. Dazu zählt eine geregelte Verpflegung, die medizinische Versorgung und die Möglichkeit zum Informationsaustausch mit dem Internationalen Roten Kreuz. Gleichzeitig dient die Übung dem Sammeln nachrichtendienstlicher Erkenntnisse durch systematische Vernehmungen.
Die Notwendigkeit dieser Vorbereitungen begründet das Verteidigungsministerium mit dem Wissensverlust seit den 1990er Jahren. In den vergangenen Jahrzehnten konzentrierte sich die niederländische Armee vor allem auf Auslandseinsätze in Afghanistan oder Mali, bei denen keine großen Gefangenenzahlen zu bewältigen waren. Nun wird wieder geübt, wie man Tausende Gefangene schnell hinter die Frontlinie bringt, ohne damit eigene Kampftruppen zu stark zu binden.
Gefangene Russen hätten dann bereits Polen und Deutschland überrannt
In einer Zeit, in der NATO-Mitglieder ihre Verteidigungsfähigkeit mit Milliarden an Steuergeld massiv stärken, möchte die niederländische Armee zeigen, dass sie nicht nur auf einem Schlachtfeld, sondern auch auf die Folgen eines Kampfeinsatzes vorbereitet sein will. Die Niederländer lassen sich offenbar auch nicht davon ihren Optimismus nehmen, dass jene russischen Truppen, für die das Gefangenenlager dann gedacht ist, bereits die baltischen Staaten, Polen sowie ganz Deutschland erobern konnten und damit 2.000 Kilometer kämpfend hinter sich haben, wenn sie die Grenze der Niederlande erreichten.

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Hahaha, ist das nun Schilda? Die wollen bereits die Haut des Bären verkaufen, ehe sie ihn gefangen haben? Immer unglaublich und leider bedrohlicher, die kriegslüsterne Dummheit unserer Politiker. Ginge es nach mir, könnte man in diesem Heidelager unsere großmäuligen Politiker nach rechtsstaatlichem Urteil für ein paar Jahre zum Arbeitsdienst einsperren, zur Wiedergutmachung für den ungeheuren Schaden, den sie an unserer Gemeinschaft angerichtet haben.