Tschechischer Präsident Zeman: „Grüner Wahnsinn“ für Energiekrise verantwortlich

Der Staatspräsident der Tschechischen Republik, Miloš Zeman, kritisierte hausgemachte Preiserhöhungen und den Ausstieg aus dem Verbrennungsmotor. Das Staatsoberhaupt nahm dabei auch Bezug auf die Abschaltung der letzten drei Kernkraftwerke in Deutschland.

IMAGO / NurPhoto

Miloš Zeman, der Staatspräsident der Tschechischen Republik, hat die grüne Politik in Europa vehement kritisiert. Zeman hob die Pläne im benachbarten Deutschland hervor, seine drei verbleibenden Kernkraftwerke neben der Schließung von Kohlekraftwerken abzuschalten. Da die Nachfrage unverändert bleibe, argumentierte er, dass dieser Rückgang des Energieangebots zu einem Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise führe. Eine der Hauptursachen der Energiekrise sei laut Zeman der grüne Fanatismus.

Er sprach von „grünem Wahnsinn“ und kritisierte, die Abschaffung von Autos mit Verbrennungsmotor werde zu einer „deutlich anspruchsvolleren Elektromobilität führen, die Stromverbraucher werden Elektroautos mit geringer Reichweite und hohem Preis sein“. Die Lösung der Energiekrise bestehe laut Zeman darin, dem Green Deal nicht nachzugeben und eine souveräne Außenpolitik zu betreiben.

Der Präsident kommentierte damit die aktuelle Situation in seinem Land. Die tschechische Regierung hat Energiesparmaßnahmen vorbereitet, um Schulen, Krankenhäusern und Haushalten vorzuschreiben, ihre Temperatur um bis zu sechs Grad Celsius zu senken. Zeman äußerte sich bereits am 22. August während einer Ansprache gegenüber tschechischen Botschaftern. Er sagte, die Hauptaufgabe der Botschafter sei es, tschechische Exporteure im Ausland zu fördern und ausländische Investitionen in die Tschechische Republik zu locken.

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