Keine Island-EU-Gespräche – schwere Schlappe für Ursula von der Leyen

Für die Brüsseler Bürokratie und Ursula von der Leyen persönlich wurde Image-Schaden, was das Image aufpäppeln sollte.

IMAGO / Le Pictorium

Gestern Abend ließ sich Ursula von der Leyen nicht sehen – Worte hätten beredter nicht sein können. Mit Islands sozialdemokratischer Ministerpräsidentin Kristrún Frostadóttir zusammen war sie sich sicher, endlich wieder einen Staat mehr unter die Fuchtel der EU holen zu können – was sie als ihren persönlichen EU-Sieg und einen über den US-Gottseibeiuns Donald Trump gefeiert hätte.

Doch in Island gab es nur in der – wie in allen Hauptstädten des ganzen Westens –  grün karierten Haupstadt Reykjavik (140.000 Einwohner von nicht ganz 400.000 in Island insgesamt) eine Mehrheit pro EU. Das Land war überwiegend dagegen, die Jüngeren und Älteren überall noch deutlicher, Bauern und Fischer wollten schon gar nicht unter Bürokraten-Brüssel. Mein alter Freund, weit genug entfernt von Reykjavik, sagt: Wenn wir eine Schutzmacht wollen, nehmen wir Amerika gegen China – und nicht die größenwahnsinnige und ewig zerstrittene EU ohne Divisionen.

Für die Brüsseler Bürokratie und UvdL persönlich wurde Image-Schaden, was das Image aufpäppeln sollte.

Quidquid agis, prudenter agas et respice finem. – „Was auch immer du tust, tue es klug und bedenke das Ende.“

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Kommentare ( 31 )

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cernunnos
1 Monat her

Na und. Wird eben nochmal abgestimmt. Und nochmal. Oder nochmal. Bis es passt. Damit haben diese EU-„Demokraten“ ja Erfahrung.

Haba Orwell
1 Monat her

> Wenn wir eine Schutzmacht wollen, nehmen wir Amerika gegen China – und nicht die größenwahnsinnige und ewig zerstrittene EU ohne Divisionen.

Sowieso absurder Spruch – wieso sollte China um die halbe Welt herum gerade Island mit ein paar Geysiren erobern wollen? Ein Land, welches seit Jahrzehnten keinen Krieg geführt hat (ganz anders als die USA).

bkkopp
1 Monat her

Ich habe viel Verständnis dafür dass Island die Verhandlungen in Richtung Vollmitgliedschaft nicht weiterführen will. Ich gönne auch der EU-Kommission die Zurückweisung. Trotzdem sollte man das Thema nicht zu eng, und auch nicht nur polemisch sehen. Island ist Mitglied in der European Economic Area, und damit vielfältig eingebunden – wie auch Norwegen und Liechtenstein. Island ist auch Mitglied des Schengen-Abkommens. Als es in 2008 eine massive Finanzkrise gab, und sich isländische Banken in Milliardenhöhe verzockt hatten, hat man sich gerne an die EU gewandt. Die EU hat zwar nicht auf eigene Rechnung für ein Nicht-Mitglied einen Bailout organisiert, sie hat… Mehr

swengoessouth
1 Monat her

Naja, da wird die Ursula ihrer Freundin der Ministerpräsidentin gute Tips geben können wie man das Wahlergebnis zurecht biegt: Einfach solange abstimmen lassen bis das Ergebnis stimmt oder das Ergebnis einfach ignorieren und trotzdem Verhandlungen auf nehmen, mit der Begründung das Ergebnis war soooo knapp. Den Isländern muss doch gezeigt werden was Demokratie im Gusto der EU bedeutet.

AlexR
1 Monat her

Tja, liebe Ursula von den Laien, das war nun schöne Ohrfeige gegen die EU-Diktatur. Hoffentlich folgt bald ein zweite. Denn auf einem Bein kann man nicht stehen!

Karl Renschu
1 Monat her

Danke Island, dass du nicht Teil vom IS-Land werden wolltest.

humerd
1 Monat her

ist doch nicht schlimm, schließlich freuen sich die anderen Beitrittsländer ganz toll an den großen Topf zu kommen:
Aktuelle Beitrittskandidaten

  • Albanien
  • Bosnien und Herzegowina
  • Georgien
  • Moldau (Republik Moldau)
  • Montenegro
  • Nordmazedonien
  • Serbien
  • Türkei
  • Ukraine
maik litoris
1 Monat her
Antworten an  humerd

Super, endlich wieder Nettoeinzahler…

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  humerd

> Türkei Das wohl weniger: >>>Warum die EU die Türkei nun als „Feind“ betrachtet<<< > „… Mit der Aussage, Europa müsse „die Vervollständigung des europäischen Kontinents“ sicherstellen, damit dieser nicht unter den Einfluss von „Russland, der Türkei oder China“ falle, hat sie die Türkei – einen nominellen NATO-Partner – in eine Reihe mit den erklärten strategischen Rivalen des Westens gestellt. Die EU verschiebt ihre Haltung gegenüber der Türkei radikal – von einem strategischen NATO-Partner, wobei die EU ja mittlerweile deckungsgleich mit der NATO ist, zu einer Bedrohung, die man mit Russland und China in einen Topf wirft. Genau diese Entwicklung… Mehr

Christa Born
1 Monat her

Das geht gar nicht! Das muss rückgängig gemacht werden!

Wolfgang Richter
1 Monat her

Die Isländer haben sich offenbar vor dem Referendum über den Zustand der vdL-Eurokratur informiert und entschieden, daß sie damit doch eher nicht „gesegnet“ werden wollen.

niezeit
1 Monat her

Wird wohl nichts mit Solarwende bei einer Insel nahe dem Nordpol. Und vegane Ernährung gibt’s auch nicht bei ein paar Grasflecken rund um Vulkanschutt und ringsum im Meer wimmelnden Fischen. Man könnte natürlich Island voll mit Windmühlen stellen, was viele Touristen anlockt. Diesmal noch hat gesunder Menschenverstand gesiegt, aber nur knapp. Beim nächsten Versuch schafft es Brüssel vielleicht. Die wissen das. Viele Bullshit-Funktionärsposten winken als Ansporn.