Widerstand gegen die EU-Zentrale wächst: Meloni, Fico und Orbán begehren auf

In der EU wächst die Opposition gegen die allmächtige Zentrale. In Rom, Budapest und Bratislava klopft das neue Herz des Widerstandes gegen unsinnige Wirtschaftsrezepte, krampfhafte Abgrenzung von Trump und Wahleinmischung. Die Patrioten für Europa haben dagegen sogar eine Beobachtungsstelle gegründet.

picture alliance / ASSOCIATED PRESS | Omar Havana

Wahlergebnisse und neue Regierungen sind das eine, neue und kluge Initiativen das andere Gesicht eines tiefgreifenden Wandels, der sich im Innern der EU ankündigt. Die Autorität der Kommission und ihrer Repräsentanten ist geschwächt. Zunehmend wird die Fadenscheinigkeit der Worte und Auftritte einer Ursula von der Leyen deutlich, die voller bürokratischer Sprachungeheuer und monströser Gedanken sind. Eng alliiert mit ihr scheinen allenfalls noch der deutsche Kanzler Merz und Präsident Macron.

Kulturkampf
Freedom.gov – die neue Freiheit im Web kommt aus den USA
Doch der Zugriff des Komplexes Berlin-Brüssel-Paris – auch bekannt als das EU-Direktorat, der sogenannte „Motor der Integration“ – auf die anderen Mitglieder wird dabei täglich schwächer. Das mühsame Töff-Töff der alten Maschine wird immer hörbarer. Das zeigt sich an einem neuen Faktor wie Donald Trumps „Board of Peace“, jenem Friedensrat, der erst im Nahen Osten, dann auch anderswo auf der Welt Konflikte lösen soll. An diesem Donnerstag tagt er zum ersten Mal in Washington.

Nach Italien hat auch Griechenland die Entscheidung gefällt, die Einladung als Beobachter anzunehmen. Als Mittelmeer-Anrainer will man sich nicht aus dem Spiel nehmen lassen, wenn zahlreiche Staaten aus dem Nahen Osten in dem neuen Gremium vertreten sind. Man will mitreden können. Auch Rumänien und Zypern werden als Beobachter vertreten sein, Ungarn und Bulgarien sogar als vollgültige Mitglieder. Und auch die EU-Kommission schickt eine Beobachterin, die EU-Mittelmeer-Kommissarin Dubravka Šuica. Für von der Leyen scheint die Reise nach Washington ausgeschlossen zu sein. Die EU „schleicht sich auf Zehenspitzen“ in Trumps Friedensrat, wie Politico schreibt. Merz und Macron bleiben derweil bei ihrer Totalablehnung und damit außen vor, fixiert auf ein EU-Projekt, das sich selbst genug sein soll.

Meloni: Demonstrative Distanz zum EU-Zentralismus

Giorgia Meloni ist in diesen Tagen demonstrativ auf Distanz zu dem zentralistischen Gehabe gegangen, das wahlweise Merz, von der Leyen oder Armin Laschet („diese MAGA-Sprache“) an den Tag legen. Es ist der alte EU-Zentralismus, der rund um die Münchner Sicherheitskonferenz mächtig die Backen aufgeblasen und alle möglichen Konter-Manöver gegen die feindliche MAGA-Übernahme der Sicherheitskonferenz vom letzten Jahr inszeniert hat.

Neuer Tarnbegriff
„Digitale Souveränität“, oder: Wo die Herrschenden noch selbst zensieren
Merz und von der Leyen sprachen von neuen „Instrumentenkästen“, die sie heimlich vorbereiten wollen – teils gegen die USA, teils gegen die eigenen Bürger gerichtet. Es gibt wohlgemerkt keine Identität zwischen diesen beiden Begriffen, obwohl man manchmal zu diesem Eindruck kommen könnte. Die USA haben ihre eigenen Interessen, und die vertritt auch die Trump-Regierung. Aber sie hat dabei das Wohl der Bürger stärker im Sinn als die Machthaber in Europa. Es geht dabei um eine andere Herangehensweise an die Politik, die nicht autoritär von oben herabregiert, sondern populär von unten herauf. Das ist auch in Washington etwas Neues.

Dagegen warnte von der Leyen in München griesgrämig, die „digitale Souveränität“ der EU mit Zähnen und Klauen verteidigen zu wollen. Nur wer sich hier Daten-Autonomie und eigene EU-Digital-Clouds vorstellt, wodurch die Europäer unabhängiger von ausländischen Tech-Unternehmen werden sollen, der wird sich bald getäuscht sehen. Was von der Leyen einzig und allein meinte, war die digitale Unterjochung der Europäer, übrigens auch aller anderen Nutzer der sozialen Plattformen. Das wurde schon am Kontext deutlich, denn sie war nach „roten Linien“ gegen die Zumutungen der Trump-Regierung gefragt worden.

Von der Leyen und die Kaskade der Zensurbemühungen

Die Kommissionschefin will den Kampf gegen Trump, Rubio, Vance und Elon Musks X fortsetzen, die alle auf Meinungsfreiheit in den sozialen Netzwerken pochen. Das bedeutete ihr Wort von angeblicher „digitaler Souveränität“. „Souveränität“ wird gerade das neue Wieselwort eines EU-Imperialismus, der zuerst die Bürger unterwerfen will – als ob nicht viele andere Herausforderungen anstünden.

Es geht der EU-Führung letztlich darum, von der Mehrheit nicht geteilte Politikentscheidungen gegen jede Kritik durchzudrücken. Dazu braucht die EU ihre zahlreichen „Instrumente“ zur Beeinflussung sozialer Netzwerke und Online-Plattformen bis hin zu Messengerdiensten wie Whatsapp, die trotz Verschlüsselung durchleuchtet werden sollen. Dabei geht es im Dutzend an die Bürgerrechte – ganz im Gegensatz zu den öffentlichen Bekundungen, wo ja viel vom „Schutz“ der Demokratie, von einem „Demokratie-Schild“ und so fort die Rede ist.

Interview mit Vera Lengsfeld
Merz-Regierung droht: Meinungsfreiheit kann „Kosten haben“
Die Digitalbemühungen der EU-Regenten blieben bislang strikt aufs Regulieren beschränkt, und das bedeutet am Ende vor allem Einschränkungen und Nachverfolgbarkeit für die Nutzer: in Form von gesperrten Inhalten, Altersverifikation, auch „Aktionstagen gegen Hass im Netz“ in Deutschland, die einerseits eine Ausfaltung der EU-Gesetzgebung, zum anderen genuiner Ausfluss des autoritären Denkens deutscher Politiker sind. Mit Gusto vertrat diesen Standpunkt Nancy Faeser, andere wollen dasselbe, aber unauffälliger. Etwa ein Friedrich Merz, der sich angeblich „sehr, sehr, sehr“ schwertut mit staatlichen Verboten – aber genau das für minderjährige Social-Media-Nutzer durchsetzen will.

Hat sich also der deutsche Autoritarismus von SPD, CDU und CSU nur sekundär auf die EU als Ganzes übertragen und via Ursula von der Leyen die Arbeit der Kommission infiziert? Man könnte es denken. Denn zwar ist von der Leyen auch dank Macron an die Spitze der Kommission gelangt, aber doch nur im Kuhhandel gegen Christine Lagarde an der Spitze der EZB. Man könnte das auch als französischen Schlendrian in der Geldpolitik und deutschen Kontrollwahn auf fast allen anderen Politikfeldern zusammenfassen.

So kam es zum „European Green Deal“, zum Verbrennerverbot und zu der sattsam bekannten Kaskade der EU-Zensur- und Meinungsüberwachungsgesetze, die die Kommission mit Hilfe der Mitgliedsstaaten erließ. Hier war auch ein guter Schuss des französischen Etatismus drin: Das freie, teils bewusst freiheitliche Treiben großer Tech-Unternehmen – insbesondere von X – und ihrer Nutzer wollte und will man sich nicht so einfach gefallen lassen. In jahrelangen „Konsens-Runden“ unterwarf man die meisten Tech-Bosse. In Deutschland haben entsprechende Tendenzen zu einem Majestätsbeleidigungsparagraphen geführt, der von der politischen „Elite“ sehr weitgehend genutzt wird.

Gegen den Trump-Derangement-Antiamerikanismus

Der Aufstand in der EU hat vor allem praktische Aspekte: Beim Besuch des US-Außenministers in Bratislava ging es dem Vernehmen nach um Energie- und Verteidigungsthemen, also auch das schwierige Verhältnis zur Ukraine. Vor einem Monat telefonierte Robert Fico erst mit Trump und Rubio, dann mit Friedrich Merz, um schließlich einen Brandbrief an die Kommission zu schreiben. Sein Thema waren die absurden Auswüchse der EU-Politik von Klimazielen bis hin zur Migration, gegen die er wie Viktor Orbán entschieden opponiert.

Klartext aus Belgien:
De Wevers Warnung an von der Leyen: „Wir stehen am Rand einer existenziellen Krise“
Wo Rubio die Deindustrialisierung als bewusste Wahl der EU-Zentralisten kritisiert, da wollen die offenbar genau so weitermachen wie bisher. Das hat sich zuletzt auf der Antwerpener Industriemesse gezeigt, auf der der konservative belgische Premierminister Bart de Wever ein halbwegs flammendes Plädoyer für ein Ende von Überregulierung und hohen Energiepreisen abgab. Die EU müsse endlich für mehr „Innovation, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit“ sorgen. Das sind freilich weitgehend Leerformeln, auf die sich fast alle in der EU einigen können (darunter Enrico Letto, Mario Draghi, UvdL), aber de Wever benennt immerhin die „existenzielle Krise“, in der sich die EU-Länder wirtschaftlich befinden. Aber zudem fallen die Krisen-Antworten der anderen EU-Entscheider sehr unterschiedlich aus. Wo Friedrich Merz in Antwerpen eine matte Deregulierungsrede hielt und Trippelschritte in diese Richtung meinte, da spricht Emmanuel Macron von zentraler Planung, neuen Vorschriften und Made-in-Europe-Quoten. Die fundamentale Lähmung des EU-Zentrums ist das beste Argument für die Abwendung der vielen „kleinen“ EU-Partner.

Eine gewisse Deckung erhalten die EU-Rebellen nun von Giorgia Meloni, die dem neuen Trump-Derangement-Antiamerikanismus (TDA) der EU-Eliten deutlich widerspricht. Sie fragte jüngst scherzhaft, ob man denn nun die Nato verlassen, europäische US-Basen schließen und den Handel mit den USA einstellen wolle. Das war kurz vor der Sicherheitskonferenz, aber die Diskussion um den angeblich gefährlichen Einfluss aus Washington hatte da schon Beine bekommen.

Melonis Worte werden dabei von ihren Reformen und den italienischen Wirtschaftsdaten gestützt, etwa der historisch hohen Beschäftigungszahlen und einer deutlichen Verbesserung der Agenturratings, was ziemlich einzigartig in der jüngeren Geschichte des Landes ist. Vor allem hat sich Meloni als Motor bei der Bekämpfung der illegalen Migration erwiesen, die sie um 60 Prozent senken konnte. Ihr Albanien-Modell bestimmt zunehmend die Diskussion in der Union. Das ist sicher oft nur Rhetorik, etwa auch bei der deutschen CDU/CSU, bedeutet aber auch das Zurückweichen linker Parteien (inklusive der Union), das in ganz Europa zu verzeichnen ist.

Noch unbekannt ist, welche Auswirkungen die Reihe der Misstrauensvoten gegen Ursula von der Leyen haben werden. EVP-Fraktionschef Manfred Weber setzte rigide Disziplinierungsmaßnahmen und verhängte Sanktionen gegen Abgeordnete der eigenen Fraktion, sogenannte „Rebellen“. Seitdem hat auch Webers Ruf gelitten, und die EVP ist folglich weniger geschlossen als zuvor. So bieten sich Angriffspunkte, vielleicht sogar für Abwerbeaktionen.

Neues Fidesz-Observatorium gegen EU-Wahlbeeinflussung

Und nun hat ein Institut aus dem Dunstkreis der ungarischen Fidesz und der verbundenen Fraktion Patrioten für Europa (mit Mitgliedern wie dem Rassemblement national, der italienischen Lega, der PVV von Geert Wilders oder der FPÖ) die Gründung eines Democracy Interference Observatory (DIO) bekanntgegeben – also einer „Beobachtungsstelle für Einmischungen in die Demokratie“. Aufgabe der Initiative des Mathias Corvinus Collegiums sei es, „aufzudecken, zu dokumentieren und zu analysieren, wie die Europäische Union und mit der EU verbundene Akteure nationale Wahlen in ganz Europa beeinflussen“. Es ist ein weiterer Frontalangriff von Viktor Orbán gegen das EU-Establishment, von dem bekannt ist, dass es nicht auf der Seite von ihm oder Robert Fico steht. Giorgia Meloni wird wohl widerstrebend akzeptiert, während das Direktorat in Rumänien 2024/25 kurzerhand eine demokratische Wahl ausgehebelt und aufgehoben hat.

Münchner Sicherheitskonferenz
Marco Rubio: Eine vergiftete Liebeserklärung
Laut Eigenbeschreibung will DIO „die Selbstbestimmung bei Wahlen, demokratische Rechenschaftspflicht und freie Meinungsäußerung in ganz Europa“ verteidigen und lädt „Organisationen, die diese Grundsätze vertreten“ ein, in Kontakt mit ihm zu treten.

Die Beobachtungsstelle verweist auf „eine wachsende Zahl von Belegen dafür, dass moderne Wahlen immer öfter nicht nur von innenpolitischen Akteuren beeinflusst werden“. Nicht von inneren Faktoren – das bedeutet also Wahleinmischung von außen. Demnach greifen vermehrt gewisse „dichte Netzwerke“ in Wahlen ein, wobei „EU-Institutionen, nationale Behörden, digitale Plattformen und politisch aktive NGOs“ zusammenarbeiten.

Einsicht in DSA-Akten verweigert – trotz Transparenzregeln

Da ist es wieder, das berechtigte Schreckgespenst NGOs, die alles andere, nur keine Nicht-Regierungs-Organisationen sind, auch keine Nicht-EU-Organisationen. Viele von ihnen werden von der Kommission direkt gefördert, in einem unübersehbaren Wirrwarr der Geldtöpfe. In den EU-Förderrichtlinien steht, dass die „NGOs“ die EU-Ziele teilen und vertreten müssen, um an die Gelder zu kommen. Ein böser Zirkelschluss, die Katze beißt sich in den Schwanz. Auch das bedeutet also eine Einmischung der EU in die Mitgliedsländer. Eines der ersten Untersuchungsobjekte werden die ungarischen Parlamentswahlen im kommenden April sein.

DIO berichtet außerdem, dass es schon letztes Jahr Einsicht in DSA-Akten zur Einflussnahme auf die rumänischen Wahlen von 2024 und 2025 gefordert habe. Die Einsicht sei verweigert worden, mit der Begründung, dass der Digital Services Act (DSA) sogar die eigenen Transparenzregeln der EU überstimmt. Der DSA – ein Gesetz, das zum Stillschweigen über die Art seiner Anwendung verpflichtet und so ein neues Arkanum der EU-Machtanwendung schafft. Selbst die EU-Ombudsfrau – oder auch Europäische Bürgerbeauftragte! – Teresa Anjinho unterstützte die Entscheidung, wonach die Mächtigen der Rechenschaftspflicht enthoben werden. Es scheint in der Tat höchste Zeit, dass sich mehr Mitgliedsländer und Abgeordnete öffentlich gegen solche Zustände wehren und die EU auf das zurückführen, was den Europäern dienlich ist.

Sollten sie es lassen, weil ja doch alles noch viel schlimmer ist? Die Fidesz und das Mathias Corvinus Collegium machen es schon ganz richtig: jeden Tag einen Apfelbaum pflanzen, damit es am Ende eine Apfelplantage wird, mit entsprechend guter Ernte.

Anzeige

Unterstützung
oder

Kommentare ( 34 )

Liebe Leser!

Wir sind dankbar für Ihre Kommentare und schätzen Ihre aktive Beteiligung sehr. Ihre Zuschriften können auch als eigene Beiträge auf der Site erscheinen oder in unserer Monatszeitschrift „Tichys Einblick“.
Bitte entwerten Sie Ihre Argumente nicht durch Unterstellungen, Verunglimpfungen oder inakzeptable Worte und Links. Solche Texte schalten wir nicht frei. Ihre Kommentare werden moderiert, da die juristische Verantwortung bei TE liegt. Bitte verstehen Sie, dass die Moderation zwischen Mitternacht und morgens Pause macht und es, je nach Aufkommen, zu zeitlichen Verzögerungen kommen kann. Vielen Dank für Ihr Verständnis. Hinweis

34 Comments
neuste
älteste beste Bewertung
Inline Feedbacks
Alle Kommentare ansehen
Berlindiesel
1 Monat her

Was haben Meloni, Orbán und Fico gemeinsam? Richtig. Sie stehen Nationen vor, die ohne Gelder der EU staatsbankrott wären. Im Falle Orbáns könnte man einschränken, dass das weniger auf Ungarn als auf ihn und Fidesz zutrifft. Aber: keine dieser drei Politiker soll hier mit Geschwalle von „Freiheit“ oder „Brüssel“ kommen. Ungarn, die Slowakei, oder Italien könnten SOFORT aus der EU austreten. KEINER hielte sie auf. Was hat Ungarn ohnehin jemals im Club der linksliberalen Westeuropäer gewollt? Die wussten sehr wohl, was die da erwartet, aber die hatten seinerzeit das D-Mark-Zeichen und heute den Euro im Auge. Was sollte Italien in… Mehr

Last edited 1 Monat her by Berlindiesel
bfwied
1 Monat her
Antworten an  Berlindiesel

Schmarr’n! Lesen Sie sich erst mal in die Wirtschaftsdaten und deren Entwicklung ein, und dann fragen Sie sich, weshalb so viele deutsche Firmen nach Ungarn z. B. umziehen, bevor Sie hier so einen Sermon von sich geben. Oder sind Sie einer der „Aufpasser“-NGOs?! Ach ja, und schauen Sie sich die Daten Deutschlands an!!!

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  bfwied

Und warum zahlen wir dann seit über 20 jahren an ungarn via EU mrd an euros? Gut das die AfD damit schluss machen will. Orban wird sich noch wundern wenn der rubbel via EU von uns nicht mehr rollt.

bfwied
1 Monat her
Antworten an  Klaus D

Natürlich zahlen wir bzw. die EU an verschiedene Länder Gelder aus, damit sie aufschließen können. Es sind heute v. a. Länder, die dem maroden Ostblock angehören mussten, und sie erhalten immer weniger. Ich finde die Zahlungen auch berechtigt. Und sie kommen, s. Polen, die Balten, dann Ungarn, Tschechien etc. aus dem Tal zusehens heraus. Die verzeichnen alle eine starke wirtschaftliche Entwicklung. Auch Griechenland schafft sich hoch – war auch Zeit -, dennoch beziehen die wenigen Griechen noch immer netto 3,5 Mrd. E. Freilich muss man damit Schluss machen, aber dann taucht das andere Problem auf, dass die keine eigene Währung… Mehr

Liberio
1 Monat her
Antworten an  Berlindiesel

Ich bin als Ungar sehr verärgert darüber, dass ich egal, wo ich in Deutschland bin, von Unwissenden, Halbwissenden und Bösen höre, dass Ungarn von EU-Geldern lebt. Berlindiesel, bitte lesen Sie doch die Zeitung. Die EU blockiert seit JAHREN die EU-Förderungen, der Betrag der nichtausbezahlten EU-Gelder summieren sich bereits auf über 30 MRD Euro. Zusätzlich hat Ungarn der EU täglich 1.000.000 Euro an Strafgeldern zu bezahlen, solange es sich nicht am Massenansiedelungsprogramm von Männern aus archaisch-islamischen Ländern beteiligt. Ungarn ist Nettozahler, vielleicht schreiben Sie sich das hinter die Ohren. Verzeihen Sie mir, aber so viel Propaganda ärgert mich.

Adorfer
1 Monat her
Antworten an  Liberio

Danke. Solche „Wahrheiten“ sind dem EU-Normalbürger nicht bekannt. Vielleicht liest man mal mehr darüber

bfwied
1 Monat her
Antworten an  Liberio

Kann Sie gut verstehen, das Viertel- und Zehntelwissen ärgert. Man ist hierzulande extrem leichtgläubig, die Linken in Brüssel und Berlin und … müssen es nur oft genug wiederholen, s. einige Aussagen von Brüssel, dann glauben die Leute alles. Bestes Beispiel dafür kennen wir doch aus der Geschichte!
Und man macht sich offensichtlich auch keine Gedanken darüber, dass D. sich selbst deindustrialisiert und die Firmen nach Ungarn, Polen, Bulgarien, Rumänien etc. ziehen! Das macht mich sprachlos.

wegmitdenaltparteien
1 Monat her
Antworten an  bfwied

Die veröffentlichte Meinung wird nun einmal zur öffentlichen Meinung – jedenfalls solange es den ÖRR gibt.

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  Liberio

Und all das geld davor?….und keine panik Ungarn bekommt wieder geld von uns…..alles gut. Ihre rente ist sicher!

Ungarn könnte sogar neues EU-Geld bekommen

Ungarn könnte bald sogar wieder Geld aus Brüssel bekommen. Das Land soll insgesamt 16 Milliarden Euro an günstigen Krediten aus dem 150 Milliarden Euro schweren EU-Rüstungsfonds SAFE erhalten.

https://www.handelsblatt.com/politik/international/ungarn-viktor-orban-darf-von-budapest-aus-ungestoert-gegen-die-eu-poebeln/100200861.html

gmccar
1 Monat her
Antworten an  Klaus D

Aber nur, wenn die Marionette Magyar Peter gewinnen sollte. So lächerlich ! Meine Ungarischen Nachbarn hier im Ort sagen, dass dieser Stimmengewinn von Magyar bestenfalls in Budapest vorhanden ist. Im nichtsstädtischen Umfeld wird der mit 20-30 % gehandelt. Seine öffentlichen Auftritte werden noch von höchstens 100 Besuchern frequentiert.

wegmitdenaltparteien
1 Monat her
Antworten an  Liberio

Was verschwenden Sie Ihre Zeit und ärgern Sie sich mit solchen Menschen herum? Leider verbietet die Netiquette diesen Leuten ein Zitat des großen deutschen Philosophen Dieter Bohlen in die Analen zu schreiben. Sei`s drum.

twsan
1 Monat her

Was soll Merz denn sagen bzw. unternehmen?

Es ist CDU-v.d.Laien, die federführend diesen EU-Kurs bestimmt.

Wobei „CDU“ zwar außen d’raufsteht – SED aber innen d’rinsteckt.

Last edited 1 Monat her by twsan
Imre
1 Monat her

Richtig, aber die aufgeschobenen und vermehrten Probleme garantieren – im weiteren Zeitablauf – eine noch schwerere und umfassendere Krise!
Und nein, diese charakterlosen Claquere schaden selbst dem Großteil ihrer NOCH-Wähler….ohnehin meist ahnungslose und desinteressierte Zeitgenossen.
Die früheren und bereits damals kritischen SPD-Wähler haben das, nicht nur eines besseren IQ wegen, längst begriffen…..

Sonny
1 Monat her

Seit langer Zeit erscheinen in allen möglichen alternativen Portalen fast täglich Artikel, die den Menschen vor Augen führen, wie wirklichkeitsfremd und korrupt die Brüsseler EU-Politiker agieren. Viele Bürger wollen das aber einfach nicht glauben oder zucken nach bester Harakiri-Manier mit den Schultern („…da kann man eh nix gegen machen“). Es wird sich erst etwas ändern, wenn die Bürger bereit sind, öffentlich dagegen zu protestieren. Wenn die Aufmärsche und Demonstrationen, ähnlich wie zum Ende der DDR, immer größer werden und nicht nach zwei Wochen wieder aufhören. In Deutschland wachen immer mehr Menschen auf, sieht man an den Umfragewerten. Im Osten schneller… Mehr

Last edited 1 Monat her by Sonny
OJ
1 Monat her

Meloni, Fico und Orbán sind die INTELLIGENZ.
UvdL die personifizierte DUMMHEIT ❗

humerd
1 Monat her

Meloni, Fico und Orbán begehren auf
und dann kauft sich Ursula von der Leyen deren Zustimmung, finanziert von Deutschland.
Wie beim Mercosur Abkommen und vielen weiteren Beispielen.

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  humerd

Die zocken uns via EU ab….warum zahlen wir ungran und der slowakei seit über 20 jahren via EU mrd an euros als nettozahler.

Kraichgau
1 Monat her

ich verstehe nicht,warum hier dauernd Meloni und Italien so hoch gelobt werden wegen Ihrer wirtschaftlichen Entwicklung…..
schon vergessen,das Italien im Gegenzug gegen Melonis „Wohlverhalten“ rund 250 Milliarden aus dem „Corona-Folgen-Fonds“ der EU bekommen hat,während D irgendwas um 15 Milliarden von seinen eingezahlten x Milliarden „bekam“?
SO generiert man Wachstum ala italiana

alter weisser Mann
1 Monat her
Antworten an  Kraichgau

Meloni ist ganz sicher keine Opposition in der EU, sondern eher eine geschmeidige Taktikerin für die Interessen Italiens.
Kann man verstehen, muss man nicht verklären.

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  Kraichgau

….siehe auch Ungarn und die Slowakei die als nettoempfänger auch auf unsere kosten leben – seit über 20 jahren

Liberio
1 Monat her
Antworten an  Klaus D

Ich bin als Ungar sehr verärgert darüber, dass ich egal, wo ich in Deutschland bin, von Unwissenden, Halbwissenden und Bösen höre, dass Ungarn von EU-Geldern lebt. Klaus D, bitte lesen Sie doch die Zeitung. Die EU blockiert seit JAHREN die EU-Förderungen, der Betrag der nichtausbezahlten EU-Gelder summieren sich bereits auf über 30 MRD Euro. Zusätzlich hat Ungarn der EU täglich 1.000.000 Euro an Strafgeldern zu bezahlen, solange es sich nicht am Massenansiedelungsprogramm von Männern aus archaisch-islamischen Ländern beteiligt. Ungarn ist Nettozahler, vielleicht schreiben Sie sich das hinter die Ohren. Verzeihen Sie mir, aber so viel Propaganda ärgert mich.

bfwied
1 Monat her
Antworten an  Kraichgau

Nein, Italiens Wirtschaftsentwicklung ist schon lange im Aufwind, und das hat nichts mit den Auszahlungen zu tun – 195 Mrd., davon 123 als Kredit -, sondern damit, dass die immer mehr exportieren als importieren, das BIP zunimmt u. die Arbeitslosigkeit ist schon so niedrig wie noch nie zuvor. Und: Italien ist mit 1,6 Mrd. E Nettoeinzahler in die EU, Ungarn erhält noch 2 Mrd., aber immer weniger, Bulgarien noch etwas mehr.
Es ist nur Italien-Bashing. Finde ich alles andere als gut!

Juergen Waldmann
1 Monat her

Die EU Behörde möchte uns EU Bürger betreuen , wir Wähler und Bürger werden es aber nicht zulassen , sind doch wir immer noch der Souverän , der Pflegefall sitzt in den Altparteien , also CDU/CSU , Roten , Linken und Grünen !

bfwied
1 Monat her
Antworten an  Juergen Waldmann

„Wir“ Wähler lassen längst, eigentlich schon immer, alles zu, was irgendwelchen Regierenden so einfällt an Blödsinn. Die Wähler wählten und folgten auch dem höllischen Ausbund mit dem lächerlich ausgestreckten Arm und der grotesken Sprache.

Haba Orwell
1 Monat her

Endlich müsste die Euro-Satrapie fallen: „EU ergänzt Zensur-Industrie-Komplex durch Sanktionsregime gegen eigene Bürger“ > „… Februar 2026: Der Moment, in dem @AuswaertigesAmt anfing, völlig unverblümt vom #BPK-Podium aus Journalisten zu drohen: … “Ich bin übrigens auch Ihnen Herr Warweg dankbar dafür, dass Sie immer wieder bekannt machen, dass es diese Sanktionen gibt und dass es dieses Sanktionsregime gibt. Denn klar ist: Denjenigen, die das unterlaufen, muss bekannt sein, dass das Ganze mit Kosten verbunden ist und womit dann zu rechnen ist.” …“ Ein paar Details: > „… Diese Zensurmaschine ist auch in den klassischen Mainstream Medien offensichtlich. Der Spiegel konnte noch… Mehr

alter weisser Mann
1 Monat her
Antworten an  Haba Orwell

Welche EU-Satrapie müsste denn fallen? Oder zu gut deutsch, welches Mietgliedsland? Oder meinten Sie was anderes?
(Eine Satrapie war eine Provinz im antiken Perserreich, die von einem Satrapen als Gouverneur verwaltet wurde.)

Haba Orwell
1 Monat her
Antworten an  alter weisser Mann

Oft heißt es, die EUdSSR wird vom US-Deep-State gesteuert – damit wäre es die Sammel-Provinz des US-Imperiums auf dieser Atlantik-Seite. Mit einer Satrapenden:in bzw. Gouverneurin. Dugin zum Thema: „Trump hat den Westen in fünf Teile gespalten – uncut-news.ch“ > „… Westen Nummer zwei ist die Europäische Union, die sich in einer sehr schwierigen Lage befindet. Jahrzehntelang orientierten sich die EU-Staaten in Politik, Sicherheit und sogar Wirtschaft an den USA im Rahmen der atlantischen Partnerschaft und entschieden sich immer wieder zwischen europäischer Souveränität und Unterordnung unter Washington für Letzteres. Frühere US-Regierungen taten dabei so, als betrachteten sie die Europäer nahezu als… Mehr

Last edited 1 Monat her by Haba Orwell
ChrK
1 Monat her

Die Autorität der Kommission und ihrer Repräsentanten ist geschwächt. Ach ja? Und zu den Wahlen in Ungarn wäre zu sagen, daß, sollte auch dort eine ausreichend große Zahl an Wählern, gerade von jüngeren, dem ganzen Schmonz der EU etc. Glauben schenken und das in großen Teilen von Europa stattfindende Geschehen entweder nicht wahrnehmen oder ein solches sogar gutheißen…zusätzlich zu den zu erwartenden EU-Eingriffen vor Ort, gegen die Orban hoffentlich Maßnahmen ergriffen hat…nun, dann werden sie den EU-Peter wählen (bzw. einer EU-Peter-Koalition genügend Stimmen geben), und alles Mühen von Orban in den letzten Jahren wird umsonst gewesen sein. Man kann die… Mehr

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  ChrK

Wir werden noch „witzige“ zeiten erleben. Wenn hier die AfD regiert (mitregiert) wird Ungarn kein geld mehr von uns als nettoempfäger der EU bekommen. Dann wird Orban echt ein problem haben und die EU-ungarn werden von der EU entäuscht sein weil es kein geld mehr gibt.

ChrK
1 Monat her
Antworten an  Klaus D

Orban/Ungarn haben Uschi doch bei zweiten Mal ebenso ihre Stimme gegeben (per der entsprechenden Fraktion im EU-Parlament), meine ich mich zu erinnern? Warum haben sie nicht gegen sie gestimmt (selbst wenn es wohl nichts großartig geändert hätte)?

Imre
1 Monat her
Antworten an  Klaus D

Das mit der Revolution hängt dann von den jeweiligen Umständen ab.
Bin da voller Hoffnung, dass die Geisterbahnfahrer in Brüssel und anderswo aktuell und erst recht weiterhin die deutlich aufscheinenden Widersprüche in nahezu jeder Hinsicht „erfolgreich“ verschärfen werden…..
Das viele „Freibier“ für hochkorrupte Führer, Konzerne /Oligarchen, korrupte Parteimitglieder usw. usf. muss ja irgendwer zahlen. Oder glauben Sie, dass Friedensarm Schmerzensreich,uns Uschi, oder der zahnlose Peter W. aus BY den Papierdeckel auslösen?!

twsan
1 Monat her

Es ist an der Zeit, sich ernsthaft die Frage zu stellen, ob es sich bei der EU um „EU-Zentralismus“ oder um „EU-Faschismus“ handelt.

Klaus D
1 Monat her
Antworten an  twsan

„EU-Zentralismus“….siehe umverteilungswahnsinn der EU. Das kennen wir ja so beim länderfinanzausgleich wo zentral (nach gesetz des bundes) eine riesen umverteilung stattfindet die am ende allen schadet. Man muss sich schon fragen warum Ungarn seit über 20 jahren nettoempfänger der EU – und wir das mitbezahlen – das geld fehlt uns hier bzw muss wo herkommen zb durch steuererhöhungen.

bfwied
1 Monat her
Antworten an  Klaus D

2025 zahlte Ungarn aus verschiedenen Gründen, u. a. wegen Zurückhaltung von Geldern seitens der EU, netto 1,6 Mrd. E mehr ein als esherausbekam! Die Wirtschaft baut sich kontinuierlich auf, und viele Firmen aus Deutschland ziehen nach Ungarn um!!!
Die werden es schaffen, ganz ohne die Millionen Einwanderer, die das „Stadtbild“ und den Aufenthalt in den Städten drastisch veränderten. Ob das die Grünroten und die grünrote EU wahrhaben wollen oder nicht.