Pfarrer kandidiert mit „Fuck-AfD“ in Sachsen-Anhalt für die Linkspartei

Pfarrer Martin Michaelis hat bei der Kommunalwahl 2024 in Sachsen-Anhalt für die AfD kandidiert. Seitdem läuft die evangelische Kirche Amok und versucht, ihm den kirchlichen Beamtenstatus und seine Pension zu nehmen. Ganz anders sieht es die gleiche Landeskirche bei dem Pfarrer, der für die umbenannte SED kandidiert.

picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH

Der evangelische Pfarrer Andreas Tschurn steht an seinem Wahlkampfstand. Er kandidiert im Wahlkreis Querfurt für die Linkspartei bei der kommenden Landtagswahl 2026 in Sachsen-Anhalt. Auf seiner schwarzen Lederweste leuchten zwei große Aufnäher, die beide die gleiche Botschaft tragen: „Liberté, Egalité, Fuck AfD.“

„Fuck“ muss nach Lexikon mit „verdammt“, „zum Teufel“ oder einem ähnlich vulgären Sprachgebrauch übersetzt werden. Pfarrer Tschurn ist damit das kirchliche Gesicht von „Hass und Hetze“ gegen 40 Prozent der Bevölkerung. Freundlich lächelnd versprüht der Pfarrer mit seiner Kleidung seine menschenverachtende Fuck-Botschaft unter die Bevölkerung.

„Es fühlt sich für mich einfach genau richtig an, das jetzt zu machen“, sagt der politische Fühlexperte Tschurn. „Ich habe das Gefühl, dass unser Land Sachsen-Anhalt wirklich in Gefahr ist, vor allem durch die Rechten.“

Dieses positive Gefühl hat offenbar auch die Amtskirche. Sie unterstützt ihn, indem sie ihm für zwei Monate Fuck-Wahlkampf unbezahlten Sonderurlaub gewährt, obwohl nach Tschurns eigener Aussage in seiner Gemeinde „gerade intern ganz eigene Probleme“ sind, „die unglaublich viele Ressourcen binden“. Da kommt so ein apokalyptischer Wahlkampf zur Rettung von „unsereDemokratie“™ gerade recht.

Mit „Fuck-AfD“ durch den Wahlkreis zu ziehen, das widerspricht nach Ansicht seiner Landeskirche nicht dem Mäßigungsgebot. Zwar sind Beamte verpflichtet, bei politischer Betätigung innerhalb und außerhalb des Dienstes „diejenige Mäßigung und Zurückhaltung zu wahren, die sich aus ihrer Stellung gegenüber der Allgemeinheit und aus der Rücksicht auf die Pflichten ihres Amtes ergeben“.

Doch gegenüber der AfD und AfD-nahen Kirchenmitgliedern gelten in der Kirche das Mäßigungsverbot und das Verteufelungsgebot. Die manische Bekämpfung der AfD steht in der Amtskirche offensichtlich oberhalb des Kirchenrechts und de facto auch oberhalb der Heiligen Schrift, die sich in politischen Fragen eben nicht sozialistisch oder sonstwie gleichschalten lässt. Selbst Menschen, die der AfD nüchtern-distanziert-kritisch gegenüberstehen, fassen sich an den Kopf bei so viel kirchlicher Besessenheit gegen eine Partei, die für eine Wahl zugelassen ist.

Die kirchlichen Medien, die von Kirchenseite offiziell subventioniert oder finanziert werden, schreiben wohlwollend über Tschurn als Leuchtturm des vermeintlichen „Antifaschismus“. Wenn sogar CDU/CSU mit den Linken vermeintlich fruchtbar zusammenarbeiten (zum Beispiel bei der Auflösung der Schuldenbremse), dann kann diese Partei, die früher SED hieß, ja nun wirklich nicht schlecht sein.

Und wenn Leute meinen, Sozialismus und Kirche, das vertrage sich nicht, dann zaubert Pfarrer Tschurn zwei Kaninchen aus seinem Talar. Das eine Kaninchen ist Bodo Ramelow, die Galionsfigur der alternativlos-sozialistischen Deutung des Christentums. Das andere Kaninchen ist Tschurns Wahlkampfkarte, auf der groß aus der Bergpredigt Jesu steht: „Selig sind, die da hungert und dürstet nach der Gerechtigkeit, denn sie sollen satt werden.“

Diese biblische Gerechtigkeit verortet Tschurn in der Linkspartei. Dieses Mal wird es bestimmt klappen mit der sozialistischen Gerechtigkeit auf Erden, damit sich die vielen Millionen Opfer bisheriger sozialistischer Zwangsbeglückungen gelohnt haben. Dieses Mal wird es bestimmt klappen mit dem richtigen und demokratischen Sozialismus und mit der „Freiheit“ und mit der „Gleichheit“ aller Menschen, wobei die Linken gewiss ein wenig besser gleich sind.

Tja, wofür braucht Deutschland eigentlich noch die Kirche, wenn wir für die biblische Gerechtigkeit die Partei die Linke und den politischen Fühlexperten Andreas Tschurn mit seiner Vorliebe für ein vulgäres Demokratieverständnis haben?

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Dt. Tom Schimpff
9 Minuten her

Die Staats-Pfaffen. Ohne Worte.