Die ganz große Klimaverlade

Erst jahrzehntelang Weltuntergang, jetzt Rückzieher: Das Klima-Extremszenario RCP8.5 verschwindet still und leise. Doch Deutschland hat längst Wohlstand, Industrie und Freiheit geschrottet – für 1,5 Prozent Weltanteil an CO2. Trotzdem - oder gerade deshalb - fordern die Panikmacher, die WHO müsse jetzt den globalen Klima-Notstand ausrufen.

IMAGO

Wie bitte? Wir haben jahrelang vor der Klimakatastrophe gezittert, also nicht wir, aber beeindruckbare Jugendliche? Haben bei jedem Schritt an unseren „Klimaabdruck“ gedacht? Haben Kühe abscheulich gefunden, weil sie rülpsen? Waren sensibel und klimafreundlich und warteten geduldig darauf, dass das Klima liebevoll zurückwinkt?

Sogar ins Grundgesetz wagte sich die Katastrophe 2021, als alle Grundrechte unter den Vorbehalt der CO2-Vermeidung gestellt wurden, ein eigentlich unfassbarer Eingriff. Also fröhlich auf in die Deindustrialisierung, wir sind schon weit gekommen, könnten aber noch ein paar Schritt weiter gehen, voll hinein in den Abgrund.

Doch jetzt heißt es, mitten im Mai, April April – war alles nicht so gemeint. Das WCRP, ein internationales Forschungsprogramm, das Klimamodelle für den Weltklimarat der UN entwickelt, hat sein Extremklimaszenario RCP8.5 zurückgezogen. Wie? Hieß es nicht eben noch „Anpassen oder sterben“, so die Umweltbehörde Großbritanniens unter Berufung auf RCP8.5? Na denn.

Doch was auch immer der Weltklimarat aktuell meint: das Worst-Case-Szenario bestimmt weiterhin die Diskussion und hat uns teuer gekostet: die CO2-Steuer, das Verbrennerverbot, die Abschaltung von Kohlekraftwerken und die Zerstörung der Landschaft. Ein hoher Preis, der nichts bewirkt hat außer den Kollaps Deutschlands, einst eine beeindruckende Wirtschaftsmacht. Lang ists her. Alle geradezu religiös begründeten Anstrengungen haben nur geschadet und nichts bewirkt. Sollte tatsächlich der Ausstoß von CO2 Schuld an einer (welcher?) Klimaänderung sein, so darf sich insbesondere Deutschland völlig unschuldig fühlen. Zehn Länder seien für rund 70 Prozent der weltweiten Emissionen des „schädlichen Treibhausgases“ verantwortlich. „Den größten Anteil an den Emissionen hat China mit 34 Prozent. Auch Deutschland ist mit 1,5 Prozent unter den Top-10-Ländern vertreten.“ Mit 1,5 Prozent? Da lacht der Laie und der Fachmann wundert sich.

Profitiert haben vom ruchlosen Spiel mit menschlicher Angst finanzstarke Lobbies, in den USA angeführt von den Milliardären Tom Steyer und Michael Bloomberg, die der Demokratischen Partei nahestehen: Sie finanzierten Klimastudien, um die Unterstützung für erneuerbare Energien zu erhöhen.

Und schon heißt es hier und dort, das extreme Szenario sei deshalb nicht eingetreten, weil wir die Äcker mit Solarzellen und die Wälder mit Windturbinen zugestellt haben. Der „räuberische polit-ökonomische Komplex mit den bekannten Milliardengewinnen und volkswirtschaftlichen Fehllenkungen“ (Roland Tichy) macht einfach weiter.

Ach was: man erhöht noch den Einsatz. Die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) eingesetzte „Paneuropäische Kommission Klima und Gesundheit“ verlangt, den Klimawandel als „gesundheitlichen Notstand von internationaler Tragweite“ einzustufen. In einem 54seitigen Bericht fordert die elfköpfige Gruppe, zu der auch der ehemalige Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) gehört, die Ausrufung der höchsten Alarmstufe, die die WHO zuletzt beim Ausbruch der Corona-Pandemie nutzte. „Das gesamte Überleben der Menschheit und die Bewohnbarkeit unseres Planeten hängen davon ab, ob wir den Klimawandel bewältigen oder nicht“, schallert Karl Lauterbach https://shortlink.uk/1vbUR ungeniert.

Donald Trump, vorbildlich, hat für den Austritt der USA aus der WHO gesorgt. Der kroatische MEP Mislav Kolakušić nennt die WHO gefährlicher für die Menschheit als kolumbianische Drogenkartelle.

Es gibt keinen Klimawandel zu bewältigen. Den gab es schon immer und ein Wandel hin zu wärmeren Durchschnittstemperaturen hat der Menschheit stets gut getan. Wir befinden uns derzeit am Ende einer kleinen Eiszeit, im Römischen Reich und im Hochmittelalter war es allgemein wärmer. Die Hamburger hätten wahrscheinlich nichts dagegen, wenn es dort so warm wäre wie in Karlsruhe (Ulrich Vosgereau).
Während sich die deutschen Medien bedeckt halten, bricht das Klimanarrativ von innen zusammen: 49 IPCC-Wissenschaftler rebellieren, darunter zahlreiche „Klimaleugner“, die in der seit 60 Jahren betriebenen Panikmache den Versuch erkennen, Ressourcen und die Landwirtschaft zu kontrollieren – und letztlich die nationale Souveränität.

Ein Volk in Angst ist steuerbar. Doch unsereins steht noch immer staunend dadevor, wie der Hesse sagt, und fasst es nicht, wie man die Menschheit gegen alle Evidenzen jahrelang am Nasenring durch die Manege führen kann.


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