Niederländische EU-Abgeordnete greifen den massiven Pendler-Zirkus der EU-Parlamentarier zwischen Brüssel und Straßburg frontal an. Während diese überall Energiesparen predigen, lassen sie sich weiter ihren teuren Wanderbetrieb durch Europa vergolden.
IMAGO / Panthermedia
Vier niederländische Europaabgeordnete aus unterschiedlichen Fraktionen haben Parlamentspräsidentin Roberta Metsola aufgefordert, die monatlichen Plenarsitzungen in Straßburg auszusetzen und stattdessen alles in Brüssel abzuhalten. Ihr Vorwurf sitzt. Während die Europäische Union überall Energiesparen predigt und bis in den Alltag der Bürger hinein über Eingriffe wie autofreie Sonntage diskutiert, leistet sich das Europäische Parlament weiter seinen wandernden Apparat zwischen Brüssel und Straßburg. Die Abgeordneten nennen dieses Schauspiel einen Zirkus. Genau das ist es.
Anja Hazekamp von The Left, Bert-Jan Ruissen und Sander Smit von den Europäischen Konservativen und Reformisten sowie Sebastian Kruis von Patriots for Europe verlangen ein sofortiges Ende dieser sehr konkreten Kraftstoffverschwendung auf Rädern und auch dem Schienenweg, wenigstens solange die angespannte Energiesituation infolge der Spannungen im Nahen Osten anhält. Ihr Argument ist so simpel wie vernichtend. Wer von Mitgliedstaaten und Bürgern verlangt, ihren Verbrauch zu senken, muss bei sich selbst anfangen. Alles andere ist die übliche Brüsseler Selbstbedienungsmoral.
In ihrem Schreiben verweisen die Abgeordneten darauf, dass die EU-Kommission selbst in einem Brief an die Energieminister der Mitgliedstaaten zu Kraftstoffeinsparungen aufgerufen hat, mit besonderem Blick auf den Verkehrssektor. Sie beruft sich dabei auf einen Zehn-Punkte-Plan der Internationalen Energieagentur. Dessen erste Empfehlung zielt darauf, Pendlerverkehr zu reduzieren, gerade dort, wo Fernarbeit möglich ist. Treffender kann man die Heuchelei dieses Parlamentsbetriebs kaum freilegen. Die Institutionen fordern Verzicht, während sie ihren eigenen Wanderzirkus unangetastet lassen.
Monat für Monat reisen rund 4.000 Personen nach Straßburg, darunter Abgeordnete und Mitarbeiter. Dazu kommen Dokumente, Ausrüstung, Lastwagen, Hochgeschwindigkeitszüge, Flüge und ein massiver Zeitaufwand für Personal. Schon 2014 veranschlagte eine Studie des Europäischen Rechnungshofs die jährlichen Kosten auf mehr als 114 Millionen Euro. Teuer war dieses System also schon damals. Ineffizient ebenfalls. Umweltfreundlich war es nie. Trotzdem läuft der Betrieb weiter, als sei das alles irgendein folkloristisches Ritual, das man ehrfürchtig zu dulden habe.
Dass es auch anders geht, wurde längst bewiesen. Während der Covid-Pandemie fanden die Sitzungen ausschließlich in Brüssel statt, als Fall höherer Gewalt. Der Apparat brach nicht zusammen. Das Parlament hörte nicht auf zu existieren. Es fiel nur eine absurde Reisekarawane weg, die seit Jahren jeder Vernunft spottet. Genau daran erinnern die niederländischen Abgeordneten nun, wenn sie verlangen, alle Plenarsitzungen bis zur Normalisierung der Lage nach Brüssel zu verlegen.
Der nächste Straßburger Sitzungstermin beginnt am 27. April. Noch steht dem Wunsch der Verträge im Weg, denn der Doppelsitz des Parlaments ist im EU-Recht festgeschrieben und Straßburg protokollarisch abgesichert. Genau dort liegt der Kern des Skandals. Eine Institution, die Europa bis in Heizkeller, Motorhauben und Alltagsgewohnheiten hinein reglementieren will, scheitert an ihrer eigenen politischen Bequemlichkeit. Frankreich verteidigt den Straßburger Sitz seit Jahren als Symbol. Das Symbol ist nur längst zu einem Monument der Verschwendung geworden.

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Es sei nochmals an Orwells „Farm der Tiere“ erinnert, und darin speziell an das ganz und gar verwerfliche Verhalten der Schweine.
Exakt das haben wir hier.
Nach wie vor haben vier unserer Ministerien ihren Sitz in Bonn .(BMZ ,BMUKN ,BMFTR ,BMG) .Wie oft diese „Mitarbeiter“ die Flugbereitschaft ,DB ,oder den Dienstwagen benutzen um zu pendeln ,wem juckts ? Brüssel / Berlin gleiche Brüder gleiche Kappen ,selten ,höchst selten lobenswert .
Geld ist für Alle da ,nur nicht für Die ,die es erarbeiten oder erarbeitet haben !
Minimierung des Schadens wäre doch, wenn diese Damen und Herren des Europäischen Parlaments sich auf das Reisen beschränken würden.
Ältere Deutsche Kaiser sind regierend von Pfalz zu Pfalz gereist, begrenzte Schäden und hohe Effektivität, oder?
Es pendeln nicht nur die EU Abgeordneten, sondern vor allem auch ihre Akten in unzähligen LKWs. Und die Beendigung der Sitzungen in Straßburg werden die Franzosen nie hinnehmen. Klima ist nur wichtig als Begründung dafür den Bürgern neue Belastungen aufzubürgen.
Die Kritik greift zu kurz. Die gesamte EU gehört auf den Prüfstand. Möglicherweise wäre ein zurück zur EWG ein guter Ausweg.
Auf Kosten von EU-Insassen. Kein normal denkender Mensch würde dieser Organisation der Finsternis freiwillig beitreten. Es wäre mal interessant zu lesen, wie diese Orga tagtäglich den Bären provoziert, um einen Krieg vom Zaun brechen zu können. Damit die digitale Versklavung ohne Widerstand geschluckt wird.
Schon alleine das dieser sündhaft teure „Wanderzirkus“ eingeführt und über die ganzen Jahre beibehalten wurde ist ein Zeugnis für die Kompetenz dieses Parlamentes zu Ökonomie und Ökologie.
Allerdings leistet sich auch Deutschland weiterhin einen teuren Wanderzirkus zwischen Bonn und Berlin.
Die EU ist die mE die korrupteste Verbrecherorganisation weltweit. Die Mafia könnte mE viel von ihr leenen.
Und gleichzeitig wollen sie die Kreditvergabe neu ordnen um die Kreditnehmer zu maßregeln, außerhalb von Immobilienfinanzierungen, wo sie ja Sicherheiten haben. Das sind Regulierungen für Unbelehrbare, die mit Geld nicht umgehen können und sich am Ende über die Insolvenz von der Schuldenlast befreien und das betrifft Unternehmen ebenso wie Privatleute und dem muß ein Riegel vorgeschoben werden, damit die Verluste für die Banken noch erträglich bleiben und der Lobbyismus wiehert, wie in vielen anderen Fällen ebenso. Gleichzeitig exerzieren sie dem Bürger vor, wie man Schulden auf höchstem Niveau regierungseitig macht, nur mit dem Unterschied, daß man sich dann zum Schluß… Mehr
Die Franzosen wollten es so, dann sollen sie es auch komplett bezahlen, die“Grand Nation“.