Der menschengemachte Klimawandel – am Beispiel einer großen Photovoltaik-Freiflächenanlage

Bilder von lustig drehenden Windrädern und glitzernden PV-Anlagen vor sommerlich schöner Landschaft sollen den Eindruck erwecken, dies sei unsere energetische Zukunft. Umweltneutral und emissionsfrei sei diese Art der grünen Stromerzeugung. Dieses Framing ist falsch. Die Umweltneutralität ist dreist gelogen. Erkenntnisse dazu werden ignoriert oder abgestritten. 

picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache

Die Erde erwärmt sich, daran besteht kein Zweifel. Menschen leben in verschiedenen Klimazonen und müssen sich an Klimaänderungen anpassen, heute wie früher auch.

Dabei interessiert sie eine globale Durchschnittstemperatur genauso wenig wie eine durchschnittliche Telefonnummer. Es geht konkret um das Leben am Ort. Meist wird der Klimawandel populistisch auf die Temperatur verkürzt. Wenn von „Klimazielen“ die Rede ist, so könnte es nur regionale Ziele geben, die in etwa so formuliert sein müssten:

Berlin 2050

  • Hauptwindrichtung Westnordwest
  • durchschnittliche Windgeschwindigkeit 8 Meter pro Sekunde
  • Luftfeuchte im Jahresdurchschnitt 60 Prozent
  • Jahresdurchschnittstemperatur 15 Grad
  • Jahresniederschlagsmenge 700 mm
  • Sonnenscheindauer pro Jahr 1.750 Stunden
    (alle Zahlen sind erfunden und beispielhaft)

Mit „Klimazielen“ sind in der üblichen klimapopulistischen Weise seitens Medien und Politik aber Emissionsmengen an Treibhausgasen oder eine globale Erwärmung in Grad gemeint. Auch hier zeigt unklare Sprache unklares Denken.

Das regionale Klima kann sehr verschieden sein. In Oimjakon in Jakutien (Ostsibirien) schwankt die Temperatur zwischen minus 50 Grad, manchmal sogar minus 60, und über plus 30 Grad. Diese Temperaturspanne von etwa 80 Grad oder mehr ist außerordentlich, die Bevölkerung überlebt das offensichtlich.

In Burkina Faso in Äquatornähe sind mit einer Durchschnittstemperatur von 30,1 Grad die Schwankungen mangels ausgeprägter Jahreszeiten bei weitem nicht so hoch, aber die Wärme erfordert natürlich eine Anpassung. Die Straßen dort sind nicht gesäumt von Hitzetoten.

Der Klimawandel in den verschiedenen Regionen kann verschiedene Ursachen haben. Natürlicher Wandel, Waldverluste, vielleicht ein steigender CO2-Gehalt der Luft, urbane Verdichtung der Wohnbebauung mit entstehenden Wärmeinseln, ebenso industrielle Wärmeinseln. Auch ein umfangreicher Ausbau von Wind- und Freiflächen-Photovoltaikanlagen (PV) bleibt nicht folgenlos. Welcher Einfluss sich quantitativ in welcher Weise ausdrückt, ist noch unklar.

Spiegelnde Heizkörper

Welcher Wärmeeintrag in die Umgebung entsteht durch die immer größer werdenden PV-Freiflächenanlagen? Betrachten wir eine überschlägige Bilanz der Wärmeemission einer großen Anlage in Deutschland bei Böhlen in Sachsen. Installiert sind 162 Megawattpeak (MWp). Die Maßeinheit bezieht sich auf die mögliche maximale Leistung bei optimalem Sonnenstand ohne Bewölkung und 25 Grad Umgebungstemperatur. Eine Fläche von 160 Hektar (1,6 km2) ist mit Modulen belegt.

Am 28. Juni 2026 gab es an mehreren Orten in Deutschland Temperaturen im Schatten von 40 Grad Celsius, nehmen wir der Einfachheit halber an, auch in und bei Böhlen. Sollten es dort nur 39 Grad gewesen sein, macht das in einer Abschätzung kaum einen Unterschied.

Nehmen wir weiterhin an, dass die PV-Anlage im Berechnungszustand ihre installierte Leistung beim höchsten Sonnenstand (12 Uhr) und 25 Grad Umgebungstemperatur auch erreicht hätte, also 162 MW Strom geliefert bei einem ebenfalls angenommenen Wirkungsgrad der Umwandlung der Sonnenenergie in Strom von 22 Prozent.

Der Wirkungsgradverlust bei steigenden Außentemperaturen beträgt etwa 0,35 Prozent pro Grad. Bei 40 Grad Außentemperatur (im Schatten) werden unter Sonneneinstrahlung 50 Grad erreicht. Die Paneel-Temperaturen liegen in der Regel etwa 25 Grad darüber, erreichen also etwa 75 Grad.
Damit würde der Wirkungsgrad auf 18 Prozent sinken und die Leistung der Anlage auf 133 MWel (Megawatt elektrisch). Die nicht umgewandelte Menge beträgt dann 606 MWth (Megawatt thermisch). Ziehen wir davon noch 10 Prozent für die Albedo (Rückstrahlung) ab, so bleiben 545 MWth an Wärmeemission, die an die Umgebung abgegeben wird.

Die Umgebungsluft über und auch unter den Modulen wird aufgeheizt und bildet eine Warmluftglocke, wie hier beschrieben. Die warme Luft steigt nach oben und zieht kältere und feuchtere Bodenluft aus der Umgebung nach. Die Folge ist also nicht nur eine örtliche Erwärmung, sondern auch eine Trocknung der Umgebung.

Stellen wir dazu ein Gedankenexperiment an und nehmen die Sonne weg. Wo könnten wir dann die Wärmeleistung von 545 MW herbekommen? Zum Beispiel von den Stadtwerken Halle/Saale, wenn dort das Kraftwerk Dieselstraße und das Heizkraftwerk Halle-Trotha mit voller Fernwärme-Leistung betrieben würden (555 MWth). Das wird eher im Winter der Fall sein, aber diese Wärmeleistung ginge über die PV-Anlage Böhlen analog eines riesengroßen Plattenheizkörpers in eine ohnehin schon heiße Umgebung. Die maximale Wärmeleistung zweier Heizkraftwerke würde gezielt die Umgebung von Böhlen zusätzlich zu den herrschenden hohen sommerlichen Temperaturen aufheizen.

Die klimatischen Folgen sind in ihrem Ausmaß unklar, sie werden nicht untersucht. Dazu gibt es keine Forschungen, keine Gelder und auch kein staatliches Interesse. Es bestünde die Gefahr, dass sich der Schatten des Zweifels auf die so vermeintlich umweltneutrale Photovoltaik legt.

PV-Anlage bei Böhlen (Screenshot: GoogleEarth)

Es bräuchte in und um Böhlen ein Messnetz, mit dem im Jahresverlauf Temperaturen und Luftfeuchte aufgezeichnet und ausgewertet werden. Möglicherweise gibt es dann sogar Entwarnung, weil die Folgen überschaubar sind, vielleicht sind aber auch Änderungen im kommunalen Klima von Böhlen und Gaulis ersichtlich, denen man begegnen könnte durch mehr Bewässerung, mehr öffentliche Brunnen, mehr Klimaanlagen in öffentlichen Gebäuden und weiteres. Zahlen müsste das natürlich der Verursacher, der Betreiber der Anlage.

Fossile Wärmeleistung

„Mooooment“, sagen jetzt beflissene Energiewender und argumentieren, dass die 133 elektrischen Megawatt zu diesem Zeitpunkt sonst vielleicht fossil erzeugt worden wären, wodurch auch Abwärme entsteht. Wenn wir vom 28. Juni 12 Uhr ausgehen, wäre dies nun gerade nicht der Fall gewesen. Etwa 16 Gigawatt Strom wurde zu diesem Zeitpunkt exportiert bei einem Börsenpreis von minus 19 Euro pro Megawattstunde. Dieser Strom wäre also nicht fossil erzeugt worden, weil er am Markt platziert werden müsste. Da die „Erneuerbaren“ aber auf Grund des Einspeisevorrangs völlig sinnlos und am Bedarf vorbei einspeisen dürfen, haben alle Stromkunden die künstliche Erwärmung in der Nähe von Böhlen auch noch teuer in Form negativer Strompreise über die Stromrechnung bezahlt. Allerdings: Würde die Anlage abgeschaltet wegen des Überangebots an Strom, gingen sogar 90 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlung, also 678 MWth, in die Wärmeemission!

Es hätte aber sein können, dass die 133 MWel aus einer fossilen Anlage gebraucht worden wären. Bei einem angenommenen Wirkungsgrad von 30 Prozent (ohne Kraft-Wärmekopplung und bei unwirtschaftlichem Teillastbetrieb) wären 310 MW Verlust eingetreten, überwiegend als Wärme, also MWth. Abgesehen von etwas Wärmeabstrahlung der Anlage, vielleicht 10 MWth, würde die Abwärme zum größten Teil bei der Kondensation des Abdampfes anfallen. Dafür gibt es verschiedene Technologien:

  • Nur bei einer reinen Trockenkondensation mit Luftkühlung würde die Abwärme unmittelbar in die Umgebung gelangen. Dieses Verfahren ist in Deutschland eher selten und wird vorwiegend in Ländern mit knappen Wasserressourcen angewendet.
  • Verbreitet kommen bei uns Nasskühlverfahren zur Anwendung, entweder als Durchflusskühlung aus natürlichen Gewässern oder als Rückkühlverfahren über Kühltürme.

Auch Durchflusskühlungen, die die Abwärme komplett abführen, sind bei uns selten, wir sind kein wasserreiches Land und im Sommer ist die zugelassene Aufwärmung des Flusswassers begrenzt, was zur Leistungseinschränkung führen kann.

Geschlossene Systeme mit Kühltürmen sind verbreitet und brauchen nur das verdampfte Wasser ersetzen, im Fall der Braunkohle ist das nur eine Teilmenge des ohnehin für den Betrieb der Tagebaue gehobenen und gereinigten Grubenwassers.

Die Kühltürme wiederum geben die Wärme weniger über den Kontakt mit dem Kühlwasser ab (Konvektion), sondern vor allem über die Verdunstung desselben, so dass auch hier nur ein Teil der Abwärme in die Umgebung gelangt.

Fazit: 133 fossil erzeugte elektrische Megawatt hätten einen Wärmeeintrag von 10 MWth (Durchflusskühlung) bis 310 MWth (Luftkondensation) zur Folge, weniger als die beschriebene PV-Anlage. Diese elektrische Leistung stünde aber fast ganzjährig, wetterunabhängig und regelbar zur Verfügung.

Aber das CO2! Aus der Punktbetrachtung 28. Juni 12 Uhr lässt sich keine Emissionsmenge herleiten. Selbst die Annahme von ganzjährig gelieferten 133 MWel, was etwa dem siebenfachen des Jahresertrags der Böhlener Anlage entspricht, würden bei 1,1 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde Strom aus Braunkohle insgesamt etwa 1,3 Millionen Tonnen emittiert. Das sind Peanuts.
Zum Vergleich: Um eine globale Temperaturerhöhung von 0,1 Grad zu verhindern, müssten nach offizieller Lesart 220 Gigatonnen oder 220.000 Millionen Tonnen CO2 reduziert werden. Die Böhlener Anlage rettet das globale Klima jedenfalls nicht, trägt aber zu regionalem Klimawandel bei.

Wo bleibt der Wind?

Dazu kommt ein in Zeiten der Hitzeflaute verringertes Windstromaufkommen, auch Ergebnis eines aus internationaler Forschung bestätigten „terrestrial stilling“. 2025 war das windärmste Jahr seit 80 Jahren. Die über PV-Anlagen im Hochsommer entstehenden Hitzeglocken werden zunehmend schlechter weggeweht. Der weitere Zubau an Windkraftanlagen führt zu weiterer gegenseitiger Verschattung und trotz Repowering mit immer höheren Anlagen zu geringeren spezifischen Erträgen.

Quellen: Rolf Schuster, Vernunftkraft, AG Energiebilanzen, eigene Darstellung

Diplom-Physiker Klaus-Dieter Böhme hat zum Energieentzug des Windes durch Windkraftanlagen Berechnungen durchgeführt (Anhang), um die Menge der abgeschöpften Energie darzustellen. Im Jahresdurchschnitt würde danach täglich ein Energie-Äquivalent von 20 Hiroshima-Bomben dem Luftraum über Deutschland entzogen. Wer behauptet, dies sei alles folgenlos für Wetter und Klima, sollte den Nachweis führen und das mit eigenen Berechnungen belegen.

Keine lichte Zukunft

Eine noch größere PV-Freiflächenanlage Deutschland befindet sich im ebenfalls sächsischen Witznitz, sie bringt es auf über 600 MWp auf über 500 Hektar Fläche, das wären etwa 700 Fußballfelder. Deutschland insgesamt verfügte Ende 2025 über rund 40 GWp installierte Freiflächen-PV auf insgesamt etwa 52.000 Hektar (520 km2) und es soll noch viel mehr werden. Man sollte die Folgen zunächst erforschen, dann bedenken und Natur und Umwelt nicht grünen Kapitalisten bedenkenlos ausliefern.

Zudem wären die Kosten für das erforderliche Backup den Schönwetter-Stromerzeugern zu übertragen.

Nicht betrachtet sind die Entwertung landwirtschaftlicher Nutzflächen, die Zerstörung ihrer Eigenschaft als CO2-Senke, also verhinderter Photosynthese, sowie ihre Wirkung als Wasserspeicher.

Die Erde erwärmt sich, ohne Zweifel. Welchen Anteil daran haben massenhaft installierte Anlagen zur regenerativen Energiegewinnung, mit denen wir eigentlich eine Erwärmung vermeiden wollen? Eine fundierte Antwort auf diese Frage könnte Zweifel am global einmaligen Kurs der deutschen Energiewende säen und die Bevölkerung verunsichern. Deshalb braucht es ein spezielles deutsches Klima in Politik und Medien.

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Kommentare ( 73 )

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73 Comments
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A-Tom
26 Tage her

Der Sonne ist es zunächst völlig schnuppe, über welchem Gebiet sie ihre Strahlungsleistung zum Erdboden sendet. Dass Solarpaneele durch Reflexion ihre Umgebung aufheizen, ist Aberglaube. Kein Mensch, der Strahlungswärme nutzen möchte, würde dies mit einem stark reflektierenden oder gar verspiegeltem Körper tun. Folglich absorbiert ein Solarpaneel fast 95% der eingehenden Strahlung und nur 5% werden unmittelbar reflektiert. Ein Blick auf das Foto im Text läßt sofort erkennen, dass die Fläche, die mit Solarmodulen zugestellt ist, dunkler ist. Aus dem Physikunterricht wissen wir alle, dass Körper mit einem hohen Reflexionsvermögen uns als hell erscheinen. Körper mit einem hohen Absorptionsvermögen sind hingegen… Mehr

giesemann
25 Tage her
Antworten an  A-Tom

Stimmt, deshalb fliegt der kundige Segelflieger tagsüber eher am Waldrand und über Feldern&Dächern, am Abend gibt es manchmal Thermik überm Wald. Bin da mal gewaltig abgesoffen, weil die Thermik eben schon zu schwach war. Die Landung ging gerade noch ohne Crash.
Sonne&Wind sind prima, leider eben ähnlich wie Thermik … . Zum Flug in den Urlaub so ’ne Sache, vom Betrieb einer Industriegesellschaft bei hoher Bev.-dichte ganz zu schweigen.
Die Sonne schickt keine Rechnung, stimmt auch. Was kostet, ist das Einsammeln, das Aufkonzentrieren der umsonsten Energie, schon klar, oder?

A-Tom
25 Tage her
Antworten an  giesemann

Da gebe ich Ihnen natürlich recht. Wie auch immer man die „Energie einsammelt“, man wird dies mit einem – auf die Ausbeute an Kilowattstunden, der zu zubauenden Fläche und dem einzusetzenden Material – sehr hohen Aufwand tun müssen. Punktuelle Stromerzeugung mit einer hohen Leistungsdichte sind dann nicht möglich, womit das System ineffizient wird, wenn man es für industrielle Zwecke benötigt. Nur habe ich den Eindruck, dass das so weitgehend der Konsens auch in der Bevölkerung ist. Wenn nur noch 20% der arbeitenden Bevölkerung im produzierenden Gewerbe tätig sind, hat die Mehrheit zu der Thematik vermutlich gar keinen Bezug mehr. Ansonsten… Mehr

Sabine Schoenfelder
25 Tage her
Antworten an  A-Tom

Der Auftrieb der Volatilen wurde erreicht, indem man das Thema volle Breitseite in die Medien, NGOs und Politik eintauchte und dabei klassische, physikalische Grundkenntnisse verdrängte….
vorübergehend….denn die Realität läßt sich nicht verdrängen.

giesemann
25 Tage her
Antworten an  A-Tom

Danke, Hals- und Beinbruch. Es sein denn, wir haben ein Wetter, bei dem selbst Scheunentore fliegen … . Fliege übrigens schon lange nicht mehr selbst, alles zu seiner Zeit. Mein Flugzeug war die Ka 6, das kömmt von Kamikaze, also „göttlicher Wind“, die Ka 6 war das Inbegriff-Flugzeug der damaligen FAI-Standardklasse und wurde durch Piloten wie Heinz Huth zweimal Weltmeister. Auch heute sind noch Hunderte dieser Flugzeuge auf vielen deutschen Segelflugplätzen im Einsatz. https://de.wikipedia.org/wiki/Schleicher_Ka_6, wir hatten drei Ka 6 CR, auch als „Bauern-Ka 6“ bekannt.

Sabine Schoenfelder
25 Tage her
Antworten an  A-Tom

Ackerboden zur Energiegewinnung, statt zur Nahrungsakquise ist schlicht Wahnsinn. Sie wissen genau, daß wir für alle zusätzlichen Volatilen back-up benötigen, den Strom verteuern, uns eine doppelte Stromversorgung leisten und bislang mehr Gas importieren als je zuvor, nur teurer und kein bißchen ökologisch.
Sich einen Parameter herauspicken und schön reden, ändert das irgendetwas an der Realität ???

Der Physiker
26 Tage her

Die Änderung der Wärmebilanz durch Solarfelder isr irreführend beschrieben: Die Solarfelder ersetzen zumeist Ackerland oder Wiesen mit einer Albedo um 20%. Die Solarzellen haben zwar nur 10% oder weniger Albedo, aber — je nach Temperatur — gehen 18% bis 22% der Einstrahlung in die Elektrizitätsgewinnung, die man natürlich bilanziell von der Wärmeerzeugung abziehen, d.h. zur Solarzellen-Albedo hinzufügen muss. Im Ergebnis erhält man durch Solarzellen also *weniger* in Wärmeenergie transformierte Strahlung als mit freiem Ackerland. Die Elektrizität erzeugt natürlich letztendlich auch Wrme, aber das ist bei jeder Erzeugungsart so.

Will Hunting
26 Tage her

Zuweilen sind die Kommentare aufschlussreicher als der Beitrag selbst.
Gefühlt, entfernt sich der Mensch diametral zu seinem Vorteil von der Natur.
Obwohl in einer Innenstadt lebend bieten wir der Fauna Lebensraum an….noch.
Auch das wird irgendwann fallen.
Igel, Fledermäuse, Mauersegler, Katzen, Insekten.
Der Mensch raubt Lebensräume.
Wir schlagen Bäume und stellen Windräder auf.
Erbärmlicher geht es eigentlich nicht mehr.

Last edited 26 Tage her by Will Hunting
RandolfderZweite
26 Tage her

Zitat:
„Nicht betrachtet sind die Entwertung landwirtschaftlicher Nutzflächen, die Zerstörung ihrer Eigenschaft als CO2-Senke, also verhinderter Photosynthese, sowie ihre Wirkung als Wasserspeicher.“
Nun, die Entwertung wird aber demnächst mit der Aufnahme der Ukraine als Kornkammer in die EU aufgefangen! Für jeden Landwirt ist eine Flächennutzung „Getreide“ oder „PV“ eine reine Rechenaufgabe – bei der derzeitigen rechtlichen und wirtschaftlichen Situation gilt sicherlich das Zweite!:)

F. Hoffmann
26 Tage her

Guter Artikel, dennoch kleine Kritik. Bitte solche Sachverhalte mit Grafiken, Bildern (z.B. Infrarotaufnahmen von Solarfeldern plus Umgebung) oder Tabellen (Gegenüberstellung von Energiewerten) anschaulicher machen. Damit auch Normalos wie ich das leichter verstehen.

MalNachgefragt
26 Tage her

Ein Artikel im Konjunktiv. Hätte, könnte, sollte. Einmal weiter gedacht, klärt sich vieles. Die weltweite Durchschnittstemperatur steigt seit Jahrzehnten, lange bevor es größere PVAs gibt. Und auch an Stellen, wo es sie heute noch nicht gibt, wie auf dem Meer oder Gletschern, die fleißig vor sich hin schmelzen. Große PVAs auf Freiflächen sehe ich dennoch auch kritisch. Aber, entlang von Bahnböschungen oder innerhalb der unzähligen Autobahnkreuzkleeblättern wie natürlich auf Gebäuden ergeben sie Sinn. Sehr viel sogar, wenn sie mit Batteriespeichern ausgestattet sind. Ich frage mich, warum man hier unentwegt PVAs, WKAs und überhaupt Regenerative diskreditiert, mit teils hanebüchenen Argumentationskapriolen. Und… Mehr

F. Hoffmann
26 Tage her
Antworten an  MalNachgefragt

Wenn ich das richtig verstanden habe geht es hier gerade um Freiflächenanlagen. Klar, bei Überdachung von Parkplätzen, auf Dächern etc. macht es keinen Unterschied ob dort PV-Module oder Ziegeln oder Asphalt/Beton Hitze erzeugen.

Sabine Schoenfelder
26 Tage her

Weder im Detail, noch mit regierender, politischer „Kompetenz“ kommen Sie gegen die Realität an, Hops.
Die Energiewende „isch over“. Wer seine fünf Sinne beieinander hat, weiß das.
Schauen Sie sich das traurige Ergebnis an und Sie fangen an zu weinen…

Will Hunting
26 Tage her
Antworten an  Sabine Schoenfelder

Who are you? 😂

Deutscher
26 Tage her

Wärmepumpen entnehmen dem Erdreich Wärme. Auch das hat zwangsläufig Auswirkungen.

Peter Pascht
26 Tage her
Antworten an  Deutscher

Nein das hat keine Auswirkung auf die Welt, weil die Entnahme Menge infinitesimal kleiner ist als die Gesamtenergie.
Allerdings Wärmepunmpen brauchen Primärenergie um zusätzlich Energie zu erzeugen. Sie sind also keine eigenständigen Energiequellen.

giesemann
26 Tage her
Antworten an  Deutscher

Wärmepumpen entnehmen dem Erdreich Wärme. Leider nicht, sondern regelmäßig der Luft. Dabei hat die Erde eine durchschnittliche Temperatur von ca. 1.ooo °C, da hätte man eine unerschöpfliche Energiequelle. Leider ist das Anbohren sehr teuer, sodass das nur dort gemacht wird, wo es sich rechnet, in Island etwa. Manchmal kommt die Hitze auch zutage, bei Vulkanen etwa, eben mit 8oo bis 1.ooo Grad. Hauptenergiequelle dafür ist die radioaktive Zerfallswärme, die glühende Erde ist also ein gewaltiger Atomreaktor direkt unter unserem Hintern. Blubbert seit ihrer Entstehung vor 5/6 Milliarden Jahren, still going strong. Thermalquellen sind bekannt seit langem, etwa die größte Therme… Mehr

WGreuer
26 Tage her

Bin kein Fachmann, aber die 31.000 Windräder im Land entziehen ihre Energie dem Wind: der Wind wird zwangsweise weniger, langsamer, das sollte sogar für das verdrehteste, grün ideologisiere Gehirn erfassbar sein. Nach dem Energieerhaltungssatz ist das die physikalische Konsequenz. Und bei 31.000 Anlagen und ca. 2,5 MW Durchschnittleistung (lt. Google KI) kommen wir auf ca. 77 GW, die alleine in Deutschland dem Wind entzogen werden. Dazu kommen die Briten, Dänen, Niederländer, etc. Das ist eine ganze Menge. MMn muss das zu weniger Wind führen, also zu „terrestrial stilling“ und auch zu den teils sehr stabilen und „langlebigen“ Großwetterlagen, da der… Mehr

Peter Pascht
26 Tage her
Antworten an  WGreuer

Das geht gar nicht was sie machen – sie Denken 😉

Peter Pascht
26 Tage her

Die Menschen gemachten Waldbrände !!! Wo man geht und steht in diesem Land, überall nur Grüner Unverstand. Nein, es ist nicht der Klimawandel und nicht die Hitze die Ursache der Waldbrände. Ich bin mit Wiesenwirtschaft auf dem Dorfe aufgewachsen bei im Sommer 37°C -40°C. Ich habe nie eine Wiese oder Wald brennen gesehen. Die Ursache der Waldbrände ist Grüner Öko-Vandalismus !!! Überall werden Rasenflächen nicht mehr gemäht für „Bienchen“ und „Hummelchen“. Der mensch hat aus der Natur zu verschwinden – Grüne Menschenfeindlichkeit. Überall steht neuerdings ungemähtes vertrocknetes Gras 2m hoch im Wahnnsin Grünen Unverstandes. Das ist die Ursache von Waldbränden.… Mehr