Geheimes Mittelost-Treffen im US Fort Bavaria

Militärchefs Israels, der USA, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrains, Kuwaits, Katars, Jordaniens und Ägyptens trafen sich auf Einladung des CENTCOM in einem Skigebiet in Bayern.

Screenshot X / The Times of Israel
Army chiefs of Israel, US, Saudi Arabia, Qatar other Arab states met to discuss Iran war — report

Angespannt kann die Lage der US-Streitkräfte im Mittleren Osten nicht sein, wenn CENTCOM Commander, Admiral Brad Cooper ein „privates“ Treffen der Militärchefs Israels, der USA, Saudi-Arabiens, der Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrains, Kuwaits, Katars, Jordaniens und Ägyptens in in einem Skigebiet in Bayern arrangiert hat.

Das weitreichende Treffen brachte Vertreter aus den Vereinigten Staaten, Israel, und arabischen Nationen zusammen, die den Abraham-Abkommen angehören, und zusätzliche arabische Staaten, die sich dem Normalisierungsrahmen nicht angeschlossen haben.

EIsrael und Saudi-Arabien  hätten mit Unterstützung des US-Zentralkommandos (CENTCOM) erörtert, wie Jerusalem Riad im Kampf gegen die Huthi-Rebellen in Richtung der Meerenge Bab al-Mandab unterstützen könnte. Hintergrund sind die erneuten Konflikte zwischen den beiden Ländern und die Angriffe der vom Iran unterstützten Gruppe auf das Königreich. Israel werde voraussichtlich keine offensiven Maßnahmen ergreifen. Bereits am Dienstag hatte Israel Hayom berichtet, das CENTCOM habe die Kontakte zwischen den beiden Ländern bezüglich der Huthi-Angriffe koordiniert. Die israelischen Streitkräfte (IDF) lehnten eine Anfrage der Times of Israel zu dem Treffen in Deutschland ab.

Das Treffen war das erste derartige Treffen, seit die USA und Israel im Februar ihre gemeinsame Kampagne gegen den Iran gestartet hatten. Ähnliche Treffen hatte es auch vorher gegeben, obwohl Israel keine diplomatischen Beziehungen zu mehreren der beteiligten arabischen Staaten hatte, insbesondere mit Saudi-Arabien und Katar.
IDF-Stabschef Eyal Zamir habe über „IDF-Operationen an verschiedenen Fronten“, informiert, heißt es in dem Bericht.

Cooper informierte über die Pläne, den Seeverkehr in der Straße von Hormus zu erweitern. Das US-Militär werde seine Streitkräfte trotz iranischer Angriffe auf amerikanische Stützpunkte nicht aus der Region zurückziehen.

Seit Mai haben US-Streitkräfte rund 1.600 Schiffe und über 800 Millionen Barrel Rohöl eskortiert. Die jüngsten Sieben-Tage-Durchschnittswerte liegen bei fast 11 Millionen Barrel Öl pro Tag (ein Anstieg gegenüber niedrigeren Werten, aber unter dem Vorkriegsniveau). Viele Schiffe passieren die Route „dunkel“ (AIS deaktiviert) oder unter Schutz. Die Risiken bleiben extrem: Angriffe, Minen (einige wurden durch US-amerikanische und private Bemühungen geräumt), GPS-Störungen, hohe Kriegsrisiko-Versicherungsprämien (um ein Vielfaches des Normalwerts, was die Kosten pro Barrel um mehrere Dollar erhöht) und gestrandete Schiffe (Hunderte zuvor; der Bearbeitungsstau besteht weiterhin).

Die Gespräche sollen sich auf die regionalen Sicherheitsbedingungen konzentriert haben, mit besonderem Schwerpunkt auf der Bekämpfung des Iran und der schiitischen Achse. Die Versammlung könnte auch eine strategische Planung für koordinierte Reaktionen auf mögliche erneute Eskalation und zukünftige Konfliktszenarien umfasst haben.

Die United States Army Garrison Bavaria ist eine Garnison der US-Armee mit Hauptsitz in Grafenwöhr und vier Standorten in Grafenwöhr (Tower Barracks), Vilseck (Rose Barracks), Hohenfels (Hohenfels Training Area) und Garmisch (George C. Marshall Center und NATO-Schule) sowie die Grafenwöhr Training Area Camps.

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