Das aktuelle PISA-Ergebnis ist auch ein Merkel-Ergebnis

Das schlechte PISA-Ergebnis liege angeblich daran, dass Kinder aus sozial schwachen, vor allem migrantischen Familien vom Bildungssystem vernachlässigt werden. Die Einheits- und Gesamtschule soll es richten. Was ausgeblendet wird: Das Ergebnis ist auch Folge von Merkels Grenzöffnung.

picture alliance/dpa | Christoph Soeder

Jetzt kriegen sie sich nicht mehr ein: Ja, das aktuelle Ergebnis sei ein vernichtendes Ergebnis. Aber angeblich hat das damit zu tun, dass die Kinder aus sozial schwachen, vor allem aus migrantischen Familien vom Bildungssystem vernachlässigt werden. Da helfe eben nur eine Einheits- und Gesamtschule, um diese Rückstände – auf niedrigem Niveau? – auszugleichen.

Lassen wir die Fakten sprechen, wie sie sich in der folgenden Tabelle darstellen, und erinnern wir uns daran, was 2015 geschah – dem Jahr, ab dem die deutschen Pisa-Ergebnisse nach einer vorübergehenden Erholung noch mehr in den Keller fielen: Kanzlerin Angela Merkel (CDU) öffnete die deutschen Grenzen weit wie ein Scheunentor. Und sie stehen nach wie vor weit offen. Das hat nach wie vor massive Auswirkungen auf den Sozialstaat, auf die innere Sicherheit, auf den inneren Zusammenhalt und eben auch auf das Bildungswesen.

Insofern gilt: Das aktuelle desaströse Pisa-Ergebnis ist auch eines der vielen desaströsen Merkel-Ergebnisse. Im Klartext: So miserabel wie 2025 (und 2022) hat Deutschland bei Pisa nicht einmal im Jahr 2000, also beim ersten Pisa-Schock, abgeschnitten.

Nach Bundesländern ausdifferenzierte Pisa-Ergebnisse (Pisa-E, Pisa-Erweiterungsstudie) gibt es nicht mehr. Für 2000 und 2003 und 2006 gab es diese Studie noch. Bestimmte deutsche Länder wollten diese Studie nicht mehr. Warum wohl? Es waren immer dieselben Länder, die hinten rangierten: Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Berlin.

Man kann erahnen, wie diese Länder 2025 abgeschnitten haben, wenn man sich den Anteil an Migrantenkindern in deren Schulen vergegenwärtigt: Bremen 61,3 Prozent, Berlin 53,4 Prozent, Hamburg 52,2 Prozent, Hessen 51,9 Prozent, Baden-Württemberg 49,0 Prozent, Nordrhein-Westfalen 47,9 Prozent, Rheinland-Pfalz 40,4 Prozent, Saarland 40,1 Prozent, Bayern 38,0 Prozent, Niedersachsen 36,8 Prozent, Schleswig-Holstein 29,0 Prozent, Brandenburg 17,8 Prozent, Thüringen 14,8 Prozent, Mecklenburg-Vorpommern 14,4 Prozent, Sachsen-Anhalt 14,3 Prozent, Sachsen 11,8 Prozent

Es bestätigt sich jedenfalls auch mit Pisa 2025, was TE auf der Basis innerdeutscher Leistungsstudien aufgegriffen hatte.

Auch hier ließ sich ablesen: Die schulischen Probleme sind seit 2015 noch größer geworden, wie die im Juli 2022 veröffentlichten Ergebnisse des IQB-Bildungstrend 2021 unter dem Aspekt „Schüler mit Zuwanderungsgeschichte“ zeigen. IQB steht für „Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen“, es ist an die Humboldt-Universität zu Berlin angeschlossen. Getestet wurden Viertklässler, die nächste Testung erfolgt erst 2026.

In Mitleidenschaft gezogen wird das Gesamtniveau: Signifikant weniger Viertklässler erreichten 2021 bei der IQB-Testung im Vergleich zu 2011 und 2016 die ohnehin schon niedrig angesetzten Bildungsstandards der Kultusministerkonferenz (KMK). Nachfolgend die Anteile der Viertklässler, die die Regelstandards erreichten:

Tabuisiert: Zuwanderung und IQ

Der entscheidende Faktor sind nicht die Schulen, sondern die Schüler – und mit großem Abstand bedeutsamstes Merkmal ist die Intelligenz. Der Pisa-Wert korreliert übrigens mit dem IQ-Wert bei r=0,7 bis 0,8. Mit Schulnoten korreliert der Pisa-Wert übrigens nur moderat mit r=0,3 bis 0,4.

Also muss man über die kognitive Begabung „Zuwandernder“ nachdenken. Der Psychologieprofessor Bruno Klauk hatte dies auf empirischer Basis getan. Im Fachmagazin „Wirtschaftspsychologie“ hatte er dazu 2020 einen Beitrag veröffentlicht: „Intelligenzdiagnostik bei überwiegend Nicht-EU-Migrantinnen und -Migranten“. Im Durchschnitt erzielten die 505 Getesteten das Niveau von deutschen Hauptschülern (also bei einem IQ von rund 90). Zusammenhänge fanden sich allerdings zwischen der Testleistung und der Weltregion, aus der jemand zugewandert ist, ferner dem Beruf im Heimatland. Vier Mitherausgeber der „Wirtschaftspsychologie“ traten aus Protest gegen Klauks Beitrag zurück. Klauk hat sich seither aus der Intelligenzforschung zurückgezogen.

Der Intelligenzforscher und TE-Autor Heiner Rindermann von der TU Chemnitz wagt es seit 2007 gar, als Forschungsschwerpunkt anzugeben: kognitive Kompetenzen im Kulturvergleich. Im Oktober 2015 veröffentlichte Rindermann im „Focus“ einen Artikel, in dem er zum Ergebnis kam, dass Einwanderer aus Südosteuropa, Vorderasien und Afrika mehrheitlich ein niedriges Qualifikationsprofil aufwiesen. Selbst Asylbewerber mit Universitätsstudium würden bei mathematischen und figuralen Aufgaben einen Durchschnitts-IQ von lediglich 93 erreichen. Rindermann sagte schwerwiegende künftige Integrationsprobleme dieser Gruppen voraus. Die TU Chemnitz reagierte reflexhaft. Rindermann, so der Vorwurf, habe diskriminierende Schlussfolgerungen gezogen (siehe auch: Rindermann, H. (2007). The g-factor of international cognitive ability comparisons: the homogeneity of results in PISA, TIMSS, PIRLS and IQ-tests. European Journal of Personality, 21, Seiten 667 bis 706, hier 700 ff.).

Der Intelligenzforscher Ronald Henss wird noch konkreter: Soeben hat er auf der Basis umfassender weltweiter, über Jahrzehnte währender Erhebungen festgestellt: Deutschland importiert nicht nur Bildungs- und Kulturferne, sondern auch unterdurchschnittliche kognitive Ausstattungen. Henss referiert folgende IQs von Ländern, die zum Teil auch erhebliche Anteile der nach Deutschland zugewanderten stellen: Afghanistan (72), islamische Länder des Mittleren Ostens und Nordafrikas (IQ unter 90) (siehe Ronald Henss: „Intelligenz, Bildung, Geschlecht, Sozioökonomischer Status, Migration“, Originalausgabe August 2026).

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