Keine Überraschung: Deutschland fällt auch bei der neunten PISA-Studie zurück

Erfahrene Grundschullehrerinnen sagen: In der vierten Klasse kann ich heute Dinge machen, die ich früher in der zweiten Klasse machen konnte. Will sagen: Ein erheblicher Teil der Probleme der (Ex-)Bildungsnation ist importiert.

picture alliance / dts-Agentur | dts Nachrichtenagentur GmbH
Veröffentlichung der Ergebnisse der PISA-Studie 2025, Berlin, 08.09.2026

Die konkreten Ergebnisse der seit 2000 mittlerweile neunten Pisa-Studie werden heute in Berlin vorgestellt. Vorab war bereits durchgesickert, dass es mit Deutschlands Schülern weiter bergab geht. „Bild“ hatte bereits einige Details in Umlauf gebracht.

Danach schneiden die getesteten Fünfzehnjährigen bei der neuen PISA-Studie vom Frühjahr 2025 der OECD noch einmal schlechter ab als bei der Erhebung 2022. Das heißt: Deutschlands Schüler können immer schlechter lesen und rechnen, und auch in Naturwissenschaften geht es abwärts.

Die konkreten Punktezahlen und Rangplätze folgen noch. Bekannt ist aber bereits folgendes:

  • Die ohnehin leistungsschwachen Schüler („Kompetenzstufe I“; unterste Stufe von 6 bzw. 9 Stufen) sind in allen Testbereichen (Lesen, Mathematik, Naturwissenschaften) seit 2022 noch einmal abgefallen.
  • Die sogenannte Risikogruppe ist seit der letzten Erhebung gewachsen. Dazu gehört mittlerweile jeder dritte Schüler beim Lesen und Rechnen, jeder vierte in Naturwissenschaften.
  • Deutschland kommt in allen getesteten Bereichen inzwischen nur noch auf das Niveau des OECD-Mittels. Bei PISA 2022 lagen die Leistungen in den Naturwissenschaften dagegen noch leicht über dem Durchschnitt der OECD-Staaten.
  • Beim Lesen stürzte Deutschland bereits zwischen 2018 und 2022 um 18 Punkte ab. Von 2022 bis 2026 fällt der Rückgang laut den neuen PISA-Ergebnissen ähnlich stark aus.

Fakt ist: Nach dem ersten PISA-Test im Jahr 2000 („PISA-Schock“) hatten sich die Leistungen deutscher Schüler zunächst verbessert. Beim Lesen stieg der Wert von 484 Punkten im Jahr 2000 auf 509 Punkte 2015. In Mathematik kletterte Deutschland von 503 Punkten 2003 auf den Höchstwert von 514 Punkten 2012. Auch in den Naturwissenschaften ging es zunächst aufwärts: von 516 Punkten 2006 auf 524 Punkte 2012.

Danach aber ging es bergab. Bis 2022 fiel der Wert in Mathematik auf 475 Punkte, beim Lesen auf 480 Punkte und in den Naturwissenschaften auf 492 Punkte. Damit erreichte Deutschland in allen drei Bereichen den schlechtesten Wert seit Beginn der jeweiligen PISA-Erhebung. (Zur Erklärung: Der Wert 500 ist als Durchschnittswert definiert.)

Hintergrund

Der PISA-Test finden alle drei Jahre in rund 90 Ländern statt. Wegen Corona gab es einmal eine vierjährige Pause. Für die aktuelle Studie wurden in Deutschland im Frühjahr 2025 insgesamt 6.656 Schülerinnen und Schüler im Alter von 15 Jahren in grundlegenden Kompetenzen wie Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften getestet. Weltweit nahmen mehr als 760.000 Gleichaltrige teil.

Um die Ergebnisse einzuordnen, werden die Leistungen in sogenannte Kompetenzstufen eingeteilt. Wer Kompetenzstufe 1 oder darunter erreicht, kann nur sehr einfache Aufgaben bewältigen – etwa eine grundlegende Rechnung nach einer klaren Anleitung durchführen oder eine Information aus einer Tabelle ablesen. Erst ab Kompetenzstufe 2 gilt das grundlegende Kompetenzniveau als erreicht. Schüler, die darunter bleiben, werden von der OECD als leistungsschwach beziehungsweise Risikogruppe bezeichnet.

Ursachen für den Absturz

Deutschland ist schon lange keine Bildungsnation mehr: im Schulsektor nicht und im Hochschulsektor nicht. Die Gründe sind vielfältig; sie hatten ihren Anfang schon vor Jahrzehnten in der Ideologie der Gleichmacherei und Leistungsfeindlichkeit. Da der Absturz aber nicht als solcher wahrgenommen werden sollte, wurden die Ansprüche laufend gesenkt und der Niveauverfall mit immer höheren Abiturientenquoten und besseren Noten zugedeckt. Mit einem Wort: Die 68er Pädagogik wirkt unvermindert fort.

Potenziert wird der Verfall durch eine Schülerschaft, der es zu erheblichen Teilen an den sprachlichen und motivationalen Voraussetzungen für Schulerfolg mangelt. Es ist kein Geheimnis, dass bei einer Klasse mit einem Anteil von mehr als einem Fünftel Schülern nicht-deutscher Herkunftssprache („NDH“) das gesamte Klassenniveau sinkt. Da es sich aber sehr häufig nicht um EIN Fünftel, sondern oft um mehr als VIER Fünftel handelt, wird man sich nicht wundern dürfen, wenn etwa erfahrene Grundschullehrerinnen sagen: In der vierten Klasse kann ich heute Dinge machen, die ich früher in der zweiten Klasse machen konnte. Will sagen: Ein erheblicher Teil der Probleme der (Ex-)Bildungsnation ist importiert.

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Kommentare ( 90 )

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Ronald Henss
1 Monat her

Deutschstämmige Schüler gehören zu den Besten! Vieles in dieser Debattenrunde geht am Kern vorbei. Deutschland hat nicht primär ein Bildungsproblem, sondern ein massives Migrationsproblem. Die deutschstämmigen Schüler gehören zu den besten der Welt. An PISA 2025 haben 91 Länder/Landesteile teilgenommen. Die gesamte Welt hat aber mehr als 200 Länder. So sehen die Rangplätze der Schüler ohne Migrationshintergrund aus: Naturwissenschaften 9 Lesekompetenz 10 Mathematik 13 Dabei ist jeweils die Punkte-Differenz zu einigen darüber liegenden Ländern bedeutungslos. Dass Deutschland insgesamt etwas schlechter dasteht, geht auf das Konto der selbstzerstörerischen Migrationspolitik. Im Vergleich zu den Einheimischen hat Deutschland extrem schlechte Migranten. Eine ausführliche… Mehr

Michaelis
1 Monat her

Laut Tagesspiegel sieben Fragen aus dem „Kompetenzbereich“ Naturwissenschaften, gefunden bei GMX: Frage 1: Wie lässt sich die Baumwollproduktion umweltfreundlicher gestalten? Frage 2: Welche Tiergruppe ist am stärksten vom Aussterben bedroht? Frage 3: Welcher Quelle kann man beim Thema Artenvielfalt am ehesten vertrauen? Frage 4: Was bringt Windenergie der Umwelt? Frage 5: Was passiert bei einem Stromausfall in einer Stadt? Frage 6: Was geschieht mit Stubenfliegen, wenn sich Schwarze Soldatenfliegen vermehren? Frage 7: Warum sieht man den Blitz, bevor man den Donner hört? Physik, Chemie, … ??? Fehlanzeige – fast ausschließlich nur noch dieser Öko-Quatsch, das also „lernen“ die Schüler heute!!… Mehr

Bernd Schulze sen.
1 Monat her

Das Niveau gleicht sich immer mehr, nach unten. Ist doch doof, dies hat man doch vorausgesagt, wenn die Afd erstmal regiert. Merz in Leuna und gestern, in Leuna werden bald die Lichter ausgehen. Zu früh, auch das sagte man, wird passieren wenn die Afd regiert. So könnte man weiter aufzählen. Merz schwafelt was von Demokratie und Grundgesetz schützen. Dann sollte sich auch daran halten. Autoindustrie geht weiter bergab. Das dürfte noch nicht das Ende bei VW sein. Osnabrück, da sollen nur Deutsche und Fachkräfte, Raketen ua für Israel herstellen, damit man im Gazastreifen, Südlibanon, Westjordanland und in Syrien, weiter Menschen… Mehr

Konradin
1 Monat her

Seit dem PISA-Spitzenwert 2015 geht´s kontinuierlich bergab.
Bildungsverfall made in Germany – made by CDU.
Die CDU zerstört die weltweit einst hochangesehene Bildungsnation und Wissenschaftsgesellschaft Deutschland und damit die Zukunft der Deutschen.

Ornhorst
1 Monat her
Antworten an  Konradin

Eigentlich ist es made by SPD, aber die CDU hat das Kultus-Ressort immer gern der SPD überlassen, die meinte, daran arbeiten zu müssen, dass die Jugend sozialdemokratisch wählen wird. Hat sich aber dabei erheblich verrechnet. Die CDU hat bei den Kulturs-Entscheidungen meistens nur zugeguckt.

Der Person
1 Monat her

In Norddeutschland hat man eine Lösung gefunden, im schwarz-grün versifften Schleswig Holstein werden in vielen Gundschulen die Hausaufgaben abgeschafft, Begründung: „Hausaufgaben verstärken soziale Ungleichheiten“, „wenn Kinder zu Hause keinen ruhigen Platz oder keine Unterstützung haben“. Stattdessen sollen alle Schüler die Übungen in festen (natürlich zusätzlichen) Lernzeiten direkt an der Schule absolvieren. Anstatt asoziale und/oder faule Eltern zu sanktionieren oder gezielt überforderte Schüler mit Zusatzstunden zu fordern/fördern bzw. in eine passende Schulform abzustufen, werden jetzt auch die fleißigen Kinder und die Schüler mit guten Eltern zur Zwangsanwesenheit verurteilt. Selbst im Kommunismus gab es Elitenförderung, die CDU will aber Anpassung ans niedrigste… Mehr

verblichene Rose
1 Monat her

Ich möchte gar nicht wissen, wie wohl die autochthonen Eltern bei einem Pisatest abschneiden würden. Immerhin sollten die doch wissen, was ihre Blagen lernen.

Werner Geiselhart
1 Monat her

Laut T-Online trägt Schuld am Debakel der Frontalunterricht und die Deutschen, weil sie den neu Hinzukommenden nicht schnell genug Deutsch beibringen.
So kann man es auch sehen, wenn man auf dem linken Auge blind ist.

joly
1 Monat her
Antworten an  Werner Geiselhart

Das Problem ist recht einfach zu beseitigen. Kinder ab 3 ohne ausreichende Deutschkenntnisse in entsprechend KIGAs nötigen. Es wird nur in unserer Sprache kommuniziert. Mit 7 sind die Kids dann ausreichend deutsch sprechend für die Schule. Die Kosten tragen die Eltern. Kinder mit sonstigen Defiziten werden nachmittags und samstags gefördert. Ansonsten gilt an den Schulen Deutsch als alleinige Sprache. Wer dagegen verstößt wird abgemahnt. Die Eltern werden mit steigenden Geldstrafen sanktioniert, wenn ihre Kids nicht kooperieren. Man muss nur wollen. Unwillige Eltern wird/kann das Aufenthaltsrecht entzogen werden. Das hat nichts mit Rassismus zu tun sondern mit der Einhaltung unseres Rechtes… Mehr

moorwald
1 Monat her

Eene meeneTintenfaß
Geh in die Schul‘ und lerne was
Lernste was, dann kannste was
Kannste was, dann biste was
Biste was, dann haste was

Tempi passati…

moorwald
1 Monat her

Noch einmal empfohlen: Gunnar Heinsohn, Wettkampf um die Klugen

Und das Schlimmste: Dieser Rückstand kann nie mehr aufgeholt werden. „Was Hänschen nicht lernt…“
Verlorene Generation, das Prekariat von morgen

Der Person
1 Monat her

Durchschnittlicher IQ: Syrien 95, Afghanistan 85, Ukraine 100. Und das ist der Durchschnitt in den Herkunftsländern. Was zu uns kommt, sind aber nicht die Intelligenten und Leistungsfähigen, zu uns kommt die linke Seite der Kurve. Und da bringt selbst das beste Bildungssystem der Welt nichts (was wir aber sowieso nicht haben), die Grenze der Lernfähigkeit ist nämlich genetisch determiniert, aus den Zweistelligen (IQ < 100) macht man keinen Ingenieur und keinen guten Techniker. Solche Leute sind in einer Industriegesellschaft entweder Dienstleister oder Transferleistungsempfänger und in einer Robotergesellschaft sind das nur noch Transferleistungsempfänger. Diese Leute braucht kein Land der Welt (weswegen… Mehr