Invasion in Ceuta: Die Linke fordert Aufnahme der afrikanischen Migranten

Die Bilder der Erstürmung der spanische Exklave Ceuta durch fast 60.000 Migranten aus Marokko schockieren. Während das Versagen des Grenzschutzes der EU und der spanischen Regierung kritisiert werden, fordert Die Linke die Aufnahme der afrikanischen Migranten in Deutschland und der EU.

Screenshot X / Babak Taghvaee

„Damit darf Spanien nicht allein bleiben. Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, bei der Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen“, meinte die Linke-Vizeparteichefin Clara Bünger. Und die innen- und fluchtpolitische Sprecherin ihrer Fraktion sieht in mehr Grenzschutz keine Lösung: „Wer glaubt, mit noch mehr Abschottung sei das Problem gelöst, irrt.“ Die Lage in Ceuta sei „keine Naturkatastrophe, sondern das Ergebnis politischer Entscheidungen.“

Laut statista.com leben bereits jetzt 109.105 Personen mit marokkanischer Staatsangehörigkeit in Deutschland, darüber hinaus gibt der Mikrozensus des Statistischen Bundesamtes (Erstergebnisse 2025) die Zahl der Personen mit marokkanischem Migrationshintergrund im weiteren Sinne (inklusive Eingebürgerter und Nachkommen) mit 284.000 an. Im Jahr 2015 lebten 72.129 Marokkaner in Deutschland.

Insgesamt gab es 2015 laut BKA 2.054.855 Tatverdächtige. Bei nun 109.105 marokkanischen Staatsangehörigen ist eine Tatverdächtigenrate von 10.000 bis 10.200 pro 100.000 überdurchschnittlich hoch. Bei deutschen Tatverdächtigen liegt diese Rate deutlich niedriger (1.700 bis 1.800 pro 100.000, je nach genauer Bezugsgröße der deutschen Bevölkerung). Das ergibt laut Bundeskriminalamt eine Überrepräsentation um den Faktor von 5 bis 6.

Nach Plünderungen verließen viele Migranten Ceuta

In der spanischen Stadt in Nordafrika soll sich laut spanischer Regierung die Lage nun etwas beruhigt haben: Nach Plünderungen und mit Videos auf X dokumentierten Zusammenstößen mit der spanischen Polizei hätten sich 48.000 der 60.000 Migranten, die Ceuta geflutet haben, wieder nach Marokko zurückgezogen. Die Stadt war mit dem Massenansturm völlig überfordert: Tausende Zuwanderer schliefen im Freien, die Versorgung mit Wasser und Essen brach zusammen. Regionalpräsident Juan Jesús Vivas sprach von einer „absoluten humanitären und sozialen Notlage“ und forderte die Ausrufung des nationalen Notstands.

Spaniens Regierung: 53.000 Migranten seien wieder in Marokko

Laut der spanischen Regierung ist der Andrang auf Ceuta nun gestoppt: „Nahezu alle, die in Ceuta angekommen waren, sind inzwischen wieder nach Marokko zurückgekehrt“, schrieb Außenminister José Manuel Albares auf X. Laut der Nachrichtenagentur Efe schätzten die Sicherheitskräfte, dass 53.000 Menschen nach Marokko zurückgekehrt seien. Ceutas Regierungschef Jesús Vivas hatte die Zahl der irregulär in die spanische Exklave gelangten Migranten auf 60.000 geschätzt.

Die Integrität des Schengen-Raums sei gewährleistet, meinte Spaniens Außenminister: Es sei nicht möglich, auf das spanische Festland zu gelangen, ohne sich auszuweisen, erklärte Albares nach Kritik anderer Staaten der Europäischen Union. Er kritisierte die „interessengeleitete Verwirrung“ rund um die Krise – ohne direkt auf eine bestimmte Regierung hinzuweisen.

Wie berichtet, hat das italienische Innenministerium die Wiedereinführung von Kontrollen an den Grenzübergängen zu Spanien an Land- und Flughäfen angeordnet. Dazu Italiens Außenminister Antonio Tajani auf X: Der Schritt sei eine notwendige Entscheidung gewesen, „um die Sicherheit unserer Bürger zu gewährleisten und die europäischen Grenzen zu schützen“. Die Maßnahme bedeutet demnach eine vorübergehende Aussetzung des Schengen-Abkommens über den freien Personenverkehr in der Europäischen Union.

Spanische Geheimdienste halten die Invasion in Ceuta für organisiert von der marokkanischen Regierung auf Anordnung König Mohammed VI. Freigelassene Kriminelle und Gefangene sollen unter den 12.000 Marokkanern sein, die als erste Ceuta erreichten. Es gibt auch Berichte von marokkanischen Armeesoldaten, die in Lastwagen an die Grenze gebracht wurden geleitet von der marokkanischen Polizei.

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Kommentare ( 14 )

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Deutsche
52 Minuten her

Also sind von den armen „Schutzbedürftigen“ 40000 wieder abgezogen nachdem sie die Stadt geplündert haben.
Die die dort geblieben sind, sind wahrscheinlich die von der marrokanischen Polizei „Verfolgten“, denen man nahegelegt hat das Land zu verlassen.
Und die Linke kreischt diese Troublemaker sollen mal ganz schnell nach Deutschland kommen. Weil wir bisher noch „keinerlei Probleme“ mit eingewanderten Kriminellen haben (Satire).
Was geht in diesen ideologisch verkleisterten Hirnen vor sich. Das bewegt sich ja schon in Richtung „Begünstigung von Straftaten“.
Mit so Leuten will die CDU für ihren Machterhalt „koalieren“.
Irrenhaus Deutschland

Logiker
1 Stunde her

apropos Spanien und Waldbrände: Spanien kann seine vor Jahren angeschafften russischen Löschflugzeuge und Löschhubschrauber nicht einsetzen, weil die EU 2022 Sanktionen gegen Russland u.a. auch für den Import von Ersatzteilen für Flugzeuge erhoben hat. Also, im Klartext: da verbrennt Natur, Hab und Gut, sterben Menschen und Tiere ua.a auch deshalb, weil EU-Sanktionen Vorrang haben. Die dringend notwendigen Wartungsarbeiten an diesen leistungsfähigen Spezial-Fluggeräten können nicht durchgeführt werden, um die Einsatzsicherheit zu gewährleisten. Auch nicht nach Bitten Spaniens für eine Ausnahmegenehmigung. Irgendwo in den deutschen Medien darüber etwas gehört, gelesen oder gesehen? Nicht alles, worüber in Deutschland nicht berichtet wird, ist tatsächlich… Mehr

Alf
1 Stunde her

„Damit darf Spanien nicht allein bleiben. Deutschland und die EU stehen in der Pflicht, bei der Versorgung zu helfen und Schutzsuchende aufzunehmen“
Wir haben keine Pflicht, die ganze Welt aufzunehmen.
Es handelt sich nicht um politisch Verfolgte, sondern um Migranten = Wirtschaftsflüchtlinge, die in Europa ein besseres Leben beginnen wollen und Freigelassene Kriminelle und Gefangene.
Dazu sollen Europa, speziell Deutschland, verpflichtet sein?
Die Hitze im Sommerloch muß besonders schlimm sein .

Danton
1 Stunde her

Ideologisch verblendet? Ich halte es für linke Provokation und Propaganda. Es läuft doch super mit der Umvolkung und dem Töten Weißer.

Laurenz
1 Stunde her

Bin auch der Meinung Frau Büngers, solange diese Leute bei den Linken zuhause einquartiert, versorgt werden & die Linke für diese Leute bürgt. Bei der Linken gilt schon wieder insgeheime Artikel 1 des Grundgesetzes…“Die Würde des Deutschen Steuerzahlers ist antastbar.“

Last edited 1 Stunde her by Laurenz
Dreiklang
1 Stunde her

Nachdem MP Schulze das Wahlvolk auf ein Linksbündnis einstimmt, frage ich, ob das Wahlkampfbüro der CDU in ST bereits von der AfD übernommen worden ist. Mehr Wahlkampf für die AfD kann man gar nicht machen und das hat sich allein die CDU zuzuschreiben. Leider kann die CDU, bevor sie endlich politisch deaktiviert worden ist, noch allerhand Schaden anrichten.

Juergen P. Schneider
1 Stunde her

Die Linken können gar nicht genug bekommen von der Einwanderung in die Sozialsysteme und der damit einhergehenden weiteren Destabilisierung unserer Gesellschaft. Der ohnehin aufgeblähte deutsche Sozialstaat wird diese irrsinnige Migrationspolitik wohl kaum überleben. Die linken Gauner und das angeblich von ihnen bekämpfte Großkapital haben hier ein gemeinsames Ziel entdeckt und verfolgen es mit großer Vehemenz.

Logiker
1 Stunde her

„Während das Versagen des Grenzschutzes der EU und der spanischen Regierung kritisiert werden, fordert Die Linke die Aufnahme der afrikanischen Migranten in Deutschland und der EU.“

Soweit, so vorhersehbar. Die Grünen sind nicht besser, die Sozis sind lieber still.

Speicherwürdig auf der Festplatte im Kopf deshalb, weil es um die Partei(en) geht, die die CDU z.B. in Sachsen-Anhalt braucht.

Wieder 2% für die Blauen.

Digenis Akritas
1 Stunde her

Eine Blaupause hierfür ist der 1975 befohlene Grüne Marsch nach Westsahara, initiiert von seinem Vater König Hassan.

Michael Elicker
1 Stunde her

Das war eine Machtdemonstration ausländischer Kräfte. Die Botschaft: wir können es jeder Zeit wieder tun und ihr habt keine Chance.
Die einzige Antwort darauf kann nur ein europaweit abgestimmter rigoroser Grenzschutz, notfalls mit Waffengewalt sein. Man kann sich doch nicht von jungen Männern, die mit nichts mehr als Badehosen und Schwimmnudeln an Land kommen, überrennen lassen.