Im Wahlkampf versucht es die Berliner CDU nun mit Anbiederung an das linke Milieu der Stadt. Das ist nicht hip, sondern maximal peinlich. Zumal anzunehmen ist, dass urbane Linke das Original wählen werden – und nicht eine Partei, die sich bis zur Selbstaufgabe demontiert.
IMAGO / Stefan Zeitz
Vielleicht kommt die CDU ja jetzt ein wenig spät um die Ecke. Aber immerhin! Die alten Herren lassen endlich jemanden wie den coolen Kevin zu Wort kommen. Vor den Wahlen in Berlin am 20. September. Der Kevin hat freundliche Hundeaugen, ein offenes Lächeln, ist erst 32 Jahre alt und Bankkaufmann. Nachname: Steuer, dabei Frühaufsteher, trinkt den Kaffee mit Hafermilch und ist mit einem Mann verheiratet.
Aus dem hätte was werden können, als woke noch angesagt war. Doch nun wird er wohl keine Lücke mehr füllen können. Oder doch? Im linksradikalen Berlin?
Nein, die CDU hat nichts mehr zu vergeben, deshalb braucht sie Kevin. Und so jemanden wie die „modern und unkonventionell“ daherschreitende Dr. Elisabeth Ignasiak mit ihren hübschen blauen Braids. Politik? Schon okay, aber Hauptsache Kiez. Gähn.
Doch, so liest man es in der NZZ, „die Berliner CDU nutzt diesen modernen, unkonventionellen Stil gezielt im laufenden Wahlkampf.“ Befürworter verteidigen das „als authentischen Versuch, moderne Lebensrealitäten in der politischen Mitte abzubilden.“
Modern? Dieses spießig-miefige Milieu der Gutmenschis?
Kurz: „Die CDU hat den politischen Menschen offenbar endgültig abgeschafft und durch ein Lifestyle-Profil ersetzt.“
Doch fürchtet euch nicht: diese Anbiederei an ein längst obsoletes „Lifestyle-Profil“ wird keinen Erfolg haben. Erstens: Weil obsolet. Und zweitens: weil es nichts mehr hilft.
Die CDU, konstatiert Werner Patzelt, hat jegliche Idee von sich selbst verloren. Jetzt „ist die CDU nur noch eine Beutegemeinschaft, in der man Ämter erlangt, in denen man möglichst so lange bleibt, bis Pensionsansprüche erworben worden sind. Und wenn der Anführer der Beutegemeinschaft nicht mehr in Aussicht stellen kann, es werde in absehbarer Zeit wirklich Beute geben, dann verlassen ihn seine Anhänger.“
Insofern: die neuen, modernen, frischen, unkonventionellen Kandidaten (lach) haben nichts zu gewinnen, und noch nicht zu verlieren.
Die boshafte Alice Weidel brauchte nicht in die Glaskugel zu schauen, um das hier zu sehen: „Sehr verehrte Kollegen von der CDU, ich sage Ihnen eins: Schauen Sie sich Ihre Kollegen links und rechts von Ihnen an. Einer von den beiden wird in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr dasitzen, wenn Friedrich Merz mit Ihnen fertig ist. Und das wissen Sie.“
Wieso nur einer von beiden? Laut Insa würde Weidel bei einer Kanzler-Direktwahl Merz mit 31 zu 17 Prozent übrigens deutlich schlagen.
Und wäre das ein großer Verlust, wenn es weniger brave Parteisoldaten im Parlament gäbe? Das ist doch genau das Unattraktive an unseren Altparteien, die sich einst als Volksparteien präsentierten: Eben das sind sie nicht. Ihre Vertreter haben die Ochsentour in ihrer Partei angetreten, wurden durchgenudelt von unten nach oben, in Versammlungen und Hinterzimmern, bis sie keine Kontur mehr aufweisen. Kein Wunder, dass ein Kerl wie Ulrich Siegmund dem gegenüber „authentisch“ erscheint. Ich kenne keinen anderen Politiker, dem man das nachsagen könnte. Und ist er deshalb einfach nur – „ein guter Verkäufer“? Ja, warum nicht? Das kann nicht jeder. Und manchmal darf man solche Fähigkeiten durchaus als „Charisma“ bezeichnen.
Die Berliner Wahlen jedenfalls werden lustig – die CDU will der Linken noch ein paar Stimmen für schrille Figuren abjagen. Wer weiß? Bislang liegen die beiden Parteien bei 20 Prozent gleichauf. Und gut möglich, dass die Wilmersdorfer Witwen die einen mit den anderen verwechseln.
Nach der Wahlwette ist vor der Wahlwette! Wenn Sie bei der Wahlwette zur Landtagswahl in Sachsen-Anhalt erfolglos mitgemacht haben, winkt sogleich die nächste Chance. Bis zum 20. September abstimmen – und mit etwas Glück gehören Sie zu den Wahlwettengewinnern. Geben Sie hier Ihre Prognose zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern ab.
Auf die Gewinner wartet:
1. Platz: eine Flasche Champagner von Roland Tichys Tante Mizzi aus Verzy
2. Platz: zwei Bücher aus dem Shop nach Wahl
3. Platz: ein Buch aus dem Shop nach Wahl



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Moin,
jetzt hab ich mal recherchiert. Den gibt es wirklich. Auch das Plakat!
Dem behaupteten Tätigkeitsprofil nach, irgendwie eine Symbiose zwischen Schwurbelkarusselkassierer und Geschwätzwissenschaft, Schwerpunkt Gleichstellung.
Allerdings hat bei der Recherche Dr. Elisabeth Ignasiak, ohne Genderbinnen I, mich tatsächlich knapp aus der Contenance katapultiert. Selbstständige Nachhaltigkeitsberaterin und promovierte Astrophysikerin. Das muss man sich mal auf dem Hirn zergehen lassen.
Berlin ist verloren. Die NGO-Polit-Startup-Clowns haben die kritische Masse erreicht.
Berufe ausüben, die eine Rechtschreibprüfung nicht kennt…
LG
Böses Medium heute aus dem gleichen Wahlkampf: „Will sie in Danzig regieren? Linke-Spitzenkandidatin Eralp verwechselt Rathäuser im Werbespot“ > „… In einem Werbespot erklärte die Spitzenkandidatin Elif Eralp wie die Wähler ihre Wahlzettel auszufüllen haben, damit sie als Regierende Bürgermeisterin in das Rote Rathaus in Berlin einzieht. Dabei achtete die Politikerin strengstens darauf, dass ihre Sprache genderneutral blieb – jeder Bezirk stelle seinen eigenen „Kandidierenden“ auf. … Weniger aufmerksam wurde die Spitzenkandidatin jedoch bei der Darstellung des von ihr angestrebten Amtssitzes. … Statt des weltbekannten Wahrzeichens in Berlin bekommen die Wähler das rechtstädtische Rathaus in Danzig zu sehen – ein… Mehr
„Hallöchen, ich bin Genosse Steuer (nomen est omen!), ihr könnt Kevin zu mir sagen.“
Na wenigstens hat er eine Ausbildung und vielleicht sogar schon mal gearbeitet, das unterscheidet ihn von den anderen Linken der CDU-Schwesterparteien.
Oh mein Gott, wie tief kann man sinken! Das ist an Lächerlichkeit fast nicht zu überbieten! Ich dachte erst das Plakat wäre ein Scherz von Tichys Einblick!
Man sollte auf die Hintergründe schauen: >>>Deutschland ist eine Ex-Bildungsnation – auch ohne Pisa-Test<<< (TE) Wie die Bildung im Land so der Alltag und die Politik. TE schrieb auch mal was von 40% der Schüler in Schland, die kaum noch lesen können – in Berlin aber 54%.
Ich fühle mich provoziert loszulästern aber beiße heroisch die Zähne zusammen.
Immer erreichbar, Tel 0151 …
Na, sollen wir mal anrufen, jetzt um 1:30 Uhr?
Kevin hat seine Telefonnummer hinterlassen. Und er ist immer für uns da. Dann sollten wir da auch mal anrufen…
Und das ist ganz sicher kein KI-Fake?
Kevin Steuer?
Kevin???
Steuer???
Kein Kabarettist ist derzeit so gehässig wie die Realität.
Man kann es kaum glauben.
Kürzlich hörte ich einen netten Spruch: „Kevin ist kein Name, sondern eine Diagnose…“! 😉
Ja, Du bist Kevin, Provilneurothiker, aufmerksamkeitssüchtig und ein unbedeutender Wicht. Aber Du bist nicht alleine. Menschen wie Dich gibt es leider zu X-tausenden.
Für was stehst Du, was hast Du anzubieten, was kannst Du? … Ich befürchte Nichts. Du solltest Dir dringend einen neuen Medienberater suchen, der nicht irgendwelche Substanzen zu sich nimmt oder Alkoholiker ist. … Oder hast Du Dir das alleine ausgedacht?
Unfassbar was Leute heute für Schwachsinn verzapfen. … Es hört und hört nicht auf.