Taliban-Empfang in Brüssel: Diskretes Treffen mit islamistischen Terroristen

Sie knechten Frauen, massakrieren tausende Zivilisten – noch vor einiger Zeit musste Deutschland am Hindukusch gegen sie verteidigt werden: Nun sitzen die afghanischen Taliban in der EU-Zentrale, am Dienstag hörten EU-Vertreter die Bedingungen der Taliban-Delegierten für mehr Rückführungen afghanischer Staatsbürger.

IMAGO / Middle East Images
Mitglieder der Taliban-Verwaltung, Kabul, 28.12.2025 (Archivbild)

Das Treffen fand diskret und auf technischer Ebene statt – außerhalb der offiziellen Gebäude der Europäischen Kommission. Das Ziel der Gespräche: die Abschiebung afghanischer Migranten ohne Aufenthaltsrecht zu beschleunigen, insbesondere jener, die als Straftäter oder Sicherheitsrisiken gelten.

Schweden, das Land mit der höchsten afghanischen Bevölkerung pro Kopf in der EU, leitete die Gespräche. Der schwedische Migrationsminister Johan Forssell verteidigte diese Initiative gegenüber nationalen Medien: „Es ist unglaublich wichtig, dass diese Kriminellen abgeschoben werden. Das ist heute nicht möglich. Sie wollen nicht mitmachen.“ In Schweden warten nach seinen Angaben 200 afghanische Staatsangehörige auf ihre Rückführung, viele dieser Täter sind wegen schwerer Vergewaltigung oder wegen Drogenhandel verurteilt.

Die Europäische Kommission betonte, das Treffen sei rein technisch und bedeute keine Anerkennung des Taliban-Regimes, das von keinem EU-Staat offiziell anerkannt wird. Dennoch ist dieser Besuch aus Kabul politisch hochbrisant: Erstmals seit der Machtübernahme der Taliban empfängt die EU offiziell eine Delegation in Brüssel. Belgien hatte den afghanischen Delegierten fünf Ein-Tages-Visa ausgestellt, berichtet dazu reuters. Die Gruppe der Taliban, angeführt vom Sprecher des Außenministeriums Abdul Qahar Balkhi, sprach von einer „Vertrauensbildung“ und bestätigte die Wiederaufnahme konsularischer Dienste.

Die Zahlen zu den bisherigen Rückführungs-Bemühungen sind ernüchternd: Afghanen gehörten 2025 zu den Nationalitäten mit den meisten Rückkehrentscheidungen in der EU. Von 14.000 ausreisepflichtigen Afghanen in den ersten neun Monaten des Jahres wurden jedoch nur 340 tatsächlich zurückgeschickt – das ist eine Quote von lediglich zwei Prozent. Gleichzeitig halten die Migrationsströme an: In den ersten vier Monaten 2026 überquerten 3.300 Afghanen irregulär die EU-Außengrenzen, vor allem über die östliche Mittelmeerroute. 2025 stellten 63.000 Afghanen Asylanträge in EU-Nationen.

Gefahr der Legitimierung des Terrorregimes

Das Treffen könnte nun auch als Legitimierung der islamistischen Terrorgruppe verstanden werden: Abgeordnete und zivilgesellschaftliche Organisationen werfen der EU vor, mit einem autoritären Regime zu verhandeln, das systematisch Menschenrechte verletzt. Amnesty International und auch die Vereinten Nationen kritisieren vor allem die brutale Unterdrückung von Frauen und Mädchen: Das Regime hat Mädchen den Zugang zu Sekundarschulen und Universitäten verwehrt. Frauen dürfen in vielen Bereichen nicht mehr arbeiten, benötigen einen männlichen Vormund für Reisen und öffentliche Auftritte und werden durch strenge Kleidungsvorschriften und Geschlechterapartheid aus dem öffentlichen Leben verdrängt. Gewalt gegen Frauen wird teilweise institutionalisiert, während Kritiker verfolgt, verhaftet oder zum Schweigen gebracht werden.

Darüber hinaus werfen internationale Organisationen den Taliban schwere Verletzungen der Rechte von Minderheiten, willkürliche Verhaftungen, Folter und die Einschränkung der Meinungs- und Versammlungsfreiheit vor. Ebenso wird der deobandisch-islamistischen Terrorgruppe vorgeworfen, mit Menschen- und Drogen-Handel gewaltige Summen einzunehmen.

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Kommentare ( 21 )

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Mocha
16 Minuten her

Und Herren tragen zum Meeting anscheinend smart Casual.

Manfred_Hbg
35 Minuten her

Nun ja, so lange die islamischen Fanatiker und „Rauschebärte“ in ihren Ländern am bleiben sind, habe ich kein Problem damit wenn unsere Politiker mit denen wegen deren -vor allem kriminellen und zu nix zu gebrauchende- Bevölkerung zwecks Ausreisen und Rückführungen am sprechen sind. ALLE – und hier vor allem jene seit 2014/15 ins Land gefluteten oder staatlich EINgeflogenen- Afghanen ab und zurück in deren Heimat mit denen. Sollen sie da ihr Leben mit Allah führen und was auch immer machen. Der Westen war in Afghanistan ~20 Jahre vor Ort und hat zig Milliarden an Gelder ausgegeben und Menschen geopfert damit… Mehr

Last edited 27 Minuten her by Manfred_Hbg
Bernd Solber
43 Minuten her

Wir sind verloren, die meisten von uns wissen es nur noch nicht.
So ist es, wenn die Regierenden gegen das eigene Volk arbeiten.
Nur eine Partei kann uns noch helfen.

Ludwig von Gerlach
45 Minuten her

ung des Vorgangs Bismarckschen Pragmatismus. Der konferierte – wenn es ihm opportun erschien – sogar mit Lasalle. Hätte ihm jemand gesagt, damit erhebe er die Sozialisten in den Rang einer staatstragenden Partei des Deutschen Reiches, hätte er ihn ausgelacht. Manchmal heiligt der Zweck die Mittel. Oder wollen Sie afghanische Kriminelle bei einem Abschiebeflug ohne Landeserlaubnis mit dem Fallschirm über Afghanistan abwerfen?

Marcel Seiler
51 Minuten her

Es ist ganz einfach: Militärische Macht schlägt moralische Überheblichkeit. Die Taliban wissen das. Die EU tut so, als ob sie es nicht wüsste. Das deutsche Linksbürgertum und die deutschen Regierungsmedien wissen es wirklich nicht.

Tja, ihr Kinder einer infantilen Welt: Ohne militärische Macht wird man in dieser Welt seine Selbstachtung nicht bewahren können. Man muss sich dann vor denen in den Staub werfen, denen man sich moralisch so ungeheuer überlegen fühlt.

Ludwig von Gerlach
51 Minuten her

Schwachsinn! Hier wird versucht, sich derzeit leider inländische Kriminelle vom Hals zu schaffen, indem man ausländische Kriminelle bewegt, dieselben wieder in ihre Reihen aufzunehmen. Dadurch werden die ausländischen Kriminellen nicht entkriminalisiert. Ich wünsche Ihnen bei der Betracht

pcn
55 Minuten her

Es gäbe die Möglichkeit, die Afghanen über ein Drittland der Russischen Föderation abzuschieben. Die Grenzen sind dort weit offen. Das Gelände im Hindukusch unübersichtlich und nicht zu kontrollieren. Die Taliban könnten das nicht verhindern. Und sollten sie es versuchen…die Regierungen dort sind nicht so zimperlich wie diese elenden Zerstörer der europäischen Kulturen. Gegen einen Aufpreis würden die die Abschiebungen dieser gefährlichen Subjekte übernehmen. Aber mit Moskau und den angrenzenden Satelliten-Staaten ist ja mehr oder weniger Redeverbot! Mannomann…diese EU ist nur noch eins: Austreten! Aber flott!

Jan Frisch
1 Stunde her

Mensch – laut Duden ein „höchstentwickeltes Lebewesen mit der Fähigkeit zu logischem Denken und zur Sprache, zur sittlichen Entscheidung und zur Unterscheidung zwischen Gut und Böse.“
Wer also zwei von drei Hürden grundsätzlich reißt und sich weigert sich die dritte anzueignen – nach welcher Logik genießen derartige Lebewesen in Europa ein Menschenrecht, dass sie selbst obendrein zutiefst verachten?

grenzenlos
1 Stunde her

24 Jahre nach der Behauptung, Deutschland werde am Hindukusch verteidigt, und im elften Jahr der muslimischen Eroberung Deutschlands empfängt man Vertreter der Invasionsarmee zu Kapitulationsgesprächen in Brüssel.
Und das wird uns auch noch als Erfolg verkauft …

Reinhard Schroeter
1 Stunde her

Die Afghanen haben jedes Recht mit welchem Regime auch immer zu leben. Sie können sich gegenseitig die Köpfe einsperren, ihre Frauen einsperren, die da sicher nichts dagegen haben, schließlich ziehen sie den Nachwuchs für die Taliban groß. Nur eines sollten sie nicht tun , nämlich die ganze Welt an ihrem selbst geschaffenen Affentheater Teil haben zu lassen und ihren Bevölkerungsüberschuss nach Europa zu exportieren. Es gibt wohl kaum noch ein Land, was seit einem halben Jahrhundert in den Schlagzeilen steht , nichts zu Wege bringt und nichts anderes kann, als sich das Leben dort selbst zur Hölle machen. Können sie… Mehr

Marcel Seiler
48 Minuten her
Antworten an  Reinhard Schroeter

Richtig. Gegenüber dem Islam brauchen wir eine Politik der Eindämmung, des Containment. Durch militärische Abschreckung, geschlossene Grenzen und innenpolitische harte Linien gegen Islamisierung und Scharia.