Großbritannien zerfällt: Labour, Massenmigration und neue Reparations-Erpressung

Großbritannien steckt in der tiefen Klemme zwischen den eigenen Institutionen, die immer weniger respektiert werden, und einer neuen Schicht von Migranten, die sich in den Vordergrund drängt, von Institutionen profitieren will und das auch soll, wenn es nach Labour geht. Und nun will auch noch Ghana Reparationen in Billionenhöhe.

picture alliance / Anadolu | Zeynep Demir

Großbritannien steckt in der Klemme. Das zeigte nicht zuletzt der Angriff von Pro-Palästina-Protestlern auf die Armee des Landes. Der Angriff zeigt: Das Land wird heute vor allem von innen bedroht, durch die vereinten Truppen von Zuwanderern und alliierten Linken – und durch die Ideologien, die dieser Vereinigung Vorschub leisten.

Der UN-Beschluss zum Sklavenhandel, gefasst auf Antrag Ghanas, bei Enthaltung des UK und der EU-Staaten, während nur die USA, Israel und Argentinien dagegen stimmten, ist ein Geschütz, das sich direkt gegen die westlichen Staaten richtet. Der Ghana-Antrag beinhaltet nicht allein ein Schuldeingeständnis, demzufolge gerade der „transatlantische“ Sklavenhandel das „schwerste Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gewesen sein soll. Aus dem Geständnis folgt natürlich weiteres: Den noch heute lebenden „Opfern“ dieser Taten sollen Reparationen zukommen, und als deren Empfänger bieten sich vor allem Länder wie Ghana an. Geschätzt wird, dass allein auf das Vereinigte Königreich so Schulden in Höhe von 19 Billionen Pfund zukommen könnten, was ein Vielfaches des jährlichen Haushalts wäre. Ohnehin ist die Einschätzung korrekt, dass es sich bei der Resolution um Erpressung in „völkerrechtlichem“ Gewand handelt. Insofern können die britischen Bürger schon etwas enttäuscht sein, dass ihre Regierung, aber auch andere nicht gegen diese Resolution gestimmt haben, sondern es bei der Enthaltung beließen.

Widerstand gegen diesen Zug der Zeit kam einzig von zwei neuen Parteien im Königreich: Reform UK und Restore Britain, wobei der neueste Stern am Parteienhimmel – Rupert Lowe mit seiner Partei – meist den Takt vorgibt, so indem er Ghana umgehend erklärte, dass es keine Reparationen geben werde. Schließlich waren es ja afrikanische Machthaber, die ihre Untertanen zu allererst verkauft hatten. Warum sollten ihre Rechtsnachfolger nun profitieren?

Nigel Farage mit Reform UK ließ daraufhin Ankündigungen für einen möglichen Regierungswechsel bei den nächsten Wahlen folgen. So kündigte die Reform-Partei an, jedem Land, das solche Reparationsforderungen an Großbritannien stellt, nicht nur nichts zahlen zu wollen, sondern auch das Visa-Kontingent zu streichen. Es ist dabei fast überflüssig zu sagen, dass Großbritannien dem transatlantischen Sklavenhandel schon im Jahr 1807 ein Ende setzte. 1834 wurde die Sklaverei dann auch in allen britischen Kolonien abgeschafft. Ab 1838 waren alle Sklaven frei.

Sozialausgaben explodieren

Und genau das wird auch dringend nötig sein. Denn wie sich herausstellt, verwendet Großbritannien schon heute mehr Geld für Sozialleistungen, als das Land an Einkommensteuer einnimmt. Allerdings muss man auch sagen, dass in Deutschland das Verhältnis schon längst 1:3 ist. Die Einnahmen aus der Einkommensteuer decken also nur ein Drittel der Sozialausgaben inklusive Steuerzuschuss zum Rentensystem. Ohne neue Schulden jedes Jahr würde das System zusammenbrechen.

Zudem hat sich auch auf der Insel herumgesprochen, dass sich Zuwanderung einfach nicht lohnt – und das gilt leider für fast alle ihre Formen, jedenfalls so, wie sie im UK bekannt sind. Das zeigt ein Regierungsbericht, der auch auf der Insel zu wenig bekannt ist, aber genau mit Untersuchungen aus Australien, den Niederlanden und Finnland zusammenpasst, diese aber noch erweitert.

Ein vom Innenministerium finanzierter Expertenrat zur Zuwanderung, das Migration Advisory Committee (MAC), hat im Dezember festgestellt, dass die fiskalischen Auswirkungen der Zuwanderung über die „Asyl- und Fluchtrouten“ als „eindeutig negativ einzustufen“ sei. Nicht einmal berücksichtigt sind dabei Folgekosten für für die Unterbringung, durch die Senkung des allgemeinen Lohnniveaus oder eine steigende Kriminalität. Asylbewerber, und das kann keinen erstaunen, fallen durch „niedrige Beschäftigungsquoten und Löhne“ sowie eine „hohe wirtschaftliche Inaktivität“ auf. Außerdem haben sie natürlich sofort Zugang zu staatlichen Leistungen, was sie von anderen Einwanderern ins Königreich unterscheidet.

Starmer will das Parlament stärker „bereichern“

Der britische Expertenrat verweist auf die australische Studie von 2021 und die niederländische Studie von 2024, die übereinstimmend herausfanden, dass jeder einzelne Asylmigrant den aufnehmenden Staat rund 400.000 Euro über das gesamte Leben kostet. Für das UK stellt der britische Bericht fest, dass männliche Asylzuwanderer durchschnittlich 20.000 Pfund im Jahr verdienen (weibliche 18.000 Pfund), während männliche Briten ein mittleres Verdienst von 31.000 Pfund pro Jahr hätten (Frauen: 22.000 Pfund).

Diese Zahl konnte auch das MAC bestätigen und ein Defizit von 25 Milliarden Pfund nur für ein „Asyljahr“ mit etwa 70.000 angenommenen Anträgen errechnet. Aber auch andere Migrationswege haben gemäß MAC negative Auswirkungen. So ergibt sich bei Partnervisa ein Lebenszeit-Minus von 109.000 Pfund pro zugereistem Partner. Sogar Studentenvisa mit anschließendem Aufenthalt haben keinen signifikant positiven Effekt: Die Verdienste dieser Absolventen liegen am Ende nahe an denen von Zuzüglern durch Familiennachzug. Das ist also auch keine Fachkräftezuwanderung, vermutlich weil die wirklich guten Studenten nach ihrem Studium das Weite suchen. So zeigt sich vor allem die Aufblähung dieses Bereichs – ein Studium ist oft nur eine billige Ausrede, um irgendwie ins Land zu kommen.

Und sogar zwei Drittel der Fachkräfte-Visa könnte sich die Regierung laut dem Bericht, den wohl kaum jemand gelesen hat, sparen. Labour jedenfalls hatte schon vor dem Bericht längst gehandelt und die finanziellen Anforderungen für Arbeitsvisa herabgesetzt – also eine Fortsetzung der sogenannten Boriswave ermutigt.

Doch für Keir Starmer ist all das kein Stoppschild. Er will im Gegenteil Labour durch die Stimmen von Muslimen und durch muslimische Kandidaten an der Macht halten. Der Wettkampf um die „britischen“ Muslime zwischen Labour und den Grünen ist vielleicht noch nicht geklärt.

— Richie Taylor (@RWTaylors) March 20, 2026

Die neue Macht des „youth bulge“ und die sinkende des Militärs

Derweil zeigt sich die Macht des „youth bulge“ an Orten wie Clapham, die über Tage unruheartige Zustände erlebten. Für den Kommentator des Telegraph handelt es sich dabei schlichtweg um „eine Bande egoistischer, amoralischer Erbsenhirn-Schläger, deren unfähige Eltern es versäumt haben, ihnen den Unterschied zwischen Recht und Unrecht beizubringen“. Viele würden weiter gehen und auch die Moral der Eltern in Zweifel ziehen. Doch die linke Intelligentsia der Insel glaubt daran, dass der Jugend von Clapham schlicht die Jugendclubs fehlen. Jugendclubs vielleicht, in denen sie ihre Energien in „spielerischen“ Vergewaltigungen ausleben – wie in Berlin –, anstatt in den Geschäftsstraßen Südlondons zu randalieren und vermutlich auch zu plündern.

Kurz nachdem diese Bilder viral gegangen waren, fordert Labour-Bürgermeister Sadiq Khan natürlich neue Einschränkungen, um die „Empörungsökonomie“ in den sozialen Medien zu brechen. Die realen Gründe der Empörung interessieren ihn offenbar weniger.

Und zur gleichen Zeit erregt eine andere Labour-Tat Empörung, diesmal in der Armee. Keir Starmer will den Troubles Act ändern und verwässern. Mehrere Generäle a.D. erheben den Vorwurf, der Premier werde so Soldaten, die während des Nordirland-Konfliktes (1968–1998) ihren Dienst versahen, einer Hexenjagd aussetzen. Eine Welle von Untersuchungen gegen die Veteranen droht. Und man darf kurz assoziieren, was im heutigen und zukünftigen Großbritannien einem Nordirland-Konflikt ähnlich sehen könnte. Zwischen Katholiken und Protestanten werden die Spannungen vermutlich nicht mehr so hoch züngeln. Andere Gruppen sind heute stärker auf Konflikt ausgerichtet, wie die Jugendlichen in Süd-London zeigen. Die Labour-Regierung nimmt damit den Truppen schon vor dem Ausbruch jeden Kampfeswillen. Das dürfte aber eine generelle Politik sein, die nicht auf diesen Troubles Bill beschränkt bleibt.

Und zu guter Letzt könnten ab Dienstag die irischen Dieselproteste auf England überschlagen. Auch in Großbritannien sind LKW- und Traktor-Konvois angesagt, die auch in Irland trotz des Eingreifens der Armee weitergehen.

Anzeige

Unterstützung
oder