Schwerer Luftangriff Israels auf die Ölraffinerie und Öl-Lager in Shahr-e Rey 15 Kilometer südlich der iranischen Hauptstadt Teheran: Die Industrieanlagen stehen in Flammen.
screenshot X/ War_Monitoring
Augenzeugen berichteten von gewaltigen Flammenwänden, die riesigen Treibstofftanks brennen, die Rauchsäulen sind kilometerweit zu sehen. Videos zeigen apokalyptische Szenen, da der brennende Treibstoff auch in die Kanalisation fließt. Der israelische Fernsehsender Channel 14 berichtet, dass etwa 30 große Öltanks in Irans größter Raffinerie angegriffen wurden.
Schon seit Stunden brennt die Ölraffinerie Shahr-e Rey südlich von Teheran, einer der größten Raffineriekomplexe Irans, dazu folgten auch Explosionen im Öldepot Fardis in Karaj, einer Stadt westlich der Hauptstadt. Eine Quelle im iranischen Ölministerium teilte Fars News mit, dass drei Öldepots in Kouhak und Shahran in Teheran sowie in Karaj in der Nacht auf Sonntag von israelischen Kampfflugzeugen angegriffen wurden.
Israel will Irans Öl-Industrie vernichten
Der Angriff markiert nächste Stufe der Eskalation im Konflikt zwischen den USA, Israel und dem Iran. Nach Angaben israelischer Militärsprecher richteten sich die Luftschläge gegen zahlreiche Tanks und Lagerstätten für Treibstoff, die nach Darstellung Israels auch militärisch genutzt werden. Die Armeeführung erklärte, Treibstofflager spielten eine zentrale Rolle für den Betrieb von Raketenstellungen, Militärbasen und logistischer Infrastruktur.
Auch iranische Behörden bestätigten, dass Energieanlagen getroffen wurden. Der staatliche Rundfunk berichtete unter Berufung auf Vertreter der Revolutionsgarden, dass eine Raffinerie im Süden der Hauptstadt bombardiert worden sei. Offizielle Angaben über mögliche Opfer oder das genaue Ausmaß der Schäden lagen zunächst nicht vor.
Der CNN-Korrespondent Fred Pleitgen berichtet aus Teheran von den anhaltenden Luftangriffen und den schweren Explosionen. Über längere Zeit seien Kampfflugzeuge über der Stadt zu hören gewesen, kurz darauf hätten mehrere Einschläge die Nacht erschüttert. In verschiedenen Stadtteilen seien große Feuer ausgebrochen, die noch lange nach den Angriffen sichtbar gewesen seien.
Die Angriffe treffen einen empfindlichen Nerv der iranischen Wirtschaft: Die Öl- und Gasindustrie ist das wichtigste wirtschaftliche Standbein des Landes. Ein erheblicher Teil der staatlichen Einnahmen stammt aus dem Export von Rohöl, dessen wichtigste Abnehmerländer in Asien liegen, insbesondere China.
China wird auf andere Märkte ausweichen
Die Angriffe auf die iranischen Energieanlagen könnten aber nicht nur wirtschaftliche Folgen für den Iran haben, sondern auch Auswirkungen auf den globalen Energiemarkt: Bereits in der Vergangenheit reagierten Ölpreise empfindlich auf militärische Spannungen im Persischen Golf. Und wenn China oder Indien nun zum Kauf von Rohöl auf anderen Märkte ausweichen müssen, droht Europa eine weitere massive Preiserhöhung – das ohnehin schon nicht günstige Leben in den EU-Nationen wird noch teurer.
Der ehemalige israelische Ministerpräsident und heutige Oppositionspolitiker Yair Lapid forderte vor den Angriffen, die iranische Energie-Infrastruktur vollständig lahmzulegen. Auf X erklärte er, Israel müsse auch zentrale Exportanlagen angreifen, etwa auf der Insel Kharg im Persischen Golf. Dort befindet sich der wichtigste Umschlagplatz für iranisches Rohöl. Nur durch massiven Druck auf die Wirtschaft könne das iranische Regime langfristig geschwächt werden, argumentierte Lapid.
Die Angriffe Israels dürften im Vorfeld mit den Vereinigten Staaten abgestimmt gewesen sein: US-Präsident Donald Trump hatte wenige Stunden zuvor in einem Beitrag auf seiner Plattform Truth Social angekündigt, der Iran werde „sehr hart getroffen“. Offizielle Details über eine mögliche Beteiligung oder Unterstützung der USA wurden jedoch zunächst nicht bekannt.

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Und wie bei den weggesperrten Frauen in Afghanistan, wie bei den grausam geschächteten Schafen in Deutschland, wie bei dem Mega Gas-Leck von NS2 – kein empörtes Wort dazu von den üblichen empörten und betroffenen, die sonst nicht ruhen den Deutschen Schuld- und Schamgefühle einzureden wenn sie Fleisch essen, ans Mittelmeer fliegen oder gar Diesel fahren, oder nicht völlig ignorieren dass Mann und Frau unterschiedliche Geschlechter sind. In einer echten Demokratie wären „Verschlagenheit und Perfidie“ wichtige Schulfächer, genau wie „Grundlagen des Finanz- und Geldsystems“, und es würden überall Warnhinweise aufpoppen „Vorsicht, krude Propaganda“, oder „Achtung, doppelte Standards“. Wobei auch dann zu… Mehr
Eine Zerstörung von Ölanlagen im Raum Teheran ist zweifellos ein gravierender Schaden für die Wirtschaft und die Verteidigungsfähigkeit des Iran, und natürlich für die ca. 17 Millionen Menschen im Großraum Teheran. Die “ iranische Ölindustrie“ brennt deshalb aber nicht in ihrer Gesamtheit oder in wesentlichen Teilen. Man kann Öl-Förderanlagen und -Raffinerien auf Landkarten googeln. Das Öl für den Export nach China kommt wahrscheinlich nicht aus dem Raum Teheran. Verminderter Export nach China hat aber auch die chinesische Seite. Sollte China, nach der Reduktion von Öllieferungen aus Venezuela, auch noch für längere Zeit weniger Öl aus dem Iran bekommen können, dann… Mehr
Werden die „Klima“-„Kleber“ jetzt die israelischen Startbahnen blockieren?
Vielleicht mal über Haifa und dem Frühlingshügel namens Tell Aviv berichten, zum Ausgleich für die geschundene Seele, wo der Endpunkt aller früherer Bahnlieferungen nicht mehr über die See abgefertigt werden kann und einen Totalverlust darstellt, ebenso wie in Teheran und Kriege noch nie gut waren für das eigene Wohlbefinden, wobei zwangsläufig die Frage entsteht, wer länger durchhält und das Kriegsgeschrei der Teilnehmer auch nicht weiterhilft, was man in Afghanistan ebenso gesehen hat wie in Korea und in Vietnam.