Joanne K. Rowlings immer erfolgreicherer Kampf für Frauen

Eine Beratungsstelle, die Vergewaltigungsopfer vor Männern schützen will, gerät ins Visier der mittlerweile mehr als nur umstrittenen NGO Amnesty. J. K. Rowling schlägt zurück – und die ehemalige und mittlerweile angebliche Menschenrechtsorganisation muss schließlich vollständig nachgeben.

picture alliance / empics | Andrew Milligan

Ich bewundere sie. Nicht nur, weil ich ihre Harry-Potter-Geschichten hinreißend fand. Auch die offenbar mal nicht zu Marketingzwecken erfundene Geschichte, wie sie nach gescheiterter Ehe als Sozialhilfeempfängerin in Ermanglung einer Wohnung in Edinburgh im Pub sitzt und an ihrer auf sieben Bände geplanten Serie um den Zauberlehrling Harry Potter schreibt – das schaffen wohl nur Menschen, die von ihrer Sache überzeugt sind.

Der Anfang war alles andere als leicht, kaum jemand wollte das erste Buch. Aber ab 1997 und mit dem zweiten ging es rasant aufwärts. Heute sei Rowling mit einer Milliarde Dollar die wohl reichste Schriftstellerin weltweit – sie selbst schätzt ihr Vermögen bescheidener ein. Und was stellt sie mit dem ganzen Schotter an? Sie tut Gutes.

Sie ist die Präsidentin der schottischen Multiple-Sklerose-Gesellschaft und stiftete mehrfach große Summen zur Erforschung und Heilung dieser Krankheit, an der ihre Mutter starb. Sie wirbt häufig mit Spendenaufrufen für Kindergesundheitsorganisationen, insbesondere für die von ihr ins Leben gerufene Organisation Lumos.

Doch sie mischt sich auch in die Debatte um Transgender ein, mit deutlicher Distanz und viel Witz. So verteidigte sie eine Frau, deren Vertrag mit dem Center for Global Development nicht verlängert worden war aufgrund einer Reihe angeblich transfeindlicher Posts in den sozialen Medien, in denen sie nur das Offensichtliche äußerte, nämlich dass es Männer und Frauen gibt und nichts sonst.

Der Shitstorm, den Rowling 2020 erntete, war noch eine Ecke heftiger. Sie erklärte, sie habe derartig viele Morddrohungen erhalten habe, dass sie damit ihr Haus tapezieren könnte. Ausgerechnet drei Darsteller aus den Harry-Potter-Filmen, die sich an ihr dumm und dämlich verdient haben, distanzierten sich von ihr.

Wodurch meine Sympathie für Rowling nur noch wuchs: Ihr Witz und ihr Humor verließen sie selten. So antwortete sie auf einen Artikel, in dem von „Leuten, die menstruieren“ die Rede war: „Gab es für solche Leute nicht einst ein Wort? Frieven? Fraven? Froven?“

Im Dezember 2022 gründete Rowling mit Beira’s Place, benannt nach einer keltischen Schutzgöttin, eine Hilfsorganisation und Anlaufstelle für Betroffene von sexueller Gewalt, die in oder bei Edinburgh leben. Was könnte daran kritikwürdig sein? Nun: dort sind Männer, die sich als Frauen ausgeben, nicht erwünscht.

Das war zuvor anders: das städtische Rape Crisis Centre stand seit 2021 unter der Leitung eines Mannes, der sich als Frau versteht. Der erklärte, dass Frauen, die nicht von einem Mann beraten werden wollten, damit rechnen müssten, mit ihren Vorurteilen konfrontiert zu werden.

Beira`s place aber sollte biologischen Frauen vorbehalten bleiben. Dafür kassierte Rowling den nächsten Shitstorm. Doch womöglich sind die sonnigen Zeiten für Ideologen und Transaktivisten mittlerweile vorbei. Ob Vernunft eingekehrt ist?

Die transkritische Gruppe „For Women Scotland“ klagte sich über sieben Jahre durch alle Instanzen, um Frauenräume zu schützen. Richter Lord Patrick Hodge verkündete am 16. April 2025: „Die einstimmige Entscheidung dieses Gerichts lautet, dass sich die Begriffe ‚Frau‘ und ‚Geschlecht‘ im Equality Act von 2010 auf biologische Frauen und das biologische Geschlecht beziehen.“ Rowling hatte die Gruppe finanziell unterstützt. Ob sich die Anerkennung der Realität langsam durchsetzt?

J. K. Rowlings bislang größter Triumph ist der Sieg über Amnesty International. Im Mai 2026 behauptete Amnesty UK, dass die „genderkritische Bewegung“ in Großbritannien ein wachsendes Menschenrechtsrisiko sei. Im Juli listete die größte Menschenrechtsorganisation der Welt über 22 Seiten gut 117 Organisationen auf, die einer angeblich koordinierten „Antirights“-Bewegung angehörten, darunter christlich-konservative Abtreibungsgegner, sowie eine Beratungsstelle, deren Vergehen darin besteht, seit vier Jahren keinen Mann in einen Raum mit einem Vergewaltigungsopfer zu lassen. Worum geht es hier? Klar. Um Beira’s place.

Doch Amnesty knickte ein – erst ein wenig, dann vollständig. Rowling sicherte allen, die sich durch solche Berichte von Amnesty diskriminiert fühlen, Unterstützung zu. Sie kann man weder erpressen noch einschüchtern noch existentiell bedrohen.

Bleibt zu fragen, wie eine Organisation, die einst Diktaturen die Stirn bot, ausgerechnet eine Beratungsstelle für Vergewaltigungsopfer zur Gefahr für Menschenrechte erklären konnte. Was für eine Blamage. Als Siegerin geht vom Platz: J.K. Rowling.

Und sie bekommt mittlerweile – endlich – Unterstützung von gestandenen Männern. Die beiden schwarzen und schwer muskulösen Basketballspieler Enes Kanter und Royce White erklären sich zu Frauen und wollen bei der WMBA, der Women’s National Basketball Association, mitspielen, um die Absurdität der Transideologie offenzulegen und den Verband zu zwingen, Farbe zu bekennen.

Endlich! Die Welt lacht und wir atmen auf.

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Kommentare ( 1 )

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MaxVanMoritz
14 Minuten her

Es sind die Bücher, die ich nie gelesen habe aber von deren Qualität ich überzeugt bin. Es sind auch die reichen Menschen, deren Wohlstand ich ihnen gönne. Eine Frau mit Charakter, solche Frauen lieben und brauchen Männer!