„Zentrum für politische Schönheit“ schickt Alice-Weidel-Gefängnisbus an Schulen

An Schulen in Niedersachsen fährt ein Gefängnisbus mit Alice-Weidel-Puppe vor und es werden Anti-AfD-Sticker verteilt – eine „Kunstaktion“ des Zentrums für politische Schönheit. Bundesweit interessieren sich angeblich 800 Schulen für einen Besuch des „Gefängnisbusses“. Was als „Demokratiebildung“ verkauft wird, wirkt wie offene Indoktrination von Schülern.

Screenprint: WDR

Man hat sich daran gewöhnt, den Begriff „Bildungsnation“ nur noch mit einem Schuss Zynismus zu verwenden. Denn es ist politisch und „bildungswissenschaftlich“ gewollt, dass die jungen Leute von immer weniger eine Ahnung haben und haben müssen, gleichzeitig aber mit schönen Zeugnissen ausgestattet werden.

Nein, bei weitem nicht an allen Schulen ist es so. Dort sieht man sich in der Verantwortung für die junge Generation und damit für dieses Land. Aber es gibt immer mehr Schulen, die sich als Kampfbrigaden für Genderismus, Diversity, „Trans“, „Klima“, Antirassismus und für „Antifa“ verstehen. Jüngstes Beispiel, über das TE berichtet hatte, war eine Oberschule im ostsächsischen Schleife (Landkreis Görlitz), an der zwei „nonbinäre“ Theaterleute von den „Falken“ in einem von der Amadeu-Antonio-Stiftung (AA-Stiftung) mitfinanzierten „Projekt“ vor Neuntklässern in Sachen Porno- und Anti-AfD „unterrichten“ durften.

Nun fuhr in den niedersächsischen Gemeinden Leeste und Kirchweyhe (Landkreis Diepholz) ein Bus des „Zentrums für politische Schönheit“ (ZPS) an der jeweiligen KGS (Kooperativen Gesamtschule) vor, stand dort mehrere Tage und präsentierte den Schülern den zum Gefängnisbus für AfD-Chefin Alice Weidel umgebauten „Adenauer-SRP+“-Bus. Der WDR berichtete voller Stolz. Gleichzeitig wurden „FCKAFD“- und „AfDVerbot“-Sticker in großen Mengen an Schüler verschenkt und in der Schule angeklebt. Im Bus sitzt eine lebensgroße Alice-Weidel-Puppe in einer Gefängniszelle. Das Ganze sollte als „Kunstaktion“ ein „interaktiver Lernort“ im Rahmen der „Woche der Demokratie“ sein. Die „kreative Protestform“ gilt Schülern der Jahrgänge sieben bis zur Abitur-Klasse.

Die „Vision“ der Aktion ist: Eines Tages die AfD-Fraktionsvorsitzende Alice Weidel festzunehmen und mit dem Fahrzeug in ein Gefängnis zu überstellen. In der „Zelle 03“ des Busses sitzt sie bereits als Puppe. Eine Hinweistafel „Hei(l) Alice“ lädt ein, Fragen zu „ihrer braunen faschistischen Gesinnung und ihren Umsturzplänen“ zu stellen.

Eingeladen zu dieser Schulaktion hatte der „Runde Tisch gegen Rechts“. Pastor Gerald Meier, dessen Sprecher, sagt unverstellt, worum es ihm geht: die AfD zu verbieten. Mit vorne dran? Lehrer! „Ich begreife Antifaschismus als erste Bürgerpflicht“, sagt Geschichtslehrer Aljoscha Riehn von der KGS Leeste. Er gehört zum Kontaktteam der Schule mit dem Aktionsbündnis. Lehrerin Britta Steineck besuchte den Bus zu Beginn einer Pause mit einer fünften Klasse. „Ich bin begeistert von dem vielfältigen Angebot und der kindgerechten Gestaltung, politische Inhalte zu vermitteln“, sagt sie.  

Warum übrigens „Adenauer SRP+“-Bus? Laut Sven vom Aktionsbündnis ist es eine Hommage an den ersten Bundeskanzler Adenauer, in dessen Amtszeit 1952 die Sozialistische Reichspartei (SRP) verboten wurde, die in der Tradition der NSDAP stand. Gerne unterschlagen dabei: Damals hat das Bundesverfassungsgericht auch ein Verbot der Kommunistischen Partei Deutschlands ausgesprochen. Und: Nicht die Gutachten der Verfassungsschutzämter, die im Auftrag der Ministerien schreiben gaben den Ausschlag, sondern das höchste Gericht nach langwierigen Verhandlungen.

Was man über das ZPS wissen sollte

Das ZPS wurde 2008 von einem gewissen Philipp Ruch (* 1981 in Dresden) gegründet. Ruch versteht sich als Aktionskünstler. Staatsknete bekommt das ZPS selten. 2014 gab es einmal 10.000 Euro aus dem Hauptstadtkulturfonds. Ansonsten „lebt“ das ZPS von Spenden und von Crowdfunding („Schwarmfinanzierung“). Wo die Spender zu lokalisieren sind? Vermutlich in woken, gentrifizierten Wohngegenden?

Das ZPS hat namhafte Propagandisten. Es wurde 2025 mit dem Publikumspreis des Grimme Online Awards für die Aktion „AfD-Verbot“ ausgezeichnet. Diese Auszeichnung würdigt die ZPS-Kampagne einer Sammlung von über 3600 Aussagen von AfD-Mitgliedern zur Vorbereitung eines AfD-Verbots. Gesellschafter des „Grimme-Instituts Gesellschaft für Medien, Bildung und Kultur mbH“ sind übrigens der Deutsche Volkshochschulverband (DVV), die Film- und Medienstiftung NRW, der WDR, das ZDF, die Landesanstalt für Medien NRW, die Stadt Marl und das Land NRW.

Zur Erinnerung: Das skandalöse „Sommerinterview“ der ARD mit AfD-Sprecherin Weidel vom 20. Juli 2025 war die in dieser Sache letzte spektakuläre „Kunstaktion“ des ZPS. Und zudem ein Debakelstück der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten. Damals führte Markus Preiß als Leiter des ARD-Hauptstadtstudios ein 30-Minuten-Freiluft-Interview mit der AfD-Co-Vorsitzenden Weidel. Auf der gegenüberliegenden Spreeseite inszenierte das ZPS zusammen unter anderem mit den „Omas gegen Rechts“ mit einem mit Lautsprechern bestückten Bus und rund 25 Radikalinskis einen Krach, der das „Sommerinterview“ zu einer Farce machte. Aus den Lautsprechern wurde ein AfD-Schmählied abgespielt, das das Interview übertönte. „Scheiß AfD“ singt ein Chor immer wieder. Die ARDler sahen sich nicht in der Lage, diesen Zirkus auszublenden.

Demnächst an 800 Schulen in Deutschland?

Das ZPS brüstet sich damit, dass sich deutschlandweit rund 800 Schulen für einen Besuch des „Gefängnisbusses“ interessieren (siehe hier und hier). Wörtlich schreibt das ZPS auf seiner Website:

„Wir passen unser Programm an den Ablauf Ihrer Schule an. Zwischen Busbesuchen während der Pausen, bis hin zu 90 Minuten Programmblöcken – feste und modulare Programmpunkte können mit uns je nach Bedarf und Zeitlage abgestimmt werden. Beispielsweise können wir während der Pausen den Schüler*innen anbieten bereits einen Blick in den Bus zu werfen oder sich die Ausstellungen anzuschauen. Für gemeinsame Schulstunden sind wir flexibel in der Gestaltung und möchten auf die Bedarfe eurer Schulen eingehen. Anbieten können wir ein Schulstundenprogramm, das je nach Zeitrahmen aus Vorträgen, Führungen durch den Bus und gemeinsamen Diskussionen zu den Themen der Ausstellung, aber auch Quiz und spielerischen Angeboten besteht …“

Bildungsnation Deutschland: Noch Fragen??? Doch: Was wäre los in diesem Land, wenn ein „Aktionskünstler“ Ähnliches mit einem Gregor Gysi, einer Annalena Baerbock oder einem Jürgen Trittin veranstaltete? Es würde den gleichen Zirkus geben wie damals Anfang 2024, als sich selbsternannte Demokratieretter aufgrund einer reinen Lügengeschichte zu Hunderttausenden auf die Straße treiben ließen.

Und noch eine Frage: Gibt es im Haus der „grünen“ niedersächsischen Kultusministerin namens Julia Hamburg vielleicht doch noch den einen oder anderen Juristen, der solchen Indoktrinationen ein Stopp-Schild hinhält?


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Kommentare ( 48 )

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MartinKienzle
1 Monat her

Unter anderem anhand jener sogenannten „Aktion“ des (aggressiven) Besatzerkonstruktes BRD (https://www.youtube.com/watch?v=hIu80oSC728 ab Minute 3:25) gegen unser Volk kann man dessen Charakter erkennen, der sich aus dem Faktum speist, dass der sogenannte „Erste Weltkrieg“ aufgrund fehlender Friedensverträge bis dato tobt (https://www.ewigerbund.org/eb/was-stimmt-hier-nicht/http://www.ewigerbund.org/eb/heute/), den die BRD im Namen der sogenannten „Alliierten“ gegen unser Vaterland führt, der jedoch in absehbarer Zeit enden wird (für uns Deutsche gilt, bis zu diesem Zeitpunkt Opfer zu vermeiden)!

Last edited 1 Monat her by MartinKienzle
Ceterum censeo Berolinem esse delendam
1 Monat her

Heute sitzen sie noch auf dem hohen Roß und fühlen sich sicher, die „Guten“, diese „Lehrer“. Aber die Zeit des politischen Umbruchs wird kommen. Kann sein, dass der Machtwechsel erst in sechs oder sieben Jahren kommt, aber er wird kommen. Das ist so sicher wie das Amen in der Kirche, denn „Unsere Demokraten“ haben die Schraube jetzt schon überdreht. Und nach fest kommt bekanntlich ab. Früher gab es mal den Radikalenerlass. Der muss nach dem Machtwechsel wiederbelebt werden. Und dann raus mit allen Radikalen und verbohrten Ideologen, die ihren Bildungsauftrag mit Hetze und Gehirnwäsche verwechseln. Was diese „Lehrer“ da treiben,… Mehr

Realist48
1 Monat her

Einfach nur w i d e r l i c h !!!!! Wie wärs wenn die das mit Merz oder Klingbeil machten – wo bleibt der Aufschrei der Presse..’demokraten‘

Jerry
1 Monat her

Die Links zu „der-adenauer“ sind super. „Spenden und Komplizi:in werden“. Wer derart gendert ist nicht zu bedauern, der hat wirklich sehr sehr große Probleme. Ich hoffe die holen sich professionelle Hilfe!

Teiresias
1 Monat her

Als ob man mit solchen Albernheiten Schüler beeinflussen könnte.
Was sind das für Vorstellungen von Didaktik?
Wenn Lehrer allen ernstes so einen Blödsinn an ihre Schulen bestellen, wundert mich nicht, daß die es nicht schaffen, den Schülern Bildung zu vermitteln.
Sie haben offensichtlich keine Ahnung, wie man irgendwas vermittelt.

Jens Frisch
1 Monat her

In einem Land, daß die Schulpflicht mit am rigorosten durchsetzt, sollte man erwarten dürfen, daß auch das Neutralitätsgebot besonders streng überwacht wird… Na gut, wäre Deutschland ein Rechtsstaat.

Siggi
1 Monat her

Man muss sich die Drahtzieher in Berlin dazu ansehen, die das bezahlen. Der Bürger merkt längst, worauf es da ankommt. Die AfD wird durch solche Verbrechen nur stärker. Sobald es geht, wird denen der Prozess gemacht.

teanopos
1 Monat her

Was muss bei einem Lehrer/Lehrerin im Hirn eigentlich schief gewickelt sein um sich als Mensch mit zumindest etwas höher Bildung als der Durchschnitt sich solch einen Bus vor die Tür zu bestellen?

Als Bildung und Anschauungsobjekt im Bereich Propaganda vielleicht, aber bestimmt nicht als Bildung im Sinne der sich dem Schulbetrieb „kostenlos“ aufdrängenden, hinterotzigen, linken Einrichtung und ihrer „Inhalte“.

Last edited 1 Monat her by teanopos
Deutscher
1 Monat her
Antworten an  teanopos

Die heutige Generation von Lehrern – vor allem die jüngeren – sind selber schon Produkt des Bildungsnotstands.

Kassandra
1 Monat her
Antworten an  teanopos

Bei denen ists so, dass die wenigsten jemals von den Schulbänken weg etwas anderes in ihrem Leben erfahren durften.
Und so was „Theoretisches“ ist auf unsere Kinder losgelassen.
„Nicht für die Schule, für das Leben lernen wir“.
Das kann gar nicht wirklich etwas werden.
.
Politiker inzwischen dito – und solche, die sich Expertern oder Berater nennen oftmals halt auch.
Tino Chrupalla schätze ich u.a. deswegen.

Last edited 1 Monat her by Kassandra
Johann P.
1 Monat her

Solche primitive, antidemokratische und gesetzeswidrige „Aktionen“ zeigen eines ganz deutlich: Unser Staat hat sich offensichtlich dafür entschieden, sich selbst ad absurdum zu führen, indem er sein Staatsvolk propagandistisch verblödet. Hass und Hetze als „Zentrum für politische Schönheit“ zu verbrämen und zu tolerieren, ist an Widerwärtigkeit nicht mehr zu überbieten, insbesondere, wenn man damit die Schulausbildung, sprich die „Pädagogen“, unterwandert.

SwingSkate
1 Monat her

Wie ist es möglich, dass ein Volk in kürzester Zeit mehrheitlich derart verblödet?(Der TV-Beitrag über diesen Bus war an Fremdschäm-Momenten nicht zu überbieten). Dabei ist die Realität durchaus grotesk: Seit 2015 sollten eigentlich alle politischen Verantwortungsträger in Deutschland im Gefängnis sitzen – alle, nur eben nicht Alice Weidel und die AfD. 

Deutscher
1 Monat her
Antworten an  SwingSkate

Es fing mit dem Privatfernsehen an und dann zog das ÖR Fernsehen nach.

Last edited 1 Monat her by Deutscher