Nicht selten kommt es vor, dass Medien und Stiftungen alarmistische Studien verbreiten – mit entsprechender Wirkung und Echo. Statt pädagogischer Fürsorge sollte Eltern und Schülern endlich vermittelt werden: Lernen ist eben auch Arbeit. Ohne Fleiß und ohne Anstrengung kein Wissen, keine Bildung, keine Zukunft.
picture alliance / imageBROKER | Ulrich Niehoff
Dieses Phänomen sollte eigentlich längst durchschaut sein, dennoch wird es weidlich genutzt: Kaum ist eine Fernsehsendung oder eine „Studie“ über gesundheitliche Risiken, über Folgen des Klimawandels oder die Gefahr „rechter“ Umtriebe unter die Leute gebracht, schon spüren viele Leute diese Risiken und bilden sich irgendwelche Folgen ein. Am Tag darauf füllen sie die Arztpraxen, oder sie zücken das Überweisungsformular für irgendwelche Klima- und Demokratieretter-NGOs.
Mit anderen Worten: Nicht wenige der medialen und „wissenschaftlichen“ Produkte dieser Art entfalten unter den Leuten eine suggestive, ja eine oktroyierende Wirkung. Was durchaus bei manchen volkspädagogisch motivierten Produzenten solcher Produkte kammheimliche Absicht sein kann.
Wie Schul-„Studien“ Schulstress suggerieren
Zu den Studien dieser Art von Suggestion und Oktroyierung gehören so manche Schul-„Studien“. Eine solche hat nun die Robert-Bosch-Stiftung im Rahmen ihres aktuellen, seit 2024 alljährlich erfassten „Schulbarometers“ aufgelegt. Man hatte dazu die „forsa Gesellschaft für Sozialforschung und statistische Analysen mbH“ von 9. Mai bis 3. Juni 2025 mittels Online-Befragung 1.507 „Schüler:innen“ (Durchschnittsalter: 12,7 Jahre) im Alter von 8 bis 17 Jahren (zu 25,4 Prozent von Grundschulen, 30,9 Prozent von Haupt-, Real- und Gesamtschulen, 38,6 Prozent von Gymnasien, 1,9 Prozent von Förder- und Sonderschulen und 2,4 Prozent von berufsbildenden Schulen) sowie je einen Erziehungsberechtigten (Durchschnittsalter: 45,9 Jahre) befragt.
Nach dieser Studie geht es wieder mehr Kindern und Jugendlichen psychisch nicht gut: Der Anteil an „Schüler:innen“ (Diktion Bosch Stiftung) mit psychischen Auffälligkeiten liege bei rund 25 Prozent. Ein Drittel der 11- bis 17-Jährigen gab in der Befragung an, mindestens einmal im Monat von Mitschülerinnen und Mitschülern schikaniert zu werden. Bei jeder und jedem Zehnten war das sogar wöchentlich oder täglich der Fall. Mobbing im direkten, persönlichen Kontakt werde häufiger erlebt als Cybermobbing, oft träten aber auch beide Formen in Kombination auf, schreiben die Studienautoren. So weit, so schlecht! Ob diese Probleme mit der Zusammensetzung der Schülerschaft zu tun haben könnte, wird nicht untersucht.
Bildung geht eben doch nicht ohne Anstrengung
Und dann der eigentliche schulische Hammer: 61 Prozent der Befragten stimmten der Aussage zu oder eher zu, dass an ihrer Schule viel verlangt werde. Fast die Hälfte (47 Prozent) gab an, auch am Wochenende für die Schule lernen zu müssen. Na sowas! Schule als überflüssige Unterbrechung von Freizeit? Die Bosch-Stiftung folgert: „Übersteigen die Anforderungen die Fähigkeiten, sind Stress, verminderte Lernbereitschaft und psychische Belastungen die Folge …“ Etwas mehr als ein Drittel der Schüler stimmen der Aussage zu, dass sie in der Schule oft keine Lust haben zu lernen (36 Prozent), dass sie es im Unterricht oft langweilig finden (37 Prozent) oder dass sie bei den Hausaufgaben vor Langeweile schnell müde werden und keine Lust mehr haben (35 Prozent). Eine interessante Korrelation gibt es hier in Bezug auf Alter und Geschlecht: Jüngere Kinder (8 bis 10 Jahre) und Mädchen geben etwas seltener an, sich im Unterricht oft zu langweilen.
Na sowas! Schule ist immer noch kein netter Ponyhof, kein kollektiver Freizeitpark, wie ihn manche Bildungspolitiker und Bildungswissenschaftler seit Jahrzehnten projektieren. Nicht einmal jetzt, wo die schulischen Ansprüche von Jahr zu Jahr heruntergefahren und die Noten in der Folge immer besser wurden. TE berichtet regelmäßig von diesem Anspruchsdumping und von der Inflation an Bestnoten.
Fazit: Es wird höchste Zeit, Schülern und Eltern zu vermitteln, dass Lernen eben auch Arbeit ist. Oder ganz simpel: Ohne Fleiß kein Preis! Ohne Anstrengung kein Wissen, keine Bildung, keine Zukunft!





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Vorneweg: illegal hier anwesende müssen abgeschoben werden – oder?
Grundsätzlich muß die Frage gestellt werden: Brauchen wir in Zukunft für die angestrebte decarbonisierte Agrargesellschaft noch gut gebildete junge Menschen? Der Trend geht eindeutig hin zur allgemeinen Verblödung der Gesellschaft und in den Schulen werden dafür die Grundsteine gelegt. Das Motto: Jeder kann alles machen ob qualifiziert oder nicht. Quality is a myth! Ich kann Morgens Lehrer, Mittags Arzt, Abends Kanzler sein und das alles mit mehreren Geschlechterwechseln am Tag. Es wird gelobt auf Teufel komm raus denn Kritik könnte die kleinen Seelchen ja schädigen. Dazu kommt die Dauerpanik in die die Heranwachsenden versetzt werden. Weltuntergangsszenarien überschatten den Schüleralltag die… Mehr
Die kommen, sind oftmals mit wenig IQ gesegnet – und die Hiesigen müssen dementsprechend weg.
So einfach.
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Hinsichtlich der Azubis, nicht nur in Berlin: viele ohne erlernte Sekundärtugenden – und viele gar nicht bildbar. Das war es dann.
Leerkörper, find ich gut! War sicherlich nicht unbeabsichtigt…
Man fragt sich echt, wie die gegenwärtige Generation ihr Leben bewältigen will.
Bzw. man fragt sich, wie es die Vor- und Vor-Vorgänger-Generationen geschafft haben, die Schule abzuschließen und die Wirtschaft am Laufen zu halten, und das ohne Google und KI befragen zu können.
Generation Snowflake schmilzt dahin!
Um die 60% soll der Anteil der Fremdländer in vielen Klassen sein – was heißt, die hoffen ihr Lebtag auf Dschizya – so ist es ihnen versprochen.
Rest 40% und nicht alle „snowflakes“.
Viele der Schüler merken, wie übel ihnen mitgespielt wird – da permanent konfrontiert.
Habe auch ich so gehört und meiner persönlichen in Sicht nahme scheint das zu stimmen.
Ich hatte gestern eine Unterhaltung mit einem langjährigen Freund. Er ist ausgebildeter DDR-Industriemeister und wurde in seiner jetzigen Firma gebeten, einen Neuntklässler in einem Praktikum zu begleiten. Er hat sich ernsthaft getraut, diesen jungen Mann zu fragen, wie man den Hubraum eines Motors errechnet. Nein, das wäre nichts für ihn. Er wusste nicht, was ein Durchmesser ist, oder ein Radius, dass es da eine Formel für die Volumenberechnung eines Zylinders geben könnte, darauf wollte er partout nicht kommen. Vielleicht ist dieser Kerl wirklich ein besonders dämliches Exemplar, mein DDR-Deutschlehrer hätte ihm seinerzeit gesagt: „Da wirst Du eben Fluchtenmaurer!“ Wir haben… Mehr
Zu Kaiser Wilhelms Zeiten gab es ca.3% Analphabeten,heute sind es ca, 12,1% oder auch 6,2 Millionen.
Keine Angst,in der Sahelzone liegt die Analphabetenquote bei ca.13%,das schaffen wir auch noch.
Das ist schon seit knapp fünfzig Jahren der Fall, wo bei der Personalauswahl bereits gewaltige Lücken zu erkennen waren und mit der Senkung des Anforderungsprofils durch unsere lieben Sozialisten, damit deren Kinder auch was werden können, ist die Leistung auch gesunken und das hängt nicht allein vom schulischen oder studierten Wissen ab, denn dazu gehört weit mehr um die gestellte Aufgabe zu meistern und war oft auf eine erkennbare fehlende Erziehungsleistung zurück zu führen, wo dann das ganze Elend zu Tage getreten ist, wenn nicht einmal die Minimalanforderungen vorhanden sind um der gestellten Aufgabe gerecht zu werden, vom fehlenden Wissensdurst… Mehr
Es gab und gibt schon immer kluge und dumme Menschen. Und Faule. Der Unterschied zu früher liegt darin, dass dumme und faule Menschen heute dieselben Leistungen beanspruchen (und auch bekommen) wie die klugen. Anstrengung lohnt sich nur noch vermeintlich – aus den Klugen, die sich anstrengen und fleißig lernen und arbeiten, werden später die Dummen, die dazu gezwungen werden, die „vorher Dummen“ und Faulen durchs Leben zu alimentieren. Das endet darin, das die Klugen bzw. Klügeren das Land verlassen oder sich an die allgemeine Faul- und Dummheit anpassen. Der Pool, aus dem dann hier vor Ort geschöpft werden kann, wird… Mehr
Unser Bildungssystem ist unser Sargnagel. Mit welchen notwendigen echten Fachkräften sollte denn in D irgendetwas von Wirtschaft aufrechterhalten werden? Es ist demnächst niemand mehr da. Deindustrialisierung in allen Bereichen: Landwirtschaft, Dienstleistung und Industrie ist „alternativlos“.
Ja. Seit wann wurde das von oben zur Unkenntlichkeit gewandelt?
Und inzwischen ist es so, dass die Schulklassen oftmals derart „divers“ aufgestellt sind, dass Regelunterricht fast nicht mehr durchgeführt werden kann.
Die Diskrepanz liegt darin, dass man die Leistungsanforderung in der Schule infantilisiert hat, aber das Leben deswegen seine Leistungsanforderungen nicht zurück geschraubt hat.
Die kommen, sind Brüder oder Schwestern von solchen, die dort, wo sie herkommen, genau so ins gesellschaftliche System passten.
Unseres wird nun nach unten „kalibriert“.
Wiewohl wie Sie sagen man smart sein muss, um beispielsweise harte Winter ohne Energie durchstehen zu können.
61 Prozent der Schüler leiden angeblich unter hohen Anforderungen – wieso angeblich? Leiden ist subjektiv. Die Ursachen sind im Artikel benannt. Menschen die mit Informationen übergossen werden die sie nicht verstehen oder gar nicht verstehen können. „Wenn diese Welt für sie keine Antworten mehr hat, dann fragen die Menschen ihre Propheten und Götter um Rat.“ – die sie sich selber wählen Im heutigen Zeitgeist, sollen diese Informationen nur eines bewirken, die Menschen mit „Gesinnungswahrheiten“ zu oktroyieren, so wie wir es aus allen totalitären Regimen kennen. Das Hauptwerkzeug sind ÖRR und Internet. Menschen werden eingeschüchter und bedroht, das zu glauben was… Mehr
Zudem sind da welche, die wissen, dass alles, was sie zum Leben brauchen, in den Suren des Koran festgehalten ist – und daran glauben, dass der „Schriftgeber“ für sie sorgen und ihre Geschicke leiten wird.