Erneut keine Haftstrafe für Klimaaktivistin Windl

Auch nach dem jüngsten Prozess am Wiener Landesgericht muss die langjährige deutsche Klimaaktivistin Anja Windl keine Haftstrafe antreten – sie wird trotz zahlreicher Delikte zu nur acht Monaten bedingt verurteilt.

picture alliance / APA-Images | TOBIAS STEINMAURER
Anja Windl, Wien, Österreich, 12.05.2026

Anja Windl (29), die deutsche Langzeit-Psychologie-Studentin und Leitfigur der radikalen Anti-Klimawandel-Truppe, wurde wegen Sachbeschädigung und schwerer Sachbeschädigung verurteilt. Drei weitere Mitangeklagte erhielten nun Geldstrafen, ein Pensionist wurde freigesprochen. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig, doch es zeigt einmal mehr: Mit ihren chaotischen Störaktionen konnte die „Letzte Generation“ zehntausende Autofahrer sekkieren, ohne dass es besonders harte Strafen setzt.

Windl, von Boulevard-Zeitungen aufgrund ihres Aussehens als „Klima-Shakira“ bezeichnet, hatte sich mit der berüchtigten „Mumienhand“ – einer zähen Mischung aus Quarzsand und Superkleber – auf der stets dicht befahrenen Südautobahn (A2) in Niederösterreich sowie am Wiener Ring festgeklebt. Am 20. November 2023 mussten Feuerwehren aus Wiener Neudorf und Traiskirchen sie aus dem Asphalt stemmen.

Zehntausende Euro Sachschaden

In Deutschland, wo sie ähnliche Aktionen verübte, ging es angeblich wesentlich schneller mit Hammer und Meißel. In Österreich kostete allein die A2-Blockade der ASFINAG mehr als 20.000 Euro an Straßenreparaturen, dazu kamen mehrere Tausend Euro für die Feuerwehreinsätze. Die Gesamtkosten der Wiener Proteste beliefen sich auf Hunderttausende Euro an Polizeistunden – alles zu Lasten der Steuerzahler, die für den Klimawandel nichts können, aber für Windls Inszenierungen zahlen müssen.

Vor Richterin Daniela Zwangsleitner gab sich die Deutsche uneinsichtig wie eh und je: Sie bekannte sich nicht schuldig, verlas eine mehrseitige Erklärung zu ihren „Beweggründen“ und erntete Beifall von Sympathisanten im Publikum. „Der Protest war in dieser Situation notwendig“, behauptete sie. Die Richterin reagierte genervt: Windl sei „eigentlich unbeeindruckt vom Verfahren“ und damit uneinsichtig.

„Füße runter!“

Besonders peinlich wurde es, als die Aktivistin mit hochgelegten Füßen auf der Anklagebank „chillte“ – „Füße runter, wir sind hier vor Gericht!“, mahnte die Richterin. Später drohte sie sogar, applaudierende Zuschauer aus dem Saal zu werfen. Windl klagte von ihrer „vergitterten Zelle“ in der Justizanstalt Josefstadt und gestand sogar, sie habe „f*cking Angst“ vor der Klimakatastrophe und sei froh, keine Kinder in diese Welt gesetzt zu haben. Selbst diese Dramatik kam vor Gericht nicht wirklich gut an.

Windls Verteidiger Ralf Niederhammer versuchte, sie als „Aktivistin wie alle anderen“ zu verkaufen, die zutiefst besorgt sei. Die „Letzte Generation“ Österreich hat sich im August 2024 selbst aufgelöst – ohne nennenswerte politische Erfolge, aber mit einem gewaltigen Imageschaden für die gesamte Klimabewegung. Umfragen zeigen: Bis zu 85 Prozent der Deutschen lehnen Straßenblockaden ab. Sie verärgern Pendler, gefährden Rettungseinsätze und spalten die Gesellschaft, statt sie für Klimaschutz zu gewinnen. Die Aktionen polarisieren und mindern die Akzeptanz für echte Umweltpolitik.

Windl, die seit 2017 in Österreich lebt, wurde bereits ein Aufenthaltsverbot erteilt – wegen Gefährdung der öffentlichen Ordnung. Sie legte Beschwerde ein und bleibt vorerst. Neben den Klebeaktionen warf sie mit anderen Farbe auf Gebäude, schmierte Hundekot an die Außenfassade der ÖVP-Zentrale und mischte sich später in pro-palästinensische Proteste ein. Ein Mitangeklagter nutzte sogar einen gefälschten Ausweis, um bei den Salzburger Festspielen gegen den Gaza-Krieg zu demonstrieren.

Die Staatsanwaltschaft Wien hat bereits 47 Personen angeklagt, dutzende Geldstrafen und Diversionen folgten. Ein separates Verfahren wegen Windls Social-Media-Posts, in denen sie während des Prozesses Behörden kritisierte und zur „strafbaren Handlung“ aufgerufen haben soll, läuft noch. Die Richterin machte klar: Eigentum Dritter darf nicht verletzt werden – auch nicht im Namen einer vermeintlich guten Sache. Ob das „Klima-Shakira“ endlich zur Einsicht bringt, darf aufgrund des milden Urteils bezweifelt werden. Die Öffentlichkeit hat längst genug von den theatralischen Inszenierungen.

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Kommentare ( 18 )

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verblichene Rose
27 Tage her

Wenn diese „Dame“ nicht von ihren Aktivitäten lebt, was ich annehme, dann kann man ihren Geisteszustand nur noch bedauern. PS: Schönheit liegt im Auge des Betrachters. Ich fand meine alte, runzelige Oma schön…🥹

Marcel Seiler
28 Tage her

Gerichte neigen dazu, die „idealistische Gesinnung“ des Angeklagten als Argument zur Strafminderung zu werten, insbesondere, wenn diese Gesinnung dem Zeitgeist entspricht. Davon war auch das Urteil gegen Hitler zur Festungshaft geprägt (1924): ‚Unter Betonung des „rein vaterländischen Geistes und des edelsten selbstlosen Willens der Angeklagten“ wurden die Mindeststrafen verhängt.‘ (Findet man im Internet; ich hoffe, es ist richtig zitiert). Heutzutage profitieren die „Klimaretter“.

Ein väterlicher Bekannter meinte einmal: „Idealistische Gesinnung“ (oder was dafür gilt) sollte eher als strafverschärfend gewertet werden: Um jedem klar zu machen, dass auch die edelste Überzeugung es nicht rechtfertigt, diese durch Straftaten zu befördern.

Last edited 28 Tage her by Marcel Seiler
Donostia
28 Tage her

Am 20. November 2023 mussten Feuerwehren aus Wiener Neudorf und Traiskirchen sie aus dem Asphalt stemmen.
Wieso mussten? Die hätte ich kleben lassen, damit die mal Merken wie Dumm sie sind.

Lore
27 Tage her
Antworten an  Donostia

Ich hätte sie auch dort gelassen, Bauabsperrung drum und gut

Haba Orwell
28 Tage her

> Mit ihren chaotischen Störaktionen konnte die „Letzte Generation“ zehntausende Autofahrer sekkieren, ohne dass es besonders harte Strafen setzt.

Was kann man von der Klima-Kabale halten, wenn Terrorismus als „wissenschaftliche Belege“ herhält? Jeder müsste längst stützig werden.

jansobieski
28 Tage her

Die gerechte Strafe wäre die Auferlegung sämtlicher Kosten, die sie gerne abstottern kann und 1 Jahr gemeinnützige Arbeit im Straßenbau, Kohleabbau (ggf. in Polen); Raffinerie.

Regina Lange
28 Tage her

Eine Bekloppte will, falls sie ihr „Studium“ jemals beenden wird – was eher unwahrscheinlich ist, psychisch kranke Menschen behandeln! Herzlichen Glückwunsch! Die österreichische Justiz ist genauso „windlweich“ wie die deutsche Justiz, wenns um linke Gauner*innen geht! Diese Verbrecher kosten den Steuerzahler einen Haufen Geld und jüdische Menschen, rund um den ESC, müssen für Ihren Schutz bezahlen! Irgendwas läuft falsch. Die Welt ist ein Tollhaus und ich dachte bis jetzt, Deutschland wäre die Zentrale, aber Österreich ist nicht ein Deut besser!

Michael Palusch
28 Tage her

Warum hat man sie überhaupt „befreit“?
Hätte man die Stelle einfach nur abgesperrt, und sage nun keiner das ginge in doch nicht, hätte sie spätestens nach einer Woche um Hilfe gebettelt und damit hätten sich auch viele folgende Aktionen der gleichen Art von selbst erledigt.

Monostatos
28 Tage her

Wenn man im Vergleich zu diesem Fallbedenkt, wie gnadenlos die Gerichtsbarkeit mit absolut integren Menschen, zum Beispiel Ärzten und Beamten und Soldaten etc. oder auch Martin Sellner und dessen Kontakten umgeht, kann man nur konstatieren,
dass die Rechtsstaatlichkeit nicht nur inallenfalls noch in Spuren vorhanden ist. Ganz offensichtlich sind nicht alle Menschen vor dem Gesetz gleich.

Biskaborn
28 Tage her

Diese Leute sind nicht zur Vernunft zu bringen, es sei denn, man sperrt sie lebenslang in die Psychiatrie weil sie eine Gefahr für die Menschheit sind!

Kassandra
28 Tage her
Antworten an  Biskaborn

Sie bestätigen in schönen Worten die Ansicht des argentinischen Präsidenten Javier Milei:
“I thought being on the left was a mental problem. The empirical evidence is so overwhelming that it never worked anywhere, and they refused to accept it.” “But what I discovered is that being on the left is a disease of the soul. The left is built on envy, hatred, resentment, and unequal treatment under the law. They are very violent, and since they have no way or arguments to answer, they go for physical violence.”

flo
28 Tage her

Verstehe ich jetzt ehrlich nicht, auch wenn es mich nicht verwundert. Ein bisschen Bewährungsstrafe bei schwerer Sachbeschädigung zu Lasten des netten Steuerzahlers? Na, immerhin hat sich Frau Windl, studiert glaube ich seit 2017 Psychologie, ja vorbildlich-bürgerlich gestylt. Das dürfte das Vertrauen ins Rechtssystem nicht unbedingt stärken. Und es ist eigentlich eine Einladung für alle Klimaaktivisten, weiterzumachen. Hauptsache, sie beleidigen keine Politiker (oder so).

Kassandra
28 Tage her
Antworten an  flo

Danisch beschrieb gestern, dass die gesamte Kaste der Juristen hier aus dem Weg geräumt werden muss, sollte sich hier noch einmal etwas zum Guten ändern lassen: https://www.danisch.de/blog/2026/05/12/spieltheorie-und-nash-gleichgewicht-wie-lange-koennen-wir-uns-richter-anwaelte-und-juristen-recht-noch-leisten/#more-74927
Und dass Ulrike Herrmann jetzt ein kleines Problem hätte, schamlos aber auf einen anderen Zug aufspringt, das schreibt er auch: https://www.danisch.de/blog/2026/05/12/kommunisten-und-realitaetsverleugnung/