Für Bürger mit ungestörter Beziehung zur Natur: Backhaus und andere naturentfremdete Klimareligiösen hätten die schwer kranke Walkuh einfach in Ruhe und Frieden und Würde sterben lassen sollen.
picture alliance/dpa | Marcus Golejewski
Was der Spiegel aus internen Papieren des Umweltministeriums von Mecklenburg-Vorpommern zu den Aussagen von SPD-Minister Till Backhaus zum verendeten Buckelwal berichtet, wirft einen grellen Schein auf die Lichtljahre, die nicht nur rotgrüne, sondern Berufspolitiker insgesamt von der Natur der Erde trennt in erschreckender Weise. Nicht Schlimmeres kann Tieren und Lebewesen insgesamt drohen als die Einbildung der politischen Klasse, sie und das Klima retten zu wollen.
Backhaus hatte auf seiner Pressekonferenz heute den Eindruck erweckt, Experten des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie (LUNG) hätten den Tracker des in Dänemark verendeten Buckelwals selbst „ausgelesen“. Regierungskreisen in Schwerin zufolge habe die private Rettungsinitiative dem Ministerium jedoch nur einen Link mit Bewegungsdaten des Meeressäugers übermittelt.
Diese Daten seien nach Einschätzung von Experten nur ein Bruchteil dessen, was das Gerät vom Typ Splash10-F aufzeichnen und senden könne. Gesichert sei nur, der Wal habe nachdem er ausgesetzt war, „Luftlinie anhand der Ortungspunkte 215 Kilometer“ zurückgelegt, wie es in einem Schriftwechsel zwischen dem Ministerium und dem LUNG laut Spiegel heißt.
Auf die Frage, woran man festmachen könne, der Wal habe nach seiner Aussetzung am 2. Mai bis zum 6. oder 7. Mai gelebt und ob er „nicht genauso gut gedriftet“ – also tot in der Strömung getrieben – sein könne, antwortete das Landesamt, anhand der vorliegenden Daten könne dies „nicht eindeutig festgemacht werden“. Analysen zu Schwimm- oder Driftgeschwindigkeiten müssten für belastbare Interpretationen mit noch nicht vorliegenden Informationen über Tauchtiefen und Temperatur verbunden werden. Backhaus aber habe vor der Presse gesagt, der Wal habe bis zum 6. oder 7. Mai gelebt, berichtet der Spiegel. Eine Anfrage dazu habe das Ministerium bislang unbeantwortet. gelassen
Burkard Baschek, Direktor des Deutschen Meeresmuseums Stralsund, der die übermittelten Trackerdaten auch sichten konnte, äußerte Zweifel an den Aussagen des Ministers. Von Tauchgängen an mehreren Tagen, die Backhaus auf der Pressekonferenz erwähnte, mochte er nicht sprechen. Er habe in dem Datensatz nur „Hinweise auf Tauchgänge des Wals innerhalb der ersten vier Stunden“ nach dessen Freilassung gefunden.
Für Bürger mit ungestörter Beziehung zur Natur auf Deutsch: Backhaus und die anderen naturentfremdeten Klimareligiösen hätten die schwer kranke Walkuh einfach in Ruhe und Frieden und Würde sterben lassen sollen.

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