Blackbox KW 21 – „Neue Leute kennenlernen…“

Bärbel Bas sagt‘s endlich klar und deutlich: Für Vielfalt und Spaß wurden Millionen Fremde ins Land geholt. Dafür muss man nicht mehr in den Puff nach Barcelona (Lied verboten!) fahren, es reicht eine Reise in den Wallfahrtsort Kevelaer, wo Schüler entsprechend vorbereitet wurden.

Irgendein CDU-Ministerpräsident fordert, faule Bürgergeld-Bagage nicht länger sanktionsfrei zu finanzieren, und CDU-Wadephul will, dass die NATO-Außenminister auf das 90-Milliarden EU-„Darlehen“ an die Ukraine „noch einmal bilateral auch mindestens dieselbe Summe“ drauflegen. Bilateral, soso. Das Unions-Treiben ist inzwischen wie ein Autounfall – man kann nicht wegschauen. Nun haben CDU-Strategen eine Broschüre auf den Weg gebracht, die die AfD als gefährlich diffamiert. Auf den Weg gebracht ist nicht ganz richtig. Interessierte müssen sie in der CDU-Zentrale abholen, oder, wie die Grüne Franziska Brantner und Genossen, online liken. Die AfD, behaupten die Unionisten, will einen „Ein-Parteien-Staat so wie in der DDR oder im Nationalsozialismus“. Wobei es in der DDR ganz viele Parteien gab, sogar eine Art FDP – also war die DDR eigentlich wie „unsere Demokratie“ heute, nur ohne die AfD.

♦ Apropos DDR. Da kümmerte sich die Staatssicherheit auch um das akustische Wohlergehen des sozialistischen Volkskörpers und erstellte Listen mit verbotenen Liedern. Eine solche Liste gibt es offenbar auch in Erlangen, wo CSU, SED und SPD Lieder mit „gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit“ auf den Volksfestindex setzten. Nix mehr mit „Wir fahr’n in’ Puff nach Barcelona“ (CO2-Abdruck!), „10 nackte Friseusen“ (frauenfeindlich), „20 Zentimeter“ (§ 188 StGB; bitte gugeln). Auch die Liebe (überholtes soziales Konstrukt) darf in Erlangen nur mit vorab genehmigtem Text thematisiert werden. Eine gewisse „Joana“, angeblich geboren, um Liebe zu geben, darf nicht mehr besungen werden. Schon weil der Pöbel auf das flehentliche „Joana“ ständig mit „Du geile Sau“ antwortet. So nicht, Freunde! So nicht! Man kann auch mit „Friedrich Merz – Ich hab‘ noch niemals was regiert“ Freude haben!

♦ Platzt der Wal noch vor der Koalition? Was beim einen der Lauf der Natur, ist beim anderen die eigene Dummheit. Ausgerechnet die Babyboomer mit der „Rente mit 70“ zu bespaßen, ist schon mal eine suboptimale Idee. Wenn dann auch noch der Hohlsteiner Genosse Günther (CDU) öffentlich von sich gibt, die Linke (früher berüchtigt als SED) sei ein akzeptabler Koalitionspartner, dann dürften bald bundesweit Umfrage-Zahlen wie zuletzt in Sachsen herauskommen: CDU 21%; AfD 42%. Selbst die neun Jahre Habeck, die die steuerzahlenden Bürger pro Kopf tausende Euro gekostet haben dürften, verklärt der Unbelehrbare Günther: „Im Rückspiegel kenne ich eigentlich in der gesamten Unionsfamilie niemanden, der unsere Strategie im letzten Bundestagswahlkampf, die Grünen in Bausch und Bogen zu verdammen, noch für richtig hält.“

♦ Der Bart ist bereits ab, nun hat Bayerns Söder Kreide bestellt, viel Kreide. Denn er will „künftig stärker darauf achten, dass Ton und Stil der Lage unserer Demokratie angemessen sind“. Das Bild ist vielleicht etwas schief (Söders, nicht unseres). Denn beim Anblick „unserer Demokratie“ kann man nur noch laut schreien.

♦ Staunend steht selbst die schwäbische Hausfrau vor der Finanzakrobatik der „demokratischen Parteien“. Obwohl SPD und Union von Niederlage zu Niederlage kriechen, die Mitglieder weglaufen oder -sterben, wächst das Parteivermögen. Die fetteste Gans ist die Pasteten-Partei SPD.

♦ Ausgerechnet der Erfurter SPD-Innenminister, Genosse Maier vom Bodensee, fürchtet um die Pfründe von morgen und „warnt“: Für den Fall einer Regierungsübernahme plane die AfD, zentrale Posten in Ministerien und Behörden mit ihren Leuten neu zu besetzen. Dabei ist das doch das Privileg der SPD, wie sich gerade wieder im Entwicklungsministerium zeigt. Der Personalrat jammert, Mitarbeiter fluchen, weil SPD-Ministerin Reem Alabali Radovan einen Spezi zum Büroleiter macht, obwohl Erfahrung und Vorbildung, sprich Eignung, fehlen. Wen wunderts? Schließlich ist jedes SPD-geführte Ministerium zugleich ein „SPD-Versorgungswerk“. Das gebietet schon die Solidarität.

♦ Gut 25 Milliarden Euro kosten Versorgung und Unterbringung von Asylbewerbern den Bund im Jahr. Länder und Kommunen zahlen noch Milliarden „für Integrationskurse, Gesundheit oder Kosten in der Jugend- und Sozialarbeit“ obendrauf. Das seien Investitionen in unsere Zukunft, behaupten die „demokratischen Parteien“ stets frech, aber nachdem die Wähler den Schwindel durchschauten, rückt SPD-Parteichefin Bas mit der Wahrheit heraus. Wir brauchen die Millionen Kulturfremden „nicht nur als Fachkräfte. Wir brauchen sie auch für die Vielfalt, und um neue Leute kennenzulernen…“ Da wäre es deutlich günstiger, jedem Deutschen einen schönen Urlaub zu spendieren. Da kann er auch neue Leute kennenlernen. Auf jeden Fall deutlich sympathischere als den abgelehnten, aber „geduldeten“ Asylbewerber Nenad A. und seine üblen Kumpane.…

♦ Fritz war in der Höhle der… nein, nein, falsches Bild, Löwen gibt es da wahrlich nicht, wo Fritz war, eher Grottenolme (blind für alles, was außerhalb der Höhle so vor sich geht): Fritz war bei der SPD-Fraktion. Was sollen wir sagen? Der Kanzler wurde besser aufgenommen als frühere SPD-Kanzler. Damit er sich wohl fühlte, stand ein Namensschildchen („Friedrich Merz; SPD-Fraktion“) vor ihm, und wie ein SPD-Kanzler durfte Merz sogar ein mahnendes Wort an die Genossen richten: „Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass die Schulden, die wir machen, nicht zu hoch werden.“ Wahrscheinlich wurde herzlich gelacht.

♦ Weil ein großer Teil der Abgeordneten die Ordensverleihung an Dr. Angela Merkel im EU-Parlament in Straßburg boykottierte, wurden die leeren Plätze mit Platzhaltern aufgefüllt. Bevor jetzt wieder einige meckern: Das wäre auch eine gute Idee für unseren Bundestag, wo der Großteil der Abgeordneten meistens Wichtigeres zu tun hat als ihresgleichen zuzuhören. Ein bei Debatten zu drei Vierteln leerer Bundestag schadet „unserer Demokratie“! Also rein mit den Platzhaltern! Berlin hat genug Penner, die sich gern was dazuverdienen.

♦ Beim Spiel „Das Parlament fragt, Klingbeil antwortet“ war das Parlament zu drei Vierteln leer. Das Hohe Haus missachtet seinen Minister und im Grunde sich selbst. Inhaltlich muss man Verständnis haben. Wer will schon ernsthaft Klingbeils neuesten „Aktionsplan“ vorgetragen bekommen? Aber die Damen, Herren und Diversen hätten herzlich mitlachen können, als der verzweifelte Lars auf die Frage der AfD, wie er als Finanzminister die Rekordschulden abbezahlen will, antwortete: Sie (die AfD) habe ja auch keine Antwort. Der AfDler: „Die Antwort können wir geben. Wir können tauschen, Herr Minister!“

♦ Selbst die Zeitungen des zionistischen Goy (Selbstbezeichnung) Matthias Döpfner
(Springer-Verlag) kamen nicht umhin, über Knochenbrüche und „erhebliche“ Verletzungen von „Gaza-Aktivisten“ durch Israels Militär zu berichten. Dummerweise hatte auch Israels Sicherheitsminister Itamar Ben Gvir auf X mit einem Video über die „Behandlung“ der Gaza-Hilfsflotte geprahlt (Low IQ?) – was „international für Empörung gesorgt“ (Bild) hatte. Apropos Gaza. Bauen sie schon oder reißen sie noch ab?

♦ Selenskyj meldet bereits „zusätzlichen Finanzbedarf“ von 19 Milliarden (Wall Street Journal) bei Ursel an. Zeitlich ein wenig unglücklich wurde der Fall Andrij Jermak publik, und wir haben extra gewartet, bis auch die deutsche Weltpress über das Korruptionsverfahren gegen Selenskyjs ehemalige rechte Hand berichtet. Ging eh nur um ein paar Millionen hier und ein paar Millionen da. Jermak kommt wie Wolodymyr (Gewinner von Let‘s Dance!) aus dem Showbusiness. Kurz Untersuchungshaft, dann zog er lieber die „Du-kommst-aus-dem-Gefängnis-frei-Karte“.

♦ Wo wir schon beim Showgeschäft sind: Irgendetwas muss schiefgelaufen sein, denn weder Israel noch die Ukraine haben den Eurovision Song Contest gewonnen. An den Beiträgen kann es nicht gelegen haben, denn keiner der 25 dargebotenen Musikstücke entsprach den Regeln zeitgenössischer Kunst. Selbst Englands Fußball-Rowdys können einen Refrain („Keir Starmer is a Wanker“) pointierter in Szene setzen.

♦ Feuerzangenbowle 2026: Waren die 14-jährigen Schüler im Wallfahrtsort Kevelaer etwa albern im Kurs „Wie leite ich einen Puff“? Wurde blöd gekichert bei der Frage nach „den Fähig- und Fertigkeiten, die die dort Arbeitenden brauchen, damit alle möglichen Menschen bedient und zufriedengestellt werden können“? Jedenfalls ist der Lehrkörper nun erbost. Sollen sich die Lümmel künftig eben anders über die „Vielfalt der Lebensformen und der Sexualität“ austauschen!


Schönen Sonntag!

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Kommentare ( 1 )

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humerd
26 Minuten her

 Ausgerechnet die Babyboomer mit der „Rente mit 70“ zu bespaßen, ist schon mal eine suboptimale Idee.“
Die Generation der Babyboomer (kurz: Boomer) umfasst in der Regel die Geburtsjahrgänge 1946 bis 1964. Die trifft doch eine Rente mit 70 am wenigsten. Den nachfolgenden Generationen sei sie gegönnt, denn sie plärren ganz laut danach. Neid ist halt ein wirklich schlechter Ratgeber.