Im Streit über Iran und Israel geht Donald Trump öffentlich auf Distanz zu Tucker Carlson und Candace Owens. Dieser Schnitt ist überfällig. Denn hinter dem Bruch steht mehr als ein persönlicher Konflikt: Im konservativen Lager wächst das Misstrauen gegen eine auffällige außenpolitische Verschiebung früherer MAGA-Figuren.
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Was sich derzeit im Umfeld Donald Trumps und nun bei ihm selbst entlädt, ist kein gewöhnlicher Streit unter Ehemaligen. Hier zerbricht ein Teil jenes publizistischen Vorfelds, das Trump über Jahre getragen, verteidigt und verstärkt hat. Aus früheren Verbündeten sind nun offene Gegner geworden. Auslöser ist die Auseinandersetzung über Iran und Israel. Trump hat darauf mit einer öffentlichen Abrechnung reagiert, die in ihrer Härte vor allem seit den antisemitschen Einlassungen dieser Akteure eines zeigt: Dieser Bruch war längst überfällig.
Tucker Carlson und Candace Owens greifen Trumps Linie im Nahen Osten nunmehr offen an. Trump wiederum macht klar, dass für ihn in dieser Frage eine Grenze erreicht ist. Wer seine Haltung zu Israel und zum iranischen Regime frontal attackiert, steht aus seiner Sicht nicht mehr im eigenen Lager, sondern außerhalb davon. Genau deshalb ist seine Reaktion politisch weit bedeutender als der übliche Schlagabtausch unter Meinungsmachern.
Denn dahinter liegt ein tieferer Konflikt, der seit dem 7. Oktober 2023 und in den letzten Monaten immer deutlicher sichtbar wird. Teile des konservativen Medienmilieus haben sich in sehr auffälliger Weise von ihrer früheren Haltung entfernt. Aus klarer Solidarität mit Israel wurde erst Distanz, dann Schärfe, dann eine Rhetorik, die nicht mehr nur israelkritisch wirkt, sondern zunehmend den Ton und die Denkmuster eines Milieus übernimmt, das Israels Gegner schont und Israel selbst zum Hauptproblem erklärt und mittlerweile in offenem Antisemitismus eskaliert.
Genau das hat Tucker Carlson und Candace Owens inzwischen selbst in den Mittelpunkt scharfer Kritik gerückt. Und zwar nicht bloß bei liberalen Gegnern, sondern gerade im konservativen Lager. Dort wächst seit geraumer Zeit das Misstrauen gegen beide. Kritiker sehen bei ihnen keine normale außenpolitische Neuakzentuierung mehr, sondern eine sehr auffallende Verschiebung, die immer verlässlicher dort landet, wo sie den Interessen Katars, Irans oder ihrer publizistischen Vorfeldstrukturen nützt.
Das ist der entscheidende Punkt. Es geht nicht bloß um eine andere Meinung. Es geht um die Frage, warum aus ehemals zentralen Stimmen eines konservativen Lagers plötzlich Akteure werden, die mit bemerkenswerter Regelmäßigkeit gegen Israel arbeiten und dabei zugleich eine erstaunliche Milde gegenüber dessen erklärten Feinden erkennen lassen, die seit Jahrzehnten für weltweiten islamistischen Terror mitverantwortlich oder komplett verantwortlich zeichnen. Diese sehr augenscheinliche Veränderung dieser Entwicklung nährt und unterstützt den offenen Verdacht, dass hier mehr im Spiel sein könnte als bloße persönliche Überzeugung. Es werden konkret finanzielle Einflussnahme aus Katar oder aus dem Umfeld der Iran-Achse angeführt. Der konkrete Vorwurf steht im Raum, das Misstrauen ist real, die sehr auffällige politische Verschiebung ist sichtbar. Ein belastbarer Nachweis für konkrete Zahlungen oder direkte Steuerung ist damit noch nicht erbracht. Aber dass solche Fragen mittlerweile offen gestellt werden, zeigt, wie weit Carlson und Owens sich von ihrer früheren Rolle entfernt haben.
Politisch ist der Schaden ohnehin längst da. Denn die amerikanische Rechte lebte über Jahre auch von einer klaren strategischen Gewissheit: Israel ist Verbündeter, das iranische Regime ist der Feind. Und dafür gibt es Gründe, die weder neu noch missverständlich sind. Dieses Regime steht nicht erst seit gestern für antiwestliche Aggression, sondern seit seiner Frühphase. Am 4. November 1979 wurde die amerikanische Botschaft in Teheran gestürmt, amerikanische Diplomaten und Mitarbeiter wurden als Geiseln verschleppt, und die Krise zog sich 444 Tage hin. Das war ein Gründungszeichen der Islamischen Republik: Demütigung der Vereinigten Staaten, Verachtung diplomatischer Regeln, Hass auf den Westen als Staatsprinzip.
Wer heute so tut, als sei ausgerechnet dieses Regime, das seine eigenen aufbegehrenden Bürger zu Zehntausenden massakriert und weiterhin exekutiert oder sein strategisches Umfeld ein missverstandener Gegenpol zu Israel, verdreht nicht bloß die aktuelle Lage, sondern löscht auch die Erinnerung aus.
Genau darin liegt die komplette Verwahrlosung dieser neuen Linie von Carlson, Owens und Co.: Sie behandelt den verlässlichsten Verbündeten der Vereinigten Staaten im Nahen Osten mit wachsender Feindseligkeit, während sie gegenüber einem feindlich eingestellten Massernmörder-Regime plötzlich Nachsicht übt, das seine Feindschaft zum Westen nie verborgen hat.
Genau dieses Fundament wird von Carlson, Owens und Jones inzwischen systematisch untergraben. Nicht beiläufig, nicht punktuell, sondern mit wachsender Regelmäßigkeit und in einem Ton, der immer weniger nach konservativer Skepsis und immer mehr nach ideologischer Verbitterung gegenüber Amerika selbst klingt.
Vor diesem Hintergrund wirkt Trumps Abrechnung geradezu verspätet. Er ist in dieser Frage klar verortet, eindeutig proisraelisch und ohne jeden Zweifel davon überzeugt, dass Iran als Bedrohung behandelt werden muss. Dass er sich von Stimmen trennt, die sich immer weiter in eine antiisraelische Richtung bewegt haben, ist daher keine Laune, sondern politische Selbstbehauptung. Er zieht eine Linie, die längst hätte gezogen werden müssen.
Hinzu kommt, dass Carlson und Owens ihre neue Rolle noch immer mit dem alten Gestus des mutigen Tabubrechers verkaufen wollen. Aber der Anspruch, unbequeme Wahrheiten auszusprechen, verliert seinen Glanz sehr schnell, wenn er regelmäßig dort endet, wo antiwestliche Interessen, israelfeindliche Erzählungen und autoritäre Regime den größten Nutzen daraus ziehen. Dann ist das keine furchtlose Unabhängigkeit mehr. Dann wird aus angeblicher Dissidenz politische Schieflage.
Trump beantwortet diese Entwicklung nun mit offener Härte und in seiner bei einem solchen wohl auch etwas emotionalen Anlass in einer über das Ziel hinausschießenden Audsrucksweise. Das ist mehr als persönliche Verärgerung. Es ist ein deutliches Signal an das eigene Lager, dass nicht jede Radikalisierung unter konservativem Etikett geduldet wird. Wer sich unter dem Dach der Rechten bewegt, dabei aber immer verlässlicher gegen Israel argumentiert und damit objektiv den Gegnern des Westens in die Hände spielt, kann nicht ewig so tun, als sei jede Kritik daran bloß ein Angriff auf die Meinungsfreiheit.
Der Bruch verläuft damit nicht zwischen Trump und seinen üblichen Gegnern, sondern mitten durch sein früheres Umfeld. Hier trennt sich nicht bloß alter Einfluss von neuem Einfluss. Hier wird sichtbar, wie Teile eines einst schlagkräftigen politischen Vorfelds in eine Richtung abgedriftet sind, die mit konservativer Verantwortung immer weniger zu tun hat und mit Ressentiment, Eitelkeit und geopolitischer Blindheit immer mehr.
Trumps öffentliche Abrechnung kommt deshalb nicht aus heiterem Himmel. Sie markiert die Grenze zu einem Teil des früheren eigenen Umfelds, das sich außenpolitisch in eine Richtung bewegt hat, die mit der alten strategischen Grundlinie der amerikanischen Rechten kaum noch vereinbar ist. Wer Israel immer schärfer attackiert und zugleich gegenüber dem iranischen Machtblock auffallend schonend argumentiert, stellt sich zwangsläufig außerhalb dieses Kerns. Seine Antwort darauf ist etwas spät, aber richtig.

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und hier,warum er (Carlson) mittlerweile von dem Neocon-Flügel der Trump-Admin angegriffen wird :
https://tuckercarlson.com/alastair-crooke-highlights-2?utm_campaign=april11tcshowhighlights&utm_medium=email&utm_source=iterable&utm_content=highlights
hier mal etwas direkt von dem Angegriffenen:
https://tuckercarlson.com/trump-easter-post-highlight?utm_campaign=april11tcshowhighlights&utm_medium=email&utm_source=iterable&utm_content=highlights
Woanders lese ich Kritik eines israelischen Historikers: https://x.com/Xena_chronicle/status/2042736405906960466
> „… Mintpress veröffentlicht eine Umfrage unter Bewohnern Israels, in der sich 77% der Befragten GEGEN einen Waffenstillstand mit dem Libanon aussprechen. Die Umfrage war von der israelischen Zeitung Maariv News veranlasst worden. Damit unterstützt eine große Mehrheit der Befragten die expansionistische Politik der rechtsextremen Regierung Netanjahu. … Moshe Zimmermann, ein israelischer Historiker hatte einmal festgestellt: „Es gibt einen ganzen Teil der israelischen Gesellschaft, der eine Kopie des Nationalsozialismus darstellt. Sie werden, genau wie die Hitlerjugend, zu paranoiden Anhängern einer Herrenrasse.“ …“
Die Mintpress-Umfrage: https://x.com/MintPressNews/status/2042623933619323105
Die Mächte Eurasiens („Heartland“) mit Krisenherden umzingeln, um sie „einzudämmen“ – es ist britisches Konzept aus dem Jahr 1904: https://tkp.at/2026/04/11/britische-kolonialgeschichte-mit-dem-iran-und-british-petroleum-bp/ > „… Der Iran ist für das britisch-amerikanische Seemacht-Imperium nur eine Zwischenstation im Krieg um die Weltherrschaft gegen die großen und verbundenen Kernland-Mächte Russland und China. Dabei ist Chinas „Belt and Road“-Infrastruktur im Visier, für die der Iran eine wesentliche Verbindung zwischen Ost und West bis hin zu Afrika bildet. … Im Jahr 1904 veröffentlichte der britische Gelehrte und Staatsmann Sir Halford Mackinder seine Thesen wie die Briten ihre Macht gegen über dem Kernland behaupten können. Mackinder schlug vor, das… Mehr
Wie wir aus 10 Jahren DJT gelernt haben, unternimmt the PotUS nicht einen unbedachten Zug. Somit erkennen wir die Vorführung eines Bruchs zwischen 47 und TC als exakt platzierten „Trick 17“ – die Eröffnung des finalen Zuges (siehe Q-Post 916). Ausgehend zur „Affäre 47-Musk“ aus 2025 erleben wir jetzt, wie sich weltweit restlos alle Figuren offen positionieren müssen, wie wir es gerade bei so vielen Personen des öffentlichen Lebens teils verwundert – teils bestätigt zu sehen bekommen.
Trumps Antwort sei „etwas spät, aber richtig“???
NICHTS ist richtig, die Abwendung von Tucker Carlson wird sich als ein weiterer schwerer Fehler erweisen!!! Man kann nur hoffen, dass der Trumpel NICHT NOCH MEHR Porzellan zerschlägt und die „konservative Wende“ vollends zunichte macht!!!
Vielleicht darf man bei der ganzen Sache eines nicht vergessen. Amerika hat nicht nur einen Präsidenten, der mit einer Vielfalt von Machtinstrumenten ausgestattet ist. Er sieht sich stets einer Vielzahl von Gegenspielern ausgesetzt, sowohl in der eigenen Partei als auch dem politischen Gegner per se. Wer da ein Fass aufmacht, darf gewiss sein, dass es bei dem Einen nicht bleibt. Mit fortschreitender Amtszeit wetzen die Gegner immer offener das Messer und so werden die Klippen für den Amtsinhaber täglich höher. In der Manie es allen irgendwie Recht machen zu wollen aber steigert sich die Fehlerrate eminent. Die Betroffenen werden sichtbar… Mehr
ich lese Tucker Carlson seit Dekaden,und was hier wie in den USA an Mis-information über Ihn verbreitet wird,sucht seinesgleichen.
Im konservativen Lager vor Maga gab es die Neocons und die Isolationisten,die nicht unbedingt zusammenpassten.Bei den Neocons war immer der sehr starke AIPAC-Flügel vertreten,der Israel auch bei den aberwitzigsten Ideen unterstützte.
Dieser Flügel wird durch Ben Shapiro und Marc Levin vertreten. Und genau diese beiden haben in den Monaten vor dem Irankrieg die Kampagne gegen Tucker Carlson begonnen,ihn als Antisemiten zu klassifizieren,was absolut absurd ist.
Das das jetzt hier unkritisch übernommen wird,ist bedauerlich
In der Tat, überfällig. J.D. Vance hat nun Gelegenheit, seinen Fehler zu korrigieren, indem er sich endlich von Tucker Carlson distanziert. Das wird nicht einfach, denn er meint, Carlson Dankbarkeit dafür zu schulden, dass er jhn Trump für den Posten des Vizepräsidenten empfahl. Außerdem arbeitet Carlsons Sohn im Büro des Vizepräsidenten in der Presseabteilung. Sollte das Vance nicht gelingen, wird er seine Pole Position beim Wettbewerb um die republikanische Präsidentschaftskandidatur an Marco Rubio verlieren. Für die Wahlchancen der Republikaner insgesamt wäre das nicht entscheidend. Was man an Stimmen aus dem Lager der rechten Spinner verliert, gewinnt man an Stimmen moderater… Mehr
Trump versprach keine neuen Kriege, keine neuen US-Interventionen in irgendwelchen Ecken der Welt sowie das Leben der US-Amerikaner billiger zu machen.
Dann kamen seine Zölle, die vorwiegend zu Lasten der US-Verbraucher gehen, dann seine Intervention in Venezuela und nun der Krieg im Persischen Golf, der die Preise für US-Verbraucher noch weiter nach oben treibt. Und nun ein fragiler Waffenstillstand mit Zugeständnissen an den Iran, bei Öltankern eine satte Maut zu kassieren um die Straße von Hormus zu passieren.
Wer hat hier also seine Position grundlegend geändert zum großen Nachteil der US-Amerikaner und vieler anderer Länder auf der Welt?