Bei der Merkel-"Ehrung" im EU-Parlament sollten leere Plätze Protest gegen diese Verleihung zeigen. Nach Angaben von AfD-Abgeordneten wurden diese aber mit Ersatzpublikum aufgefüllt. Der Merkel-zugetane Kreis inszeniert sich selbst ein volles Haus.
picture alliance / AP Photo/Pascal Bastien, Screenprint via X - Collage: TE
Angela Merkel hat im Europäischen Parlament einen Orden erhalten. Schon dieser Satz enthält die ganze Verdrehtheit eines politischen Betriebs, der seine Schäden an den Völkern Europas mit Medaillen behängt. Die frühere Bundeskanzlerin wurde in Straßburg mit dem Europäischen Verdienstorden behangen. Eine EU, die sich selbst unablässig als Hüterin von Demokratie, Freiheit und Rechtsstaat inszeniert und Richtung Autokratie steuert, zeichnete ausgerechnet jene Kanzlerin aus, unter der Deutschland seine Grenzen preisgab, seine Energieversorgung ruinierte, seine staatliche Ordnung beschädigte und seine politische Mitte in die linke Moralverwaltung überführte, deren Folgen das Land in den Ruin treiben. Deren Migrationskurs den Brexit verursacht hat und Westeuropa zerreisst.
Doch der eigentliche Vorgang spielte sich nicht auf der Ehrentribüne ab, sondern im Saal. Rechte Fraktionen wollten die Merkel-Ehrung boykottieren und ihr fernbleiben. Ihre Plätze sollten leer bleiben. Ein sichtbarer starker Protest gegen eine Frau, deren politische Hinterlassenschaft Europa bis heute massivst belastet und deren zerstörerischer Kurs noch immer nicht korrigiert wurde. Nach Angaben mehrerer AfD-Abgeordneter und Akteure rechter Fraktionen blieben diese Plätze jedoch nicht einfach leer. Die Reihen sollen aufgefüllt worden sein. Ersatzpublikum für Angela Merkel. Statisten für den europäischen Hofstaat. Kulissenmenschen dort, wo eigentlich politische Abwesenheit sichtbar werden sollte.
— Dr. Friedrich Pürner, MPH (@DrPuerner) May 19, 2026
Falls diese Darstellung zutrifft, passt sie so genau zu Brüssel, dass man sie kaum erfinden müsste. Nicht einmal leere Stühle dürfen stören, wenn die EU sich selbst feiert. Nicht einmal Schweigen soll sichtbar bleiben, wenn es die gewünschte inszenierte Kulisse beschädigt. Der Protest wird nicht widerlegt, er wird wegdekoriert. Das ist die Ästhetik einer Macht, die sich Zustimmung notfalls optisch beschafft.
So wurde aus dieser „Ehrung“ ein Sinnbild. Merkel bekommt einen Orden, und die EU bekommt ihr Bühnenbild. Der Protest hätte als sichtbare Lücke im Saal stehen sollen und müssen. Stattdessen soll diese Lücke geschlossen worden sein, damit aus Ablehnung wieder Festaktoptik wird und Merkels Ehrung den gewünschten Anschein geschlossener Zustimmung behält.
Angela Merkel war immer die Kanzlerin solcher inszenierten Bilder. Die ruhige Hand, das reglose Gesicht, der zedierende Tonfall, die politische Narkose. Unter dieser Oberfläche wurden Entscheidungen getroffen, die Deutschland bis heute zerreißen. 2015 öffnete sie die Grenze und machte aus staatlicher Ordnung eine moralische Geste. Sie setzte das Land vor vollendete Tatsachen und erklärte den anschließenden Kontrollverlust zur Menschlichkeit. Der Staat zog sich zurück, die Bürger sollten zahlen, helfen, schweigen und sich obendrein belehren lassen.
Merkels Migrationspolitik war ein Bruch im Grundverständnis von Staatlichkeit. Ein Staat, der nicht mehr entscheidet, wer in sein Gebiet kommt, gibt einen Kern seiner Souveränität auf. Eine Kanzlerin, die diesen Vorgang mit einem Satz wie „Wir schaffen das“ überhöht, ersetzt Regierungshandeln durch Beschwörung. Die Folgen stehen heute überall in ganz Deutschland und in Westeuropa – in überforderten Schulen, überlasteten Kommunen, ausgereizten Sozialkassen, wachsenden Sicherheitsproblemen und einem politischen Klima, in dem jede nüchterne Kritik jahrelang als moralischer Defekt behandelt wurde. Auf dieses Konto geht auch der Brexit.
In der Energiepolitik hinterließ Merkel ein Land, das seine sichere Grundlast opferte und sich zugleich entgegen aller Kritik daran tiefer an russisches Gas band. Atomkraft weg, Kohle weg, Versorgungssicherheit ins Märchenbuch, Industriepreise in den Himmel. Nord Stream 2 wurde zum Denkmal einer deutschen Selbsttäuschung, die Warnungen aus Osteuropa arrogante wegwischte und Putin mit Handel zähmen wollte. Das Ergebnis ist bekannt: Abhängigkeit, Preisexplosion, Deindustrialisierung, Standortflucht. Merkel hat Deutschlands Substanz ruiniert.
Auch europapolitisch war Merkel keine große Europäerin, sondern die perfekte Vollstreckerin eines Apparats, der nationale Verantwortung immer weiter nach Brüssel verschiebt. Unter ihr wurde aus europäischer Zusammenarbeit immer häufiger Zentralisierung. Aus Verträgen wurden Dehnmassen. Aus Krisen wurden Hebel für neue Zuständigkeiten. Aus demokratischer Debatte wurde Alternativlosigkeit. Merkel war die Kanzlerin des Satzes, dass es angeblich keine Alternative gebe. Genau dieser Satz ist der Feind jeder Demokratie.
Merkels eigentliche Erbin sitzt dabei schon längst in Brüssel. Ursula von der Leyen ist Merkels Schwester im Geiste, nur mit Kommissionssiegel und noch geringerem demokratischen Schamgefühl. Merkel machte von der Leyen in Deutschland zur Ministerin, hielt sie trotz des verheerenden Bildes im Verteidigungsministerium im Machtbetrieb und öffnete ihr den Weg in jene Brüsseler Sphäre und installierte ihre „Sister from another Mister“. Dort führt von der Leyen Merkels Methode fort: Macht nach oben ziehen, Kontrolle ausbauen und jeden Widerstand als Angriff auf Europa behandeln. Selbst Kaja Kallas soll sie intern als „Diktatorin“ bezeichnen; Charles Michel warf ihr eine autoritäre Amtsführung und Machtaneignung vor. Das ist keine rechte Polemik mehr, sondern Brüsseler Innenansicht.
Von der Leyen baut genau jenes Europa, das Merkel politisch vorbereitet hat: einen Apparat, der sich Werte auf die Fahnen schreibt und Bürger unter Verwaltung stellt. Die Chatkontrolle zielt auf anlasslose Massenüberwachung privater Kommunikation; die Datenschutzkonferenz forderte im Februar 2026 deshalb den vollständigen Verzicht darauf. Die EUDI-Wallet schafft eine europaweit standardisierte digitale Identitätsinfrastruktur, die jeder Mitgliedstaat bereitstellen muss. Dazu kommen zahllose Zensur- und Lenkungsinstrumente über den digitalen Dienstapparat, Demokratie-Schutz-Rhetorik und nun AgoraEU, ein milliardenschwerer Topf, mit dem Kultur und Medien auf die Werte dieser EU ausgerichtet werden sollen. Merkel gab dieser Politik den Ton der Alternativlosigkeit. Von der Leyen setzt Merkels Zerstörungskurs konsequent und mit noch mehr ausgestatteter Macht fort.
Merkel zerstörte nicht mit Furor. Sie zerstörte mit viel Geduld und artigem Applaus aller großen Medien. Sie ließ Institutionen stehen und entkernte sie politisch. Die CDU blieb als Schild erhalten, wurde aber inhaltlich komplett nach links verschoben. Der Rechtsstaat blieb als Wort erhalten, wurde aber in politischen Krisen immer öfter nach Opportunität gebogen. Nicht genehme Wahlen? Rückgängig gemacht. Die Grenze blieb als Begriff erhalten, verlor aber 2015 ihre praktische Bedeutung. Die Marktwirtschaft blieb als Ritual erhalten, während Energiepolitik und Regulierungswut ganze Branchen strangulierten.
Dass diese Frau nun in Straßburg als europäische Verdienerin gefeiert wird, zeigt nicht Merkels Größe, sondern die Verkommenheit des Brüsseler Betriebs. Die EU „ehrt“ in ihr die Methode, die sie selbst perfektioniert hat: Macht entziehen, Verantwortung verwischen, Kritik moralisieren, Folgen auslagern. Merkel war für diesen Betrieb ideal. Sie sprach nie klar, entschied aber folgenreich. Sie vermied Streit, indem sie Gegner entwaffnete oder eiskalt abservierte, Themen einschläferte und die CDU Stück für Stück in eine staatstragende Begleitmusik der linken Republik verwandelte.
Dieser Orden ist deshalb keine Überraschung, aber in seiner Unverfrorenheit nochmal eine neue Marke im Abwärtstrend dieses Selbstversorgerparadieses. Er ist ein Dankeschön des Apparats an eine seiner wichtigsten Figuren. Merkel hat Deutschland europäisiert, indem sie deutsche Interessen entkernte. Sie hat die CDU neutralisiert, indem sie ihre konservativen Reste entsorgte. Sie hat Konflikte nicht gelöst, sondern vertagt, verlagert und moralisch überklebt. Das war für Brüssel nützlich. Für Deutschland war es verheerend.
Leere Plätze im EU-Parlament hätten gezeigt, dass nicht alle bereit sind, dieser zutiefst verlogenen Geschichtsfälschung beizuwohnen. Sie hätten den Popanz dieses Festakts gestört, ohne ein Wort zu rufen. Doch offenbar war schon diese stille Form der Ablehnung zu viel. Also soll der Raum gefüllt worden sein. Brüssel duldet Kritik gern als Randnotiz, aber nicht als Bild.
Angela Merkel bekam einen Orden für ein politisches Lebenswerk, dessen Kosten andere tragen. Bürger, die ihre Sicherheit verloren haben. Kommunen, die nicht mehr hinterherkommen. Unternehmen, die unter Energiepreisen zugrundegehen oder abwandern. Familien, die sich dieses Land kaum noch leisten können. Eine CDU, die unter Merkel ihre Seele verkaufte, heute nicht mehr weiß, warum sie überhaupt noch existiert und sich beim Ertrinken an das Senkblei Merz klammern.
Potemkinsches Publikum für eine potemkinsche Kanzlerin: Vorne Angela Merkel, die Ikone des Zerstörungsbetriebs. Hinten ein Land, das unter ihrer Politik an die Wand fährt.
Ein Parlament, das leere Plätze nicht aushält, sollte nicht von demokratischer Kultur predigen. Eine Union, die Kritik aus dem Bild räumt, sollte nicht von europäischer Wertegemeinschaft reden. Merkel erhielt einen Orden. Sichtbar wurde aber etwas anderes: ein Apparat, der sogar Abwesenheit verwalten will.
Um noch ein volles Haus zu erleben, muss Merkel schon zur linkslinklinken re:publica pilgern.

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Gähn. Eine nichtstaatliche Organisation verleiht unnötige Medaillen.
Die einzige „Ehrung“, die diese Verbrecherin verdient, sind klickende Handschellen!
A.Merkel nahm sich bekanntlich Katharina die Große, Zarin von Russland, als Vorbild, kleiner ging es nicht. Anstelle der Potemkinschen Dörfer als Vorspiegelung von Tatsachen, die keine sind, jetzt die Potemkinschen Sessel im Straßburger Parlament. Historisch wiederholt sich alles, bei Merkel als Treppenwitz, besser Sesselwitz.
Leider zeigt es aber auch die taktische Einfältigkeit der rechten europäischen Parlamentarier. Sie hätten nach einer zweiminütigen Überlegung darauf kommen können, dass ihre vakanten Plätze von Angestellten besetzt werden könnten. Eine unübersehbare Demonstration wäre gewesen, wenn sie während der Verleihung geräuschvoll aufgestanden wären und den Saal verlassen hätten oder demonstrativ aufgestanden wären und der Bühne den Rücken zukehrt hätten oder einer nachdem anderen mit Postern aufgestanden wäre mit Breitscheidplatz, Solingen, Maria…, was auch immer, das wäre ein weltweit wahrgenommenes Signal gewesen, aber feige draußen bleiben, ist kein Signal, denn nur wer im Saal bleibt, bleibt sichtbar, aber mit solchen taktischen… Mehr
Der grössere Skandal ist, dass sich die Alternativlose als Vertreterin der Wahlbetrügerpartei Deutschlands hinstellt und die Sozialen Medien für angebliche Desinformation geisselt und auch noch über Demokratie schwadroniert.
Durch X wurde die Nachrichtenbrandmauer der Altparteien gebrochen.
Letztendlich ist der Orden für Merkel ein Brandmauerorden, ein Orden für die Errichtung einer Brandmauer in Gesellschaft und Demokratie und gegen kritische Information, die jahrelang und jeweils bis zum Beweis des Gegenteils als Hass und Hetze diffamiert wurde.
Da die EU kein Staat ist, gilt für den Europäischen Verdienstordens des Europäischen Parlaments wohl:
„Reine Vereinsabzeichen, Faschingsorden, Firmennadeln oder Leistungsabzeichen, die nicht als staatliche Ehrung gelten, dürfen frei gestiftet und getragen werden. Sie fallen rechtlich nicht unter den Begriff der staatlich anerkannten Orden und Ehrenzeichen.“
Und was haben die mit dem Orden dekorierten Figuren davon?
„Die Mitglieder des Ordens erhalten das Recht auf Zugang zur Ehrentribüne des Plenarsaals während der Plenarsitzungen des Parlaments“
Na dann ….
Die üblichen, inzestiösen Veranstaltungen der Blase der „Guten“ – mit gegenseitiger Auszeichnung.
Ob das nun „Kultur“, „Wissenschaft“ oder Politik ist – ein Organismus, der sich selbst beschäftigt, auszeichnet und für gut und unentbehrlich hält.
Thilo Sarrazin hatte es in seinem letzten Interview gesagt was der Platz von Frau Merkel in den Geschichtsbüchern sein wird und Merkel weiß es, da kann sie sich endlos mit Orden behängen lassen, bei Auftritten bejubeln lassen, es wird nichts mehr nützen.
Das kommt eben davon wenn man ein DDR Karriere Erfolgsrezept in der freien Welt weiter praktiziert.
Hat irgendwie Ähnlichkeit mit Nordkorea, wo die Untertanen regelmäßig zum Klatschen herangekarrt werden m und der geschmackvolle Schnitt der Festtags-Tracht erinnert auch irgendwie an Kommunismus
Leider zeigt es aber auch die taktische Einfältigkeit der rechten europäischen Parlamentarier. Sie hätten nach einer zweiminütigen Überlegung darauf kommen können, dass ihre vakanten Plätze von Angestellten besetzt werden könnten. Eine unübersehbare Demonstration wäre gewesen, wenn sie während der Verleihung geräuschvoll aufgestanden wären und den Saal verlassen hätten oder demonstrativ aufgestanden wären und der Bühne den Rücken zukehrt hätten, was auch immer, denn nur wer im Saal bleibt, bleibt sichtbar. So wäre ein weltweit wahrgenommenes Signal möglich gewesen, aber mit solchen taktischen Amateuren (oder Feiglingen?) wird das nix.
In den USA dürfte diese „Frau“ schon längst six feet under sein, sie wissen, was genau ich damit meine ❗