Kurz vor Inkrafttreten des EU-Asylpakts setzen die Niederlande die Auswertung von Smartphones von Asylbewerbern aus. Die Einbürgerungsbehörde verweist auf fehlende Rechtsgrundlagen. Sicherheitsexperten warnen vor blinden Flecken. Auswertungen konnten bislang auch helfen, terroristische Absichten oder Verbindungen zu Organisationen wie Hamas zu aufzudecken.
picture alliance / DeFodi Images | John Beckmann
Kurz vor Inkrafttreten des EU-Migrations- und Asylpakts am 12. Juni 2026 haben die niederländischen Behörden die Untersuchung von Smartphones, Laptops und Tablets neuer Asylbewerber ausgesetzt. Ausgerechnet in dem Moment, in dem Brüssel strengere Grenzkontrollen, schnellere Verfahren und eine verschärfte Überprüfung an den EU-Außengrenzen verspricht, fällt in den Niederlanden ein Instrument weg, das Sicherheitsbehörden bislang zusätzliche Hinweise liefern konnte.
Begründet wird der Schritt mit Grundrechten und fehlender gesetzlicher Grundlage. Nach Angaben der Migrationsdienste verletzt die bisherige Praxis, Asylbewerber zur Durchsuchung ihrer Geräte um Erlaubnis zu bitten, deren Rechte und steht auf keinem klaren rechtlichen Fundament. Der niederländische Einwanderungs- und Einbürgerungsdienst IND, der am 12. Juni die Erstüberprüfung vom Asyl-Screeningdienst DISA übernimmt, wird persönliche elektronische Geräte deshalb nicht länger analysieren. Ein interner IND-Bericht warnt bereits vor den Folgen: „Dies kann dazu führen, dass der IND in der Vorphase relevante Sicherheitssignale übersieht.“
Die Entscheidung hat eine längere Vorgeschichte. Der niederländische Staatsrat hatte bereits entschieden, dass die Durchsuchung von Smartphones ohne richterliche Anordnung einen erheblichen Eingriff in die Grundrechte von Asylbewerbern darstellt. Seit 2014 hatten Grenzbeamte die Geräte von Ankommenden manuell überprüft. Nach den Pariser Terroranschlägen von 2015 kam laut Untersuchungen der Universität Utrecht softwaregestützte Datenextraktion hinzu. Nun wird dieses Verfahren gestoppt, weil seine rechtliche Grundlage nicht trägt.
Am 28. Mai kritisierte zusätzlich die Inspektion für Justiz und Sicherheit das bestehende Modell der freiwilligen Herausgabe. Antragsteller könnten sich unter Druck gesetzt fühlen, ihre Geräte auszuhändigen, aus Angst, eine Verweigerung könne ihrem Asylverfahren schaden. Ohne tragfähige gesetzliche Grundlage droht zudem, dass gewonnene Daten in Strafverfahren nicht verwertbar sind, selbst wenn sie Hinweise auf Waffenbesitz oder andere Bedrohungen enthalten.
Sicherheitsexperten sehen darin mehr als ein juristisches Detail. Patrick Fluyt von der Polizeigewerkschaft ACP formulierte den naheliegenden Kern der Sache: Man müsse wissen, „wen genau wir hereinlassen“. Viele Ankommende kämen aus Hochrisikoregionen, Konflikte könnten mit einzelnen Personen importiert werden. Das ist keine abstrakte Behördenfrage, sondern eine Sicherheitsfrage, die sich an der Grenze stellt und später im Land beantwortet werden muss, wenn sie dort nicht ernst genommen wurde.
Ronald Sandee, früherer Mitarbeiter des niederländischen Militärischen Nachrichten- und Sicherheitsdienstes MIVD und heute Sicherheitsanalyst, verweist auf den nachrichtendienstlichen Wert solcher Geräteanalysen. Sie können Herkunftsangaben prüfen, Reiserouten nachvollziehen, verwendete Sprachen identifizieren und die Glaubwürdigkeit von Asylgeschichten bewerten. Niemand behauptet, dass ein Smartphone allein die Wahrheit liefert. Aber es kann ein zusätzliches Werkzeug sein, wenn Behörden nicht nur registrieren, sondern prüfen wollen.
Deutschland und Belgien erlauben die Untersuchung elektronischer Geräte bereits unter bestimmten Bedingungen. Damit liegt ein mögliches Modell auf dem Tisch: Kontrolle nicht im rechtsfreien Raum, aber auch nicht mit geschlossenen Augen. Die Niederlande entscheiden sich vorerst für den Stopp, weil der gesetzliche Rahmen fehlt. Das Problem ist damit nicht gelöst, sondern vertagt.
Der niederländische Asylminister Bart van den Brink von der CDA, zugleich stellvertretender Ministerpräsident, hat erklärt, dass an neuen gesetzlichen Regelungen gearbeitet werde. Vor dem Inkrafttreten des EU-Pakts ist allerdings keine Lösung zu erwarten. Der IND hat bestätigt, bis zum Vorliegen einer Rechtsgrundlage nicht auf Geräte zuzugreifen. Gleichzeitig erkennt die Behörde selbst an, dass solche Analysen Vorteile haben können, für die Sicherheit ebenso wie für die Unterstützung echter Schutzansprüche.
Der niederländische Senat billigte am 26. Mai das nationale Gesetz zur Umsetzung des EU-Asylpakts. Damit können die neuen Regeln ab dem 12. Juni gelten. Der Pakt, lange verhandelt und hart umkämpft, soll die Asylregeln in der EU vereinheitlichen: verpflichtende Grenzüberprüfungen, erweiterte Nutzung der Eurodac-Datenbank, klarere Verantwortungsteilung, schnellere Verfahren und strengere Rückführungsregeln. In der niederländischen Praxis startet dieses Versprechen ausgerechnet mit dem Wegfall einer nationalen Prüfebene. Brüssel verspricht mehr Kontrolle. Den Haag beginnt damit, Kontrolle zurückzufahren.



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Ein eigenes Nummernkonto in der Schweiz, hat zufällig nicht diesen Meinungsumschwung beflügelt?!
Brüssel will die Nationalstaaten durch Massenzuwanderung schwächen. Und denen soll man die Hoheit über das Migrationsmanagement (aka „Asylpolitik“) anvertrauen?
Entgegen dem Gründungsversprechen, für Frieden und Wohlstand zu sorgen, will die EU heute Krieg, Verarmung (aka „Klimapolitik“) und Zerstörung der vielfältigen europäischen Kultur durch ein Multikulti-Einerlei.
Warum sollten wir dafür bezahlen?
Die EU heute gebärdet sich nicht nur wie eine böswillige Besatzungsmacht.
Sie ist eine WEF-dominierte Entität, die Europa und uns Europäer für die Interessen der globalisierten Hochfinanz instrumentalisiert und ausnutzt.
Wir müssen uns davon befreien.
Wer glaubt nur in Deutschland herrscht der Wahnsinn, der wird eines besseren belehrt. In den Niederlanden sind die Behörden ebenso völlig außer Rand und Band. Das spielt sich bereits seit Jahrzehnten ab, lange vor 2015. Wer in die Zukunft schauen wollte, brauchte nur nach Westen schauen über den imaginären Grenzzaun der und trennt von den ach so liberalen Niederländern.
Zitat: „Viele Ankommende kämen aus Hochrisikoregionen, Konflikte könnten mit einzelnen Personen importiert werden.“ > Mal abgesehen davon, dass man sich fragen tut, warum den Niederländern ihr Problem erst jetzt eingefallen ist und ob sie nicht genügend Zeit zum denken hattten und um entsprechende Gesetzesänderungen schon längst hinter sich gebracht haben zu könnnen, so finde ich dann auch hier wieder sehr bemerkenswert, dass zwar davon geschwafelt wird das „Viele Ankommende aus Hochrisikoregionen kämen“, doch das scheinbar niemand den Ar… in der Hose hat um laut und deutlich eine Außengrenzschließung und ein Einreisestop zu fordern. Und während die herrschende „Brüsseler und EU-Elite“… Mehr
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Sie geben sich als Asylbewerber aus, um sich vom EU-Bürger alimentieren zu lassen und schmeißen vorher alle Dokumente weg? Ihr Smartphone ist sicher.
Sie sind EU-Bürger, der hier aufgewachsen ist und Steuern zahlt? Ihr Smartphone wird demnächst anlasslos überwacht (sogenannte „Chatkontrolle“).
Sie werden vom EU-Bürger alimentiert und verschieben Milliarden Steuergelder mit dubiosen SMS? Ihr Smartphone ist tabu.
Rechtliche Grundlage? Du willst in mein Haus (Land), dann zeig wo Du herkommst. Willst DU nicht, kein Problem für mich.
„Niederländischer Asylminister Bart van den Brink (CDA)“
Ja, der Typ arbeitet gegen die Interessen der Niederlande und deren Bevölkerung. Das ist der erste, dem man auch noch das Handy wegnehmen muss und auch mal kontrolliert, was er so damit treibt! Parallelen zu Deutschland sind nicht zufällig, sondern die Regel. Ansonsten spricht alles für böswilliges Handeln gegen die eigene Gesellschaft!
> Kurz vor Inkrafttreten des EU-Asylpakts setzen die Niederlande die Auswertung von Smartphones von Asylbewerbern aus.
Dafür werden aber Handys der „Klima-Leugner“ ausgewertet? >>>UK will Nachrichten-Scanning auf jedem Handy<<< Sicherlich kommt es bald auch woanders in Westeuropa.
Man kann sich auch selbst ins Knie schießen.
In den Niederlanden haben sie sich bereits in das Knie geschossen. Jetzt ist der Kopf dran.