Die Selbstzerstörung der CDU

Die CDU jammert über Sachsen-Anhalt und verkennt, dass ihre Bundespartei unter Friedrich Merz noch schlechter dasteht. Merz als Kanzler treibt die Union mit Brandmauer, linker Politik und Geschichtsklitterung Richtung völliger Bedeutungslosigkeit. Sachsen-Anhalt war nur die letzte Warnung.

picture alliance/dpa | Michael Kappeler

In der CDU, besonders im Hofstaat des Kanzlers, ist der Funktionäre Weheklage über die verlorene Sachsen-Anhalt-Wahl groß. Doch in Realitätsverleugnung verkennt Merz, verkennen seine Mandarine, so seine extrem linke Generalsekretärin aus Hamburg, dass die Bundes-CDU eigentlich zu Sven Schulze aufsehen könnte und ihm dankbar sein müsste. Was aus der öffentlichen Wahrnehmung fiel, ist nämlich der Blick auf die Zahlen, auf das Wahlergebnis und die letzte Umfrage für den Bund.

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Die CDU Sachsen-Anhalts kam schließlich auf 17,2 % der Stimmen. Nach der letzten Wahlumfrage für die Wahl zum Bundestag steht die CDU (ohne CSU) bei 15% -15,5 %, also ca. zwei Prozent unter der Sachsen-Anhalt-CDU. Zur Bundestagswahl 2025 holte die CDU noch 28,52 % der Stimmen, weil Friedrich Merz am Tag vor der Wahl vollmundig versprochen hatte, woran er sich am Tag dnach so gar nicht mehr erinnern konnte. Dem Spitzenkandidaten der Sachsen-Anhalt-CDU gelang es in einem notorisch stümperhaften Wahlkampf, 19,9 % der Wähler zu anderen Parteien zu treiben, vor allem zur AfD. Aber auch Friedrich Merz kann beachtliche Erfolge in der Disziplin, Wähler zur politischen Konkurrenz zu jagen, aufweisen, die einzigen Erfolge des Parteivorsitzenden womöglich.

In nur 16 Monaten gelang es Friedrich Merz, Jens Spahn, Thorsten Frei und jetzt Franziska Hoppermann und den anderen Brandmauer-Helden im CDU-Hofstaat des Friedrich Merz 13 bis 12,5 % an Wählern zu verscheuchen. Das sind zwar noch keine 19,9 %, aber der große Vorsitzende arbeitet daran im harten Wettbewerb, wer zuerst die 10 %-Marke erreicht, mit den Genossen von der SPD. Da helfen nur noch Parteiverbote.

Jedenfalls erinnern sich nur noch unabhängige Historiker außerhalb des Brandmauerkombinats daran, dass CDU und SPD einmal Volksparteien waren, jetzt sind sie nur noch die Parteien derer, die wider alle Vernunft und Realität daran glauben, dass der öffentlich finanzierte, grüne Rundfunk wahrheitsgemäß und unparteiisch berichtet und schon gar nicht framt, was das Zeug hält. Blickt man jedoch auf die Zahlen und darauf, wer was gewählt hat, dann gibt es nach diesen Kriterien nur noch eine Volkspartei – und das ist die AfD.

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Übrigens wird man Volkspartei dadurch, dass man erkennbar die Interessen des deutschen Volkes vertritt, und nicht die Interessen der Ukraine oder von Minderheiten auf Kosten von Glück, Zukunft, Sicherheit der Mehrheit des Volkes und das man einen unverkennbaren Markenkern besitzt, der über Machterhalt, Opportunismus und Eitelkeit hinausgeht.

Dass die Auswechslung von Merz durch Wüst die CDU im Wettbewerb mit der SPD, wer schneller die 10% Marke erreicht, vorausgesetzt es gibt dann noch freie Wahlen und keine zeitgemäße Adaption des „Zettelfaltens“, Sieger werden würde, zeigt nur, in welcher Krise diese Partei ohne Inhalt und ohne Personal, das auch nur annähernd den Herausforderungen der Zeit gerecht wird, steckt.

Wahrscheinlich hat Sepp Müller durch seinen beherzten Anti-SED-Linke-Wahlkampf die CDU in Sachsen-Anhalt und Sven Schulze davor bewahrt, das Ergebnis der Bundespartei zu erreichen, 15,5 statt 17,2 %. Dass Merz und Frei nun verärgert darüber sind, dass Müller ihre späte Liebe zur SED-Linken gestört, ihr neues Block-Parteien-System, die Brandmauer genannt, nicht geachtet hat, nehmen sie ihm verdammt übel. Das schlimmste an Sepp Müller in den Augen der Merz, Frei, Wüst dürfte sein, dass er eher ein Andreas Hermes oder Jakob Kaiser ist als ein Otto Nuschke oder Gerald Götting.

Einen eher erfolgreichen Wahlkämpfer, der noch dazu an die Verbrechen der SED erinnert, daran, dass die SED-Linke nicht die Partei der Demokratie ist, sondern der totalitären Diktatur, zu schmähen, soweit ist es mit der Merz-CDU gekommen. Kein Wunder, dass sich CDU-Politiker wie Wüst einig wissen mit der SED-Linken, was Parteiverbote betrifft. Doch das Verbot von Parteien löst kein Problem in der Demokratie, es löst nur die Demokratie auf, die Probleme verstärken sich.

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Friedrich Merz sagte in seiner Rede schlicht und ergreifend die Unwahrheit, als er pathetisierte: „Deutschland hat das große Glück gehabt, fast 80 Jahre lang in Freiheit, in Frieden, in Wohlstand und in immer größerer sozialer Gerechtigkeit zu leben.“ Falsch. Auch die DDR war Deutschland – und die 17 Millionen Deutschen in der DDR lebten eben nicht „80 Jahre lang in Freiheit, in Frieden, in Wohlstand und in immer größerer sozialer Gerechtigkeit.“ Dass dem überheblichen Mann aus dem Sauerland diese Tatsache nicht bewusst ist, zeigt nur, dass sie ihm nicht bewusst sein darf, wenn man hinter der Brandmauer auch mit den SED-Linken Deutschlands Zukunft verspielt. Was für eine Geschichtsklitterung, die sich Merz da erlaubt!

In einem ähneln sich Reichinnek und Wüst und Frei und Günther, sie sind nicht der Auffassung, Bürger wählen ihre Abgeordneten frei, sondern wollen bestimmen, wen Bürger wählen dürfen. So wird der Bundestag zur Volkskammer.
Will man eigentlich demnächst als Zwischenschritt die Wahlkabine aus dem Wahllokal entfernen oder videoüberwachen – es könnte ja Putin bis in die Wahlkabine reichen?

Das letzte Mittel des Machterhalts ist die Konstruktion des inneren Feindes und des Baus von Mauern, um das Volk zu hindern zu gehen – und wenn auch nur zu anderen Parteien.

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Kommentare ( 1 )

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Haba Orwell
46 Minuten her

> Nach der letzten Wahlumfrage für die Wahl zum Bundestag steht die CDU (ohne CSU) bei 15% -15,5 %, also ca. zwei Prozent unter der Sachsen-Anhalt-CDU. Solange man die dysotopische Agenda der Globalen Oligarchie umsetzen kann und diese am Personal in der Provinz Schlandien festhält… Bei schlechten Umfragen werden schon ein paar Tricks einfallen – Alternative von Wahlzetteln streichen und so weiter. Den Kurs ändern, immer noch nicht. Solange man abzocken kann, spielt Realität eh keine Rolle: >>>Der perfekte Sturm: Schuldenspiralen, die Energiefalle und das Ende billiger Illusionen – uncut-news.ch<<< > „… Jahrzehntelang wurde uns erzählt, Kredit sei unbegrenzt, die… Mehr

Last edited 43 Minuten her by Haba Orwell